Ich kann nicht mehr! - # 2
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Silvia
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Re: Ich kann nicht mehr!
Hallo ihr Lieben,
vielen, lieben Dank für all die aufmunternden Worte, die vielen Tipps und das Gefühl nicht allein zu sein. Das bedeutet mir sehr viel.
So groß meine Not gerade gestern war, habe ich die Gelegenheit genutzt und mich meiner Frau offenbart. Sie ist mir wichtig, sehr wichtig! Ich halte es da wie Tatjana: Meine Frau und meine (zwar schon erwachsene) Tochter, meine Ohana sind mir wichtig. Egal was kommt, meine Entscheidung würde immer auf sie fallen.
Meine Frau war natürlich geschockt. Es flossen Tränen und es braucht sicher Zeit bis sie es verarbeitet hat. Sie wird alle Zeit der Welt bekommen, die sie braucht. Es war sehr schwierig die richtigen Worte zu finden, da ich ja selber noch nicht weiß was ich wirklich will. Aber ich merke, das sich was verändert. Das habe ich ihr auch so gesagt. Es tat trotz der Tränen gut es auszusprechen. Jetzt einen "Mitwisser" zu haben und nicht alleine dazustehen. Ich weiß nicht ob es jetzt der erste, oder der letzte Schritt sein wird. Aber es war ein Schritt. Immerhin.
Heute morgen sah die Welt schon etwas anders aus. Wir konnten das Thema etwas sachlicher angehen und auch drüber scherzen. Obgleich sie seinerzeit, beim outing zum crossdressen eine klare Linie zog: "Nie in der Öffentlichkeit und der *ihr-wisst-schon-was* bleibt dran", habe ich das Gefühl nun doch eine Hilfe an meiner Seite zu haben, die im Zweifel auch diesen Weg mit mir geht. Tatsächlich war ihre meiste Sorge, was "in mir" passiert. Sie machte sich tatsächlich hauptsächlich Sorgen um meine sexuelle Ausrichtung. Eine zweite Sorge war sie selbst. Sie leidet an MS und hat ganz "egoistisch" Angst mit den "Mann" auch die Hilfe zu verlieren die sie benötigt.
Das alles wird noch viel Zeit und Gespräche in Anspruch nehmen, so denke ich, bis sich ein klarer Weg abzeichnen wird. Das frustet mich wieder. Nur jetzt kann ich mich hoffentlich jemanden anvertrauen.
Es bleibt dieser innere Kampf den ich spüre. Ständig kreisen die Gedanken um dieses eine Thema. Ich surfe viel und informiere mich rund um das Thema. und ich bin auf jede Frau neidisch die diesen Weg ging und jetzt das Leben leben darf, welches ich so sehr begehre. Ich ärgere mich die Zeichen in meiner Jugend nicht ernst genommen zu haben. Und bin sauer auf meine Eltern, besonders meinen Vater, die so sehr Wert auf eine männliche Erziehung gelegt haben. Es kommen lang vergessene Erinnerungen hoch, die tatsächlich die ersten Anzeichen für ein Leben im falschen Körper zeigen. Warum erkenne ich es erst jetzt? Was hab ich für Lebenszeit vergeudet.
Ich halte euch auf dem Laufenden....
Liebe Grüße
Silvia
vielen, lieben Dank für all die aufmunternden Worte, die vielen Tipps und das Gefühl nicht allein zu sein. Das bedeutet mir sehr viel.
So groß meine Not gerade gestern war, habe ich die Gelegenheit genutzt und mich meiner Frau offenbart. Sie ist mir wichtig, sehr wichtig! Ich halte es da wie Tatjana: Meine Frau und meine (zwar schon erwachsene) Tochter, meine Ohana sind mir wichtig. Egal was kommt, meine Entscheidung würde immer auf sie fallen.
Meine Frau war natürlich geschockt. Es flossen Tränen und es braucht sicher Zeit bis sie es verarbeitet hat. Sie wird alle Zeit der Welt bekommen, die sie braucht. Es war sehr schwierig die richtigen Worte zu finden, da ich ja selber noch nicht weiß was ich wirklich will. Aber ich merke, das sich was verändert. Das habe ich ihr auch so gesagt. Es tat trotz der Tränen gut es auszusprechen. Jetzt einen "Mitwisser" zu haben und nicht alleine dazustehen. Ich weiß nicht ob es jetzt der erste, oder der letzte Schritt sein wird. Aber es war ein Schritt. Immerhin.
Heute morgen sah die Welt schon etwas anders aus. Wir konnten das Thema etwas sachlicher angehen und auch drüber scherzen. Obgleich sie seinerzeit, beim outing zum crossdressen eine klare Linie zog: "Nie in der Öffentlichkeit und der *ihr-wisst-schon-was* bleibt dran", habe ich das Gefühl nun doch eine Hilfe an meiner Seite zu haben, die im Zweifel auch diesen Weg mit mir geht. Tatsächlich war ihre meiste Sorge, was "in mir" passiert. Sie machte sich tatsächlich hauptsächlich Sorgen um meine sexuelle Ausrichtung. Eine zweite Sorge war sie selbst. Sie leidet an MS und hat ganz "egoistisch" Angst mit den "Mann" auch die Hilfe zu verlieren die sie benötigt.
Das alles wird noch viel Zeit und Gespräche in Anspruch nehmen, so denke ich, bis sich ein klarer Weg abzeichnen wird. Das frustet mich wieder. Nur jetzt kann ich mich hoffentlich jemanden anvertrauen.
Es bleibt dieser innere Kampf den ich spüre. Ständig kreisen die Gedanken um dieses eine Thema. Ich surfe viel und informiere mich rund um das Thema. und ich bin auf jede Frau neidisch die diesen Weg ging und jetzt das Leben leben darf, welches ich so sehr begehre. Ich ärgere mich die Zeichen in meiner Jugend nicht ernst genommen zu haben. Und bin sauer auf meine Eltern, besonders meinen Vater, die so sehr Wert auf eine männliche Erziehung gelegt haben. Es kommen lang vergessene Erinnerungen hoch, die tatsächlich die ersten Anzeichen für ein Leben im falschen Körper zeigen. Warum erkenne ich es erst jetzt? Was hab ich für Lebenszeit vergeudet.
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Gleichberechtigung ist keine Einbahnstraße - Ich bin was ich bin und das bin ich gerne
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Anne-Mette
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Re: Ich kann nicht mehr!
Moin,
ich denke, Du solltest tatsächlich eine Gruppe, eine Beratungsstelle oder eine psychologisch ausgebildete Fachkraft aufsuchen; denn wie Du schreibst, hast Du viel aufzuarbeiten.
Auch wenn man Deine Verpflichtungen (Krankheit Deine Frau) anschaut, dann gewinnt mein Vorschlag an Gewicht und ich sage: "dringend".
Verschenk keine Zeit; denn wer weiß, was noch alles auf euch zukommt, auch an zeitlichen Investitionen und Belastungen.
Ich wünsche euch alles Liebe und Gute
Herzliche Grüße
Anne-Mette
ich denke, Du solltest tatsächlich eine Gruppe, eine Beratungsstelle oder eine psychologisch ausgebildete Fachkraft aufsuchen; denn wie Du schreibst, hast Du viel aufzuarbeiten.
Auch wenn man Deine Verpflichtungen (Krankheit Deine Frau) anschaut, dann gewinnt mein Vorschlag an Gewicht und ich sage: "dringend".
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Tatjana_59
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Re: Ich kann nicht mehr!
Hallo Sylvia,
es freut mich dass ihr heute schon darüber lächeln konntet.
Lass deiner Frau jegliche Zeit die sie braucht.
Mit Druck wirst du nichts erreichen.
Deine sexuelle Ausrichtung wird sich aller Voraussicht auch nicht ändern, selbst wenn du den Weg zu Ende gehst.
Aber denke erst mal gar nicht soweit.
Sondern nur Schritt für Schritt, versuche deine Frau an der Hand mitzunehmen.
Vielleicht machst du es so wie ich und lässt dir von ihr sagen was du als nächsten Schritt machen könntest.
Ich habe selbst darauf gewartet bis meine Frau sagte, ich solle mich am Körper rasieren, auch das ging in Schtittrnr. Erst Beine, dann irgendwann Arme, dann irgendwann der Rest.
Zeit ist alles was du ihr lassen musst, wenn du Glück hast gewinnst du in ihr zudem deine beste Freundin.
Freundin und Frau in einem. Toll was?
Übrigens meine Tochter feierte vor ein paar Tagen ihren 34. Geburtstag.
Trotzdem ist sie mir nicht weniger wichtig wie vor dreißig Jahren.
LG Tatjana
es freut mich dass ihr heute schon darüber lächeln konntet.
Lass deiner Frau jegliche Zeit die sie braucht.
Mit Druck wirst du nichts erreichen.
Deine sexuelle Ausrichtung wird sich aller Voraussicht auch nicht ändern, selbst wenn du den Weg zu Ende gehst.
Aber denke erst mal gar nicht soweit.
Sondern nur Schritt für Schritt, versuche deine Frau an der Hand mitzunehmen.
Vielleicht machst du es so wie ich und lässt dir von ihr sagen was du als nächsten Schritt machen könntest.
Ich habe selbst darauf gewartet bis meine Frau sagte, ich solle mich am Körper rasieren, auch das ging in Schtittrnr. Erst Beine, dann irgendwann Arme, dann irgendwann der Rest.
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Der Kopf denkt und gibt Rat.
Das Bauchgefühl gibt Rat.
Doch das Herz spricht, höre auf dein Herz!
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Silvia
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Re: Ich kann nicht mehr!
Das war tatsächlich auch schon Thema mit meiner Frau. Ich denke ohne wird es nicht gehen. Ich habe ende des Monats Termin bei meiner Psychologin. Ich denke ich werde allen Mut zusammen nehmen und auch dort mal das Thema ansprechen.Anne-Mette hat geschrieben: Di 6. Mär 2018, 12:31 Moin,
ich denke, Du solltest tatsächlich eine Gruppe, eine Beratungsstelle oder eine psychologisch ausgebildete Fachkraft aufsuchen; denn wie Du schreibst, hast Du viel aufzuarbeiten.
Auch wenn man Deine Verpflichtungen (Krankheit Deine Frau) anschaut, dann gewinnt mein Vorschlag an Gewicht und ich sage: "dringend".
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Lorelai74
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Re: Ich kann nicht mehr!
Der alte Straßenkehrer Beppo
Der alte Straßenkehrer Beppo verrät seiner Freundin Momo sein Geheimnis. Das ist so:
"Manchmal hat man eine sehr lange Straße vor sich. Man denkt, die ist so schrecklich lang; das kann man niemals schaffen, denkt man. Und dann fängt man an, sich zu eilen. Und man eilt sich immer mehr. Jedes Mal, wenn man aufblickt, sieht man, dass es gar nicht weniger wird, was noch vor einem liegt.
Und man strengt sich noch mehr an, man kriegt es mit der Angst zu tun und zum Schluss ist man ganz außer Puste und kann nicht mehr. Und die Straße liegt immer noch vor einem. So darf man es nicht machen. Man darf nie an die ganze Straße auf einmal denken, verstehst du?
Man muss immer nur an den nächsten Schritt denken, an den nächsten Atemzug, an den nächsten Besenstrich. Dann macht es Freude; das ist wichtig, dann macht man seine Sache gut. Und so soll es sein.
Auf einmal merkt man, dass man Schritt für Schritt die ganze Straße gemacht hat. Man hat gar nicht gemerkt wie, und man ist nicht außer Puste. Das ist wichtig."
(Michael Ende)
Ich nutze gerne dieses Zitat, dieses Gleichnis
für mich, wenn ich mir versuche klar zu machen wie ich etwas schwieriges, ja manchmal auch unklares bewältigen kann.
Schritt für Schritt...
dann innehalten, vielleicht Zurückschauen, sich Krfat holen und dann weiter gehen.
Es ist ein schwieriger Weg den du vor dir siehst, mit vielen Steinen und du hast von mancherlei Gefahren gehört die auf diesem Weg lauern sollen. Aber Dein Weg gibt es nur einmal und die Gefahren, denen andere auf ihrem Weg begegnet sind, können dir begegnen, aber es kann auch ganz anders kommen.
Aus den Steinen lassen sich Brücken bauen und über manchen Abgrund führt manchmal eine Brücke die man erst sehen kann wenn man kurz davor steht.
Ich denke auch : rede mit anderen, die ähnliche Wege gehen oder gegangen sind, probiere aus wie es ist für ein paar Tage Frau zu sein und auch "Alltägliches" als Frau zu bewältigen.
Zeichne dir den Weg auf und überlege die welche Gefahren du siehst und was du denkst wie man damit umgehen kann so dass sie nicht passieren.
Alles Gute, Kraft und Zuversicht auf deinen Weg
VLG
Lorelai
Der alte Straßenkehrer Beppo verrät seiner Freundin Momo sein Geheimnis. Das ist so:
"Manchmal hat man eine sehr lange Straße vor sich. Man denkt, die ist so schrecklich lang; das kann man niemals schaffen, denkt man. Und dann fängt man an, sich zu eilen. Und man eilt sich immer mehr. Jedes Mal, wenn man aufblickt, sieht man, dass es gar nicht weniger wird, was noch vor einem liegt.
Und man strengt sich noch mehr an, man kriegt es mit der Angst zu tun und zum Schluss ist man ganz außer Puste und kann nicht mehr. Und die Straße liegt immer noch vor einem. So darf man es nicht machen. Man darf nie an die ganze Straße auf einmal denken, verstehst du?
Man muss immer nur an den nächsten Schritt denken, an den nächsten Atemzug, an den nächsten Besenstrich. Dann macht es Freude; das ist wichtig, dann macht man seine Sache gut. Und so soll es sein.
Auf einmal merkt man, dass man Schritt für Schritt die ganze Straße gemacht hat. Man hat gar nicht gemerkt wie, und man ist nicht außer Puste. Das ist wichtig."
(Michael Ende)
Ich nutze gerne dieses Zitat, dieses Gleichnis
für mich, wenn ich mir versuche klar zu machen wie ich etwas schwieriges, ja manchmal auch unklares bewältigen kann.
Schritt für Schritt...
dann innehalten, vielleicht Zurückschauen, sich Krfat holen und dann weiter gehen.
Es ist ein schwieriger Weg den du vor dir siehst, mit vielen Steinen und du hast von mancherlei Gefahren gehört die auf diesem Weg lauern sollen. Aber Dein Weg gibt es nur einmal und die Gefahren, denen andere auf ihrem Weg begegnet sind, können dir begegnen, aber es kann auch ganz anders kommen.
Aus den Steinen lassen sich Brücken bauen und über manchen Abgrund führt manchmal eine Brücke die man erst sehen kann wenn man kurz davor steht.
Ich denke auch : rede mit anderen, die ähnliche Wege gehen oder gegangen sind, probiere aus wie es ist für ein paar Tage Frau zu sein und auch "Alltägliches" als Frau zu bewältigen.
Zeichne dir den Weg auf und überlege die welche Gefahren du siehst und was du denkst wie man damit umgehen kann so dass sie nicht passieren.
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Lorelai
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Simone_CD
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Re: Ich kann nicht mehr!
Tränen gabs am Anfang auch,bei mir wars ein Zwangsouting.Inzwischen sieht sie mein CD lockerer und beginnt es zu akzeptieren.
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Silvia
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Re: Ich kann nicht mehr!
Es ist vermutlich so wie Michael Ende es beschreibt. Der Weg ist lang und wohl auch steinig. Aber er beginnt mit dem ersten Schritt. Und man sollte nicht in die Ferne schauen, sondern auf das was unmittelbar vor einem liegt.
Es ist soviel was da auf einen einprasselt, das man wohl schnell den Mut verliert. Aber Gedanken lassen sich schlecht steuern. Ich werde versuchen all das erst einmal zu ordnen. Im Moment versuche ich mich auf den anstehenden Besuch bei der Psychologin vorzubereiten. Es wäre das erste Mal das ich mich einer fremden Person mit diesem Problem anvertraue.
Es ist soviel was da auf einen einprasselt, das man wohl schnell den Mut verliert. Aber Gedanken lassen sich schlecht steuern. Ich werde versuchen all das erst einmal zu ordnen. Im Moment versuche ich mich auf den anstehenden Besuch bei der Psychologin vorzubereiten. Es wäre das erste Mal das ich mich einer fremden Person mit diesem Problem anvertraue.
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edeka
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geht schon
Hallo Silvia,
Einen Psychologen hast du bereits, eine Gruppe kannst du finden, deine Frau weiß Bescheid und sperrt sich nicht komplett dagegen.
Das sind doch gute Voraussetzungen, daß du den Weg erfolgreich weiter gehst
. Setz dich nicht unter Druck, finde Kompromisse mit deiner Frau, dann schaffst du das.
Ich wünsche dir viel Glück !
ascona
Mach dich nicht verrückt. Surfen bringt nichts und damit vergeudest du Zeit. In diesem Forum hast du schon eine Menge Infos und kannst die Erfahrungen vieler lesen, die in ähnlicher Lage sind. Noch mehr internet braucht es nicht.Silvia hat geschrieben: Di 6. Mär 2018, 12:22 Ständig kreisen die Gedanken um dieses eine Thema. Ich surfe viel und informiere mich rund um das Thema. und ich bin auf jede Frau neidisch die diesen Weg ging und jetzt das Leben leben darf, welches ich so sehr begehre.
Über Vergangenheit soll man ruhig nachdenken. Und abschliessen. Die Eltern haben vielleicht Fehler gemacht, auch grosse Fehler, weil sie es nicht besser konnten. Dann kann man sagen - ihr habt Mist gebaut, aber trotzdem habt ihr keine "Schuld". Dann braucht man dem nicht mehr nachhängen.Ich ärgere mich die Zeichen in meiner Jugend nicht ernst genommen zu haben. Und bin sauer auf meine Eltern, besonders meinen Vater, die so sehr Wert auf eine männliche Erziehung gelegt haben. Es kommen lang vergessene Erinnerungen hoch, die tatsächlich die ersten Anzeichen für ein Leben im falschen Körper zeigen. Warum erkenne ich es erst jetzt? Was hab ich für Lebenszeit vergeudet.
Einen Psychologen hast du bereits, eine Gruppe kannst du finden, deine Frau weiß Bescheid und sperrt sich nicht komplett dagegen.
Das sind doch gute Voraussetzungen, daß du den Weg erfolgreich weiter gehst
Ich wünsche dir viel Glück !
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Re: Ich kann nicht mehr!
Stmmt - bevor jemand mal in längeren Zeitraeumen, also MINDESTENS ein WE oder einige Urlaubatage nacheinander, an sozialen Anlässen teilgenommen hat,, en femme, was sollte dann der Sinn und Zweck damit sein, sich zu überlegen, ob man TS ist, sich überall zu outen etc. Ich verstehe wirklich nicht, was jemand sich davon erhofft.Christiane.LE hat geschrieben: Mo 5. Mär 2018, 17:24 Hio Silvia
Du versuch doch mal das Thema bei Freunden usw anzusprechen ,erst mit Deiner Frau dann Anonym mit Freunden und
Kollegen .Ich weiß nicht richtig was du verlierst aber ich denke du kannst sehr viel auch gewinnen .
Versuche erstmal voll ein Wochenende als Frau bei ein Freund oder ähnliches.
Du und wie es mir erging manchmal wird man Positiv überrascht .
Wer nicht wagt der nicht gewinnt.
LG. Christiane
Es ist ja eigentlich logisch: Man kann doch NUR wenn man auch ausgedehnte - zwar wesentlich kürzer als der Rest des Lebebs - aber ausgedehnte Zeiträume en femme gelebt hat, sich irgendwelche realistischen Gedanken darüber machen, was es bedeutet, es für immer zu machen.
Alles schön und gut mit profi Beistand in Form eines Coaches oder eines Psychologen, aber wenn man der Überzeugung ist, dass man mehr Frau als Mann ist, dann braucht man ja erst mal keine Erlaubnis, dies auch zu Leben.
Der Weg mit: Ich ziehe immer öfter Frauenkleidung zu Hause an - ich fühle die Frau in mir staerker werden - Ich muss zum Psychologen - ich bekomme HRT - jetzt oute ich mich und fange an zu erfahren, wie man in der sozialen Rolle als Frau lebt .... ist einfach total durcheinander.
Das Naechste wird oft so was sein wie: Auch wenn ich meinen DGTI-Ausweis ihnen vor die Nase halte werde ich nicht als Frau gesehen ...
Ness, sorrr,, wie sollten sie auch. Da ist es zumindest klar warum nicht.
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Michelle_Engelhardt
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Re: Ich kann nicht mehr!
Um herauszufinden, ob man TS ist oder nicht, muss man nicht ein Wochenende oder auch länger als Frau rumlaufen. Man fühlt ganz einfach, das man TS ist.
So war es zumindest bei mir.
Liebe Grüße
Michelle
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Lina
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Re: Ich kann nicht mehr!
Kann es sein, dass du den Punkt in meinem Post völlig verpasst hast? Oder willst du unterschwellig sagen, dass der Ausgangspostierin völlig daneben lieben würde, weil sie nicht sofort von selbst und möglichst schon längst wissen müsste, ob sie TS ist oder nicht?Michelle_Engelhardt hat geschrieben: Di 6. Mär 2018, 20:38 Um herauszufinden, ob man TS ist oder nicht, muss man nicht ein Wochenende oder auch länger als Frau rumlaufen. Man fühlt ganz einfach, das man TS ist.
So war es zumindest bei mir.
Liebe Grüße
Michelle
Zumindest habe ICH nicht gesagt, dass jemand ein paar Wochenenden en femme rum laufen müssten, um das herauszufinden. Ich habe gesagt, dass es erstens ziemlich unsinnig ist, sich dafür zu entscheiden, den Rest den Lebens in der Frauenrolle zu leben, ohne jegliche Ahnung zu haben, was das in Praxis bedeutet dies zu tun, und zweitens, dass es genauso unsinnig ist damit zu warten auch nur mindestens ein Großteil des Privatlebens in der Frauenrolle zu leben, bis alle möglichen Experten ihre Diagnose gestellt haben. Warum warten?
Es ist mir klar, dass es einige gibt die schon als Kinder genau wissen, was Sache ist. Muss es bei allen so sein? Ich sehe zumindest keinen Beweis, dass es so ist. Ich sehe auch nicht ein weshalb das psychische Gender immer nur eindeutig M oder W sein sollte - so lange nichts Gegenteiliges bewiesen ist, gehe ich davon aus, dass es genau so un-eindeutig sein kann als das physiologische Geschlecht. Und das kann SEHR un-eindeutig sein. Also finde ich es auch völlig legitim und sogar notwendig, dass jemand mal einfach ausprobiert, ob sie eher in die eine oder die andere Gender-Rolle passt und glücklich sein kann. Insbesondere wenn der Zweifel so spät im Leben auftritt.
Immer hin ist es ja auch ein Faktum, dass viele TS auch nach der Transition nicht zufriedener sind als zuvor. Dazu kann es natürlich viele Gründe geben - aber es beweist zumindest so viel: Irgend etwas anderes hätte passieren müssen, damit sie in ihrer Situation glücklich geworden wären.
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Re: Ich kann nicht mehr!
Meine Erkenntnis TS zu sein kam auch erst mit der Zeit, es schnippte niemand mit den Fingern um es mit einzutrichtern.
Habe lange den sogenannten Alltagstest gelebt bevor ich überhaupt von ihm hörte.
Irgendwann schnippte das Schloss zu ohne das ich großartig darüber nachdenken musste.
Dann erst ging es mir so wie Michelle. Ich wusste das ich TS bin.
Mein Weg ist bekannt.
LG Tatjana
Habe lange den sogenannten Alltagstest gelebt bevor ich überhaupt von ihm hörte.
Irgendwann schnippte das Schloss zu ohne das ich großartig darüber nachdenken musste.
Dann erst ging es mir so wie Michelle. Ich wusste das ich TS bin.
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Michelle_Engelhardt
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Re: Ich kann nicht mehr!
Liebe Lina,
ich habe mich weder auf Dich noch auf die Threaderstellerin bezogen. Außerdem steht es mir sicherlich nicht zu, bei der Threaderstellerin irgendwelche Ferndiagnosen zu stellen. Fakt ist allerdings, das man, TS vorausgesetzt, eines Tages den Schritt in die weibliche Rolle gehen muss, wenn man nicht seelisch zugrunde gehen will. Dabei spielt es dann auch tatsächlich keine Rolle, ob man eine Ahnung vom Leben in der Frauenrolle hat oder nicht. Man entscheidet sich nicht zukünftig als Frau zu leben, wie man entscheidet etwa 150 g grobe Leberwurst zu kaufen. Diese Entscheidung wird einem abgenommen, nämlich genau von der Frau, die man tatsächlich ist.
Liebe Grüße
Michelle
ich habe mich weder auf Dich noch auf die Threaderstellerin bezogen. Außerdem steht es mir sicherlich nicht zu, bei der Threaderstellerin irgendwelche Ferndiagnosen zu stellen. Fakt ist allerdings, das man, TS vorausgesetzt, eines Tages den Schritt in die weibliche Rolle gehen muss, wenn man nicht seelisch zugrunde gehen will. Dabei spielt es dann auch tatsächlich keine Rolle, ob man eine Ahnung vom Leben in der Frauenrolle hat oder nicht. Man entscheidet sich nicht zukünftig als Frau zu leben, wie man entscheidet etwa 150 g grobe Leberwurst zu kaufen. Diese Entscheidung wird einem abgenommen, nämlich genau von der Frau, die man tatsächlich ist.
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Exuser-2019-01-04
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Re: Ich kann nicht mehr!
Hallo miteinander,Lina hat geschrieben: Mi 7. Mär 2018, 00:18 Ich sehe auch nicht ein weshalb das psychische Gender immer nur eindeutig M oder W sein sollte - so lange nichts Gegenteiliges bewiesen ist, gehe ich davon aus, dass es genau so un-eindeutig sein kann als das physiologische Geschlecht. Und das kann SEHR un-eindeutig sein. Also finde ich es auch völlig legitim und sogar notwendig, dass jemand mal einfach ausprobiert, ob sie eher in die eine oder die andere Gender-Rolle passt und glücklich sein kann. Insbesondere wenn der Zweifel so spät im Leben auftritt.
das ist ein sehr interessanter Thread und ich kann gut nachvollziehen, warum und daß man an einen Punkt gelangt, wo man nicht mehr weiter weiss und schier verzweifelt. Ich habe eine solche Phase selbst durchgemacht, wenn jetzt auch nicht wegen des Themas TS.
Aber ich habe auch erst in diesem Jahr angefangen, herauszufinden, was ich bin und was ich will, obwohl meine weibliche Seite offenbar schon mindestens 45 Jahre mal mehr, mal weniger die Oberhand übernehmen möchte. Obwohl ich meist weiblich denke, so bleibt doch meine männliche Prägung (wenngleich nur schwach ausgeprägt) stets präsent, und komischer Weise mag ich letztere auch nicht missen, aber ich finde es absolut unakzeptabel, daß ich mich von der Gesellschaft genötigt sehe, Kleidung (Rock, Kleid z.B.) usw. nicht MEINEN Vorstellungen gemäß tragen zu können (das ist zumindest meine subjektive Einschätzung). Als Kompromiss habe ich mich, allerdings ohne jemals darüber nachzudenken, mich während dieser 45 Jahre eher androgyn gekleidet - mit teils längeren Pausen. Jetzt, wo ich intensiv über diese Fragestellung nachdenke, merke ich, daß ich nichts erzwingen kann - und auch nicht will - aber ich teste bewußt verschiedene Schritte in die Öffentlichkeit aus, um Klarheit zu gewinnen, aber immer nur soweit, wie ich mich wohl dabei fühle. Und dieses Loslassen von dem mir selbstauferlegten Zwang, mich in der weiblichen Rolle der Öffentlichkeit "preiszugeben", scheint mir ein guter oder sogar sehr guter Weg zu sein. Dieses Loslassen kostet aber Kraft und Selbstüberwindung.
Vielleicht hat es ja auch irgendwie damit zu tun, daß der Mensch immer das will, was ihm unerreichbar erscheint. Wenn man sich das vor Augen führt, ist man der Antwort vielleicht schon ein wenig näher gerückt. Das ist zumindest meine Erfahrung und ich möchte damit niemandem zu nahe treten.
Bitte betrachtet meine Überlegungen nur als Denkanstoss, als das Hinzufügen einer weiteren Meinung.
LG Sasha
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Re: Ich kann nicht mehr!
Ich melde mich auch mal zu Wort...
Für mich ist es zum jetzigen Zeitpunkt keine Frage des äußeren Erscheinungsbildes. Das könnte (und werde ich wohl auch) jederzeit ändern. Mich bewegt derzeit das Gefühl bei der Körpervergabe damals an der falschen Stelle "hier" geschrien zu haben. Meine jetzigen Probleme beschäftigen sich da eher mit dem "was nun?" und nicht mit dem wie. Das man sich Gedanken über die Folgen die es haben kann (soziales, Freundschaften, Ehe, Hormone bis hin zur GaOP) macht, finde ich nur normal.
Natürlich kommt der Zeitpunkt en femme aufzutreten. Aber einzig ein paar schicke Klamotten machen mich nicht automatisch zur Frau. das sind nur Äußerlichkeiten. Zugegeben vielleicht nicht ganz unwichtige.
Ich muss erst einmal rausfinden was ich wirklich bin. Denn ich denke auch, dass es mehr gibt als Männlein oder Weiblein. Und hierbei kann mir hoffentlich meine Psychologin und ein Psychotherapeut helfen. Wenn ich dann weiß was ich bin und was ich will kann ich danach handeln. So ist es nur ein riesiges gefühlschaos was mich momentan immer weiter runter zieht.
LG
Silvia
Für mich ist es zum jetzigen Zeitpunkt keine Frage des äußeren Erscheinungsbildes. Das könnte (und werde ich wohl auch) jederzeit ändern. Mich bewegt derzeit das Gefühl bei der Körpervergabe damals an der falschen Stelle "hier" geschrien zu haben. Meine jetzigen Probleme beschäftigen sich da eher mit dem "was nun?" und nicht mit dem wie. Das man sich Gedanken über die Folgen die es haben kann (soziales, Freundschaften, Ehe, Hormone bis hin zur GaOP) macht, finde ich nur normal.
Natürlich kommt der Zeitpunkt en femme aufzutreten. Aber einzig ein paar schicke Klamotten machen mich nicht automatisch zur Frau. das sind nur Äußerlichkeiten. Zugegeben vielleicht nicht ganz unwichtige.
Ich muss erst einmal rausfinden was ich wirklich bin. Denn ich denke auch, dass es mehr gibt als Männlein oder Weiblein. Und hierbei kann mir hoffentlich meine Psychologin und ein Psychotherapeut helfen. Wenn ich dann weiß was ich bin und was ich will kann ich danach handeln. So ist es nur ein riesiges gefühlschaos was mich momentan immer weiter runter zieht.
LG
Silvia
Gleichberechtigung ist keine Einbahnstraße - Ich bin was ich bin und das bin ich gerne