Heimat
Heimat - # 2

Crossdresser, Transgender DWT... Plauderecke - was sonst nirgendwo passt
YvonneTV
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Re: Heimat

Post 16 im Thema

Beitrag von YvonneTV »

Mina hat geschrieben: Do 15. Mär 2018, 16:17 Is auch egal - jeder Mensch ist frei und kann friedlich nach seiner Fasson glücklich werden. )))(:
Geeeeenau so sehe ich das auch Mina !!! (ap) (ap) (ap)

Es MUSS nicht einheitlich sein !
Es braucht keine Schubladen - in die ich ohnehin nicht passe :mrgreen:
Ganz liebe Grüsse - Yvi
Sabrina Verena
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Re: Heimat

Post 17 im Thema

Beitrag von Sabrina Verena »

Hallo!
Also ich denke auch, dass das Wohlfühlen (sich heimisch fühlen) ein nicht unwichtiger Aspekt ist.
Ein Verein, in dem ich mich engagiere kann mir eine Heimat sein. Ein Ort, eine Landschaft, eine Sozialgemeinschaft und somit auch eine Community.
Es muss nicht zwingend der Ort sein wo ich wohne. Aber man fühlt sich ja meist wohl im selbigen, sonst würde man umziehen wollen.
Der Geburtsort kann es sein, weil man in der Geborgenheit der Eltern sich wohl fühlte.
So habe ich für mich zwei Heimaten. Mein Geburtsort, wo ich immer wieder gern zu Besuch bin, wo ich aufwuchs und ein großen Teil meines Lebens verbrachte. Aber auch wo ich jetzt wohne und mich mit der Zeit eingelebt habe.
LG Verena
Solange Du in Dir selber nicht zuhause bist, bist Du nirgendwo zu Haus.

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Sabrina Verena
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Re: Heimat

Post 18 im Thema

Beitrag von Sabrina Verena »

YvonneTV hat geschrieben: Do 15. Mär 2018, 16:01 Heimat würde ich kaum als Wort nutzen (auch wegen der gleichnamigen Filme :P und weil es oft mit einem Ort/der Geburt verbunden wird) !

Mein Zuhause ist da, wo ich mich wirklich wohl fühle, bei meinen Lieben Menschen, die mir wichtig sind (888)
Das ist an keinen Ort gebunden, es kann sich ändern - ist im Fluss ....
Es kann wachsen mit dem eigenen Leben, indem es auch so oft Veränderungen gibt )))(:

PS: Und sollte es sich doch nicht um "Heimat", sondern tatsächlich um "Geschlecht" handeln, dann treffen es die Worte für mich dennoch ganz gut :D
Das Wort Heimat ist nichts Verwirfliches. Verwirflich ist, wie Menschen es zu Weilen benutzen.
Und solchen Menschen muss man Einhalt gebieten, das Wort für ihre obstrusen Anschauungen zu mißbrauchen.
Heimatfilme sind weltfremde Schnulzen, warum haben deutsche Filmemacher das bisher nicht geändert?
Es sind Menschen, die Filme machen.
LG Verena
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Sabrina Verena
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Re: Heimat

Post 19 im Thema

Beitrag von Sabrina Verena »

Zum Geschlecht statt Heimat werrde ich nichts schreiben, weil ich weiß, dass es nichts bringt.
Nur soviel dazu, es gibt gender, sexus und status.
LG Verena
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conny
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Re: Heimat

Post 20 im Thema

Beitrag von conny »

Jenina hat geschrieben: Do 15. Mär 2018, 12:24 Marielle,

das Problem haben wir jetz nicht mehr! Unsere uns über die Maßen liebende und treusorgend helfende Bundesregierung besitzt ja seit Neuestem einen Heimatminister.

Der wir uns dann schon helfen.
Da wäre es doch auch gut, einen Genderminister zu haben, oder besser eine Ministerin, oder irgendwas dazwischen oder so. :roll:
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Re: Heimat

Post 21 im Thema

Beitrag von Astrid »

Ich bin der Meinung, Heimat kann zwar der Ort der Geburt sein, aber sie darf niemals ausschließlich nur als Ort oder Region der Geburt gelten, denn das wäre sinnlos und könnte unter Umständen sogar unmenschlich sein!
Ein banales Beispiel: Stellt Euch ein Kind vor, daß z.B. in einer umkämpften und zerbombten Stadt in Syrien zur Welt kommt (die Bilder kennen glaube ich alle hier). Nennt mir nur einen Grund, warum man diesen Menschen dazu zwingen sollte, diese Region als seine Heimat zu betrachten. Unmenschlich! Welchen Sinn sollte das haben (außer aus ganz egoistischem Kalkül heraus)?
Und so sehe ich auch hier Parallelen zur Geschlechtsidentität: Warum sollte ich jemanden zwingen, sein/ihr Geburtsgeschlecht als sein/ihr Identitätsgeschlecht anzusehen und auch in diesem zu leben, wenn es für den betr. Menschen keine Bedeutung hat, oder es ihn sogar krank macht?

Die Verortung von Heimat, egal ob auf der Landkarte oder als Lebensgeschlecht, soll und muß für jeden Menschen individuell bestimmbar sein. Ansonsten wäre Heimat nur ein hohler Begriff, der lediglich der Abgrenzung dient.

LG Astrid
NanaVistor
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Re: Heimat

Post 22 im Thema

Beitrag von NanaVistor »

für mich ist die Heimat dort, wo ich geboren, aufgewachsen und lange gelebt hab, und nun vor einiger Zeit wieder zurückgekehrt bin :-)
Auch Vordenker müssen nachdenken.
Mina
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Re: Heimat

Post 23 im Thema

Beitrag von Mina »

Astrid hat geschrieben: Do 15. Mär 2018, 17:47 Ansonsten wäre Heimat nur ein hohler Begriff, der lediglich der Abgrenzung dient.
Und was glaubst Du was ich mir "jeden" Tag ob meines Akzentes hier im Norden, ob Kundschaft, Kollegen oder Auftraggeber, anhören darf?
Sie kommen aber nicht von hier? Nein, ich komme ursprünglich aus Nürnberg! Ah, ein Bayer! Ja hier läuft das anders - haben Sie schon bemerkt?
So schnell ist jemand verschwunden, in einer Schublade, in einer "verordneten" Situation.

Mittlerweile würde ich am liebsten antworten: Ich komme vom Planeten Erde! Aber da würden mich die meisten ebenso dämlich ansehen, wie wenn ich ob meiner Frisur sagen würde: Bin Non - binär!

Es ist so, die Menschen da draussen brauchen zu weiten Anteilen Schubladen und "Verortung". Sie kennen es nicht anders, sie beschäftigen sich mit Alternativen erst gar nicht und haben vor allem "keinen Bock" irgendwas an ihren gesellschaftlichen Gewohnheiten zu ändern!!! Wozu auch, die sind schon glücklich und können "Herr" oder "Frau" amtlich angeben ohne eine Fremdbestimmung zu durchlaufen. Schön für sie! Den breiten bequemen Arsch schön vor der Sportschau breit sitzen weil außer der Kontostand vielleicht, alles in bester Ordnung ist und "man" sich schon freut morgen früh am Kiosk die "Blödzeitung" zu kaufen.

Ich beleuchte das extrascharf um zu zeigen, wir müssen jeden noch kleinen Nadelpieks nutzen und immer wieder Aufmerksamkeit erregen. Immer wieder den Finger in die Wunde legen und immer wieder kontrolliert laut aufschreien.

Immer wieder, immer wieder und immer wieder. Auch was die Sprache und die männliche Dominanz in der Gesellschaft betrifft.

Die Hoffnung stirbt zuletzt.
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Re: Heimat

Post 24 im Thema

Beitrag von Katrin »

So, meine ursprüngliche Heimat liegt einen Katzensprung von Minas Domizil, folglich Welten entfernt. Ist das dann meine Heimat? Ein Ort, eingegittert und ohne weiterreichende Perspektive? Ein Pferch?
Die Welt ist zu groß für "eine" Heimat. Da habe ich lieber keine Heimat, sondern wachsende Perspektiven.
Nach Camus: Quantität statt Qualität.

Alles Liebe
Katrin

PS: Nehmt alles mit, was ihr kriegen kõnnt und lasst euch nicht einsperren
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Re: Heimat

Post 25 im Thema

Beitrag von Mina »

Meine Heimat ist mein Sein!

Ist schon lustig. Viele Fragen mich auch: und warum kommen Sie hier her? In Bayern kann es doch so schlecht nicht sein. Mit dem Rekord an Feiertagen, dem Lohngefälle etc.

Ich mach mir jedes Mal fast ins Höschen, was für einige "Lebensqualität" und Heimat bedeutet. :lol:

Aber egal, es ist komplex. Und ich werde die Welt nicht ändern, auch wenn ich täglich hart daran arbeite. An echter Toleranz, Verständnis und grenzübergreifender Neutralität.
Schätze die Chancen auf Erfolg aber eher gering ein, solange es noch "Fußballkonkurrenz" gibt.

Denn der Mensch an sich bezieht auch gerne Position und polarisiert damit automatisch.

Was eine Dauerschleife bildet in der wir uns drehen.
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Re: Heimat

Post 26 im Thema

Beitrag von Katrin »

Hallo Mina,
wir dürfen nicht vergessen, dass Camus in Folge tragischer Verstrickungen verstorben ist. Der Ärmste wurde vom "Absurden" dahin gerafft.
Aber das wird schon!!!

Alles Liebe
Katrin
Magdalena
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Re: Heimat

Post 27 im Thema

Beitrag von Magdalena »

Hallo,

auch ich kann Heimat nicht allgemein definieren . Doch steckt das Wort Heim darin. Also da wo ich daheim bin und mich auch zu Hause fühle, kann Heimat bedeuten. Ein Ort wo ich so sein kann, wie ich bin.
Dann gibt es Menschen, die ihre Heimat verloren haben. Weil sie ausgegrenzt wurden von der Gesellschaft. Oder Kriege ihre Heimat zerstört haben. Also im Exil sich eine neue Heimat gesucht haben.

Dann sehe ich auch eine kulturelle Heimat. So leben zum Beispiel Sorben in Sachsen. Die nicht alle heute noch in der Region leben und arbeiten. Aber zu kulturellen Ereignissen immer wieder in die "Alte Heimat " kommen.

Oft wird aber auch von der "Zweiten Heimat " gesprochen. Es kann ein Verein, die SHG sein, wo sich Menschen mit gleichen Interessen zusammengefunden haben. Menschen, die sich hier wohlfühlen, und dies als ihre zweite Heimat sehen.

Früher zu Zeiten des Kalten Krieges wurde auch gern von "politischer Heimat" gesprochen. Da waren es meist in ihrem Heimatland durch andere politische Ansichten Verfolgte, die zum Beispiel in den damaligen Ostblockstaaten ihre "politische Heimat" sahen.

Viele Grüße Magdalena
Lebe jeden Tag.
Ronda_PTL
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Re: Heimat und/oder Geschlecht

Post 28 im Thema

Beitrag von Ronda_PTL »

Hi Mina, @ALL;

Deine Worte sind so wahr und zutreffend, dass ich sie nur wiederholen kann, besser kann ich es auch nicht ausdrücken. Empfinde es ganz genauso, fast jeden Tag in einer Welt voller Schubladen, voller Einordnungen, nur um nicht NACHDENKEN zu müssen. Manchmal frage ich mich schon, warum uns die Evolution ein so leistungsfähiges Gehirn gegeben hat, wenn so wenige es wirklich ausnützen ...
Mittlerweile würde ich am liebsten antworten: Ich komme vom Planeten Erde! Aber da würden mich die meisten ebenso dämlich ansehen, wie wenn ich ob meiner Frisur sagen würde: Bin Non - binär!

Es ist so, die Menschen da draussen brauchen zu weiten Anteilen Schubladen und "Verortung". Sie kennen es nicht anders, sie beschäftigen sich mit Alternativen erst gar nicht und haben vor allem "keinen Bock" irgendwas an ihren gesellschaftlichen Gewohnheiten zu ändern!!! Wozu auch, die sind schon glücklich und können "Herr" oder "Frau" amtlich angeben ohne eine Fremdbestimmung zu durchlaufen. Schön für sie! Den breiten bequemen Arsch schön vor der Sportschau breit sitzen weil außer der Kontostand vielleicht, alles in bester Ordnung ist und "man" sich schon freut morgen früh am Kiosk die "Blödzeitung" zu kaufen.

Ich beleuchte das extrascharf um zu zeigen, wir müssen jeden noch kleinen Nadelpieks nutzen und immer wieder Aufmerksamkeit erregen. Immer wieder den Finger in die Wunde legen und immer wieder kontrolliert laut aufschreien.


Immer wieder, immer wieder und immer wieder. Auch was die Sprache und die männliche Dominanz in der Gesellschaft betrifft.

Die Hoffnung stirbt zuletzt.
Amen.

GLG, Ronda.
"Life is what happens, while you're busy making other plans." [† John Lennon]

"Don't dream it. Be it!" (Rocky Horror Picture Show)
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Re: Heimat

Post 29 im Thema

Beitrag von Magdalena »

Hallo,
Sie kommen aber nicht von hier? Nein, ich komme ursprünglich aus Nürnberg! Ah, ein Bayer! Ja hier läuft das anders - haben Sie schon bemerkt?
In diesem Satz zeigt sich für ich wie wir miteinander umgehen. Ich habe beruflich viel mit Menschen zu tun, die aus verschiedenen Teilen der Welt kommen und zu ihrer Heimat stehen.
Und für mich ist es eine Bereicherung, mich mit diesen Menschen zu unterhalten. Auch wenn es durch die unterschiedlichen Sprachen nicht immer leicht ist. Doch viele erzählen voller Stolz davon wo sie zu Hause sind
und was an ihrer Heimat so eigenartig ist. Sei es das Erlebnis von Ebbe und Flut an der Nordsee oder die Faszination der Berge in den Alpen und das gelebte Brauchtum, welches sich über Jahre regional unterschiedlich entwickelt hat. Worauf die Bewohner dieser Regionen zu recht stolz sind.
So habe ich schon viele Regionen in den Erzählungen der Menschen kennen gelernt ohne je da gewesen zu sein. Und dafür braucht es für mich kein Heimatministerium.


Viele Grüße Magdalena
Lebe jeden Tag.
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Re: Heimat

Post 30 im Thema

Beitrag von Lina »

Da Heimat ja untrennbar mit Kultur zu tun hat fällt mir sofort das hier ein - neulich im Bundestag: AfD möchte "zur Schutz der Muttersprache" Hochdeutsch als offizielle Sprache Deutschlands in die Verfassung eingefügt haben. Dann passierte das hier:

http://www.spiegel.de/video/bundestag-s ... 13736.html

Strengt taget kunne han også have talt dansk - der jo går flere århundreder længere tibage i Slesvigs historie end "Hochdeutsch'" og som er modersmål i deres "Heimst" Den er også en del af Tyskland og har været det længe.
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