Warum zumeist die Männer??
Warum zumeist die Männer?? - # 6

Crossdresser, Transgender DWT... Plauderecke - was sonst nirgendwo passt
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Martin-a
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Re: Warum zumeist die Männer??

Post 76 im Thema

Beitrag von Martin-a » Do 6. Jul 2017, 11:40

Vicky_Rose hat geschrieben:
Mi 5. Jul 2017, 15:50
Warum sind Männer manchmal so ablehnend und Frauen eigentlich nicht?
Ich glaube nicht an den "Verrat". Dazu müsste den Männern ein Nachteil entstehen. Ich tendiere viel mehr zur These, dass ein TG eine gefühlte Bedrohung darstellt. Vielleicht passt ein Vergleich mit emanzipierten Frauen in den 70ern und 80ern. Wenn sich jemand selbstbewusst "Rechte" heraus nimmt, die man für sich selber (aus Gruppenzwang ?) nicht reklamiert, stellt diese Person sich vermeintlich über sie. Es ist eher eine Machtfrage.

Frauen gehen häufig damit anders um, da sich die Machtfrage nicht in er gleichen Form stellt. Ich könnte mir vorstellen, dass jedoch auf Dauer bei Frauen Konkurrenzmechanismen greifen, da T-Frauen anfangs viel Aufmerksamkeit erfahren. Vielleicht ist es auch hier eine Machtfrage ...
Hallo Vicky_Rose

Du bringst es auf den Punkt. Meistens ist es Angst, Neid und Missgunst, dass die Männer negativ auf Rockträger, CD und T* reagieren lässt. Häufig ist es so, dass viele Männer ja eigentlich auch Rock, Kleid, Strumpfhose usw. tragen möchten oder ihre eher feminine Seite ausleben möchten. Doch sie haben Angst, dass das in der Gesellschaft negativ aufgenommen wird. Und weil sie es nicht dürfen, darf es auch nicht sein, dass die anderen eben dürfen. Darum reagieren diese Männer dann so negativ drauf.

LG Martin(-a?)
Eigentlich schwimme ich nicht gegen den Strom. Ich stehe am Rand des Stromes und schaue den anderen Normalos zu, wie sie der Masse hinterherschwimmen und der erste in einem Wettbewerb sein wollen, den sie nicht gewinnen können.

Atalanta
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Re: Warum zumeist die Männer??

Post 77 im Thema

Beitrag von Atalanta » So 16. Jul 2017, 11:54

Misogynie liegt m. E. zu einem Großteil hinter den Problemen und ist eine der stärksten Wurzeln für Transphobie und Homophobie.
Alles ist bestenfalls zweitrangig ist oder wird abgewertet, was nicht hinreichend männlich ist oder erscheint. Das trifft Frauen selbst, homosexuelle Frauen und Männer, Transpersonen, nicht-binäre Personen, Intersexpersonen usw,..
Und selbst zwischen diesen Gruppen und sogar innerhalb dieser Gruppen gibt es diese Abwertung.

Das kann auch mehrfach zuschlagen. Z. B. wenn ein Transmann schwul ist. Der ist dann für viele vielleicht einerseits nicht hinreichend männlich in seiner "gender presentation" und wiederum nicht hinreichend männlich, weil er als Mann auf Männer steht.

MichiWell
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Re: Warum zumeist die Männer??

Post 78 im Thema

Beitrag von MichiWell » So 16. Jul 2017, 14:05

Hallo zusammen,

irgendwie habe ich den Eindruck, dass das Problem recht einseitig betrachtet, und die Schuld bei den Männern gesucht und verortet wird.

Aber so einfach ist es leider nicht, auch wenn in der heutigen bunten Zeit so gern schwarz-weiß gemalt wird.

Ich weiß auch, dass ich mich mit meinen Gedanken und Überlegungen nicht immer beliebt mache, weil ich den Feminismus nicht kritiklos beklatsche.
Aber genau deswegen finde ich das Zitat von Aldous Huxley so treffend:
Wer so tut, als bringe er die Menschen zum Nachdenken, den lieben sie. Wer sie wirklich zum Nachdenken bringt, den hassen sie.
Doch zurück zum Thema ...

Misogynie ist ein willkommenes Erklärungsmodell, welches die (vermeintlichen) Unterschiede zwischen Männern und Frauen plakativ darstellt, damit pauschale Vorurteile generiert, und zugleich die Differenzen verstärkt und betoniert.

Es wurde geschrieben, dass Frauen toleranter und solidarischer seien, und Männer homophob. - Aber ist das wirklich so? Ich möchte das stark bezweifeln.

Wer kennt das nicht:
Frauen sind "nett" zu weniger attraktiven Frauen. Frauen haben keine Problem mit schwulen Männern.
Männer lehnen schwächere Männer ab. Männer verachten Schwule und Lesben.

Das ist aber nur das stereotype Abbild unserer gesellschaftlichen Rollenklischees, die seit ein paar Jahrzehnten im zwischenmenschlichen Bereich bei Frauen nur noch die positiven Eigenschaften herausstellen, bei Männern dagegen die negativen.

Tatsächlich sind die meisten Männer untereinander und gegenüber Frauen freundlich und hilfsbereit, wie auch die viele Frauen attraktivere Frauen und Lesben ablehnen/verachten, und auch keineswegs allen Männern wohlgesonnen sind.

Das Problem, was dahinter steckt, geht aber viel tiefer. Unser Verhalten gegenüber unseren Mitmenschen wird auch davon mitbestimmt,
wie wir unser Gegenüber instinktiv wahrnehmen:

Ist die Person ein möglicher Sexualpartner?
Ist sie eine sexuelle Konkurrenz für mich?
Bin ich für sie ein potentieller Sexualpartner?

Je nach dem, wie wir diese Fragen (unbewusst) beantworten, beeinflusst das auch unser Verhalten.

Deswegen haben Frauen mit Schwulen und TV/TS kein Problem. Der schwule Freund / die TV/TS stellt für sie keine Gefahr dar. Sie können mit ihm/ihr wie mit einer anderen Frau in einem Bett schlafen, ohne Angst haben zu müssen, dass er/sie über sie herfällt und womöglich unerwünschter Nachwuchs entsteht.
Etwas anders sieht es bei einer Lesbe aus. Da geht die Heterofrau schon mal deutlich auf Abstand, hat Angst, dass diese sie in unerwünschter Weise anfasst, wie mir mehrere Frauen unabhängig voneinander erzählten. Gemeinsam im Doppelbett schlafen geht dann gar nicht, Gemeinschaftsumkleide und -dusche bereiten zumindest große Probleme.

Für Männer sind Schwule und TV/TS in zweierlei Hinsicht eine "Bedrohung". Einerseits die Gefahr, dass er/sie über sie herfällt, und andererseits, dass sie durch deren Interesse an ihnen womöglich auch als schwul gelten, und somit für die Frauen als Sexualpartner nicht mehr attraktiv sind. Lesben werden allenfalls abgelehnt, weil sie sich irgendwie zu "männlich" verhalten, und so die eigene Männlichkeit vermeintlich lächerlich machen. Als Sexualpartner sind sie aber für den Mann als Eroberer wohl nicht gänzlich ausgeschlossen, denn nicht wenige Männer finden Sex zwischen zwei Frauen auch antörnend, sehen sie doch darin unbewusst paarungsbereite Weibchen.

Deswegen habe ich große Bedenken bei dem Erklärungsmodell "Misogynie". Es fällt auf, dass insbesondere grundlegende Aspekte des Paarungsverhaltens der Spezies Mensch (Umwerben des Weibchens durch das Männchen wie "besondere Höflichkeit, zuvorkommendes Benehmen, Nachsicht, Galanterie") als misyogynes Verhalten ausgelegt werden.

Es wird pauschalisiert und Männerhass konstruiert, Ängste und Ablehnung werden durch den Feminismus leider verstärkt.
So kann das mit einem gleichwertigen und friedfertigen Miteinander aller Menschen nichts werden.
Feminismus, der sich selbst verstärkt und so zum Selbstzweck verkommt, wird dieses Ziel nicht erreichen können.
Dazu müsste er sich vielmehr auch selbst bekämpfen.

Soweit meine Gedanken dazu.


Liebe Grüße
Michi
Raider heißt jetzt Twix. Sonst ändert sich nix.

Der moderne Mensch ist leicht zu lenken, aber nur schwer zu etwas zu bewegen.

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Atalanta
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Re: Warum zumeist die Männer??

Post 79 im Thema

Beitrag von Atalanta » So 16. Jul 2017, 15:53

Hi Michi
MichiWell hat geschrieben:
So 16. Jul 2017, 14:05
irgendwie habe ich den Eindruck, dass das Problem recht einseitig betrachtet, und die Schuld bei den Männern gesucht und verortet wird.
Sicher sehen es manche einseitig usw. Oder es tatsächlich nur ein Eindruck.
Ich habe es in meinem Post deshalb auch bewusst differenziert: im Gegenteil steht da klar, dass ich Misogynie nur als eines ,wenn auch das größte Problem sehe.

Schuld nur bei bei Männern zu suchen, halte ich für falsch: Gruppen-Schuld (z. B. bei "den" Männern) gibt es nicht. Schuld kann man m. E. nur individuell an etwas haben!
Was es gibt, sind Strukturen, Verhältnisse, die man verbessern, ändern könnte - mit unterschiedlichem Aufwand.
Aber so einfach ist es leider nicht, auch wenn in der heutigen bunten Zeit so gern schwarz-weiß gemalt wird.
Das finde ich auch furchtbar, und dem trete ich oft gegenüber.
Schwarz-Weiß-Denken ist keine Erscheinung der heutigen Zeit. Es dürfte zu belegen sein, seitdem es schriftliche Aufzeichnungen gibt.
Ich weiß auch, dass ich mich mit meinen Gedanken und Überlegungen nicht immer beliebt mache, weil ich den Feminismus nicht kritiklos beklatsche.
Nun weiß ich nicht, wieso da Feminismus speziell von Interesse ist.
Außerdem müsste man dann schon ziemlich genau spezifizieren, von welcher Strömung man spricht. Feminismus ist derart unterschiedlich ... und die heutigen, relevanten Strömungen sind eher inkludierend (Ausnahme einige Radikalfeministinnen, die aber regelmäßig von anderen Feministinnen Zunder bekommen).
Hier in Schweden bezeichnen sich auch viele Männer als Feministen und werden akzeptiert bzw. sind im Diskurs mit dabei.
Misogynie ist ein willkommenes Erklärungsmodell, welches die (vermeintlichen) Unterschiede zwischen Männern und Frauen plakativ darstellt, damit pauschale Vorurteile generiert, und zugleich die Differenzen verstärkt und betoniert.
Das habe ich nicht gemacht. Ich wende auch keine plakativen Erklärungsmodelle an und schon gar nicht welche, die all das tun, was Du angibst.
Nochmals: Ich habe nur einen Faktor genannt, den ich allerdings für ganz überwiegend halte.

Hätte Weiblichkeit einen gleichrangigen (oder - was ich nicht wollte - höheren) sozialen Status, dann dürften die meisten Probleme von Transpersonen verschwinden (und viele andere gesellschaftliche Probleme, die mit Ungleichheit zu tun haben auch).
Es wurde geschrieben, dass Frauen toleranter und solidarischer seien, und Männer homophob. - Aber ist das wirklich so? Ich möchte das stark bezweifeln.
Ich bezweifele das auch. Wenn man "[die] Frauen" und "[die] Männer" schreibt, also von allen in der jeweiligen Gruppe spricht, ist das praktisch immer falsch.
Allerdings sind viele Frauen (nicht alle) sehr solidarisch, weil sie selbst sozusagen aus der unterliegenden Position herauskommen.
Auf der anderen Seite gibt es auch die, die auf Minoritäten herumtrampeln (und wiederum auch Mitglieder von Minoritäten, die auf anderen Minoritäten herumtrampeln): Das wertet den eigenen geringen Status und Selbstwert ein wenig auf.
Wer kennt das nicht:
Frauen sind "nett" zu weniger attraktiven Frauen.
Das halte ich für falsch: mobbing des "häßlichen Entleins" ist ein bekanntes Phänomen, Zickenkriege gegen attraktivere Frauen, und was es nicht alles gibt.
Frauen haben keine Problem mit schwulen Männern.
Nein, nicht alle Frauen.
Männer lehnen schwächere Männer ab.
Nein, nicht alle Männer.
Männer verachten Schwule und Lesben.
Nein, nicht alle Männer.
Das Problem, was dahinter steckt, geht aber viel tiefer. Unser Verhalten gegenüber unseren Mitmenschen wird auch davon mitbestimmt,
wie wir unser Gegenüber instinktiv wahrnehmen:

Ist die Person ein möglicher Sexualpartner?
Ist sie eine sexuelle Konkurrenz für mich?
Bin ich für sie ein potentieller Sexualpartner?
Nicht alle sind auf Sex fixiert, denken unbewusst an Sexualpartner etc., und es gibt auch asexuelle Menschen.
Also, Schwarz-Weiß-Denken gibt es dabei auch nicht.
Deswegen haben Frauen mit Schwulen und TV/TS kein Problem.
Nein, nicht alle Frauen. Viele haben große Probleme damit. Es reicht, durch die Stadt zu laufen und kein perfektes Passing zu haben, um das im Groben festzustellen.
Der schwule Freund / die TV/TS stellt für sie keine Gefahr dar. Sie können mit ihm/ihr wie mit einer anderen Frau in einem Bett schlafen, ohne Angst haben zu müssen, dass er/sie über sie herfällt und womöglich unerwünschter Nachwuchs entsteht.
Auch das ein Pauschalbild, das der Homo- und Transphobie, die es auch unter Frauen gibt (s. oben), nicht Rechnung trägt.
Etwas anders sieht es bei einer Lesbe aus. Da geht die Heterofrau schon mal deutlich auf Abstand, hat Angst, dass diese sie in unerwünschter Weise anfasst, wie mir mehrere Frauen unabhängig voneinander erzählten.
Die gibt es vielleicht vereinzelt. Un dann gibt es wiederum zahlreiche oder zahllose Heterofrauen, die keine Probleme mit lesbischen Frauen haben. Also auch da gibt es keine einheitlichen Reaktionen.
Gemeinsam im Doppelbett schlafen geht dann gar nicht,
Das kommt ja nun nur selten mal vor. Selten genug, dass das ein in der Praxis irrelevantes Problem ist.
Gemeinschaftsumkleide und -dusche bereiten zumindest große Probleme.
Nochmals, die Heterofrauen, die ich kenne, haben keine Probleme mit lesbischen Frauen. Abgesehen davon, ist z. B. die gemeinschaftsumkleide in Schwimmbädern nicht bekannt dafür, dass irgendwelche lesbischen Frauen, den verstand beiseite würfen und sich über andere Frauen hermachen (ebensowenig, wie Schwule in Herrenumkleiden).

Und umgekehrt: Viele Heteromänner nicht zu vergessen:
Da gibt es auch sehr häufig auf Lesben los. Ich habe lesbische Frauen als Freundinnen - was die erzählen... die fürchten sich nicht vor der Reaktion anderer Frauen, sondern von der Ablehnung und dem Hass, der von einem kleinen Teil von Männern ausgeht.
Für Männer
für viele nicht
sind Schwule und TV/TS in zweierlei Hinsicht eine "Bedrohung". Einerseits die Gefahr, dass er/sie über sie herfällt,
Ist doch wie oben schon verdeutlicht reichlich blödsinnig von denen:
Fällt denn jeder Hetero-Mann steinzeitmäßig über jede (vermeintliche Hetero)-Frau her und umgekehrt? Ebensowenig fallen Schwule über jeden MAnn her oder Lesben über andere Frauen usw.

Es ist die Furcht, als nicht männlich genug wahrgenommen zu werden. Schwule werden ja auch gerne als "Tunten" bezeichnet, z. T. befördert durch das Auftreten so mancher Drag Queen, was dann wiederum auch auf die Wahrnehmung von Transpersonen abfärben kann. Das, was ich in meinem vorigen Beitrag schrieb.
Wäre es OK, nicht männlich genug zu sein, dann wären die merkwürdigen Ängste ja unbegründet.
und andererseits, dass sie durch deren Interesse an ihnen womöglich auch als schwul gelten,
Auch das ist die als unzureichend angesehene Männlichkeit.

Lesben werden allenfalls abgelehnt, weil sie sich irgendwie zu "männlich" verhalten,
Sicher, das ist ein furchtbares Klischeebild, das nur noch bei Vorgestrigen beheimatet ist. Selbst unter den seit langem bekannten lesbischen Frauen in Deutschland sind eine Reihe von femininen Erscheinungen (z. B. Maren Kroymann oder Anne Will).
und so die eigene Männlichkeit vermeintlich lächerlich machen. Als Sexualpartner sind sie aber für den Mann als Eroberer wohl nicht gänzlich ausgeschlossen, denn nicht wenige Männer finden Sex zwischen zwei Frauen auch antörnend, sehen sie doch darin unbewusst paarungsbereite Weibchen.
Es gibt sicher solche Männer, aber in zwei Frauen "paarungsbereite Weibchen" zu sehen, ist schon ziemlich misogyn.
Deswegen habe ich große Bedenken bei dem Erklärungsmodell "Misogynie". Es fällt auf, dass insbesondere grundlegende Aspekte des Paarungsverhaltens der Spezies Mensch (Umwerben des Weibchens durch das Männchen wie "besondere Höflichkeit, zuvorkommendes Benehmen, Nachsicht, Galanterie") als misyogynes Verhalten ausgelegt werden.
Das als misogynistisch zu sehen ist m. E. a) falsch und hat b) mit Feminismus nichts zu tun.
Meiner Kenntnis zufolge, verhalten sich die meisten Partner in der "Balz" besonders höflich, sind zuvorkommend, üben Nachsicht und sind galant (auch Frauen), und zwar unabhängig vom Geschlecht
Es wird pauschalisiert und Männerhass konstruiert, Ängste und Ablehnung werden durch den Feminismus leider verstärkt.
Das ist alles nicht in dieser Diskussion geschehen.
Und nochmals: Welchen Feminismus meinst Du genau? Den alten Radikalfeminismus, der praktisch ausgespielt hat? Die feministischen Strömungen, die ich beobachte und in denen ich mich z. T. wieder finde, hassen keine Männer, konstruieren auch solchen Hass nicht.

MichiWell
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Re: Warum zumeist die Männer??

Post 80 im Thema

Beitrag von MichiWell » So 16. Jul 2017, 19:16

Hallo Atalanta,

nur ganz kurz:
Was ich schrieb, war nicht irgendwie gegen dich oder deine Ansichten gerichtet. Anhand deiner Reaktion habe das Gefühl, du siehst dich von mir irgendwie angegriffen. Das war nicht meine Absicht. Ich habe nur versucht, meine Beobachtungen und Gedanken zusammenzufassen. Der Begriff Misogynie in deinem Beitrag diente mir lediglich als Anstoß zum Schreiben.

Mit den ganzen Relativierungen hast du natürlich Recht. Mir ist schon klar, das grundsätzlich niemals alle so sind, und ich hatte auch versucht, dies zu berücksichtigen. Aber irgendwie kann man das alles kaum so formulieren, dass nicht doch jemand meint, ich würde pauschalisieren. Am besten werde ich nächstes Mal noch einen Disclaimer dazu schreiben, dass in meinen Aussagen niemals "alle" gemeint st.

Hat der "alte" Radikalfeminismus wirklich ausgespielt? - Nun, wenn man das Verbrennen von BHs als Kennzeichen für diesen sieht, kombiniert mit der Tatsache, dass heute eben keine mehr verbrannt werden, dann ja. Meiner Meinung nach gibt es auch heute noch genau so radikale Strömungen im Feminismus wie früher.

Zur Frage der misogynen "Bewertung" des männlichen Balzverhaltens:
„Frauenfeindlichkeit ist (...) nicht so unkompliziert aufzufassen wie etwa Fremdenfeindlichkeit, Kinderfeindlichkeit, Autofeindlichkeit usw. Denn es geht im vorliegenden Falle nicht einfach um den mehr oder weniger ausgeprägten Grad der Ablehnung des Einstellungsobjektes, also 'der Frau'. Es geht nicht um Weiberhass. Einstellungsobjekt im engeren Sinne ist vielmehr die vollständige Gleichstellung und Gleichbehandlung der Frau im sozialen Leben. (...) Darüber hinaus lässt (...) erkennen, dass Frauen die vollständige Gleichstellung oft dadurch vorenthalten wird, dass man ihnen gegenüber gewisse, sozial eher positiv bewertete Haltungen zum Ausdruck bringt: besondere Höflichkeit, zuvorkommendes Benehmen, Nachsicht, Galanterie usw. (...) Eine solche differenzierte Betrachtung der Einstellung zur Frau, zur Gleichberechtigung, zur Emanzipation erscheint auch deshalb sinnvoll, weil sich misogyne Einstellungen auch dort antreffen lassen, wo man dies auf den ersten Blick am wenigsten erwartet: bei den Betroffenen, also den Frauen selbst. In diesem Falle ergibt sich das bekannte Bild, dass Individuen, die in einem ganz bestimmten gesellschaftlichen System aufgewachsen, 'sozialisiert' worden sind, zur Übernahme von Einstellungen neigen, die man ihnen selbst entgegenbringt.“
Quelle: Schmidt, Hans-Dieter; Schmerl, Christiane; Krameyer, Astrid; Wagner, Angelika; Steinbach, Dieter; Schmidt-Mummendey, Amélie: Frauenfeindlichkeit: Sozialpsychologische Aspekte der Misogynie. München: Juventa, S. 16ff. ISBN 978-3-7799-0518-9

Müsste man dann nicht umgekehrt das weibliche Balzverhalten als misandrisch bezeichnen?
Statt desssen zeichnet man immer wieder ein klar einseitiges Täter-Opfer-Bild, welches so nicht existiert.


Liebe Grüße
Michi
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Re: Warum zumeist die Männer??

Post 81 im Thema

Beitrag von Manu.66 » Mo 18. Dez 2017, 14:43

Hi Mädels!

Aus aktuellem Anlass:

Gestern Nachmittag bei uns auf dem Vereinsgelände. Bei strahlendem Sonnenschein wollte ich mal wieder eine Trainingseinheit absolvieren, damit die morschen Knochen nicht total einrosten.

Auf dem Weg zu meinem Bootsschuppen sah ein Pärchen an unserem Bootssteg, das gerade im Begriff war, aus seinem Boot auszusteigen. Natürlich mein Gruß in Richtung Steg: "Hallo!" Und unvermittelt kam es zurück: "Hallo, Gerhard!" Da erkannte ich auch, wer das war. Ein alter Bekannter vom Modellbauverein, der auch Mitglied unseres Wassersportvereins ist und grob gerechnet zwei- bis dreimal auch pro Jahr auf dem Wasser anzutreffen ist. Unsensibel und ignorant - so wie es sich für einen bekennenden AFD Wähler gehört. Ich wollte erst zurückrufen, dass es den "Gerhard" schon seit langem nicht mehr gibt, habe es dann aber gelassen. Manche Menschen sind halt unbelehrbar.

Aber das war noch nicht der Höhepunkt der nachmittaglichen Ereignisse!

Ich hatte mich umgezogen und wollte gerade mein Boot zu Wasser lassen, als ich einen Mann traf, mit dem ich jahrelang intensiv fast täglich zusammen auf unserem Modellflugplatz war. Es ist der Bruder des vorgenannten AFD-Wählers, mit ihm allerdings nicht nur deshalb auf ewig verkracht.

"Oh, prima", rufe ich ihm zu, "dann können wir ja zusammen paddeln!" Als Reaktion ein kurzes "Hallo!" Ich drehe mich und bücke mich, um mein Boot zu wassern. Als ich hochblicke ist mein Mitpaddler verschwunden. Nur sein Boot liegt noch am Steg. Ich setze mich in mein Boot und warte. Vielleicht will er ja noch ein anderes Paddel holen oder hat seine Handschuhe vergessen. Ich blicke auf die Uhr und vereinbare mit mir, ca. 10 Minuten am Steg zu warten. Ich warte also, doch nichts tut sich.

Schließlich fahre ich los, denn so ohne was zu tun wird es doch ziemlich kalt auf dem Wasser. Ich fahre meine 18 km und sehe bei der Rückkehr ans Bootshaus, dass er gerade sein Boot in den Schuppen gebracht hat. Aha, er ist dann also in die andere Richtung gefahren um zu vermeiden, auf mich zu treffen.

Lächerlich!

Das sind zwei Beispiele für Männer, die so absolut überhaupt nichts mit mir zu tun haben wollen, seitdem ich Frau bin. Und daran wird sich wohl auch nichts ändern.

Wie hat meine Mutter - allerdings in etwas anderem Zusammenhang - früher öfter gesagt: "Lass sie zischen, gibt´s nen Frischen!"

Liebe Grüße und frohe Weihnachten Euch allen (nico)

Manuela
Mein Lebensmotto: "Ich kann, weil ich will, was ich muss." (Kant)

Michelle_Engelhardt
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Re: Warum zumeist die Männer??

Post 82 im Thema

Beitrag von Michelle_Engelhardt » Di 19. Dez 2017, 08:23

Manu.66 hat geschrieben:
Mo 18. Dez 2017, 14:43
...Auf dem Weg zu meinem Bootsschuppen sah ein Pärchen an unserem Bootssteg, das gerade im Begriff war, aus seinem Boot auszusteigen. Natürlich mein Gruß in Richtung Steg: "Hallo!" Und unvermittelt kam es zurück: "Hallo, Gerhard!" Da erkannte ich auch, wer das war. Ein alter Bekannter vom Modellbauverein, der auch Mitglied unseres Wassersportvereins ist und grob gerechnet zwei- bis dreimal auch pro Jahr auf dem Wasser anzutreffen ist. Unsensibel und ignorant - so wie es sich für einen bekennenden AFD Wähler gehört......

Oh Mann.....wenn ich im Telefonbuch unter "Arschloch" gucke, steht da sicher seine Nummer. Die Dummen und ewig Gestrigen werden wohl nie aussterben und das die Knalltüte AfD wählt, überrascht dann auch nicht mehr sonderlich. Manu, ich bin froh, dass Du augenscheinlich eine starke Frau bist und Dich von solchen Vorfällen nicht runterziehen lässt (moin)

Liebe Grüße
Michelle
We all stay skinny as we just won´t eat^^

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Re: Warum zumeist die Männer??

Post 83 im Thema

Beitrag von ChristinaF » Di 19. Dez 2017, 13:50

Tja, Manu, solche Leutchen gibts halt schon immer und wirds auch immer geben. Ich denke, dass es für die meisten des anderen Geschlechts nichts schlimmeres gibt, als unsereins, die ein Leben als Frau führen wollen. Und so verstecken sie sich halt in Feigheit, Unverständnis oder was auch immer.
Lg
Christina

Manu.66
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Re: Warum zumeist die Männer??

Post 84 im Thema

Beitrag von Manu.66 » Di 19. Dez 2017, 14:17

Hi Michelle - hi Mädels!

Ein toller Kommentar, das mit dem Telefonbuch!

Ein wissender Kollege hat früher mal gesagt: Mit zunehmendem Alter erhöht sich zwangsläufig Tag für Tag die Anzahl derjenigen, die mich am A... lecken können!

Wie Recht er doch hat!

Liebe Grüße und ein frohes Weihnachtsfest (nico)

Manuela
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Re: Warum zumeist die Männer??

Post 85 im Thema

Beitrag von colibri » Di 9. Jan 2018, 11:44

Manu.66 hat geschrieben:
Mi 26. Apr 2017, 16:45
Hi Mädels!

Am 01. Mai hat der Vorsitzende von unserem Modellfliegerverein zu einem Maifliegen auf unseren Flugplatz eingeladen. Selbstredend fliegen dort nur die Männer - die Frauen sind fürs Kaffeekochen, Abwaschen, Kuchen backen usw. zuständig. Nicht mal die bei einer Außenlandung (besseres Wort für Absturz) zurückzuholenden Flugzeuge dürfen von Frauen getragen werden! Also ganz klare Rollenverteilung!

Ich überlege, ob ich auch mal wieder fliegen gehe. Dann treibt sich unter diesem testosterongesteuerten Männervolk eine Frau rum und betritt das Heiligtum der Männer - den Rasen, der nur für Piloten (männliche Form, wohlgemerkt!) zugelassen ist und betreten werden darf! --- Ich höre sie jetzt schon tuscheln und es würde mir einen unheimlichen Spass bereiten!

Liebe Grüße
Manuela
Hallo Manu.66,
ich finde es cool, wenn Du das durchziehst. Es gehört einiges dazu, sich bei dieser fixen Rollenverteilung als Frau auf den Platz zu stellen und mit zu mischen. DAS ist Stärke und damit zeigst Du, dass Du als Frau die "Eier in der Hose" hast, während manche Männer vor Schreck eine "Außenlandung" machen :lol:
Viele Grüße,
colibri

colibri
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Re: Warum zumeist die Männer??

Post 86 im Thema

Beitrag von colibri » Di 9. Jan 2018, 12:03

Hallo zusammen,

ich war lange nicht mehr hier drin. Es ist viel geschrieben worden und evtl. wiederhole ich, was schon gesagt wurde. Ich sehe auch die klassische Rolle der Männer, die das starke Geschlecht darstellen. Allerdings ist diese Rolle so festgenagelt, dass die Männer Dinge, die anders verlaufen, leicht aus dem Konzept bringen. Auch nach meiner Erfahrung reagieren Männer mit Abgrenzung und den Kommentar "schwul". Mit dem Begriff "schwul" ist da eher nicht "homosexuell" gemeint, sondern alles, was irgendwie anders ist als man kennt und nicht ins eigene Weltbild passt, ist einfach "schwul" und wird abgelehnt. Dabei zeigt sich, dass das ach so starke Geschlecht eigentlich das schwache ist, sonst würden sie einfach darüber stehen. Aber sie fühlen sich in der Ehre angegriffen und sind gleich verunsichert.

Meine Erfahrung mit Frauen: was früher nie passiert ist, gibt es heute: Manche lachen auch drüber, aber wenig. Ich bin immer wieder mal von Frauen auf mein Outfit angesprochen worden, und zwar in positiver Weise. Die einen sahen in mir Tänzer, andere meinten ich wäre Model und zweimal wurde ich gefragt, ob ich Modedesigner wäre. Manchmal gab es einfach ein Kompliment. Die Frauen haben kein Problem mit mir und scheinen eher den Mut zu sehen, den man braucht, um die ausgetretenen Wege zu verlassen.
Damit ein Kompliment an die Frauen: IHR seid die starken!
L.G. colibri

ExuserIn-2018-09-04
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Re: Warum zumeist die Männer??

Post 87 im Thema

Beitrag von ExuserIn-2018-09-04 » Di 9. Jan 2018, 14:37

Manu.66 hat geschrieben:
Mo 18. Dez 2017, 14:43
Unsensibel und ignorant - so wie es sich für einen bekennenden AFD Wähler gehört.
Also das letzte mal wo Menschen in Deutschland wegen ihrer politischen Gesinnung pauschalisiert und diskriminiert wurden war schon ne Weile her... oder wiederholt sich das jetzt?

#FreieDemokratie #Bunt

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Re: Warum zumeist die Männer??

Post 88 im Thema

Beitrag von jokome13 » Di 9. Jan 2018, 16:09

Hallo colibri,

ich sehe es genau so wie Du. Kleide mich auch jeden Tag grenzwertig androgyn und habe die gleichen Erfahrungen gemacht.
Unter anderem z.B. auch mit Full-Cover-Nagellack. Frauen sind neugierig, wohlwollend, interessiert eingestellt.

LG, jokome13
colibri hat geschrieben:
Di 9. Jan 2018, 12:03
Hallo zusammen,

ich war lange nicht mehr hier drin. Es ist viel geschrieben worden und evtl. wiederhole ich, was schon gesagt wurde. Ich sehe auch die klassische Rolle der Männer, die das starke Geschlecht darstellen. Allerdings ist diese Rolle so festgenagelt, dass die Männer Dinge, die anders verlaufen, leicht aus dem Konzept bringen. Auch nach meiner Erfahrung reagieren Männer mit Abgrenzung und den Kommentar "schwul". Mit dem Begriff "schwul" ist da eher nicht "homosexuell" gemeint, sondern alles, was irgendwie anders ist als man kennt und nicht ins eigene Weltbild passt, ist einfach "schwul" und wird abgelehnt. Dabei zeigt sich, dass das ach so starke Geschlecht eigentlich das schwache ist, sonst würden sie einfach darüber stehen. Aber sie fühlen sich in der Ehre angegriffen und sind gleich verunsichert.

Meine Erfahrung mit Frauen: was früher nie passiert ist, gibt es heute: Manche lachen auch drüber, aber wenig. Ich bin immer wieder mal von Frauen auf mein Outfit angesprochen worden, und zwar in positiver Weise. Die einen sahen in mir Tänzer, andere meinten ich wäre Model und zweimal wurde ich gefragt, ob ich Modedesigner wäre. Manchmal gab es einfach ein Kompliment. Die Frauen haben kein Problem mit mir und scheinen eher den Mut zu sehen, den man braucht, um die ausgetretenen Wege zu verlassen.
Damit ein Kompliment an die Frauen: IHR seid die starken!
L.G. colibri

Lina
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Re: Warum zumeist die Männer??

Post 89 im Thema

Beitrag von Lina » Di 9. Jan 2018, 16:11

Delfinium hat geschrieben:
Di 9. Jan 2018, 14:37
Manu.66 hat geschrieben:
Mo 18. Dez 2017, 14:43
Unsensibel und ignorant - so wie es sich für einen bekennenden AFD Wähler gehört.
Also das letzte mal wo Menschen in Deutschland wegen ihrer politischen Gesinnung pauschalisiert und diskriminiert wurden war schon ne Weile her... oder wiederholt sich das jetzt?

#FreieDemokratie #Bunt
Vermutlich nicht, aber pauschalisiere ich jemand wegen seiner religiösen oder politischen Gesinnung, wenn ich davon ausgehe, dass ein KKK-Mitgiied rassist ist, oder dass ein Nazi die Demokratie zerstören will? Und wird jemand durch diese Annahme diskriminiert? Es ist einfach unakzeptabel, dass man gleich als pauschalisierend oder diskriminierend dargestellt wird, wenn man eine bestimmte Personengruppe für ihre Handlungen und Äußerungen für verantwortlich hält.

OK, ich würde auch nicht annehmen, dass alle AfDer unsensibel und ignorant seien. Nur rein persönlich habe ich nichts anderes erlebt und es scheint mir ehrlich gesagt auch, dass unsensible und ignorante Menschen durchaus zur Zielgruppe der Parteipolitik gehören. Die Führer dieser politischen Linie können natürlich nicht so ignorant sein - es gehört schon Intelligenz dazu, die Ignoranz anderer zu Nutzen zu machen.

Manu.66
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Re: Warum zumeist die Männer??

Post 90 im Thema

Beitrag von Manu.66 » Di 9. Jan 2018, 16:21

Delfinium hat geschrieben:
Di 9. Jan 2018, 14:37
Manu.66 hat geschrieben:
Mo 18. Dez 2017, 14:43
Unsensibel und ignorant - so wie es sich für einen bekennenden AFD Wähler gehört.
Also das letzte mal wo Menschen in Deutschland wegen ihrer politischen Gesinnung pauschalisiert und diskriminiert wurden war schon ne Weile her... oder wiederholt sich das jetzt?

#FreieDemokratie #Bunt
Hi Delfinium - hi Mädels!

Ich diskriminiere AFD Wähler nicht - ich diskreditiere sie!

Gottlob sind es in der Mehrzahl Männer, die dieser "Partei" ihre Stimme gegeben haben. Auch hier bestätigt sich der wahrscheinlich höhere, zumindest differenziertere Intelligenzgrad des weiblichen Geschlechts. Diese "Partei", in Person von Herrn Gauland, ist zutiefst homophob und gegen alles, was nicht ihrer nationalideologischen Gesinnung entspricht. (vgl. das aberwitzige Parteiprogramm)

Liebe Grüße
Manuela

bekennende Anti-AFDlerin!
Mein Lebensmotto: "Ich kann, weil ich will, was ich muss." (Kant)

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