Jenina hat geschrieben: Fr 23. Feb 2018, 07:50
nur vorsichtiger, warnender Hinweis. Denn man kann mit seiner eigenen Gesundheit nicht vorsichtig genug sein.
Auf jeden Fall. Ich würde nie auf die Idee kommen, anderen die körperliche Transition als den ultimativen, einzig glücklichmachenden Weg zu empfehlen. Maßnahmen, die nicht wieder rückgängig zu machen sind, müssen auf jeden Fall wohl überlegt sein. Dafür bedarf es mehr professioneller Begleitung, anstatt sich zu sehr auf Selbsthilfegruppen zu verlassen.
Und da komme ich zum Beitrag von Anke:
Anke hat geschrieben: Fr 23. Feb 2018, 09:05
Es gibt eben nicht den einen richtigen Weg, sondern jede muss ihren eigenen finden und das ist richtig schwierig.
[...]
Mit einer professionellen Hilfe, die diesen Namen auch verdient, geht das deutlich besser.
Das ist ein großes Problem unseres aktuellen Systems. Und das betrifft nicht nur den vergleichsweise "kleinen" Bereich Transidentität, sondern genau so die Betreuung von Alten und Kranken im Allgemeinen.
Wir stecken einen immensen Aufwand darin hinein, Gutachten zu erstellen, Bedarfe zu ermitteln, sie bis ins kleinste Detail zu splitten und zu bewerten, Anspruchsberechtigungen genauestens zu reglementieren und in einem Dschungel der Zuständigkeiten zu verorten. Es wird jeder Scheiß dokumentiert, als ginge es dabei um Staatsverträge.
Aber um die Menschen selbst wird sich viel zu wenig gekümmert. Dafür ist dann kaum Zeit und nur noch wenig Geld übrig.
Unser krankes System verwaltet in erster Linie das Leid und Elend der Menschen, anstatt es zu lindern.
Das war mein "Wort zum Sonntag".
Michi
Wenn dir jemand auf den Fuß tritt, schreist du "Aua" und erwartest eine Entschuldigung.
Mir treten andere dauernd auf die Füße und erwarten, dass ich mich dafür entschuldige, dass es mir weh tut.