Frohes neues Jahr ihr Lieben,
ich habe gestern die Mini-Serie gesehen und muss immer noch nachdenken.
Heute morgen habe ich mir eure Beiträge hier durchgelesen und habe mich etwas erschrocken.
Es ist doch piep schnurz schnuppe auf welche Art sich ein Mensch in seiner Haut wohlfühlt.
Wichtig ist doch, dass man menschlich sein darf.
Ich weiß aus meinem eigenen Leben, dass es nicht schön ist, wenn andere einen nicht akzeptieren, die Ablehnung ganz tief im Inneren schmerzhaft wird und man doch so gerne dazu gehören will.
Doch wozu wollte ich damals gehören?
Wo wollt ihr dazu gehören? Was ist dieses "dazu"?
Gibt es da nicht noch mehr, was man als Mensch besser anders machen könnte, wenn man schon mal gerade dabei ist?
Es gab wenige Menschen, doch es gab sie, die mich so wahrnahmen wie ich war und ich hatte eine gute Zeit mit ihnen.
Ist es nicht das, was zählt? Dass es Menschen gibt, die sich als echte Freunde erweisen?
Und ist es nicht allgemeines Wissen, dass gute Freunde wirklich selten sind? Egal, ob Cis oder sonst was?
Warum muss man Begriffe für Menschen genau definieren, damit man vielleicht einen Umgang schaffen kann?
Cis,.... homo,.....trans,......., rubens,......, androgyn,.......
Ist man nicht in aller erster Linie ein Mensch?
Schon allein dadurch, dass ich mich als Mensch fühle, begegne ich meinem Umfeld mit Wertschätzung. Daran arbeite ich mit mir nun schon sehr viele Jahre und hätte nicht geglaubt, wo ich überall in den angestaubten Ecken in mir tatsächlich immer noch einen kleinen Kritiker finde, auch heute noch.
Wenn ich wieder einen kleinen Kritiker gefunden habe, dann bemühe ich mich mit ihm freundlich umzugehen.
Denn wenn ich nicht freundlich mit mir selbst sein kann, wie soll ich es da schaffen, anderen wirklich authentisch freundlich zu begegnen?
Wir können nur eins machen, einfach so leben wie wir sind und zu uns stehen, aufhören uns zu verbiegen, Wertschätzung leben - besonders für sich und das dann auf das Umfeld ausweiten.
Dann wird sich etwas verändern, für uns und im Umfeld. Das sagte Gandhi schon "be the change you want to see".
Noch ein weiser Mensch sagte:
1994 wird Mandela der erste schwarze Präsident in Südafrika.
In seiner Antrittsrede sagt er:
"Jeder Mensch ist dazu bestimmt, zu leuchten! Unsere tiefgreifendste Angst ist nicht, dass wir ungenügend sind, unsere tiefgreifendste Angst ist, über das Messbare hinaus kraftvoll zu sein.
Es ist unser Licht, nicht unsere Dunkelheit, die uns am meisten Angst macht. Wir fragen uns, wer ich bin, mich brillant, großartig, talentiert, phantastisch zu nennen? Aber wer bist Du, Dich nicht so zu nennen? Du bist ein Kind Gottes.
Dich selbst klein zu halten, dient nicht der Welt. Es ist nichts Erleuchtetes daran, sich so klein zu machen, dass andere um Dich herum sich nicht unsicher fühlen. Wir sind alle bestimmt, zu leuchten, wie es die Kinder tun.
Wir sind geboren worden, um den Glanz Gottes, der in uns ist, zu manifestieren. Er ist nicht nur in einigen von uns, er ist in jedem einzelnen. Und wenn wir unser Licht erscheinen lassen, geben wir anderen Menschen die Erlaubnis, dasselbe zu tun.
Wenn wir von unserer eigenen Angst befreit sind, befreit unsere Gegenwart automatisch andere."
http://www.gekreuzsiegt.de/2013/06/29/n ... -leuchten/
Diesem Licht in uns ist es doch egal, welcher Buchstabensalat uns übergestülpt werden soll.
Solange wir der Angst in uns folgen, können wir nicht positiv und kraftvoll leben.
Ich wünsche euch einen wunderbaren Unwetter freien Tag.
Ulla