Wann ist der Mann ein Mann
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Olivia
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Wann ist der Mann ein Mann
Endlich wird global thematisiert, was zu lange verschwiegen wurde: sexuelle Ausnutzung von Frauen durch Männer. Sie reicht von schweren, kriminellen Fällen bis hin zum alltäglichen männlichen Chauvinismus. #MeToo ist für Frauen wichtig. Aber #MeToo ist für Männer fast noch wichtiger. Die Machos müssen umdenken. Und die anderen, die Frauen schon immer geachtet und noch nie belästigt haben, die keine Sexisten sind, keine Witze unter der Gürtellinie reißen und sich ganz selbstverständliche Kindererziehung und Haushalt mit ihren Partnerinnen teilen — was geht es sie überhaupt an? Eigentlich nichts. Aber am Ende haben sie die besten Antworten auf die Frage, was heute Männlichkeit bedeutet. Davon profitieren dann alle. Zwei dieser Antworten geben die MZ-Autoren Christian Kucznierz und Sebastian Heinrich.
http://stories.mittelbayerische.de/nrsi ... n-ein-mann
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Michi
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Re: Wann ist der Mann ein Mann
Was mich immer wieder stört, ist dieses Plakative, diese Pauschalisierungen.
Die Wahrheit liegt definitiv irgendwo weiter in der Mitte.
Ich war noch nie "der Mann", war ganz selbstverständlich und gerne anders, und musste mich doch fortwährend rechtfertigen ... vor allem auch vor den Frauen. Irgendwie wurde man immer und wird auch heute noch beargwöhnt, wenn man nicht das typische A******** ist. Für die Frauen als potentielle Partnerinnen ist man "nett" ... bekanntlich ist nett der kleine Bruder von Scheiße. Man ist zumeist ein guter Kumpel, dem Frau vielleicht irgendwelche lästigen Aufgaben aufhalst, aber ins Bett geht sie dann doch lieber mit dem Arschlochtypen.
Der Feminismus hat über seinem Kampf und der Forderung nach "Umerziehung" des Mannes einen entscheidenden Punkt übersehen ... die Frauen ebenfalls in dieser Richtung weiterzuentwickeln. Statt dessen wird ihnen fortwährend eingetrichtert, dass sie sich als Opfer zu fühlen haben. Die vor allem von den lauten Feministen und -Innen postulierte Unterdrückung der Frau scheint um so schlimmer zu werden, je mehr Fortschritt erreicht wurde.
Meiner Meinung nach wurde der Feminismus konterkarriert und als Werkzeug instrumentalisiert. - Teile und herrsche. - Wir, Männer und Frauen sind gut geteilt und lassen uns gegeneinander ausspielen. In dem Punkt muss ich ausnahmsweise den Konservativen Recht geben, so sehr ich auch deren gewünschtes traditionelles Familienbild verachte.
Für mich ist Partnerschaft ein gleichberechtigtes Hand in Hand gehen, ein gegenseitiges Unterstützen und Achten, ein Leben auf Augenhöhe.
Ich hatte das Glück, dies ein paar Jahre genießen zu dürfen. Aber dennoch habe ich die Frau verloren. Sie war letztlich Opfer ihrer herrschsüchtigen und hassenden Mutter, die den wirklich herzlichen und lieben Vater zum Tor raus geekelt hat. Sie als Tochter fühlte sich in der Folge aus Gefallsucht und dem Wunsch nach Liebe und Anerkennung von ihrer sie verachtenden Mutter immer wieder von den Arschlochtypen angezogen, weil diese von der Mutter irgendwie anerkannt wurden.
Was für eine kranke Welt.
Die Wahrheit liegt definitiv irgendwo weiter in der Mitte.
Ich war noch nie "der Mann", war ganz selbstverständlich und gerne anders, und musste mich doch fortwährend rechtfertigen ... vor allem auch vor den Frauen. Irgendwie wurde man immer und wird auch heute noch beargwöhnt, wenn man nicht das typische A******** ist. Für die Frauen als potentielle Partnerinnen ist man "nett" ... bekanntlich ist nett der kleine Bruder von Scheiße. Man ist zumeist ein guter Kumpel, dem Frau vielleicht irgendwelche lästigen Aufgaben aufhalst, aber ins Bett geht sie dann doch lieber mit dem Arschlochtypen.
Der Feminismus hat über seinem Kampf und der Forderung nach "Umerziehung" des Mannes einen entscheidenden Punkt übersehen ... die Frauen ebenfalls in dieser Richtung weiterzuentwickeln. Statt dessen wird ihnen fortwährend eingetrichtert, dass sie sich als Opfer zu fühlen haben. Die vor allem von den lauten Feministen und -Innen postulierte Unterdrückung der Frau scheint um so schlimmer zu werden, je mehr Fortschritt erreicht wurde.
Meiner Meinung nach wurde der Feminismus konterkarriert und als Werkzeug instrumentalisiert. - Teile und herrsche. - Wir, Männer und Frauen sind gut geteilt und lassen uns gegeneinander ausspielen. In dem Punkt muss ich ausnahmsweise den Konservativen Recht geben, so sehr ich auch deren gewünschtes traditionelles Familienbild verachte.
Für mich ist Partnerschaft ein gleichberechtigtes Hand in Hand gehen, ein gegenseitiges Unterstützen und Achten, ein Leben auf Augenhöhe.
Ich hatte das Glück, dies ein paar Jahre genießen zu dürfen. Aber dennoch habe ich die Frau verloren. Sie war letztlich Opfer ihrer herrschsüchtigen und hassenden Mutter, die den wirklich herzlichen und lieben Vater zum Tor raus geekelt hat. Sie als Tochter fühlte sich in der Folge aus Gefallsucht und dem Wunsch nach Liebe und Anerkennung von ihrer sie verachtenden Mutter immer wieder von den Arschlochtypen angezogen, weil diese von der Mutter irgendwie anerkannt wurden.
Was für eine kranke Welt.
Wenn dir jemand auf den Fuß tritt, schreist du "Aua" und erwartest eine Entschuldigung.
Mir treten andere dauernd auf die Füße und erwarten, dass ich mich dafür entschuldige, dass es mir weh tut.
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Jenina
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Re: Wann ist der Mann ein Mann
Michi,
Du pauschalisiert selber! Habe ich Dir aber schon oft gesagt, dass Du Deinen Hass auf den Feminismus mal überdenken musst.
Feminismus heißt eben nicht Männer zu hassen und Feministin ist nicht gleich Alice Schwarzer. Nicht die am lautesten schreien sind die Repräsentanten einer ganzen Gruppe. Was im übrigen auf so manche trans* Menschen auch zutrifft...
Ich selbst bezeichne mich unter anderem auch als Feminist. Bewusst in der männlichen Form, in der ich mich nun mal die meiste Zeit aufhalte. Feminismus heißt für mich, für die Emanzipation aller Geschlechter einzutreten. Dabei ist mit Emanzipation die Befreiung von jeglicher Diskriminierung, aber auch von Bevorzugung, gemeint. Das gilt eben für alle Seiten und für alle Seiten gleichermaßen. Damit wird deutlich, dass ein Hass auf irgendetwas/irgendjemand bei der Emanzipation niemals ein Weg der Umsetzung sein kann. Somit kann der Feminismus in seiner allgemeinsten Form auch die Emanzipation der nicht binären Geschlechter umfassen.
Also: nicht pauschalisieren, so wie hier:
Du weißt doch wie es geht:
Und zum Titel des Threads: was der gute alte Herbert da vor so vielen Jahren gesungen hat - mit dem großen Packen Ironie - gilt eben immer noch. Kultur ändert sich nur langsam und wenn alle etwas dafür tun. Ich fordere sie mal wieder: die Kulturrevolution! "-¡Hasta la victoria siempre!"
Jenina
Du pauschalisiert selber! Habe ich Dir aber schon oft gesagt, dass Du Deinen Hass auf den Feminismus mal überdenken musst.
Feminismus heißt eben nicht Männer zu hassen und Feministin ist nicht gleich Alice Schwarzer. Nicht die am lautesten schreien sind die Repräsentanten einer ganzen Gruppe. Was im übrigen auf so manche trans* Menschen auch zutrifft...
Ich selbst bezeichne mich unter anderem auch als Feminist. Bewusst in der männlichen Form, in der ich mich nun mal die meiste Zeit aufhalte. Feminismus heißt für mich, für die Emanzipation aller Geschlechter einzutreten. Dabei ist mit Emanzipation die Befreiung von jeglicher Diskriminierung, aber auch von Bevorzugung, gemeint. Das gilt eben für alle Seiten und für alle Seiten gleichermaßen. Damit wird deutlich, dass ein Hass auf irgendetwas/irgendjemand bei der Emanzipation niemals ein Weg der Umsetzung sein kann. Somit kann der Feminismus in seiner allgemeinsten Form auch die Emanzipation der nicht binären Geschlechter umfassen.
Also: nicht pauschalisieren, so wie hier:
Bei uns, also meiner Frau und mir, ist es nun genau andersherum. Sie hatte genügend Arschlochtypen zum Mann und war froh bei dem "Weichei" angekommen zu sein. Nicht zuletzt ein Grund für unsere enge Beziehung und mein Trachten diese nicht zu gefährden durch Dinge, die wir nicht beide gemeinsam so tragen können. Wie schon so oft gesagt - es macht Arbeit. Leichter wäre A******** zu sein und einfach wegzulaufen. Das Loch, was dann in mir entstehen würde, möchte ich nicht heilen müssen.Man ist zumeist ein guter Kumpel, dem Frau vielleicht irgendwelche lästigen Aufgaben aufhalst, aber ins Bett geht sie dann doch lieber mit dem Arschlochtypen.
Du weißt doch wie es geht:
Dass das nicht so ganz einfach ist weiß ich selber. Wir haben ja schon oft und lange darüber geredet und beide kein Rezept gefunden. Aber manchmal passiert auch was, womit man nicht rechnet, vielleicht schaltet der eine mal etwas zurück und es geht wieder was wo schon alles verloren schien. Ich wünsche es Dir jedenfalls.Für mich ist Partnerschaft ein gleichberechtigtes Hand in Hand gehen, ein gegenseitiges Unterstützen und Achten, ein Leben auf Augenhöhe.
Und zum Titel des Threads: was der gute alte Herbert da vor so vielen Jahren gesungen hat - mit dem großen Packen Ironie - gilt eben immer noch. Kultur ändert sich nur langsam und wenn alle etwas dafür tun. Ich fordere sie mal wieder: die Kulturrevolution! "-¡Hasta la victoria siempre!"
Jenina
Disclaimer: Dies ist eine persönliche Meinung, sie ist möglicherweise inkompatibel mit Deinem Glauben/Lifestyle/Parteiprogramm!
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Michi
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Re: Wann ist der Mann ein Mann
Hallo Jenina,Jenina hat geschrieben: So 14. Jan 2018, 17:45 Michi,
Du pauschalisiert selber! Habe ich Dir aber schon oft gesagt, dass Du Deinen Hass auf den Feminismus mal überdenken musst.
danke für den Einwand. (... auch wenn ich denke, du weißt eigentlich schon, wie ich es meine.
Ich möchte gar nicht so pauschalisieren und hatte mich eigentlich gemüht, dieses Mal auch Formulierungen einzufügen, die das erkennen lassen. Aber ok, da geht es mir wohl nicht anderes als der "Gegenseite" und ich muss noch besser in meinen Ausführungen werden.
Natürlich sind es vor allem die lauten Vertreter des Feminismus, über deren Äußerungen dann diskutiert wird, und die zumeist als "der Feminismus" wahrgenommen werden. Im Endeffekt ist das nichts anderes, als wenn du und ich mit Olivia Jones gleichgesetzt werden, weil der Durchschnittsbürger eben in erster Linie den "schrillen Vogel" wahrnimmt.
Da muss ich wohl besser gleich einen Disclaimer einschieben: Ich habe nichts gegen Olivia und die Bezeichnung ist meinerseits nicht abwertend gemeint, sondern gibt lediglich die nicht unübliche Wahrnehmung der Leute wieder.
(Puh! Das ständige Disclaimern wird in Zukunft ganz schön anstrengend werden.)
Ja, Jenina. Deine Frau ist da anders. Aber leider sind nicht alle Frauen so, sondern sie sind eher eine Minderheit ... zumindest in der Altersgruppe, in der ich mich nach einer Partnerin umsehe. Und diese Minderheit war bisher leider immer gut verpartnert. Da ich nach wie vor auf der Suche nach einer neuen Partnerin bin, und immer wieder die selben Grundmuster am freien Markt beobachten muss, glaube ich, das Problem schon ein Stück weit beurteilen zu können. Ich hatte in den vergangenen Monaten mehrere Anbahnungen, die im Endeffekt immer daran scheiterten, dass ich "zu nett" bin. Sich in den Bereichen auszukennen, die im klassischen Sinne der Frau zugeschrieben werden - und damit meine ich noch nicht mal jene, die durch die Transerei tangiert werden - finden die Frauen im ersten Moment wohl interessant, sind aber zugleich so verwirrt, dass sie sich letztlich lieber wieder für das entscheiden, was sie von früher her kennen.
Ich sauge mir das nicht aus den Fingern, und ich würde liebend gern die Partnersuche hinter mir haben. Aber ich kann und will mich nicht verstellen, nur um eine Frau an den Haken zu bekommen.
Liebe rüße
Michi
Wenn dir jemand auf den Fuß tritt, schreist du "Aua" und erwartest eine Entschuldigung.
Mir treten andere dauernd auf die Füße und erwarten, dass ich mich dafür entschuldige, dass es mir weh tut.
Mir treten andere dauernd auf die Füße und erwarten, dass ich mich dafür entschuldige, dass es mir weh tut.