Die Quelle liegt in Michelle's Thread "Weg mit den doofen Kilos".
Ich hatte mich an dem Thread immer nur sporadisch beteiligt und keine strenge Motivation geäußert. Zumindest nicht in dem Maß der regelmäßig aktiv schreibenden Mädels (Jungs in diesem Sinne waren ja keine dabei).
So hatte ich im stillen meine ganz andere Erfahrung gemacht. Ich wollte meiner Figur etwas weniger Fülle bieten. Sprich abnehmen und mein Traumgewicht erreichen. Und ich mache auch kein Geheimnis draus das ich mich am liebsten gertenschlank und eher zu dünn als zu weiblich sehe. Nur das Problem war, ich wusste das ich eh schon sehr verhalten bin in Sachen Zuckerkonsum und Mengen an Mahlzeiten. Zwar aß ich immer gerne und auch viel, vor allem herzhaftes, konnte aber keinen kausalen Zusammenhang in Nahrungsaufnahme und statischen Gewicht feststellen. Zu Beginn wog ich knapp 80 Kilo.
Mein bis dahin gewöhnlicher Rythmus war: Essen, essen und essen. Früh morgens und Abends, vorallem aber immer genug, meines Hungergefühles nach. Hunger und Lust zu Essen war immer da. Also, aß ich.
Meinen 80 Kilo waren das relativ egal, sie standen wie eine eins.
So versuchte ich die Probe aufs Exemple. Ich stellte um auf Rohkost. Morgens, Mittags und Abends. Nur Karotten, Kohlrabi und ein wenig schwarzwälder Schinken um die Vitamine durch das Fett spalten zu können. Jeden Tag noch einen Apfel, denn : A Apple a Day - Keeps the Doctor away.
Natürlich variierte ich mit den Gemüsesorten und gönnte trotz allem auch mal abends ein leckere Pizza.
Ich wog und wog. Es passierte aber nichts. Erst als ich beschloss die Menge an aufgenommener Nahrung drastisch zu reduzieren, konnte ich Bewegung in die Sache bringen. Ich begann es alles mit einem Klistir. Einem sogenannten hohem. Das Resultat: Die ersten drei Tage weder Appetit noch Hunger. Natürlich aß ich trotzdem, ich wollte ja nicht anfangen eine Heilfastenkur durch zu starten. Aber ich bemerkte wie wenig an Nahrung ich am Tag wirklich brauche um meinen Kalorienbedarf zu decken. Die Waage war ja Zeugnis. Ich aß ab diesem Zeitpunkt nur noch Abends, gegen 18.00h. Ich hatte tagsüber zwar Bewegungen in meinem Bauch gefühlt, hatte aber nicht das Gefühl durchzudrehen und Amok zu laufen für ne "Flasche Pommes Frites". Klar, der Wunsch war schon da. Ich würde Lügen wenn ich sagte es wäre ohne Verzicht. Nunja.
Und nach ein paar Monaten war ich an meinem Wunschgewicht dran. Und bisher bleibe ich dabei auch.
Die neue Erfahrung, welche ich dabei gemacht habe, ich fühle mich kraftvoll, mental so stabil wie lange nicht und so leicht und beschwungen. Energie satt.
Meine aktuelle Einnahme ist: Morgens zwei Milchkaffee mit jeweils nem halben Teelöffel Zucker. Abends dann etwas aus der durchschnittlichen Oma's Küche. Aber eben nur ne kleine Portion und keinen gehäuften Teller.
Und nun zum Eklat: War ich eine Verdauungsmaschine? Nahrungsmittel aufgenommen um mich durch die notwendige Verdauung in ein niedriges Energielevel zu begeben? Verdauen der Zungesfreuden Willen?
Ich fühle mit meiner Ernährungsumstellung soviel mehr Energie, einen wohlig fühlenden Bauch und eine innere Zufriedenheit. Das große Blutbild der letzten Woche zeigt gesunde Werte.
Nun die Frage: Wie ist es bei Euch? Was durftet Ihr an positiven Erfahrungen machen in Bezug auf Ernährung?
Ich frage nur deshalb, da die Menschen ja so unterschiedlich sein können und verschiedene Erfahrungen auch Wegweiser sind für ambitionierte Lösungssuchende.