schon etwas älter der Bericht....
...aber warum von "der Zeit"?
http://www.zeit.de/zeit-magazin/leben/2 ... identitaet
Im Chat: die ChatBotIn, aber keine natürlichen Personen (d/m/w)
Das beschreibt am ehesten meine Gefühle, wenn ich z.B. an Kunstfiguren wie Conchita Wurst denke. Ich konnte den Freudentaumel in unseren Reihen damals beim ESC auch nicht teilen. Ich bin weder Kunstfigur noch Witzobjekt.Zumindest für alle, die eine Wahl haben. Denn am lautesten erscheinen meistens die, die sich nicht einordnen wollen. Die, die sich nicht einordnen können, die zerrissen sind und schlimmstenfalls an ihrer Zerrissenheit leiden, stehen oft in den hinteren Reihen. Es ist nur ein kleiner Unterschied zwischen Freiheit und Zwang.
Pessimismus habe ich mir schon lange abgewöhnt.
Ich kämpfe nicht gegen Windmühlen, ich lebe mein Leben wie ich es mir vorstelle. Wer damit ein Problem hat, soll das Problem behalten.Svetlana L hat geschrieben: Fr 5. Jan 2018, 09:05 Das zeigt mal wieder eindringlich, wie weit der Weg noch sein wird, um zu so etwas wie Akzeptanz zu kommen. Scheint ein Kampf gegen Windmühlen zu sein, der einen seeeehr langen Atem erfordert
Das sehe ich genau wie Michi und möchte es für meine Person wie folgt erweitern. Ich bin auch nicht "Mainstream". Mit meiner Größe von 182 cm und meiner Kleidung falle ich zuweilen auf. Klar kommen manchmal Kommentare. Aber ich will mich mit solchen Kommentaren und/oder Personen die sich so äußern nicht mehr auseinandersetzen. Die Kommentarschreiber in der Zeit haben wahrscheinlich andere Probleme, das sie soweit gehen und sich eine Person oder Gruppe suchen um diese mit solchen Kommentaren zu belästigen.
Hallo Welt,Wenn mich jemand fragen würde, ob ich mich als männlich definiere, würde ich auch wohl erst einmal 'Nein' antworten, weil in der Frage mitschwingt, ob ich auf dicke Autos, Grillen, Saufen, Frauen runtermachen und Bumsen ohne Gefühle stehe. Ich finde halt viele betont männliche Männer peinlich und möchte mich nicht mit denen identifizieren.
Dennoch bin ich ganz eindeutig auf das Geschlecht festgelegt, das sich zwischen meinen Beinen befindet.
Drachenfrau hat geschrieben: Fr 5. Jan 2018, 13:34 Zitat aus einem der Kommentare:
Wenn mich jemand fragen würde, ob ich mich als männlich definiere, würde ich auch wohl erst einmal 'Nein' antworten, weil in der Frage mitschwingt, ob ich auf dicke Autos, Grillen, Saufen, Frauen runtermachen und Bumsen ohne Gefühle stehe. Ich finde halt viele betont männliche Männer peinlich und möchte mich nicht mit denen identifizieren.
Dennoch bin ich ganz eindeutig auf das Geschlecht festgelegt, das sich zwischen meinen Beinen befindet.
Egal, welche Schublade man da zieht, in diesem Punkt sitzen alle Menschen im gleichen Boot. Sie wissen es nur nicht.
Möge jedes fühlende Wesen auf dieser Welt glücklich sein.
Für biologische Frauen kann ich mir das ja noch irgendwie entfernt vorstellen. Aber welche Gründe sollte ein Mann haben, sich in seinem Geschlecht nicht mehr wohl zu fühlen und deshalb in die weibliche Rolle zu wechseln, wenn doch ehemals typisch männlich verortete Eigenschaften und Maßstäbe, die heute verpönt sind, auch nicht in der weiblichen Rolle zu finden sind? Mir will da gerade kein Beispiel einfallen.Drachenfrau hat geschrieben: Fr 5. Jan 2018, 13:34 Allerdings kann ich immer mehr verstehen, dass Menschen sich in den vorgegebenen Maßstäben zu ihrem Geschlecht nicht mehr wohlfühlen, denn egal ob Mann oder Frau - beide haben keine ureigene innere Balance mehr.
Zumindest von einigen Frauen weiß ich, dass sie sich auf die Suche nach und auf den Weg zu der ureigenen inneren Balance gemacht haben.
Therapeuten sind aber auch nur Menschen mit menschlichen Vorurteilen, und man nimmt hier auch wieder nur die wahr, die laut sind und ihre persönlichen Ansichten Kraft ihrer Wassersuppe und unabhängig vom Wahrheitsgehalt in die Welt hinausposaunen. Es gibt auch noch genug, die Menschen wie unsereins nach wie vor für krank und geistesgestört halten, und die ihre Äußerungen allenfalls dem Zeitgeist anpassen. "Geschlechterflucht" erscheint mir daher eher wie eine auf zeitgemäß optimierte Ausdrucksweise, wenn gleich ich nicht ausschießen will, dass es Menschen geben mag, die aus wirtschaftlichen oder anderen Erwägungen heraus ihr Geschlecht "wechseln".Drachenfrau hat geschrieben: Fr 5. Jan 2018, 13:34 Was nicht heraus kommt, ist, mE nach, dass Menschen, die mit ihrer Geschlechterrolle selbst Probleme haben, sich jedoch als Mann weiterhin als Mann definieren und Frau sich weiterhin als Frau - jedoch irrtümlicher Weise, den Ausgleich in der gegengeschlechtlichen Rolle suchen, nicht wirklich in Richtung trans* zu verorten sind.
Ich habe auch den Begriff "Geschlechterflucht" gehört von einem Therapeuten.
Das Ausschlachten ist meiner Meinung nach das Hauptproblem. Es geht bei alledem viel zu selten um die Menschen selbst, dafür um so mehr um mediale Aufmerksamkeit und in letzter Konsequenz um den daraus generierberen Profit.Drachenfrau hat geschrieben: Fr 5. Jan 2018, 13:34 Es ist so viel Verwirrung da draußen und dann gibt es auch noch jene, die meinen, sie könnten ein solches Thema ausschlachten, der Quoten und des Umsatzes wegen - doch ist das wirklich aufklärend? Eher verstärkt es die Verwirrung.
Drachenfrau hat geschrieben: Fr 5. Jan 2018, 13:34 Mir ist egal, wie sich ein Mensch nennt (in Bezug auf trans*, androgyn, non-binär,.....), wichtig ist doch, dass dieser Mensch sich selbst findet und in seinem Sein, glücklich leben kann - sofern, Mensch keinem anderen Menschen durch z. B. Gewalt Schaden zufügt, sondern in seiner eigenen Balance sich und andere bereichern kann.
Sicher sind Therapeuten auch nur Menschen.MichiWell hat geschrieben: Fr 5. Jan 2018, 14:23Für biologische Frauen kann ich mir das ja noch irgendwie entfernt vorstellen. Aber welche Gründe sollte ein Mann haben, sich in seinem Geschlecht nicht mehr wohl zu fühlen und deshalb in die weibliche Rolle zu wechseln, wenn doch ehemals typisch männlich verortete Eigenschaften und Maßstäbe, die heute verpönt sind, auch nicht in der weiblichen Rolle zu finden sind? Mir will da gerade kein Beispiel einfallen.Drachenfrau hat geschrieben: Fr 5. Jan 2018, 13:34 Allerdings kann ich immer mehr verstehen, dass Menschen sich in den vorgegebenen Maßstäben zu ihrem Geschlecht nicht mehr wohlfühlen, denn egal ob Mann oder Frau - beide haben keine ureigene innere Balance mehr.
Zumindest von einigen Frauen weiß ich, dass sie sich auf die Suche nach und auf den Weg zu der ureigenen inneren Balance gemacht haben.
Therapeuten sind aber auch nur Menschen mit menschlichen Vorurteilen, und man nimmt hier auch wieder nur die wahr, die laut sind und ihre persönlichen Ansichten Kraft ihrer Wassersuppe und unabhängig vom Wahrheitsgehalt in die Welt hinausposaunen. Es gibt auch noch genug, die Menschen wie unsereins nach wie vor für krank und geistesgestört halten, und die ihre Äußerungen allenfalls dem Zeitgeist anpassen. "Geschlechterflucht" erscheint mir daher eher wie eine auf zeitgemäß optimierte Ausdrucksweise, wenn gleich ich nicht ausschießen will, dass es Menschen geben mag, die aus wirtschaftlichen oder anderen Erwägungen heraus ihr Geschlecht "wechseln".Drachenfrau hat geschrieben: Fr 5. Jan 2018, 13:34 Was nicht heraus kommt, ist, mE nach, dass Menschen, die mit ihrer Geschlechterrolle selbst Probleme haben, sich jedoch als Mann weiterhin als Mann definieren und Frau sich weiterhin als Frau - jedoch irrtümlicher Weise, den Ausgleich in der gegengeschlechtlichen Rolle suchen, nicht wirklich in Richtung trans* zu verorten sind.
Ich habe auch den Begriff "Geschlechterflucht" gehört von einem Therapeuten.
Ich fände das gut und ich bin mir sicher, auf der Welt gibt es so viel zu tun, dass diese auch eine neue Einnahmequelle finden würden.MichiWell hat geschrieben: Fr 5. Jan 2018, 14:23 Und: Wenn das auf einmal ganz normal ist, wenn Menschen einfach so sein können wie sie sich fühlen, dann bricht doch den Therapeuten auch ein erheblicher Teil der Kundschaft und damit eine Einnahmequelle weg.
Ich weiß nicht, ob es Einzelfälle waren oder sind. Dennoch halte ich es durchaus für möglich.MichiWell hat geschrieben: Fr 5. Jan 2018, 14:23 Ich sehe die große Gefahr, dass hier Einzelfälle, die man durchaus mit "Geschlechterflucht" umschreiben kann, als allgemeingültig auf die große Masse der Betroffenen übertragen wird, und diesen damit wiederum Unrecht getan wird ... nach dem Motto: "Stell dich nicht so an. Wenn du weichgespült sein willst, mach halt. Aber deswegen musst du noch lange keinen Rock anziehen und eine Frau werden wollen."
Die Angst in uns wird doch an jeder Ecke geschürt. Und hätten Menschen keine Angst vor Veränderung, dann würden auch wieder viele Therapeuten direkt arbeitslos.MichiWell hat geschrieben: Fr 5. Jan 2018, 14:23 Nein, das sind für mich alles nur Strategien, die eine Angst vor Veränderung widerspiegeln und letzten Endes verhindern sollen, dass all zu viele aus dem vorgegebenen gesellschaftlich strikt bipolar konnotierten Geschlechter-Modell ausbrechen.
und wenn die Scheiße bis zum Hals steht, sie ist wenigstens warm.
Richtig. Doch das einzige, das jeder für sich tun kann, ist gut für sich selbst zu sorgen, lernen sich selbst treu zu sein und zu verstehen, dass es um einen selbst als Mensch in erster Linie geht - was in meinen Augen nichts Egoistisches hat, sondern die Bedeutung von Selbstverantwortung - doch das ist wieder ein anderes Thema.MichiWell hat geschrieben: Fr 5. Jan 2018, 14:23 Das Ausschlachten ist meiner Meinung nach das Hauptproblem. Es geht bei alledem viel zu selten um die Menschen selbst, dafür um so mehr um mediale Aufmerksamkeit und in letzter Konsequenz um den daraus generierberen Profit.