Hallo Svetlana,Svetlana L hat geschrieben: Di 27. Feb 2018, 15:51muss also irgendwer anfangen mit Veränderungen sonst passiert nämlich gar nichts.MichiWell hat geschrieben: Mo 26. Feb 2018, 22:36 Sprache wandelt und entwickelt sich fortwährend, wächst mit den Menschen, denn sie ist Teil der Menschen.
schau dir die Formulierung an. Die klingt sehr nach Aktionismus, und genau das ist der Fehlschluss.
Es muss nämlich nicht irgendwer (endlich mal) anfangen.
Nein, es passiert schon laufend etwas. Und das ist auch gut so!
Wir haben schon an vielen Stellen Veränderungen, die unsere Sprache nach und nach entwickeln.
Ein Beispiel, wie Entwicklung der Sprache funktioniert:
Irgendwo wurde beispielhaft das Wort "Wähler" moniert. Aber tatsächlich wird schon viel länger von Wahlberechtigten geschrieben und gesprochen. "Wähler" und "Wahlberechtigte" wird synonym gebraucht, ohne das sich jemand daran stört.
Als Gegenbeispiel die Namensänderung der Studentenwerke in Studierendenwerke:
Das empfinden Menschen eher als Zwangsmaßnahme, weil es keine Phase der Gewöhnung gibt. Und weil die Änderung zudem auch mit erheblichen Kosten verbunden ist, die Gelder im Bereich Bildung jedoch allgemein viel zu knapp sind, erzeugt diese Maßnahme in der Breite zusätzlich Verständnislosigkeit.
Ich hoffe, es ist nun soweit klar geworden, dass ich nicht gegen Veränderung bin, sondern gegen nicht zuende gedachten, blinden Aktionismus und statt dessen für eine wohl überlegte und verträgliche Umsetzung (vor allem auch mit Blick auf die Überwindung des bipolaren Geschlechterdenkens) plädiere.
Liebe Grüße
Michi