cora hat geschrieben: Fr 24. Nov 2017, 09:01ich finde die Übersetzung von Disorder.... als Störung nicht gut. Hingegen Nicht-Ordnung beschreibt es besser... oder Nicht-Einordenbar.
Ah, da gibt es ganz wunderbare Wörter! Die werden bloss im Fachjargon selten benutzt und im Alltag oft unterschätzt, weil man selten mal drüber nachdenkt, was sie wörtlich bedeuten.
Von wegen Ordnung:
Außer-ordentlich zum Beispiel oder
un-gewöhnlich.
Be-acht-lich und auf jeden Fall
eigen-willig und
eigen-artig.
Schön finde ich auch
merk-würdig und ganz toll ist
bemerkens-wert
Ich weiss, dass einige Menschen lieber in der Menge unsichtbar sein möchten. Für mich sind aber
bemerkens-werte Menschen viel interessanter.
cora hat geschrieben: Fr 24. Nov 2017, 09:01PS: ich bin auch nicht gewillt alle meine Texte Gendergerecht zu verunstalten...
Ich probiere das jetzt immer mehr, so als sprachliche Fingerübung, versuche aber die auffälligen "*", "I" oder "_" zu vermeiden. Sehr spannend derzeit im Job, wo ich aktuell Lastenhefte (IT) schreibe. Statt "Anwender" oder "Anwender/innen" oder sowas, kann ich auch "Anwendende" schreiben.
Bei Begrüßungen oder Ansprachen geht statt "Sehr geehrte Damen und Herren" auch "Sehr geehrte Gäste". Da gibt die deutsche Sprache jetzt schon viel her. Je mehr ich es übe, umso mehr scheint es einfach eine lernbare Gewöhnung zu sein.
Das Problem der neutralen Anrede statt "Herr"/"Frau" beispielsweise im Wartezimmer habe ich aber auch noch nicht gelöst. Hilfsweise geht der (volle) Name.
Gestern hab ich zufällig bemerkt, dass Amazon in den Profilen wohl ganz ohne Gendermerkmal auskommt. Es ist einfach nicht vorhanden

Und siehe da, es funktoniert, inklusive Anschreiben.