hier ist der ARtikel nachzulesen: http://www.augsburger-allgemeine.de/aug ... 42046.html
(Die Überschrift ist wiederum nicht von mir)
Gruß
Anne-Mette
Im Chat: ChatBotIn, aber keine natürlichen Personen (d/m/w)
Ich sehe es genauso wie Tatjana. Eine 100 %ige Erfolgsquote zu erreichen dürfte meiner Meinung nach schwierig bis unmöglich sein.Tatjana_59 hat geschrieben: Di 20. Feb 2018, 16:28 Ich vermute mal dass sowas immer wieder mal vorkommt, denke aber dass das wirklich nur sehr sehr wenige sind.
Ebenso oft Erfolg wie Desaster? - Also ich gehe ja auch davon aus, dass es keine 100% Quote gibt. Aber deine 50% Fehlschläge halte ich doch für sehr hoch angesetzt. Da hätten wir längst ein drastisch verschärftes TSG sowie eine breite hitzige Debatte über die generelle Sinnhaftigkeit geschlechtsangleichender Maßnahmen.Vincent hat geschrieben: Do 22. Feb 2018, 09:08 Leider habe ich persönlich mehrere ähnliche Geschichten miterlebt und sehe weitergehende Schritte sehr kritisch.
Sie sind in meinem Miterleben ebenso oft ein 100%er Erfolg wie ein Desaster - und ganz häufig nur der halbe Weg zum Glück.
Es mag Gruppen geben, in denen das der Fall ist. Da suchen und finden dominante Menschen Anhänger, denen sie ihre Sichtweise des einzig wahren Weges der Transition aufoktruieren. Solche Fälle gibt es auch in anderen Lebensbereichen jenseits von Trans. Aber auf Grund dessen zu generalisieren, und allen zu unterstellen, dass sie nicht in der Lage wären, selbstbestimmte Entscheidungen zu treffen, halte ich für sehr gewagt.Vincent hat geschrieben: Do 22. Feb 2018, 09:08 Was mich auch nach vielen Jahren immer noch beschäftigt, ist die Eigendynamik, die das Thema TS unter nen Mitgliedern einer Selbsthilfegruppe entwickeln kann. Unbewusst lässt sich mancher in eine Strudel / Wettbewerb ziehen, gegen den auch kein Therapeut mehr ankommt.
Das ist ein ganz anderer Punkt, und ganz sicher nicht generell die treibende Kraft bei der Entscheidung zu geschlechtsangleichenden Maßnahmen. Dass ein großer Teil nach der Transition (aus unterschiedlichen Gründen) unter dem Radar leben möchte, und versucht, sich der neuen Geschlechterrolle so gut wie möglich anzupassen, sehe ich da viel eher als Folge des gesellschaftlichen Drucks der bipolaren Geschlechterrollen.Vincent hat geschrieben: Do 22. Feb 2018, 09:08 Dabei ärgere ich mich immer wieder über unsere Gesellschaft, die mehrheitlich nur mit klaren Geschlechtern und Rollen zurecht kommt und damit manchen in der Mitte nötigt sich zu entscheiden.
Hallo Michi,MichiWell hat geschrieben: Do 22. Feb 2018, 11:33 Ebenso oft Erfolg wie Desaster? - Also ich gehe ja auch davon aus, dass es keine 100% Quote gibt. Aber deine 50% Fehlschläge halte ich doch für sehr hoch angesetzt. Da hätten wir längst ein drastisch verschärftes TSG sowie eine breite hitzige Debatte über die generelle Sinnhaftigkeit geschlechtsangleichender Maßnahmen.
Es mag Gruppen geben, in denen das der Fall ist. Da suchen und finden dominante Menschen Anhänger, denen sie ihre Sichtweise des einzig wahren Weges der Transition aufoktruieren. Solche Fälle gibt es auch in anderen Lebensbereichen jenseits von Trans. Aber auf Grund dessen zu generalisieren, und allen zu unterstellen, dass sie nicht in der Lage wären, selbstbestimmte Entscheidungen zu treffen, halte ich für sehr gewagt.Vincent hat geschrieben: Do 22. Feb 2018, 09:08 Was mich auch nach vielen Jahren immer noch beschäftigt, ist die Eigendynamik, die das Thema TS unter nen Mitgliedern einer Selbsthilfegruppe entwickeln kann. Unbewusst lässt sich mancher in eine Strudel / Wettbewerb ziehen, gegen den auch kein Therapeut mehr ankommt.
Es ist doch nicht schlimm, unterschiedliche Ansichten zu haben. Deshalb finde ich die von Dir genannten Passagen nicht problematisch, sonder sehr passend für die Selbstbeschreibung (diverser) Menschen mit transsexuellem Hintergrund.Jenina hat geschrieben: Do 22. Feb 2018, 12:56 ...Und was die Festigung des strikten bipolaren Geschlechtermodells anbelangt, da tragen so manche TS auch mit ganzer Kraft dazu bei. Auch hier wieder: hier bei uns ist das nicht ausgeprägt, aber es gibt es eben. Und die Aussagen "ich war schon immer eine Frau" und "ich bin eine Frau" für einen Transgender finde ich in diesem Zusammenhang zum Beispiel sehr problematisch. Aber das ist eine persönliche Befindlichkeit und ich weiss dass das für einige problematisch ist. Aber auch das sollte eben in unserer Community akzeptiert werden...
Hallo Vincent,Vincent hat geschrieben: Do 22. Feb 2018, 13:34 Hallo Michi,
ich habe nicht von 50% Fehlschlägen geschrieben, für die meisten war nach der Transition die Lage besser.
Schlimm, wenn soetwas passiert, und leider gibt es diese Gruppen. Das habe ich auch nicht bestritten. Dennoch ist das eben nicht der Regelfall.Vincent hat geschrieben: Do 22. Feb 2018, 09:08 Aber, dass das ganze Leben wie erträumt danach, zumindest im betroffenen Bereich perfekt war, das war eher die Ausnahme. Und leider musste ich auch miterleben wie alles den Bach runter ging - meistens, weil sich herausgestellt hat, das die Geschlechtsidentität nicht das (einzige) Problem war, das auf der Seele lastete.
Und genau bei diesen Fällen hatte die Gruppe, der ich eine Weile angehörte, in meinen Augen einen deutlichen Einfluss in der Richtung, alles was im Leben der Betroffenen schief lief, auf die Geschlechtsidentität zu schieben.
Ich möchte auch in keiner Weise verallgemeinern, ich schreibe nur über die Meschen und Schicksale, die ich persönlich kenne, und die mir am Herzen liegen.
Hallo Jenina,Jenina hat geschrieben: Do 22. Feb 2018, 12:56 Michi,
ich weiss auch nicht woran es liegt, aber ich muss hier schon wieder mal einhaken. Denn wir sollten keineswegs übersehen, dass es Probleme gibt bei der Transistion.