Erstbesuch Psychologe
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Michelle_Engelhardt
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Re: Erstbesuch Psychologe

Post 1 im Thema

Beitrag von Michelle_Engelhardt »

Hallo Lisa,

erstmal erwartet Dich lockeres Plaudern. Man muss sich ja erstmal gegenseitig kennen lernen und schauen, ob es überhaupt passt. Wenn der Psychologe gut ist, wird er hauptsächlich Dich reden lassen, hier und da eine Frage stellen. Wichtig ist, das Du offen und ehrlich bist....sowohl Dir als auch ihm gegenüber.

Liebe Grüße
Michelle
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Angela Langenbach
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Re: Erstbesuch Psychologe

Post 2 im Thema

Beitrag von Angela Langenbach »

Hallo Lisa
Michelle_Engelhardt hat geschrieben: Di 6. Mär 2018, 22:52 Hallo Lisa,

erstmal erwartet Dich lockeres Plaudern. Man muss sich ja erstmal gegenseitig kennen lernen und schauen, ob es überhaupt passt. Wenn der Psychologe gut ist, wird er hauptsächlich Dich reden lassen, hier und da eine Frage stellen. Wichtig ist, das Du offen und ehrlich bist....sowohl Dir als auch ihm gegenüber.

Liebe Grüße
Michelle
so war es bei mir auch.
Dann bekam ich zum nächsten Termin (8 Wochen später) Hausaufgaben... Überweisungen für Untersuchungen in der Radiologie, Urologie und Endokrinologie. Hier soll wohl sichergestellt werden, dass keine organischen Ursachen für den "Verdacht auf TS" vorliegen.

Ich gehe hier ganz entspannt an die Sache heran und freue mich auf meinen nächsten Gesprächstermin ))):s

Herzliche Grüße
Angela
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Re: Erstbesuch Psychologe

Post 3 im Thema

Beitrag von Tatjana_59 »

Hallo Lisa,

es ist s hon mal gut dass du dir einen Transerfahrenen Psychologen gesucht hast.
Wenn nach dem Erstgespräch die Chemie stimmt bist du schon auf einer guten Seite.
So wie es Michelle sagt es ist erst mal ein lockeres Plaudern.
Er wird dich psychotherapeutisch begleiten.
Du wirst mit der Zeit selber merken wo du stehst, wie es weitergehen soll.
Dann wird er dir die dementsprechenden Diagnosen stellen, Indikationen schreiben usw.
Er wird kaum zu dir sagen sie müssen Hormone nehmen, solche Dinge müssen von dir selber kommen. Dann wird er dir die notwendigen Überweisungen geben.

Keine Angst, der Psych beißt dich nicht.

LG Tatjana
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ExuserIn-2018-07-15

Re: Erstbesuch Psychologe

Post 4 im Thema

Beitrag von ExuserIn-2018-07-15 »

Lisa H. hat geschrieben: Di 6. Mär 2018, 22:20 Hallo ,
habe mich ja bereits Vorgestellt, zumindest ein wenig..
Ich habe Ende des Monats einen Termin bei einem Psychologen der sich auch auf dem Gebiet Trans sehr gut auskennt und auch Gutachten macht.
Da ich nicht genau weiß was bei mir so los ist... kann mir vieles vorstellen. Von Einnahme Hormone um weiblicher zu werden bis hin ganz zur Frau.Da diese Schritte aber fast unmöglich sind, Verantwortung meiner 3 jährigen Tochter etc weiß ich nicht wie es weiter geht.

Frage...
Was genau erwartet mich? Kann mir das jemand ungefähr sagen?

LG
Lisa
Hallo Lisa,
so ein_e Psycholog_in kann in erster Linie aufmerksam zuhören, dir Fragebögen überreichen und diese dann ausgefüllt nach Schema "F" auswerten (kann jede_r im www nachlesen), dir eine Indikation und Überweisungen schreiben und dich im Zuge einer eventuellen Transition begleiten. Was niemand kann: dir abnehmen herauszufinden, was du willst.
Deshalb hab ich mit dem Aufsuchen einer Psychologin ziemlich "lange" gewartet, bis ich wirklich ganz glasklare Vorstellungen von meiner Zukunft hatte. Obwohl ich mir von Anfang an sehr sicher war, hab ich ein paar Tests gemacht:
  • Zum Beispiel zog ich mal einen Tag nicht meine androgyne, eher weiblich ausgerichtete Kleidung, zu der ich übergegangen war, sondern das alte Männerzeug auf Arbeit an. Anzugshose und weißes Oberhemd brannten wie Feuer auf meiner Haut. Ich verbrachte einen fürchterlichen Arbeitstag, kam mir auf Schritt und Tritt vor wie eine Lügnerin. Wieder zu Hause, riss ich mir alles heulend vom Leibe und duschte ewig lange. Danach ging's gleich rein in Damenjeans und Top und ich fühlte mich schlagartig wohl.
  • Danach besorgte ich mir einen Termin bei "meiner" Frisöse, um mir wie früher üblich einen Kurzhaarschnitt verpassen zu lassen. Je näher der Tag rückte, umso verzweifelter wurde ich. Als es soweit war, zitterte ich am ganzen Leib, brach in Tränen aus - und sagte ab. Ich hatte das Gefühl, meine neu gefundene (weibliche) Identität dadurch zu ermorden.
  • Ich ging so oft wie möglich en femme raus und spürte, dass ich erst dann wirklich lebendig war - auch wenn Make-up und Styling anfangs noch grauenhaft aussahen. Nur 5 Monate nachdem ich meine Identität entdeckt hatte, ging ich auf meine erste Reise - 3 Tage lang 24 Stunden als Frau. Ich lernte eine Menge Leute kennen (ich war alleine unterwegs) und hatte eine glückliche Zeit.
Nach diesen Erlebnissen wusste ich, dass die Frau in mir keine "Laune" oder ein Trugbild sein konnte, mal ganz abgesehen von den starken inneren und äußeren Veränderungen im Verlauf eines halben Jahres und die Reaktionen meiner Umwelt darauf. Danach informierte ich mich genau, zu welchen Ärzten man als Transfrau überhaupt gehen kann, ohne auf Ablehnung, Schikanen oder Unkenntnis zu stoßen. Es hat keinen Sinn, in diesem Fall Ärzte nach dem Zufallsprinzip auszusuchen. Dabei kommt meistens nichts Positives heraus. Mit meinen klaren Vorstellungen, was ich bin und was ich will, bin ich dann zur Psychologin gegangen. Den Termin nahm ich selbstverständlich in Rock und Bluse war, denn in meiner Freizeit war ich sowieso nicht mehr als Kerl unterwegs und als verkleideter Mann hätte ich bei ihr kein Wort rausgebracht, weil ich mich falsch gefühlt hätte.
Innerhalb von 5 Wochen hatte ich sowohl meine Indikation F64 als auch die hochnotpeinliche Erstuntersuchung beim Endokrinologen sowie die Blutabnahme für die Analyse, ob und wie die HET durchgeführt werden könnte.
Allerdings galoppierte meine Entwicklung etwas schneller voran, sodass ich schon nach 4 Psychologen-Terminen mein letztes ausstehendes Coming-Out (im Job) absolvierte und auch ohne HET nur noch als äußere Frau zu leben begann ...

Rückblickend denke ich, dass es ein großer Vorteil war, entsprechend vorbereitet zur Psychologin zu gehen. Es wäre ansonsten ein langes Rumgeeiere geworden. Mal ganz abgesehen davon, dass sie mich durch ihre blauäugigen Tipps, wie ich das Thema bei meiner (privaten) Krankenkasse rüberbringen sollte, in Teufels Küche gebracht hätte. Zum Glück hatte ich auch dafür selbst genug Informationen zusammengetragen, um so vorzugehen, dass ich alles reibungslos erstattet bekomme. Wirklich hilfreich war die Aufarbeitung meiner Kindheit und Jugend. Dadurch kam ein sehr früh erlittenes Trauma zutage, das dazu geführt hatte, dass ich über 40 Jahre brauchte, um meine Identität (wieder) zu finden. Das ist echte psychologische Arbeit, die rein introspektiv nicht zu leisten ist. Jetzt empfinde ich die psychologische Begleitung während meiner Transition ebenfalls als hilfreich, weil so eine komplette Hormonumstellung nicht ohne Nebenwirkungen bleibt, erst recht wenn schon nach 8 Wochen HET wertemäßig ein weiblicher Hormonspiegel erreicht wird ... Eine HET ist die reinste Wundertüte und keiner kann voraussagen, was genau wann und ob überhaupt etwas passieren wird. Da sich die Sache nicht nur körperlich, sondern auch psychisch auswirkt, finde ich das nützlich und sicher, wenn neben den Blutwerten auch die psychische Verfassung von einer sachkundigen Dritten "gecheckt" wird.

Bei der privaten KV sind 5 "probatorische" Termine erstattungsfähig - pro Arzt. Wenn der Arzt vor der Indikation gewechselt wird, fängt die Zählung wieder neu an. Auf diese Art gibt es die Chance, erstmal herauszufinden, ob es passt. Vielleicht ist es bei der gesetzlichen KV ähnlich. Dort gibt es vermutlich ebenso wie der PKV eine Höchstgrenze von Sitzungen / Stunden pro Jahr, wenn die Probatorik vorbei ist und die "Therapie" begonnen wird. Leider wird die Begleitung bei der Transition auch "Therapie" genannt, obwohl eigentlich nichts therapiert wird. Die Zeiten, in denen teils brutale ärztliche Versuche unternommen wurden, Trans* zu "kurieren", sind zum Glück vorbei.
Jedenfalls kann es nicht schaden, sich über die o.g. Höchstgrenzen bei psychologischer / psychiatrischer / psychotherapeutischer Behandlung vorher zu informieren.

LG
Semele
Tatjana_59
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Re: Erstbesuch Psychologe

Post 5 im Thema

Beitrag von Tatjana_59 »

Also ich hab ja keine Ahnung was du vor einen Endo hast Semele?
Du schreibst hier einen Roman an Infos die ich persönlich als nicht sehr hilfreich betrachten würde.

1. Lisa hat schon ein Psychologen.
2. wenn sie bei ihm bleiben möchte ist es ein kurzer formloser Schrieb an die Kasse und es werden mehr Stunden genehmigt. Egal ob privat oder gesetzlich.
3. deine Diagnose F 64 und was noch, da fehlt die Ziffer dahinter, Punkt 0 ist dann TS.
4. Formulare zum ausfüllen hattest du vielleicht und manch andere. Ich und wiederum andere die ich persönlich kenne mussten keinerlei Formulare ausfüllen.
Also abwarten was der Psych macht.
5. den Selbsttest wird für Lisa für sich selbst in ihren Rahmen der Fürsorge ihrer Tochter und evtk sozialen Kontakten selber entscheiden müssen.
6. peinliche Untersuchung in der Endokrinologie, würde mich interessieren was da peinlich sein soll?
Es wird in aller Regel ein großes dementsprechendes Blutbild gemacht nach dem Vorgespräch.
7. Vorbereitung zu psychologischen Gespräch, ich ging da ohne große Vorbereitung hin, alles was notwendig war kam in den laufenden Terminen zum Gespräch.
8. was musstest du der Krankenkasse vorbringen? Rechtfertigen? Nach und nach bekommst du wenn nötig die Indikationen deines Psych, wenn die Fristen erfüllt sind läuft es in aller Regel mit der Kasse ohne Probleme.
Es gibt immer wieder mal nachfragen wie man besten Hormone bei der Kasse beantragt. Muss man nicht, Rezept von der Endo und ab zur Apotheke.

Ich habe dir in einem andern Thread schon mal geantwortet dass für dich dein rasanter Weg sicher gut war. Das dürfte aber eine Ausnahme sein.
Wenn ich diesen Thread als Fragestellerin eröffnet hätte, dann deine Antwort gelesen hätte würde ich erst mal Panik bekommen.

Das war jetzt mein Roman auf deine Ausführungen Semele.
Nichts für Ungut.

LG Tatjana
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Re: Erstbesuch Psychologe

Post 6 im Thema

Beitrag von Manu.66 »

Hi Mädels!

Die Chemie muss stimmen!

Was nützt der oder die tollste Psychologe(in), wenn es einfach nicht passt? Deshalb wird der erste oder vielleicht auch zweite und dritte Termin einfach erst einmal locker angegangen und man stellt sich knallhart die Frage, was bringt es mir?

Meine Frau hatte sechs Termine bei einer Psychologin und außer einer Rechnung über etwas mehr als 600,00 € (wir sind privat versichert) hat es nicht allzuviel gebracht. Es war nicht viel mehr als angenehme Plauderei, ohne auf den Punkt zu kommen.

Andererseits war sie dann bei dem Chefarzt der Psychologie, der mir auch mein OP Indikationsschreiben nach nur einer Sitzung ausgestellt hat, und sie war mehr als zufrieden. Der Mann eiert nicht rum, hört aktiv effektiv zu, stellt hier und da präzise, wirklich patientenbezogene Fragen und kennt dabei keinerlei Tabu. Da ist ein Termin von 45 Minuten mehr wert, als sechs Stunden bei der oben genannten Psychologin.

Ergo: Es gibt halt sehr große Unterschiede und jede(r) muss erst einmal die grundsätzliche Erfahrung machen, ob es passt oder nicht!

Da gibt es halt kein Rezeptbuch nach dem Motto, wie verhalte ich mich beim Erstbesuch richtig oder gar die Problemstellung, was ziehe ich nur an. Es ist kein Date!

Liebe Grüße
Manuela
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Re: Erstbesuch Psychologe

Post 7 im Thema

Beitrag von Tatjana_59 »

Lisa ich kann dich schon verstehen das ein Outing erstmal nicht in Frage kommt.
Du schreibst deine Tittis sind zu erahnen.
Das sind m.E. erste Anzeichen ein kleines unbewusstes Outing vorzubereiten, denn es könnte ja die Frage auf das erwähnte kommen eines Kollegen.
Geh es langsam an.
Manuela schreibt auch dass die Chemie erstmal zum Psych stimmen muss, alle anderen Schritte werden nach und nach folgen, immer genauso weit wie du es bestimmt. Der Psychologe therapiert nicht, er begleitet dich.

LG Tatjana
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Re: Erstbesuch Psychologe

Post 8 im Thema

Beitrag von Anja »

Hallo Lisa,

wie und welche Auswirkungen eine HT hat, ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Zeugungsufähig wirst du mit der Zeit, da durch den Testo-Blocker das Testosteron heruntergedrückt wird in den weiblichen Normbereich. Irgendwann ist der Orgasmus dann trocken. Ich bin mitlerweile 2 Jahre in HT und bekomme immer noch eine Erektion hin, nur halt nicht wie früher. Jetzt muss ich schon in Stimmung dafür sein. Auch ist die sexuelle Lust bei mir nicht weg, wird jetzt aber auch eher von meiner augenblicklichen Stimmung bestimmt, als durch optische Reize, so wie es bei Frauen eben ist.
Aber auch das ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Ich vertrage den Testo-Blocker ganz gut, habe mich zu keiner Zeit unwohl gefühlt. Andere rutschen damit fast in eine Depression ab...
Aus meiner Erfahrung kann ich dir nur raten nicht mit mehr als 10mg Androcur pro Tag anzufangen. Ansonsten musst du gucken wie sich die Hormonumstellung bei dir auswirkt.
Das Alter spielt dabei auch eine Rolle. Vorhersagen lässt sich die Wirkung auf den Einzelnen eher schlecht...

Grüße
die Anja
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Re: Erstbesuch Psychologe

Post 9 im Thema

Beitrag von Tatjana_59 »

Hallo Lisa,

Anja beschreibt es schon mal richtig.
Die HT wirkt sich bei jeder von uns unterschiedlich aus.
Bei mir ging Erektion nach glaube so etwa 1,5 Jahren. Ur noch mit Viagra. Nach zwei Jahren nicht mal mehr damit. Sexuelle Lust rutschte in den tiefsten Bunker, war praktisch auch nicht mehr vorhanden.
Zudem werden ganz sicher deine Hoden schrumpfen, deine Prostata ebenso, diese war nach etwa zwei Jahren bei mir nur noch so groß wie etwa bei einem Kind.
Zu guter letzt wurde der kleine Mann da unten auch noch kleiner.
Du solltest wirklich vorher sicher sein welche Schritte du gehst. Bestimmte Dinge sind nicht umkehrbar.

LG Tatjana
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Re: Erstbesuch Psychologe

Post 10 im Thema

Beitrag von Manu.66 »

Hi Mädels!

Androcur ist umstritten - das ist klar. Nach Beginn der HET stellen sich die Andockrezeptoren im Körper langsam um von Testosteron auf weibliche Hormone. Das geht auch ohne Androcur - dauert nur entsprechend länger. Ich habe kein Androcur genommen aufgrund der bekannten Risiken und Nebenwirkungen, wie es in der Pharmawerbung so schön heißt.
(und der Tatsache, dass Androcur in den Staaten verboten ist wegen der hohen Risiken)

Der Beginn der HET ist auf jeden Fall ein größerer Eingriff in den Körper als die vielleicht noch folgende genitalangleichende Operation, die ja eigentlich mehr kosmetischen Charakter hat. (Bis auf die Tatsache, dass durch die Hodenentfernung die Testosteronproduktion bis auf die weitaus geringere Produktion in der Nebennierenrinde drastisch reduziert wird)

Die Auswirkungen der Hormone sind so vielschichtig und unterschiedlich wie die Art der Einnahme (Gel, Pflaster, Tabletten, Spritzen), die Dosierung und die Art des Medikamentes selbst. Und natürlich der persönlichen Faktoren wie Alter, Allgemeinzustand (Rauchen / Alkohol) und vielem mehr. Deshalb ist es ja Wahnsinn, sich die Hormone zum Beispiel in Frankreich auf dem freien Markt zu besorgen und nach eigenem Gusto einfach reinzuwerfen.

Auf jeden Fall gilt das Prinzip langsam und mit viel Gefühl. Will heißen, dass eine zu hohe Dosierung überhaupt nichts bringt. Der Körper lässt sich nicht überlisten. Ein zuviel an Hormonen wird schlicht rausgepinkelt, denn der Körper kann das nicht verarbeiten und hilft sich selbst durch Entsorgung der Übermenge.

Meiner Meinung nach ist also die Entscheidung, Hormone (unter ärztlicher Aufsicht!) zu nehmen, die wichtigste weil folgenschwerste Entscheidung auf dem Weg MzF oder FzM.

Liebe Grüße
Manuela

PS: Die Erektionsfähigkeit (und damit auch die Orgasmusfähigkeit) bleibt - so habe ich es erlebt und von einigen Betroffenen auch gehört - bis zur GaOP nahezu unverändert erhalten. Es dauert halt manchmal etwas länger (smili)
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Re: Erstbesuch Psychologe

Post 11 im Thema

Beitrag von Tatjana_59 »

Wie ich schon schrieb, Erektion war dann nicht mehr bei mir, habe glaube aber auch länger wie du die Hormone vor der Gaop gehabt Manuela.
Orgasmus bekam ich auch mit Hänger bei den selten gewordenen Liebesspielen, Allerdings trocken.
Androcur habe ich auch von Anfang an auf Grund der eventuellen Nebenwirkungen abgelehnt.

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Re: Erstbesuch Psychologe

Post 12 im Thema

Beitrag von Tatjana_59 »

Das kann ich dir leider noch nicht beantworten Lisa.
Ich bin immer noch gehandicapt, befinde mich noch in der Heilungsphase. Habe noch Schmerzen, nicht mehr schlimm aber vorhanden.
Somit mach ich mir *noch* keine Gedanken über sexuelle Aktivitäten.
Denke aber schon dass das zurückkehren wird.
Bei betasten sind ganz offensichtlich alle Gefühle vorhanden, somit denke ich schon das ich wieder Orgasmusfähig sein werde.

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Re: Erstbesuch Psychologe

Post 13 im Thema

Beitrag von Anja »

Moinsen,
Lisa H. hat geschrieben: Do 8. Mär 2018, 10:38 Aber ihr seit glücklich wie es ist oder?
Oh ja, jeden Tag, den ich als Frau lebe, ist ein Geschenk.

Wie du liest, gibt es bezüglich Androcur geteilte Meinungen.
Für mich ist das Argument "weils in Amerika verboten ist" nicht sehr aussagekräftig. Mit dem gleichen Argument könnte man sich ja hier für frei verkäufliche Waffen aussprechen. Bitte nicht persönlich nehmen, Manu )))(:
So weit ich es aus meinem Bekanntenkreis kenne, gab es nur bei hohen Dosierungen Probleme. Deswegen mein Rat nicht über 10mg/Tag zu gehen. Ob und wieviel musst du natürlich selbst wissen.

Grüße
die Anja
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Re: Erstbesuch Psychologe

Post 14 im Thema

Beitrag von Tatjana_59 »

Lisa H. hat geschrieben: Do 8. Mär 2018, 10:38 Aber ihr seit glücklich wie es ist oder?

Für mich ist der ständige Drang anstrengend. Wenn nicht sogar belastend. Momentan ist de gute jeden Tag nach hinten versteckt. Man kann sagen ich lehne ihn etwas ab.

Bin Grad mal wieder sehr verwirrt und am Boden. Eigentlich wäre ich gern von heut auf morgen die Frau. Die Lisa. Mit allem was dazugehört.
Leider ist dies nicht so einfach

Lg
Lisa
Wenn ich mein Glück in Worte fassen müsste würden mir selbige einfach fehlen.
Ich schwebe immer noch in den Wolken.
Da du nach ihr seid glücklich fragst, nehme ich es mal in Bezug auf mich und meine Frau auf.
Ja wir sind beide glücklich, meine Frau sagt mir das nicht nur, ich spüre es täglich.
Es war ein schwerer langer Weg für uns beide. Der Weg hat uns noch mehr zusammen geschweißt, auch wenn bei uns manche Träne geflossen ist.
Mein größtes Glück ist definitiv meine Frau.

LG Tatjana
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Re: Erstbesuch Psychologe

Post 15 im Thema

Beitrag von Aria »

Lisa H. hat geschrieben: Mi 7. Mär 2018, 11:59 Man hat ja auch eine Verantwortung und ich will nicht egoistisch sein mein kleinen Tochter gegenüber.
Manchmal muss man das aber! Nicht, weil die anderem egal sind, sondern weil man sich selber nicht mehr egal sen will.
Du hast nur dieses eine Leben und da hat es nichts mit Egoismus zu tun, wenn du das so leben willst, wie du am glücklichsten bist.
¡no lamento nada!
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