Körper gegen Gefühl
Körper gegen Gefühl - # 6

Mina
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Re: Körper gegen Gefühl

Post 76 im Thema

Beitrag von Mina »

uta hat geschrieben: Do 9. Nov 2017, 16:18 das warum ist es so ? Ist völlig belanglos, es bringt gar nichts danach zu suchen.
Einzig und allein wichtig ist ,wie kommt man damit klar. Wenn man als Mensch mit Körperdiskrepanz auf die Welt kommt? Ohne Internet nicht weiß was mit einem los ist ,warum der Körper zum eigenen Geschlechtswissen nicht passt , versteckt man sich passt sich an.
Das funktioniert viele Jahre ganz gut ,die Psyche ist in der Lage Not und Krisensituationen gut zu unterdrücken bzw. auszublenden. Beispiel Natascha Kampusch ohne solch eine Ausblendung kann man so etwas nicht überleben.
Mein Thera hat mal auf meine Frage , warum ich das so lange ausgehalten habe gesagt, wenn sie mit dem ständigen Bewusstsein des Körpers der nicht passt , hätten leben müssen wären sie verrückt geworden. So hat die Psyche das ausgeblendet, trotzdem war es immer da, immer wieder wurde es mir bewusst das etwas nicht stimmt.

Der Körper den man hat zwingt einen so zu leben wie es die Gesellschaft erwartet. Aus diesem Dilema auszubrechen ist das Schwerste.
Es kommt bei vielen der Tag, an dem das Verdrängen nicht mehr funktioniert , an dem man verzweifelt nicht mehr weiter weiß.
Es gab mal ein Interview im Fernsehen mit einem Psychologen er sagte, wenn ein Mensch ein Problem mit seinem Geschlechtskörper hat, kommt er eines Tages zu mir egal wie lange er das verdrängen kann. Am Ende sitzen sie mit 70 bei mir, aber sie kommen alle!

Es kommen viele Dinge zusammen die einen Menschen verwirren. Verdrängung, Erwartungshaltung der Umwelt, Sexualität. Einzig und allein die Körperdisrepanz ist die Triebkraft für Veränderungen. Bin ich eine Frau mit männlichen Körpermerkmalen oder ein Mann mit weiblichen Merkmalen. Was ich bin ist aber in meinem Kopf und nur ich weiß das niemand sonst, deshalb ist die ganze Begutachtung lächerlich.
Das Leiden zu lindern treibt uns an sonst nix. Kein Mensch sucht sich das aus oder hat eine Wahl. Wenn Männer 5 -6 Operationen oder wir Frauen 2 -3 Op machen ist das kein Spass.

Viele draußen werfen mir vor ,du hast dir das doch ausgesucht bist doch selbst Schuld ! Wenn ich mir etwas aussuchen könnte, möchte ich eine ganz normale Frau sein , Kinder bekommen können und ein normales Leben führen, ohne Operationen ohne Begutachterei und Demütigungen immer wieder. Ein Leben ohne diese ganze Transitionssche....
Ja, das ist die Wahrheit. Danke Uta.

So unterschrieben.
Ziel: Human being -> Ist Dein Ziel erreicht, war es zu niedrig angesetzt -> Der Weg ist das Ziel!
Conny-Andrea
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Re: Körper gegen Gefühl

Post 77 im Thema

Beitrag von Conny-Andrea »

Hallo Uta,
uta hat geschrieben: Do 9. Nov 2017, 16:18 Wenn man als Mensch mit Körperdiskrepanz auf die Welt kommt? Ohne Internet nicht weiß was mit einem los ist ,warum der Körper zum eigenen Geschlechtswissen nicht passt , versteckt man sich passt sich an.
Das funktioniert viele Jahre ganz gut ,die Psyche ist in der Lage Not und Krisensituationen gut zu unterdrücken bzw. auszublenden.
ich denke, so ähnlich war es bei mir. In den vielen Jahren in denen ich meine Neigung CD heimlich ausleben musste, fiel es mir leicht in der allermeisten Zeit ohne Probleme darauf zu verzichten.

Seitdem ich mich bei meiner Frau geoutet habe, ist alles leichter, einfacher und schneller geworden. Jetzt muss nicht mehr soviel ausgeblendet werden. Aber das macht mir auch Angst. Siehe meinen Thread "Die Spirale dreht sich schneller".

viewtopic.php?f=16&t=14853

uta hat geschrieben: Do 9. Nov 2017, 16:18 Viele draußen werfen mir vor ,du hast dir das doch ausgesucht bist doch selbst Schuld ! Wenn ich mir etwas aussuchen könnte, möchte ich eine ganz normale Frau sein , Kinder bekommen können und ein normales Leben führen, ohne Operationen ohne Begutachterei und Demütigungen immer wieder. Ein Leben ohne diese ganze Transitionssche....
Ich stimme dir voll zu. Mein Wunsch wäre es ein Mensch mit dem Aussehen eines Mannes, dem inneren Gefühl eines Mannes und mit Zufriedenheit als ganz "normaler" Mann glücklich zu leben. So wie es eigentlich hätte sein sollen.

Aber der Wunsch wird wohl unerfüllt bleiben. Ich werde weiterhin versuchen mit CD dem Glück ein Stück weit hinterherzulaufen.

Liebe Grüße von Conny-Andrea
Zuletzt geändert von Conny-Andrea am Fr 10. Nov 2017, 07:04, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Körper gegen Gefühl

Post 78 im Thema

Beitrag von ExUserIn-2026-04-08 »

Mir sind einige Anmerkungen viel zu verallgemeinernd und für mich in dieser Verallgemeinerung auch falsch. Wenn ich lese:
das warum ist es so ? Ist völlig belanglos, es bringt gar nichts danach zu suchen.
Einzig und allein wichtig ist ,wie kommt man damit klar.
habe ich ein heftiges Problem damit. Wenn man das für sich so sieht ist das ja in Ordnung. Für mich kann ich ganz klar sagen, dass genau diese Auseinandersetzung mit meinem Thema mir massiv hilft, damit klar zu kommen. Das ist für mich ein beschwerlicher Weg, aber ich möchte nicht den Kopf in den Sand stecken und Dinge akzeptieren, die ich für mich nicht hinterleuchtet habe. Und ich habe den Eindruck, dass es viele gibt, die darüber nachdenken und nachforschen möchten. Wenn das noch mit Kommentaren wie
Ja, das ist die Wahrheit.


kommentiert wird, hat das für mich einen demagogischen Charakter. Ich kann sehr gut akzeptieren, dass es Menschen gibt, die das so sehen und für die es leichter ist, es hinzunehmen wie es ist. Und vielleicht haben sie für sich sogar Recht damit. Aber mit "Wahrheit" hat das gar nichts zu tun. Viele Religionen haben einen Wahrheitsanspruch und daraus ist oft genug Unheil erwachsen. Sollen wir uns gleiches antun ?

Ich denke, wir sollten damit sehr vorsichtig sein, denn es geschieht sehr leicht, persönliche Sichtweisen als allgemeingültige Wahrheiten zu verstehen. Ich bin auch nicht frei davon. Und ich möchte damit auch nicht die persönlichen Betroffenheiten und das damit verbundene Leid in Frage stellen. Aber wenn man von "Wahrheiten" spricht, übernimmt man eine Verantwortung, die man gar nicht tragen kann. Vor allem, wenn man sich bewusst damit nicht auseinander setzen will.
Viele Grüße
Vicky

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Conny-Andrea
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Re: Körper gegen Gefühl

Post 79 im Thema

Beitrag von Conny-Andrea »

Hallo ChrisTina,

das ist echt lieb von dir, dass du dir Sorgen um mich und meine Frau machst.
ChrisTina73 hat geschrieben: Do 9. Nov 2017, 21:51 Liebe Conny-Andrea,

bitte pass auf Dich und Deine Lebensgefährtin auf.
Aber obwohl dein Text sehr interessant und aufschlussreich ist, verstehe ich nicht ganz was das mit mir zu tun hat. Ich bin bestimmt kein Träumer sondern eher ein Realist (Das kann man sicherlich auch an meinem Schreibstil erkennen). Ich bin grundsätzlich optimistisch veranlagt, aber nur solange die Vorstellungen auch realistisch bleiben.
ChrisTina73 hat geschrieben: Do 9. Nov 2017, 21:51 Wenn übrigens eine Partnerin/Frau z.B. fragt, ob was gefällt, dann will sie keine logische Schlußfolgerung die in einer gut/schlecht Beurteilung des Verstandes mündet, sondern eine ehrliche Gefühlsbeurteilung und wie oft "belügen" wir andere, indem wir etwas aus einer logischen Schlußfolgerung etwas als praktisch gut beurteilen, obwohl es uns nicht wirklich gefällt, aber aus unbewußter Angst vor was weiß ich (übertrieben gesagt hysterische Gefühlsduselei der Partnerin) es nicht äussern wollen. Wenn sie dann wirklich zum "Drachen" wird, ist man selber dran Schuld ;)
Wenn ich nach meiner Beurteilung gefragt werde, antworte ich so, wie ich es empfinde. Diese Empfinden entsteht aber aus einer Mischung zwischen Logik (es muss praktisch sein) und Gefühl (es muss gefallen). Da schwankt das Pendel mal zu einer und mal zur anderen Seite, je nach dem um was es sich handelt. Bisher bin ich mit dieser Mischung immer gut gefahren. Meine Frau ist alles andere als ein "Drachen". :wink:

Deine Analyse der Nachrichten- und Werbeindustrie ist richtig gut. Das kann ich wirklich bestätigen. Da ich in der Druckindustrie tätig bin, habe ich im Laufe meines Berufslebens schon viel erlebt. Meinungsmache und Überzeugungstechniken werden dort pausenlos eingesetzt, gehören quasi zum täglichen Brot.
ChrisTina73 hat geschrieben: Do 9. Nov 2017, 21:51 Da jedoch die aktive Imagination für meine Begriffe nur eine Übergangslösung darstellt, drängt sie doch ähnlich einem sehr frühen "Trauma" irgendwann nach Auflösung,
Ich vermute, deine "aktive Imagination" bezieht sich auf meinen Thread "Die Spirale dreht sich schneller". Ich glaube nicht, dass es sich bei meinen Ängsten um aktive Imagination handelt, denn mein CD ist ja keine bildliche Vorstellung vor meinem geistigen Auge. Das praktiziere ich ja wirklich. Es ist bei mir die Angst "auszuflippen", "überzuschäumen", die Kontrolle zu verlieren, weil nach meinem Coming Out die Grenzen plötzlich weiter geworden sind und möglicherweise ganz verschwinden.

Und von daher hast du recht: Ich muss auf mich und meine Lebensgefährtin aufpassen. (yes)

Ich danke dir für deine Sorge um mich und deine gutgemeinten Ratschläge.

Liebe Grüße von Conny-Andrea
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Re: Körper gegen Gefühl

Post 80 im Thema

Beitrag von ExUserIn-2026-04-08 »

Da jedoch die aktive Imagination für meine Begriffe nur eine Übergangslösung darstellt, drängt sie doch ähnlich einem sehr frühen "Trauma" irgendwann nach Auflösung, das unnachgiebige Gefühl, das etwas mit mir nicht stimmt, etwas an mir anders ist, auch anders in der Wahrnehmung, stellt sich mir die Frage, was steckt hinter der "aktiven Imagination", mich als weiblich zu betrachten, wo ich doch ziemlich eindeutig an div. Merkmalen als Mann erkennbar bin, wenn ich nicht grad versuche, das perfekte "Passing" hinzubekommen?
Das ist eine interessante Beschreibung, wie ich finde. Beim Begriff "aktive Imagination" dürfte eine Menge Konfliktpotential stecken. Damit kann man leicht "Einbildung" verstehen. Ich verstehe es eher im Wortsinn, "sich ein Bild machen". Nach Deiner Beschreibung ist es ein bewusster Prozess, wenn man sich selber im Spiegel als Frau sieht ("aktiv"). Viele TS dürften dem widersprechen, da es ja häufig nach ihren Beschreibungen eher so ist, dass dieses Bild von sich als Frau, sich als innere Gewissheit darstellt. Vielleicht liegt tatsächlich hier ein fundamentaler Unterschied. Wer kann das beurteilen ?

Dieses "etwas stimmt nicht mit mir" wäre im einen Fall ein durch Anforderungen von außen getriebenes Gefühl, während es für andere davon unabhängig ist. Nehme ich an, dass beide Positionen stimmen (und ich tendiere dazu), folgt dann für mich daraus, dass im ersten Fall eine Veränderung der Befindlichkeit durch Veränderung der äußeren Bewertung (Akzeptanz in der Gesellschaft) oder durch Veränderung des eigenen Ichs (Veränderung des eigenen Wertmaßstabs) erreicht werden kann. Im zweiten Fall hat das gar nichts mit Bewertungsfragen zu tun, sondern ist eine Folge eines inneren Konflikts, der nur aufgelöst werden kann, wenn man Inneres und Äußeres anpasst.

Nimmt man das als gegeben an, wird deutlich, dass man sich lange die Köpfe heiß diskutieren kann, aber nie zu einer Lösung kommt, da ja die Ursachen des Missbehagens völlig unterschiedlich sind. Die logische Konsequenz wäre demnach für mich, gegenseitig zu akzeptieren, dass die Ausgangspositionen unterschiedlich sind. Fast zwangsläufig ginge es dann nicht mehr um diese Positionen, sondern darum, die gemeinsamen Ziele zu definieren, statt ständig an den Ursachen hängen zu bleiben.

Trotzdem ist die Frage nach den Ursachen wesentlich. Die Ursachen definieren die bestehenden Lösungsmöglichkeiten. Wenn es mir wichtig ist, mit dem Geschlecht zu "spielen" (mit Spiel meine ich hierbei nicht, dass es von untergeordneter Bedeutung ist), brauche ich andere Lösungen als jemand, der einen inneren Konflikt spürt. Im ersten Fall kann das in der Akzeptanz von außen, aber auch in der veränderten Bewertung der eigenen Bedürfnisse liegen. Im anderen Fall liegt die Lösung sicher eher im dauerhaften Leben im s.g. "gefühlten Geschlecht" liegen. An ersterem habe ich sicher mehr Möglichkeiten durch Arbeiten an mir selber, meine Situation zu erleichtern. Beiden ist jedenfalls durch eine verbesserte Akzeptanz und Verständnis von außen gedient.

Letztlich bin ich damit bei individuellen Betrachtungen angelangt. Die Frage nach den Ursachen ist von Bedeutung für eine Verbesserung der Lebensqualität. Ist man für sich selber zu einer Überzeugung gelangt, kann man damit für sich selber zu Strategien im Umgang führen. Dann ist alles offen, von der Stubentranse bis zu GaOp. Wenn jemand meint, dass er/sie im "falschen Geschlecht" steckt, ist das ebensowenig falsch, wie die Überzeugung, dass durch Arbeiten an sich selber zu einer Lösung führen kann. Es sind individuelle Prozesse und Lösungen.

Ich bin davon überzeugt, es gibt nicht die allein selig machende Antwort auf die Ausgangsfragen. Aber ich empfinde die Diskussion trotzdem als sehr spannend und hilfreich.
Viele Grüße
Vicky

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Re: Körper gegen Gefühl

Post 81 im Thema

Beitrag von Jenina »

Hallo Chris-Tina,
ChrisTina73 hat geschrieben: Sa 11. Nov 2017, 16:49 ....
Um nochmal auf die "aktive Imagination" zurückzukommen: (http://psychotherapie-konstanz-henzler. ... agination/)
was ich eigentlich ansprechen wollte, war der Versuch, alte unbewußte Vorstellungen / Bilder durch Neue zu ersetzen, was ja auch Übergangsweise bei Phobien gemacht wird, wird doch mit Hilfe des Verstandes und der bewußten Beeinflussung der Wahrnehmung durch Assoziationen mit neuen Bildern per Vorstellung entgegengewirkt um die zeitweise empfundene "innere Lähmung" in der Phobie aufzuheben, als extremes Beispiel. Somit wird zwar das Symptom gelindert, aber die Ursache für die "Kurzschlußreaktion" nicht "repariert".
Während also bei der aktiven Imagination mit dem inneren Bild ein Dialog geführt wird, ohne es verändern zu wollen und somit als einen gleichberechtigen Wesensanteil eine Integration ins Selbst ermöglicht wird, anstelle einem "ewigen" unbewußten Kampf mit ihm zu verfallen oder mich mit ihm zu identifizieren, wäre mein davor erwähntes Beispiel nur eine "provisorische" Lösung. Somit hab ich die Imagination auf falsche Weise interpretiert.

Was passiert jetzt aber, wenn ich mich "Umhülle", mein äusseres Bild betrachtet im Spiegel dem Inneren anpasse? Ich spreche nicht vom "Jetzt" Zustand der meisten hier im Forum, denn dann betrachten wir nur die Vergangenheit aus heutiger Sicht ohne die ungefiltern Gefühle/Reaktionen von damals.
Was passierte damals? Wir kämpften mit uns/gegen uns, schämten uns, zweifelten an uns, hassten uns, ertränkten unsere Ängste, verleugneten uns, versteckten uns und kämpften mit unseren "Trieben", also all diese als "negativ" empfundenen Gefühle tauchten mit einem Male unkontrolliert auf. Und statt zur "objektiven" Reflektion zu wechseln, dem Prozeß, den wir damit unbewußt in Gang gesetzt haben zu begreifen, bastellten wir an unseren eigenen Überzeugungen, "konstruierten" einen neuen Rahmen (in meinen Augen provisorisch). Und doch gaben wir somit einem unbewußten Bild die Möglichkeit, mit uns zu "sprechen", mit uns in bewußtem Kontakt zu kommen! kommt das nicht der "aktiven Imagination" gleich, wenn man es richtig betrachtet??

Meinen wir wirklich zu wissen, das Frauen anders fühlen/empfinden oder ist Ihre Wahrnehmung und der Umgang mit dem Gefühlten nur anders und sollten wir nicht lernen, auch ausserhalb unseres "Frau seins" zu unseren Gefühlen und Empfindungen zu stehen ohne gleich immer zu "wechseln" ?
Vicky beschrieb es mal ganz einfach, indem sie äusserte:

>>Wenn ich mich innerlich AUCH als Frau annehme/wahrnehme, brauche ich nicht mehr die "äussere" Verwandlung, um mich AUCH als Frau zu sehen<<

Beziehe ich jetzt noch Conny-Andreas "Spirale" mit ein, denn nach meiner intensiven "Frau sein" Erlebnis-Phase während meines Urlaubs wurd mir bewußt, das ich Angst habe, mich ganz zu verlieren; aber die Bereicherung und einfach das schöne bisweilen beglückende Gefühl, das womit es damals eigentlich angefangen hat, nicht missen zu wollen, kann es das sein, was es ist, wenn ich es will: Eine Bereicherung in ein Selbstbestimmtes Leben als Mann unabhängig des Bildes, wie ein Mann sein soll.
...
PS: Wenn kein "wissenschaftliches" Erklärungsmodell mehr Pate stehen kann, wird auf die Bereiche der Gefühle, Psyche und wie Vicky sagt "Gewissheit" (entspringt die Gewissheit per se doch einer inneren Empfindung der Richtigkeit) zurückgegriffen, eigentlich per Definiton irrationale Bereiche, die aber trotzdem "WIRKlich" sind, also wirken.
Und doch stimmt es mich traurig, das wir uns selbst/ unser Wesen immer wieder auf Mann/Frau und die damit verbundene körperliche Konditionierung reduzieren, wollen wir doch unsere "irdische" Begrenzung nicht akzeptieren und machen unseren Körper dafür verantwortlich, Ist Wesen doch eigentlich mehr als das: Körper, Geist und Seele
...
Du weißt ja das wir nicht so ganz auf einer Linie sind was Wissenschaft und Spiritualität angeht, aber das, was Du hier so schön ausführlich geschrieben hast empfinde ich als käme es aus meinem Inneren. Danke deshalb dafür.

Vor allem die Betrachtung unserer Geschichte hat mich berührt. Das widerstreiten verschiedener Gefühle und Einflüsse von außen hat uns geprägt, vor allem wenn man es so lange unterdrückt hat wie ich und nicht das zugelassen hat die weibliche Seite in mir zu sehen und ihr Raum zu geben. Es stimmt schon dass man eigentlich nicht mehr die äußere Verwandlung braucht um die weibliche Seite in sich zu sehen - ich vermeide hier mal ganz bewusst das "Frau" sehen - brauche das aber trotzdem für mich um auch ein Bild davon zu bekommen.

Wir sind eine Einheit von Körper und Psyche (ich habe Horror vor "Geist" und "Seele", entschuldige bitte...), das ist eine Tatsache. Außerdem sind alle Menschen gesellschaftliche Wesen, die ohne funktionierende Kontakte mit anderen Menschen nicht richtig funktionieren. Einige Beispiele dafür finden sich weiter oben... :?

Insofern ist das aber schon wieder ein wissenschaftliches Erklärungsmodell. denn es ist tatsächlich WIRKlich, wie Du so schön geschrieben hast. Insofern sind wir jetzt auch beeinander, aus anderm Blickwinkel zwar, aber das sit nicht relevant. Wichtig ist, dass es uns selber nützt und das wir damit auch anderen helfen können indem wir unser Sein so schön beschreiben wie Du das getan hast. (smili)

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Conny-Andrea
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Re: Körper gegen Gefühl

Post 82 im Thema

Beitrag von Conny-Andrea »

Hallo ChrisTina,
ChrisTina73 hat geschrieben: Sa 11. Nov 2017, 16:49 Ich kann Feuer und Flamme sein, wenn mich etwas mit Begeisterung packt und neige dazu, alle Zweifel beiseite zu drängen um es mit Haut und Haaren zu erfahren.... Alles oder Nichts.
das glaube ich dir aufs Wort :!:

Ich habe ja schon mal geschrieben, das ich mit deiner Schreibwut nicht mithalten kann. Solche Abhandlungen wie du sie schreibst, kann ich einfach nicht leisten.

Es fällt mir auch schwer, jetzt darauf einzugehen. Manches konnte ich nachvollziehen, anderes war mir nicht verständlich. Als ich unten mit dem Lesen angekommen war, wusste ich schon nicht mehr was du oben ausgeführt hattest. Ich musste den Text dreimal lesen, um halbwegs zu verstehen worum es ging.

Die Sache mit der "aktiven Imagination" habe ich ja wohl missverstanden. Tut mir leid, aber den Begriff habe ich noch nie gehört. Ich habe mir dann den Artikel durchgelesen. Und auch hier habe ich nur die Hälfte verstanden. Psychologie ist halt nicht mein Ding, ich stehe auf alles was man in die Hand nehmen und beschnüffeln kann.
ChrisTina73 hat geschrieben: Sa 11. Nov 2017, 16:49 Die "Drachen" Metapher war übrigens auch nur ein Einschub, um mal ein Bild bzgl. Gefühlsreaktion aufzuzeigen.
Keine Sorge, den "Drachen" habe ich nicht falsch verstanden. Ich wollte damit nur sagen, das ich mit meiner Frau ein absolut vertrauensvollen Verhältnis habe (mit Ausnahme meines sehr späten Coming outs :oops: ).
ChrisTina73 hat geschrieben: Sa 11. Nov 2017, 16:49 Früher hieß es, man wäre von einem "Gott" oder "Dämon" besessen, der Kontrolle über uns ausübt und während die Kirchenväter sozusagen eine Teufelsaustreibung vollzogen mit Gebeten und Kraft Ihrer Gedanken und Mantras, taten die heidnischen, also die der Natur huldigten und "Mysterienkulte" etwas anderes. Dort hatte der Priester nämlich die Funktion, beim "erwachen" eines Gottes jenem Gott in einem Ritual einen würdigen Rahmen zu geben, sich zu "offenbaren" und die natürliche und somit die "göttliche" Ordnung einer Gesellschaft wurde somit im Gleichgewicht gehalten ... denn für sie selbst war die Natur noch heilig und somit war alles, was natürlich war, vom göttlichen selbst durchdrungen!
Im gewissen Sinne übernimmt heute der Psychologe mehr oder weniger die Rolle des "Priesters" (der in unserer heutigen Gesellschaft sozusagen die "Absolution" erteilt), und während für viele der sonntägliche Kirchengang als ein Überbleibsel ohne "WIRK-lichem" Inhalt aus längst "überholten" Zeiten verkommen ist oder gar nicht mehr praktiziert wird, suchen viele dieser Menschen auf der anderen Seite vom inneren Erlebnishunger angetrieben nach neuen rituellen Formen und Orten, sei es die "SHG Treffen", der Stadionbesuch, etc. Was sagt uns das?
Tja, was sagt uns das? Verstehe ich dich hier richtig, das du die Crossdresser-Neigung als etwas "göttliches" betrachtest? Wenn ich mich vollkommen darauf einlassen würde, hätte ich dann meinen Gott gefunden? Das wäre schon interessant, denn ich bin kein religiöser Mensch. Ich könnte mir vorstellen an einen Gott zu glauben im Sinne von Natur, Geist, Liebe, etc. (dem alten Mann mit weißem Bart habe ich schon als Kind misstraut).
ChrisTina73 hat geschrieben: Sa 11. Nov 2017, 16:49 Um nochmal auf die "aktive Imagination" zurückzukommen: (http://psychotherapie-konstanz-henzler. ... agination/)
was ich eigentlich ansprechen wollte, war der Versuch, alte unbewußte Vorstellungen / Bilder durch Neue zu ersetzen, was ja auch Übergangsweise bei Phobien gemacht wird, wird doch mit Hilfe des Verstandes und der bewußten Beeinflussung der Wahrnehmung durch Assoziationen mit neuen Bildern per Vorstellung entgegengewirkt um die zeitweise empfundene "innere Lähmung" in der Phobie aufzuheben, als extremes Beispiel. Somit wird zwar das Symptom gelindert, aber die Ursache für die "Kurzschlußreaktion" nicht "repariert".
Während also bei der aktiven Imagination mit dem inneren Bild ein Dialog geführt wird, ohne es verändern zu wollen und somit als einen gleichberechtigen Wesensanteil eine Integration ins Selbst ermöglicht wird, anstelle einem "ewigen" unbewußten Kampf mit ihm zu verfallen oder mich mit ihm zu identifizieren, wäre mein davor erwähntes Beispiel nur eine "provisorische" Lösung. Somit hab ich die Imagination auf falsche Weise interpretiert.

Was passiert jetzt aber, wenn ich mich "Umhülle", mein äusseres Bild betrachtet im Spiegel dem Inneren anpasse? Ich spreche nicht vom "Jetzt" Zustand der meisten hier im Forum, denn dann betrachten wir nur die Vergangenheit aus heutiger Sicht ohne die ungefiltern Gefühle/Reaktionen von damals.
Was passierte damals? Wir kämpften mit uns/gegen uns, schämten uns, zweifelten an uns, hassten uns, ertränkten unsere Ängste, verleugneten uns, versteckten uns und kämpften mit unseren "Trieben", also all diese als "negativ" empfundenen Gefühle tauchten mit einem Male unkontrolliert auf. Und statt zur "objektiven" Reflektion zu wechseln, dem Prozeß, den wir damit unbewußt in Gang gesetzt haben zu begreifen, bastellten wir an unseren eigenen Überzeugungen, "konstruierten" einen neuen Rahmen (in meinen Augen provisorisch). Und doch gaben wir somit einem unbewußten Bild die Möglichkeit, mit uns zu "sprechen", mit uns in bewußtem Kontakt zu kommen! kommt das nicht der "aktiven Imagination" gleich, wenn man es richtig betrachtet??
Häääh, ich verstehe nur Bahnhof. Sorry, vielleicht hast du ja vollkommen recht, aber ich bin der Falsche um das zu beurteilen.

Liebe Grüße von Conny-Andrea
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Re: Körper gegen Gefühl

Post 83 im Thema

Beitrag von Jenina »

Liebe Conny-Andrea,

lass Dich nicht abschrecken von den langen Texten von Chris-Tina. Wenn Du sie langsam und mehrmals liest findest Du den Sinn dahinter. Sie beschreibt es eben als "göttlich", man kann das aber auch ganz profan ausdrücken.

Die Natur hat Dir ein Geschenk gemacht. Du darfst die Verbindung von männlichen und weiblichen Teilen in Deinem Gefühlsleben endlich spüren und das auch zeigen. Das hat der Gott oder die Natur so "gewollt". Das ist nicht jedem gegeben und man sollt das genießen - und kann das auch wenn man will.

Gerade das was sie über unsere Vergangenheit geschrieben hat, wie wir uns selber beschränkt haben, wie wir unser Inneres verbogen haben wegen angeblicher alternativloser Zwänge, das hat Chris -Tina schön beschrieben und es hat mich bewegt.

Lass Dich auch bewegen und bedenke Deine Vergangenheit als den Weg zu Deinem Hier und Jetzt. Wo Du nichts anpassen musst, nicht den Körper den Gefühlen und nicht die Gefühle dem Körper. Man kann zwischen den Welten einen Platz für die Conny-Andrea finden.

Jenina
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Re: Körper gegen Gefühl

Post 84 im Thema

Beitrag von Conny-Andrea »

Liebe Jenina,
Jenina hat geschrieben: So 12. Nov 2017, 16:57 Die Natur hat Dir ein Geschenk gemacht. Du darfst die Verbindung von männlichen und weiblichen Teilen in Deinem Gefühlsleben endlich spüren und das auch zeigen. Das hat der Gott oder die Natur so "gewollt". Das ist nicht jedem gegeben und man sollt das genießen - und kann das auch wenn man will.

Gerade das was sie über unsere Vergangenheit geschrieben hat, wie wir uns selber beschränkt haben, wie wir unser Inneres verbogen haben wegen angeblicher alternativloser Zwänge, das hat Chris -Tina schön beschrieben und es hat mich bewegt.

Lass Dich auch bewegen und bedenke Deine Vergangenheit als den Weg zu Deinem Hier und Jetzt. Wo Du nichts anpassen musst, nicht den Körper den Gefühlen und nicht die Gefühle dem Körper. Man kann zwischen den Welten einen Platz für die Conny-Andrea finden.
Vielen Dank für deine Vermittlung zwischen mir und ChrisTinas Texten. (he)

Du hast bestimmt gelernt deine Gefühle zu erkennen und verstehst deshalb ChrisTinas liebe Versuche mich aufzuklären besser als ich. So wie du es schreibst, kurz und knapp, glaube ich auch zu verstehen was gemeint ist.

Liebe Grüße von Conny-Andrea
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Re: Körper gegen Gefühl

Post 85 im Thema

Beitrag von Conny-Andrea »

Liebe ChrisTina,
ChrisTina73 hat geschrieben: So 12. Nov 2017, 17:55 ich schreibe meine Wahrnehmung auf und erwarte erstmal nicht, in allem und von allen verstanden zu werden, ist es doch erstmal nur meine eigene Wahrnehmung. Es überkommt mich aber dann ein Gefühl der Dankbarkeit, wenn Menschen für sich etwas daraus nehmen können.
es tut mir leid, wenn ich dich falsch oder garnicht verstehe. Ich weiß aber, dass es von deiner Seite aus ganz lieb gemeint ist.
ChrisTina73 hat geschrieben: So 12. Nov 2017, 17:55 Deine persönliche "göttliche" Erfahrung.... Deine Frau und dieser Moment... und Armor, der Gott der Liebe ist Dir begegnet ;) Und was sich für Dich und Dein Leben, Deinen weiteren Lebensweg verändert hat, ist Dir bewußt ?
Ja, wenn deine "göttliche" Anleitung sich nicht auf das Crossdressen bezieht, sondern auf das Glück meine Frau gefunden zu haben, das hast du selbstverständlich hundertprozentig Recht. Dann müsste ich mich eigentlich ab sofort auch als "gläubigen Menschen" bezeichnen.
ChrisTina73 hat geschrieben: So 12. Nov 2017, 17:55 Deine Angst ist berechtigt bzgl. der Spirale und wie sich etwas durch das CD verändert hat, ist Dir auch klar geworden. Mit dem CD betreten wir nun den Bereich eines ähnlichen "Gottes"... Dionysos lässt grüßen ;) Konnte Dionysos doch auch mit "Wahnsinn" strafen, kannte er doch das weibliche in all seinen Facetten.

Geniesse einfach die Erfahrungen, die Gefühle, bist Du doch immer noch der selbe Mensch. Der "Wahnsinn" findet nur im Kopf statt, wenn Du ihn zulässt. Von daher ist die vertrauensvolle Basis mit Deiner Frau das wichtigste, was zu respektieren ist. Sie ist der Himmel auf Erden und ich wünsche Euch, das die Zuneigung, Liebe und Leidenschaft zwischen Euch auf ein neues entfacht wird wie in jungen Jahren, Denn sie ist das "wirklichste" was die Beziehung zwischen Mann und Frau zusammenhält.
Da kann ich dir voll zustimmen. (he)

Liebe Grüße von Conny-Andrea

PS: Du führst anscheinend doch eine Datenbank mit allen gelesenen Posts (Stichwort "Country Roads"). :mrgreen:
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Re: Körper gegen Gefühl

Post 86 im Thema

Beitrag von Conny-Andrea »

Hi ChrisTina,
ChrisTina73 hat geschrieben: Mo 13. Nov 2017, 16:27 meine Datenbank ist mein Unterbewußtsein. Dinge die mich "berühren", oder die ich mit eigenen Erfahrungen assozieren kannv ;)
ich beneide Menschen mit einem guten Gedächtnis. Ich selber schaffe es immer wieder Dinge innerhalb von Sekunden zu vergessen. Das kann ein Fluch sein, manchmal auch ein Segen. Aber deine Versuche mich mental "an die Hand zu nehmen" werde ich bestimmt nicht vergessen.

Dafür danke ich dir. (he)

Liebe Grüße von Conny-Andrea

PS: Selbstverständlich danke ich auch allen anderen ganz herzlich, die mir ihre lieben und wohlwollenden Ratschläge gegeben haben und hoffentlich auch weiterhin geben werden. (he)
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Re: Körper gegen Gefühl

Post 87 im Thema

Beitrag von Marlene K. »

Hier berichtet die Zeit von einer sinnvollen Initiative von Herrn Spahn, die weiter geht als viele Mitmenschen in der queeren Community, die immer noch von einer freien und unbeeinflussten einwilligung zu einer "Konversionstherapie" reden. Die ist weder bei Identitäts- noch Begrehrensfragen sinnvoll. Therapien sollten Leiden lindern, nicht Normieren.
https://www.zeit.de/politik/deutschland ... VthkPu89XU
Jens Spahn will Pseudotherapien gegen Homosexualität verbieten
Dem Weltärzteverband gelten sie als Gefahr, Befürwortern als Mittel, um Schwule und Lesben von ihrer "Krankheit" zu heilen. Ein Fachgremium soll nun ein Verbot ausloten.
Herr Spahn hat schon an anderer Stelle darauf hingewiesen, dass ein Schnellschuss in dieser Frage nur den medizinischen Bereich erfassen könnte und Lücken gerade bei religiös begründeten "Therapien" ermöglichen könnte, also dort, wo Menschen besonders bedürftig und verletzlich sein können.

Selbst die evangelische Kirche lehnt es ja inzwischen ab, Gott einen Irrtum bei der Erschaffung von Normvarianten zu unterstellen...
Marlene

Ich halte es mit Karl Popper im 1945 formulierten Toleranz-Paradoxon https://de.wikipedia.org/wiki/Toleranz-Paradoxon

Ich bin (nur) intolerant gegenüber der Intoleranz.
Michi
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Re: Körper gegen Gefühl

Post 88 im Thema

Beitrag von Michi »

Hallo Ralf-Marlene, Hallo zusammen,

danke für die Info. Weißt du eventuell, ob Herr Spahn Konversationstherapien generell, also auch die für Transsexuelle im Visier hat? Ich habe gesucht, konnte aber bisher nichts in dieser Richtung finden. Dass Herr Spahn erst mal den Schutz von Homosexuellen im Blick hat, kann ich auf Grund der persönlichen Betroffenheit durchaus nachvollziehen. Doch als Politiker erwarte ich von ihm einen etwas breiteren Blickwinkel.

Ich habe aus Interesse mal nach Angeboten solcher Therapien gegoogelt. Eines ist mir direkt ins Auge gestochen. Dort wird gegen ein mögliches Verbot von Konversationstherapien gestritten, es als unnötige Debatte abgetan, Kritiker als uninformiert und Lügner hingestellt, und ebenfalls sehr wortreich, warm und salbungsvoll erklärt, warum das Angebot überhaupt keine Konversationstherapie sei .. mal kurz zusammengefasst gesagt .. weil nämlich die Homosexuellen gar nicht homosexuell wären, sondern "nur" aus irgendwelchen Gründen "verwirrt".

Ich halte den Text wegen der aufwändigen, beschwichtigenden und pseudowissenschaftlichen Ausführungen für sehr gefährlich. Der Leser wird regelrecht eingewickelt, und ich selbst war anfangs sehr unsicher, wo dieser Verein steht. Deshalb bin weiß ich nicht, ob ich die Seite hier öffentlich verlinken sollte.

Wer Interesse hat, kann gerne per PN anfragen, und bekommt den Link von mir.

Eine andere verstörende Geschichte, auf die ich bei meiner Suche ebenfalls (wieder mal) gestoßen bin: Transsexuelle sind gar nicht trans, sondern wollen sich nur nicht ihre Homosexualität eingestehen. Und zudem würden die zumeist autogynophile Transen, die Trans-Aktivisten der "Trans-Community" Kinder und Jugendliche missionieren.

Auch hier möchte ich der Seite keine öffentliche Plattform bieten, und gebe den Link lieber per PN weiter.


Beste Grüße
Michi
Wenn dir jemand auf den Fuß tritt, schreist du "Aua" und erwartest eine Entschuldigung.
Mir treten andere dauernd auf die Füße und erwarten, dass ich mich dafür entschuldige, dass es mir weh tut.
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