Auf dem Weg
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Marit
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Auf dem Weg
Ein freundliches Hallo an alle hier ...
Nach langer Zeit habe ich mal wieder reingeschaut und beschlossen, ab und zu auch was zu schreiben. Damals habe ich einige wichtige Informationen von Euch erhalten und kann vielleicht das eine oder andere zurückgeben - also habe ich mich angemeldet.
Meine Entwicklung gleicht der vieler von Euch - von der Gesellschaft bin ich entsprechend dem biologischen Geschlecht als Mann erzogen worden, habe Frau, Kinder und Job und hatte solange ich denken kann den Wunsch, mich weiblich zu kleiden. Zu Hause habe ich das auch bald vor meiner Partnerin und später auch vor den Kindern nicht mehr versteckt und es war bei uns einigermaßen akzeptiert.
Mit 40 bin ich dann auch nach draußen gegangen, anfangs noch in Sachen, die als Männerröcke gerade in Mode waren. Später kamen Unisex-Röcke dazu und einige Teile, die ich mir selber nähe, wenn die Zeit es erlaubt. Inzwischen bin ich Mitte 50 und trage fast nur noch Röcke, egal aus welcher Quelle - hauptsache sie passen zu meinem Stil.
Da bin ich sehr pragmatisch: langer Rock mit bequemer bis großzügiger Weite, T-Shirt oder Pullover, Stiefel, Sneakers oder Sandalen je nach Wetter, kurze Jacke. Selten auch ein langes Kleid.
Wichtig ist, dass ich nicht versuche, als Frau zu aufzutreten. Auch der Dreitagebart ist geblieben. Die Leute sehen zwar mehr oder weniger neugierig her (was meine Frau mehr nervt als mich), doch es gibt fast keine negativen Reaktionen, sogar gelegentlich Komplimente von anderen Frauen. Die Verwandschaft und die Freunde haben sich auch dran gewöhnt, die Kinder nach der Pubertät auch.
Alles in allem bin ich mit meiner Situation ganz zufrieden, was ich auch sehr der Unterstützung meiner Partnerin verdanke. Solange ich meine männliche Seite behalte und nicht versuche, ein zweites Leben zu führen, geht sie mit mir durch dick und dünn - und ich mit ihr.
Was den Nutzernamen angeht: da ich im Geist nicht nur männlich bin und einiges typisch Männliche gar nicht mag und trotzdem keine Frau bin oder werden möchte, bleibt die Zuordnung zu einem bestimmten Ufer aus. Auch einen weiblichen Namen finde ich für mich nicht so passend.
Das soll fürs Erste genügen - liebe Grüße von Oliver
Nach langer Zeit habe ich mal wieder reingeschaut und beschlossen, ab und zu auch was zu schreiben. Damals habe ich einige wichtige Informationen von Euch erhalten und kann vielleicht das eine oder andere zurückgeben - also habe ich mich angemeldet.
Meine Entwicklung gleicht der vieler von Euch - von der Gesellschaft bin ich entsprechend dem biologischen Geschlecht als Mann erzogen worden, habe Frau, Kinder und Job und hatte solange ich denken kann den Wunsch, mich weiblich zu kleiden. Zu Hause habe ich das auch bald vor meiner Partnerin und später auch vor den Kindern nicht mehr versteckt und es war bei uns einigermaßen akzeptiert.
Mit 40 bin ich dann auch nach draußen gegangen, anfangs noch in Sachen, die als Männerröcke gerade in Mode waren. Später kamen Unisex-Röcke dazu und einige Teile, die ich mir selber nähe, wenn die Zeit es erlaubt. Inzwischen bin ich Mitte 50 und trage fast nur noch Röcke, egal aus welcher Quelle - hauptsache sie passen zu meinem Stil.
Da bin ich sehr pragmatisch: langer Rock mit bequemer bis großzügiger Weite, T-Shirt oder Pullover, Stiefel, Sneakers oder Sandalen je nach Wetter, kurze Jacke. Selten auch ein langes Kleid.
Wichtig ist, dass ich nicht versuche, als Frau zu aufzutreten. Auch der Dreitagebart ist geblieben. Die Leute sehen zwar mehr oder weniger neugierig her (was meine Frau mehr nervt als mich), doch es gibt fast keine negativen Reaktionen, sogar gelegentlich Komplimente von anderen Frauen. Die Verwandschaft und die Freunde haben sich auch dran gewöhnt, die Kinder nach der Pubertät auch.
Alles in allem bin ich mit meiner Situation ganz zufrieden, was ich auch sehr der Unterstützung meiner Partnerin verdanke. Solange ich meine männliche Seite behalte und nicht versuche, ein zweites Leben zu führen, geht sie mit mir durch dick und dünn - und ich mit ihr.
Was den Nutzernamen angeht: da ich im Geist nicht nur männlich bin und einiges typisch Männliche gar nicht mag und trotzdem keine Frau bin oder werden möchte, bleibt die Zuordnung zu einem bestimmten Ufer aus. Auch einen weiblichen Namen finde ich für mich nicht so passend.
Das soll fürs Erste genügen - liebe Grüße von Oliver
Nichts ist für immer.
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Exuser-2019-01-04
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Re: Auf dem Weg
Hallo Oliver,
Du hast offenbar einen guten Weg für Dich gefunden - meinen Glückwunsch dazu.
Mir machst Du mit dieses Ausführungen Mut, mich weniger an den Verständnis-Begrenzungen der Anderen zu orientieren - daran arbeite ich...
LG Sasha
Du hast offenbar einen guten Weg für Dich gefunden - meinen Glückwunsch dazu.
Mir machst Du mit dieses Ausführungen Mut, mich weniger an den Verständnis-Begrenzungen der Anderen zu orientieren - daran arbeite ich...
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Marit
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Re: Auf dem Weg
Hallo Sasha,
es freut mich, dass ich Dir mit meiner Vorstellung etwas Mut geben konnte. Genau das möchte ich hier tun. Immerhin haben wir das Recht, so zu sein, wie wir sind - es ist das Problem vieler Menschen, nur die Schubladen 'Mann', 'Frau' und 'Abartig' in ihrem Geist zu besitzen. Da möchte ich ansetzen und mit klarem, gelassenen und freundlichen Auftreten die Schublade 'Abartig' durch 'Anders und auch OK' zu ersetzen.
Also trau Dich, das Gefühl stark zu sein, kommt nach und nach. Vielleicht möchtest Du nicht gleich in der Bikerkneipe auf den Tisch zu hauen - doch möglicherweise gibt es im Ort Kulturveranstaltungen oder Vereine in denen nicht allein die Männer das Sagen haben. Ideal ist natürlich dabei eine Begleitung und ein Outfit, in dem Du Dich sicher und wohl fühlst. Wenn ich irgendwo neu bin, bleibt es bei einem schlichten Rock, den ich gar nicht mehr bemerke, weil ich ihn schon so oft anhatte.
Zum Üben finde ich Shopping-Malls gut, das geht auch allein. Aufrechter Gang, Blick-Kontakt und ein Lächeln und dann die schrägen Blicke der anderen abtropfen lassen.
Übrigens, mein Weg ist auch noch nicht zu Ende. In der Firma halte ich mich noch widerwillig an den üblichen Dresscode, wobei Dress hier leider nicht Kleid heißt
Liebe Grüße von Oliver
es freut mich, dass ich Dir mit meiner Vorstellung etwas Mut geben konnte. Genau das möchte ich hier tun. Immerhin haben wir das Recht, so zu sein, wie wir sind - es ist das Problem vieler Menschen, nur die Schubladen 'Mann', 'Frau' und 'Abartig' in ihrem Geist zu besitzen. Da möchte ich ansetzen und mit klarem, gelassenen und freundlichen Auftreten die Schublade 'Abartig' durch 'Anders und auch OK' zu ersetzen.
Also trau Dich, das Gefühl stark zu sein, kommt nach und nach. Vielleicht möchtest Du nicht gleich in der Bikerkneipe auf den Tisch zu hauen - doch möglicherweise gibt es im Ort Kulturveranstaltungen oder Vereine in denen nicht allein die Männer das Sagen haben. Ideal ist natürlich dabei eine Begleitung und ein Outfit, in dem Du Dich sicher und wohl fühlst. Wenn ich irgendwo neu bin, bleibt es bei einem schlichten Rock, den ich gar nicht mehr bemerke, weil ich ihn schon so oft anhatte.
Zum Üben finde ich Shopping-Malls gut, das geht auch allein. Aufrechter Gang, Blick-Kontakt und ein Lächeln und dann die schrägen Blicke der anderen abtropfen lassen.
Übrigens, mein Weg ist auch noch nicht zu Ende. In der Firma halte ich mich noch widerwillig an den üblichen Dresscode, wobei Dress hier leider nicht Kleid heißt
Liebe Grüße von Oliver
Nichts ist für immer.