Das habe ich auch so nicht geschrieben. Es war so gemeint, dass die Geschlechterrolle offensichtlich nicht zu dem Naturell passt, und deswegen wird der Körper an die entsprechende Geschlecherrolle angepasst. Denn in unserer Gesellschaft wird es nicht (oder nur sehr schwer) akzeptiert, wenn man z.B. als Mann aus der gewohnten Geschlechterrolle ausbricht. Ein Mann, der eher feinfühlig ist, sich für Mode und schöne Stoffe interessiert, der sich schön machen will, der auch verführerisch sein will und begehrt werden will, der auch eher die passive Rolle mag, usw. wird es in der männlichen Rolle sehr schwer haben.Anja hat geschrieben: Di 20. Feb 2018, 13:55
Um das mal auf mich zu beschränken. Ich passe meinen Körper nicht an um einer Geschlechterrolle gerecht zu werden, ich kann auch als Frau leben, ohne körperliche Anpassungen vornehmen zu lassen. Alles, was ich körperlich verändere, tue ich ausschließlich für mich, damit ich mich besser fühle. Das hat mit meiner sozialen Rolle nichts zu tun.
Das erfahre ich ständig an mir selbst.
Letztendlich wirst Du doch von äußeren Umständen gedrängt, vielleicht auch nur indirekt. Denn warum fühlst Du Dich denn nicht in Deinem Körper zu Hause, ich vermute, weil Dein Naturell nicht zu der männlichen gesellschaftlich vorgegebenen Geschlechterrolle passt, oder?Anja hat geschrieben: Di 20. Feb 2018, 13:55Ich fühlte mich ja in meinem Körper nicht zu Hause. Die soziale Rollenänderung vom Mann zur Frau ist nur die logische Konsequenz, wenn ich meinen Körper, mein Aussehen einer Frau annähere, aber auch hier gibt natürlich wieder Ausnahmen (die die Regel bestätigen).
Ich werde nicht von äußeren Umständen gedrängt mich anzupassen, der Wunsch kommt aus mir selbst heraus.
Jedenfalls mir geht es so, mir ist eigentlich die weibliche Geschlechterrolle auch viel näher, als die männliche. Die passt nicht wirklich zu mir.
Ich möchte Dich übrigens in keinster Weise angreifen, ich möchte nur verstehen, wie wir ticken.