Gottes Meinung zum Crossdressen - # 2
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Joe95
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Re: Gottes Meinung zum Crossdressen
also die aussage über die religion finde ich schon sehr zutreffend...
na, und die aussage über geschlechter entspricht genau meiner meinung...
der "absolute mann" und die "absolute frau" sind genau so zufall wie alle anderen dazwischen...
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Sei vorsichtig mit deinen Wünschen, sie könnten in Erfüllung gehen.
Natürlich ist das wahr, es steht doch im Internet!
Du hast ne Frage, brauchst Rat oder Hilfe?
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Lina
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Re: Gottes Meinung zum Crossdressen
Nicoletta hat geschrieben:Ich muss gestehen, dass ich mir oft die Frage gestellt habe, ob es richtig ist, was wir da eigentlich tun, wenn wir in eine Rolle schlüpfen, die unserem biologischen Geschlecht nicht entspricht. Bin ich vielleicht als Mann auf die Welt gekommen, um auch gegen Schwierigkeiten diese Rolle durchzuhalten, oder warum hat Gott/Universum/Natur mir einen falschen Körper gegeben? In den mir bekannten Religionen finde ich dazu keine richtige Antwort, aber jetzt bin ich auf eine gestoßen, die ich Euch nicht vorenthalten wollte. Das betreffende Buch ist schon seit 2002 auf dem deutschen Büchermarkt erhältlich, aber ich bin erst jetzt darauf gestoßen, ich meine die "Gespräche mit Gott" von Neale Donald Walsch. Dort finde ich im 2. Band als Aussage Gottes:
"Du kannst SEIN, was du sein willst, kannst wählen, was an Erfahrung du machen möchtest. In diesem Leben oder im nächsten oder im übernächsten -- so wie du es schon in den Leben zuvor getan hast. Jeder von euch hat stets die Wahl. Jeder von euch besteht aus allem-was-ist. In jedem von euch steckt Männliches und Weibliches. Bringt den Aspekt, den auszudrücken und zu erfahren euch gefällt, zum Ausdruck und erfahrt ihn. Doch wißt, daß jedem von euch alles offensteht."
Die Bücher sind auch sonst empfehlenswert, aber diese Aussage scheint mir wert, allen hier im Forum zur Kenntnis gebracht zu werden.
LG Nicoletta
Bei so einer Frage taucht in meinem Bewusstsein immer eine ganze Reihe Gegenfragen auf:
Welche Rolle als Mann wird denn als gottgegeben gehalten - die klassische aus der heutigen westlichen Welt? Die vom Anfang der Werdegang des Homo Sapiens? Irgendwas aus einer Zeit daszwischen? Oder aus einer ganz anderen Ecke der Welt? Der größte Teil der geschlechterspezifischen und auch nicht geschlechterspezifischen Verhaltensweisen sind doch aus der einen oder anderen Kultur entstanden.
Frauen und Männer schlüpfen in so viele gesellschaftliche Rollen, die der wahren Natur der Einzelnen schon gar nicht entspricht. Warum wir das nie in Frage gestellt? Selbst ein bibeltreuer Mensch müsste es doch als äußerst fragwürdig sehen, wenn jemand sich in eine gesellschaftliche Schiene reinzwängt, bzw. als Führungskraft, wenn er eigentlich schon immer davon geträumt hat, was Künstlerisches zu machen. So können Menschen nicht glücklich werden und werden dann auch kaum ihren Mitmenschen viel Gutes oder Liebevolles tun können. Das müsste doch nach der Bibel auch wichtig sein - wenn nicht, dann ...
Und wenn die Natur einer Person mit den erwarteten Verhaltensweisen des angeborenen Geschlechts nicht übereinstimmt - und diese Person entscheidet (oder nicht lassen kann), die Verhaltensweisen und das Aussehen des anderen Geschlechts ihre eigenen zu nennen, handelt diese Person auch in Übereinstimmung mit, und nicht gegen die eigene Natur. Wenn das nach eurer Religion falsch sein soll, möchte ich bestimmt nichts mit dieser Religion zu tun haben, denn ich wüsste nicht, wie so eine Religion die Menschen glücklich machen sollte.
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Nicoletta
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Re: Gottes Meinung zum Crossdressen
Liebe Lina,Lina hat geschrieben: Und wenn die Natur einer Person mit den erwarteten Verhaltensweisen des angeborenen Geschlechts nicht übereinstimmt - und diese Person entscheidet (oder nicht lassen kann), die Verhaltensweisen und das Aussehen des anderen Geschlechts ihre eigenen zu nennen, handelt diese Person auch in Übereinstimmung mit, und nicht gegen die eigene Natur. Wenn das nach eurer Religion falsch sein soll, möchte ich bestimmt nichts mit dieser Religion zu tun haben, denn ich wüsste nicht, wie so eine Religion die Menschen glücklich machen sollte.
leider ist es so, wie ja schon gesagt wurde, dass das Alte Testament, aber auch Paulus und auch der Koran sehr bestimmte Gendervorstellungen haben, und bei all diesen Religionen fallen wir durch das Raster. Gleich ob Jude, Christ einer beliebigen Denomination oder Muslim, diese Religionen sind unvereinbar mit dem, was wir tun. Insofern können diese Religionen uns nicht "glücklich machen". Buddhismus und HInduismus sind da sehr viel toleranter, in Indien wie in Thailand genießen biologische Männer, die sich als Frauen verwirklichen, Anerkennung, teils sogar Verehrung. Von normalem Alltag als Frau bis hin zur Prostitution ist dort alles akzeptiert. Auch die europäische Spätantike war da sehr viel toleranter, vor allem multikultureller als die monolithischen monotheistischen Religionen mit ihren patriarchalen, leid oft auch machistischen Ansichten. Das ist einfach so, aber das muss uns heute und hier nicht bekümmern, gerade wir können eine Veränderung bewirken, und der von mir zitierte Walsch tut das, obwohl er meines Wissens ein "ganz normaler" Mann ist. Desto schöner, dass man bei ihm Äußerungen findet, die uns in die Gesellschaft integrieren, aus der westliche Systeme uns meist ausschließen wollen.
LG Nicoletta
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Andrea_CH
Re: Gottes Meinung zum Crossdressen
Was da leider fehlt ist die Definition was Manns- bzw- Weibsgewand ausmacht - nach meinem Empfinden verstossen der Papst und alle anderen katholischen Geistlichen dagegen wenn sie in ihrem "Kleid" auftreten.gaby37 hat geschrieben:5. Mose - Kapitel 22
5 Ein Weib soll nicht Mannsgewand tragen, und ein Mann soll nicht Weiberkleider antun; denn wer solches tut, der ist dem HERRN, deinem Gott, ein Greuel.
Ich halte die Bibel nicht für das Mass aller Dinge, weil sie von Menschen geschrieben, von anderen Menschen zusammengestellt und von dritten Menschen übersetzt wurde - und alle diese Menschen sind fehlbar.
Fundamentalisten sollen mir doch bitte die folgenden Fragen erklären:
Gott schuf Adam und dann Eva - die hatten zwei Söhne "die auszogen und sich ein Weib suchten". Äh - woher sollen die denn gekommen sein, wenn ich alles wörtlich nehmen muss?
Wurden transsexuelle von Eltern und Geistlichen zu einer Sünde gezwungen?
Was soll ich anziehen? Ich empfinde mich irgendwie zwischen den Geschlechtern?
Hat Gott einen Fehler gemacht als er mich erschaffen hat? (Das glaube ich am allerwenigsten
Aber ich muss glauch auch noch Entwarnung geben - soooo ernst nehme ich das Ganze nicht, die Fragen habe ich nur auf Vorrat, falls mich mal jemand provozieren will
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Seraphim
Re: Gottes Meinung zum Crossdressen
Woher die Frauen in der Bibel kommen ist ganz einfach
1. Mose 5:4 "Und die Tage Adams, nachdem er Seth gezeugt hatte, waren 800 Jahre, und er zeugte Söhne und Töchter."
http://www.bibel-online.net/text/elberf ... _mose/5/#4
1. Mose 5:4 "Und die Tage Adams, nachdem er Seth gezeugt hatte, waren 800 Jahre, und er zeugte Söhne und Töchter."
http://www.bibel-online.net/text/elberf ... _mose/5/#4
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Lina
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Re: Gottes Meinung zum Crossdressen
Nicoletta hat geschrieben:Liebe Lina,Lina hat geschrieben: Und wenn die Natur einer Person mit den erwarteten Verhaltensweisen des angeborenen Geschlechts nicht übereinstimmt - und diese Person entscheidet (oder nicht lassen kann), die Verhaltensweisen und das Aussehen des anderen Geschlechts ihre eigenen zu nennen, handelt diese Person auch in Übereinstimmung mit, und nicht gegen die eigene Natur. Wenn das nach eurer Religion falsch sein soll, möchte ich bestimmt nichts mit dieser Religion zu tun haben, denn ich wüsste nicht, wie so eine Religion die Menschen glücklich machen sollte.
leider ist es so, wie ja schon gesagt wurde, dass das Alte Testament, aber auch Paulus und auch der Koran sehr bestimmte Gendervorstellungen haben, und bei all diesen Religionen fallen wir durch das Raster. Gleich ob Jude, Christ einer beliebigen Denomination oder Muslim, diese Religionen sind unvereinbar mit dem, was wir tun. Insofern können diese Religionen uns nicht "glücklich machen". Buddhismus und HInduismus sind da sehr viel toleranter, in Indien wie in Thailand genießen biologische Männer, die sich als Frauen verwirklichen, Anerkennung, teils sogar Verehrung. Von normalem Alltag als Frau bis hin zur Prostitution ist dort alles akzeptiert. Auch die europäische Spätantike war da sehr viel toleranter, vor allem multikultureller als die monolithischen monotheistischen Religionen mit ihren patriarchalen, leid oft auch machistischen Ansichten. Das ist einfach so, aber das muss uns heute und hier nicht bekümmern, gerade wir können eine Veränderung bewirken, und der von mir zitierte Walsch tut das, obwohl er meines Wissens ein "ganz normaler" Mann ist. Desto schöner, dass man bei ihm Äußerungen findet, die uns in die Gesellschaft integrieren, aus der westliche Systeme uns meist ausschließen wollen.
LG Nicoletta
Das mag ja sein, dass in den offizellen Versionen der Bibel und des Korans derartiges steht - es wäre aber schön wenn Leute nicht nur wie Roboter nachlabern würden, sondern erstens nachdenken, ob alles wirklich der Grundidée entspricht, und zweistens sich eigene Gedanken darüber machen würden, wer das ganze zusammengeschrieben hat und aus welchen, manchmal politischen, Motiven. Und auch wenn man daran glaubt, dass die Autoren wirklich eine Art göttliche Eingebung hatten, die nur die haben konnten, und dann geschrieben - was stand dann noch in den massen von Texten, die man im 4. Jahrhundert während der Gründung der Kirche, von denen die heutigen Kirchen "abstammen", unter den Tisch fallen ließ? Gab es etwa eine art göttlich authorisierte Redakteure, die das Recht hatten die meisten von den Texten zu streichen, die vor ihnen aus genauso göttlicher Eingebung geschrieben wurden?
Ich meine, hier sollte doch jeder wahrhaft nächstenliebender Christ hellhörig werden. Es ist doch ein dokumentiertes Faktum, dass die Kirchen, wie wir heute kennen, ihren Ursprung aus der Zeit haben, wo der Kaiser Alexander in Jahr 325 entschied zum Christentum rüber zu gehen. Und warum tat er das?
Wer es nicht weiß, hier ist es: Er hatte einen Traum in dem seine Soldaten alle das Christ-Symbol (nein nicht das Kreuz - das Andere) auf den Schildern hatten und überall, wo die vordrungen, siegten sie. Daraufhin haben die Gremien ("Redaktions-Teams") die unter seiner Kontrolle standen entschieden, was die Nachzeit als Evangelien und als Bibel zu betrachten hatten.
Da kann doch wohl niemand im Ernst sein Leben bestimmen lassen von Schriften, die ausgewählt und umeditiert wurden, von Leuten die "Christen" wurden mit dem Zweck, Kriege zu geweinnen, oder?
Und auch wenn es in der alten Bibel tatsächlich steht, dass wir nicht so sein dürfen, wie wir sind, dann sollten wir wohl auch die originalen 10 (evtl. 12) Gebote rausholen und danach leben - nach denen kann man auch mit gutem Gewissen Sklaven halten.
Nun, stimmt das mit der Grundidee eurer Religion überein, so wie ihr die versteht?
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Lina
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Re: Gottes Meinung zum Crossdressen
Ich bin mir sicher, dass Gott oder das Univesum oder die Natur was Wunderschönes und Individuelles geschaffen hat.----7 hat geschrieben:...
Hat Gott einen Fehler gemacht als er mich erschaffen hat? (Das glaube ich am allerwenigsten)
...
Zuletzt geändert von Lina am Mi 26. Jan 2011, 18:23, insgesamt 1-mal geändert.
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Nicoletta
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Re: Gottes Meinung zum Crossdressen
So ist es, und unser Kopfgeschlecht gehört auch dazu. Ich bin aber überzeugt, dass der Erschaffer sich daran am allerwenigsten stört, dass haben nur Menschen, die diese Klarheit nicht besitzen, sich aber für erleuchtet halten, in die Schuhe geschoben.Jessica01 hat geschrieben: Wenn uns jemand geschaffen habe sollte, so dann doch nicht nur Körper, sondern auch Empfinden und Gefühle - also selber schuld an dem Dilema, wenn sich der Erschaffer daran stören sollte.
Jessica
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Re: Gottes Meinung zum Crossdressen
Es ist ein Irrtum zu glauben, dass die Gewänder der Geistlichen Weibsgewänder seien. Es sind ganz normale schlichte Alltagsgewänder für Männer (Soutane, Rhason) bzw. Festgewänder, wie sie alttestamentliche Patriarchen, Kaiser und Könige getragen haben. Die Alltagskleider von Bauern und Handwerkern unterschieden sich außer durch den Stoff durch die Kürze (nur knie- oder wadenlang), weil der lange Stoff sonst beim Arbeiten gestört hätte. Frauen trugen wohl immer lange Gewänder, vor allem aber wurde das Haar verhüllt. Gewisse Unterschiede gab also. Hosen kamen allerdings im Altertum im Mittelmeerraum nicht vor. Sie sind die Erfindung von Reiternomaden, weil man -- außer im Damensattel -- nun mal schlecht in langen "Röcken" reiten kann. Die hohe Geistlichkeit pflegte wohl im Allgemeinen nicht zu reiten (gibt ja auch Sänften, Kutschen usw.), hatte es also nie nötig, die barbarischen Hosen zu übernehmenAndrea_CH hat geschrieben:Was da leider fehlt ist die Definition was Manns- bzw- Weibsgewand ausmacht - nach meinem Empfinden verstossen der Papst und alle anderen katholischen Geistlichen dagegen wenn sie in ihrem "Kleid" auftreten.gaby37 hat geschrieben:5. Mose - Kapitel 22
5 Ein Weib soll nicht Mannsgewand tragen, und ein Mann soll nicht Weiberkleider antun; denn wer solches tut, der ist dem HERRN, deinem Gott, ein Greuel.
Stimme ich hundertprozentig zu.Andrea_CH hat geschrieben:Ich halte die Bibel nicht für das Mass aller Dinge, weil sie von Menschen geschrieben, von anderen Menschen zusammengestellt und von dritten Menschen übersetzt wurde - und alle diese Menschen sind fehlbar.
Ich bin zwar kein Fundamentalist, aber derartige Mythen und Märchen gibt es bei allen Völkern. Die Frauen, die da gesucht werden sollten, werden in anderen (apokryphen) Texten auch erwähnt. Die Bibel, wie wir sie kennen, ist das Ergebnis eines jahrhundertelangen Redigierens, und manchmal sind da verschiedene Texte nebeneinander stehen geblieben, die einander widersprechen. Auch Gott hat dort verschiedene Namen, mal JHWH, der als so heilig gilt, dass man ihn nicht aussprechen darf (Juden lasen stattdessen Adonaj 'Herr', und aus der Verbindung der Vokale von Adonaj mit den Konsonanten JHWH entstand der völlig ahistorische, von Protestanten aber geschätzte Name Jehovah, heute ist Juden auch Adonaj zu heilig, und sie lesen stattdessen ha-schem 'der Name'), mal Elohim, was eigentlich ein Plural ist, also 'Götter', der Singular hieße Eloh, woraus mit Artikel dann Allah wurde (arabisch Allah ist aus al-ilah 'der Gott' entstanden, arab.ilah = hebr. eloh). Die Bibel enthält also noch Reste des Polytheismus, jedenfalls verschiedene Gottesvorstellungen nebeneinander. Die Endredaktion ist eine patriarchalische und frauenfeindliche. Vor allem aber ist das Alte Testament, auch wenn es im Psalter wunderbar poetische Teile enthält, vor allem ein Gesetzbuch, das hunderte von teils hirnrissigen und unmenschlichen Bestimmungen enthält. Mit dem ganzen Quatsch hat Jesus aufgeräumt, so dass, wer sich Christ nennen will, damit eigentlich nichts mehr zu tun hat. Das haben spätere Generationen anders gesehen, vor allem wohl solche Personen, die zur Durchsetzung eigener Machtvorstellungen das Instrumentarium angeblich auf Gott zurückgehender Gesetze sehr gut gebrauchen konnten.[/quote]Andrea_CH hat geschrieben: Fundamentalisten sollen mir doch bitte die folgenden Fragen erklären:
Gott schuf Adam und dann Eva - die hatten zwei Söhne "die auszogen und sich ein Weib suchten". Äh - woher sollen die denn gekommen sein, wenn ich alles wörtlich nehmen muss?
Das verstehe ich nicht so ganz, bitte erläutern, wenn ich dazu etwas sagen soll.Andrea_CH hat geschrieben:Wurden transsexuelle von Eltern und Geistlichen zu einer Sünde gezwungen?
Ich auch nicht. Dazu meine früheren Zitate.Andrea_CH hat geschrieben: Was soll ich anziehen? Ich empfinde mich irgendwie zwischen den Geschlechtern?
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Re: Gottes Meinung zum Crossdressen
Völlig richtig, und gegen das Nachplappern habe ich weiter oben schon geschrieben.Lina hat geschrieben:
es wäre aber schön wenn Leute nicht nur wie Roboter nachlabern würden, sondern erstens nachdenken, ob alles wirklich der Grundidée entspricht, und zweistens sich eigene Gedanken darüber machen würden, wer das ganze zusammengeschrieben hat und aus welchen, manchmal politischen, Motiven. Und auch wenn man daran glaubt, dass die Autoren wirklich eine Art göttliche Eingebung hatten, die nur die haben konnten, und dann geschrieben - was stand dann noch in den massen von Texten, die man im 4. Jahrhundert während der Gründung der Kirche, von denen die heutigen Kirchen "abstammen", unter den Tisch fallen ließ? Gab es etwa eine art göttlich authorisierte Redakteure, die das Recht hatten die meisten von den Texten zu streichen, die vor ihnen aus genauso göttlicher Eingebung geschrieben wurden?
Die Darstellung ist zwar etwas verkürzt, aber im Prinzip hast Du recht. Schon unter den Aposteln wurde die Lehre Jesu missverstanden. Schon bald ging man dazu über, Jesus zu verehren und anzubeten, was er nie gewollt hat, statt ihm nachzufolgen, also nach seinem Beispiel zu leben. Schon vor Konstantin gab es Kirchen, also Machtapparate, die eifersüchtig über ihre jeweilige Deutung der Lehre wachten und sich befehdeten. Die Alte Kirche war vielfältiger als man heute oft weiß, da gab es auch andere Frauenbilder (Prophetinnen kamen vor), da gab es den Glauben an Wiedergeburt, und Jesus galt auch nicht unbedingt als Gott. Nachdem das Christentum sich trotz der Verfolgungen immer weiter ausbreitete, erkannte Konstantin seinen Wert als Machtmittel, um das Reich zu stabilisieren. Das mit der Kreuzesvision ist eine hübsche Legende, aber das war sicher für einen Politiker nicht das ausschlaggebende Motiv, das Christentum zuzulassen (wohlgemerkt nur zuzulassen, er selber wurde erst auf dem Totenbett Christ, was meist damit erklärt wird, dass er als Politiker nicht christlich im Sinne Jesu leben konnte und wollte, Politiker "müssen" nun einmal, wenn sie Macht behalten wollen, gegen die meisten Gebote verstoßen, und die Möglichkeit, sich nach dem Sündenfall durch Beichte wieder reinzuwaschen, war noch nicht erfunden). Ich glaube nicht, dass das "Redaktions-Team", Du meinst ja wohl das 1. Ökumenische Konzil, seiner Kontrolle unterstand; er hatte zum Konzil eingeladen und übte den Vorsitz aus (der Kaiser galt als Stellvertreter Christi, einen Papst, wie wir ihn heute kennen, gab es noch nicht), und seine einzige Vorgabe war wohl, dass die Herren Bischöfe sich bitte einigen mögen, was denn nun Glaube sein solle, schließlich sollte das Christentum das Römerreich einen, und Meinungsvielfalt konnte er nicht brauchen. Durchgesetzt hat sich vor allem ein mir ziemlich unsympathischer Fanatiker namens Athanasios, der an seinen theologisch anders denkenden Kollegen kein gutes Haar ließ und ziemlich allgemein unbeliebt war, der aber heute als Athanasios der Große bezeichnet wird. Er ist es, der Jesus zu Gott erklärt hat.Lina hat geschrieben: Ich meine, hier sollte doch jeder wahrhaft nächstenliebender Christ hellhörig werden. Es ist doch ein dokumentiertes Faktum, dass die Kirchen, wie wir heute kennen, ihren Ursprung aus der Zeit haben, wo der Kaiser Alexander in Jahr 325 entschied zum Christentum rüber zu gehen. Und warum tat er das?
Wer es nicht weiß, hier ist es: Er hatte einen Traum in dem seine Soldaten alle das Christ-Symbol (nein nicht das Kreuz - das Andere) auf den Schildern hatten und überall, wo die vordrungen, siegten sie. Daraufhin haben die Gremien ("Redaktions-Teams") die unter seiner Kontrolle standen entschieden, was die Nachzeit als Evangelien und als Bibel zu betrachten hatten.
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Und was das Crossdressen anbetrifft, auch wenn Jesus mit dieser Frage nicht konfrontiert wurde, auf dem Hintergrund seiner übrigen Aussagen, die wahrscheinlich überwiegend authentisch sind (anders als die märchenhaften Motive, die die Evangelisten drumherum gestrickt haben), hätte er darin kein Problem gesehen.
LG Nicoletta
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Lina
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Re: Gottes Meinung zum Crossdressen
Völlig nebenbei - obwohl es fast unbedeutend ist. Der Konstantin soll nicht Kreuze in seiner Vision gesehen haben sondern "das andere Logo" - ich kriege es nicht zusammen, wie es aussah, aber so was wie die Buchstaben P und X überlagert, und war da nicht auch was mit einem Fisch? Hatte ich auch erwähnt.
Wie auch immer - Legende oder nicht - es ist mir unverständlich, wie Kirchenführer dogmatisch von Menschen verlangen können, die genannten Texte beim Wort zu nehmen, wenn es historisch belegt ist, dass diese aus politischen Gründen geändert wurden und manche verworfen. Dass es noch Leute gibt, die daran und nur daran glauben verstehe ich gut, wenn man die so lange vollgelogen hat, indem man ein Politikum als Gottes Wort darstellt.
Das muss einfach mal gesagt werden. Dann hoffe ich, dass Leute endlich anfangen werden, selber auszusuchen, was die für spirituell wichtig halten. Aber vielleicht ist es schwierig sich daran zu gewöhnen, dass man in den meisten Teilen der "Christlichen Welt" nicht mehr dafür getötet wird.
Wie auch immer - Legende oder nicht - es ist mir unverständlich, wie Kirchenführer dogmatisch von Menschen verlangen können, die genannten Texte beim Wort zu nehmen, wenn es historisch belegt ist, dass diese aus politischen Gründen geändert wurden und manche verworfen. Dass es noch Leute gibt, die daran und nur daran glauben verstehe ich gut, wenn man die so lange vollgelogen hat, indem man ein Politikum als Gottes Wort darstellt.
Das muss einfach mal gesagt werden. Dann hoffe ich, dass Leute endlich anfangen werden, selber auszusuchen, was die für spirituell wichtig halten. Aber vielleicht ist es schwierig sich daran zu gewöhnen, dass man in den meisten Teilen der "Christlichen Welt" nicht mehr dafür getötet wird.
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Jeanne
Re: Gottes Meinung zum Crossdressen
Religion halte ich neben "Keimzellen" in konzentrierten Schnittmengen der sozialen Gestalt (z.B. Schulen, Vereine &c.) für eines der strittigsten Themen hinsichtlich der geschlechtlichen Identität.
Als nicht religiöser Mensch fällt es mir natürlich leicht, die Meinungen, Forderungen, Aussagen von religiösen Intitutionen oder bestimmten, u.U. auch selbsternannten Sprachrohren (z.B. Prediger als klassische Escheinung in den USA, Autoren, Charity-Leute...) zu ignorieren, die Wirkung auf Gläubige und somit indirekt wieder auf mich selbst und meine Umgebung kann ich allerdings weniger leicht beiseite fegen.
Unter dem Aspekt der Globalisierung gewinnt dies natürlich noch an Raum und Einfluss, verliert eventuell auch wieder an Aktualität und verfliegt vor Schnellebigkeit. Vermeintlich stupide oder, arrogant eingeschätzt, nicht zukunftsfähige Aussagen verbreiten sich oftmals schnell und werden weiter entwickelt - trotz unserer im Westen so auf Freiheit und Offenherzigkeit gestempelten Attitüde nicht selten mit Bezug auf konservative oder gar reaktionär anmutende Grundlagen, die sich in Ihrer Wurzel in religiösen Texten, Verfahrensweisen oder durch entsprechende Institutionen aufgestellte Leitlinien finden. Ob dabei der Kern der Aussagen und die ursprüngliche Intention von den Vertretern verstanden und gewollt werden, bleibt dahingestellt.
Eine inhaltliche Ergänzung zu diesem Thema sehe ich in meinem Beitrag gerade nicht, daher: Lebt, wie ihr möchtet, solange niemand darunter leidet.
Als nicht religiöser Mensch fällt es mir natürlich leicht, die Meinungen, Forderungen, Aussagen von religiösen Intitutionen oder bestimmten, u.U. auch selbsternannten Sprachrohren (z.B. Prediger als klassische Escheinung in den USA, Autoren, Charity-Leute...) zu ignorieren, die Wirkung auf Gläubige und somit indirekt wieder auf mich selbst und meine Umgebung kann ich allerdings weniger leicht beiseite fegen.
Unter dem Aspekt der Globalisierung gewinnt dies natürlich noch an Raum und Einfluss, verliert eventuell auch wieder an Aktualität und verfliegt vor Schnellebigkeit. Vermeintlich stupide oder, arrogant eingeschätzt, nicht zukunftsfähige Aussagen verbreiten sich oftmals schnell und werden weiter entwickelt - trotz unserer im Westen so auf Freiheit und Offenherzigkeit gestempelten Attitüde nicht selten mit Bezug auf konservative oder gar reaktionär anmutende Grundlagen, die sich in Ihrer Wurzel in religiösen Texten, Verfahrensweisen oder durch entsprechende Institutionen aufgestellte Leitlinien finden. Ob dabei der Kern der Aussagen und die ursprüngliche Intention von den Vertretern verstanden und gewollt werden, bleibt dahingestellt.
Eine inhaltliche Ergänzung zu diesem Thema sehe ich in meinem Beitrag gerade nicht, daher: Lebt, wie ihr möchtet, solange niemand darunter leidet.
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Nicoletta
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Re: Gottes Meinung zum Crossdressen
Richtig. Dabei sind X und P die griechischen Buchstaben Ch und R, Abkürzung für Christos. Der Fisch als Symbol ist älter und war in Zeiten der Verfolgung ein heimliches Erkennungszeichen. Auf Griechisch heißt Fisch IChThYS und wird verstanden als Abkürzung für Iesous Christos Theou Yios Soter, d.h. Jesus Christus Gottes Sohn Retter. Ich weiß nicht, ob es eine Rolle spielt, dass um die Zeitenwende das Fischezeitalter begonnen hat. Alle 2000 Jahre wechselt ja das dominierte Sternzeichen, jetzt ist es der Wassermann, seit 2000 v. Chr. war es der Stier, und bemerkenswerterweise dominierten in der Zeit Stierkulte. Ob das zusammenhängt, weiß ich nicht.Lina hat geschrieben: Konstantin soll nicht Kreuze in seiner Vision gesehen haben sondern "das andere Logo" - ich kriege es nicht zusammen, wie es aussah, aber so was wie die Buchstaben P und X überlagert, und war da nicht auch was mit einem Fisch? Hatte ich auch erwähnt.
Stimme völlig zu.Lina hat geschrieben: Wie auch immer - Legende oder nicht - es ist mir unverständlich, wie Kirchenführer dogmatisch von Menschen verlangen können, die genannten Texte beim Wort zu nehmen, wenn es historisch belegt ist, dass diese aus politischen Gründen geändert wurden und manche verworfen. Dass es noch Leute gibt, die daran und nur daran glauben verstehe ich gut, wenn man die so lange vollgelogen hat, indem man ein Politikum als Gottes Wort darstellt.
Das muss einfach mal gesagt werden. Dann hoffe ich, dass Leute endlich anfangen werden, selber auszusuchen, was die für spirituell wichtig halten. Aber vielleicht ist es schwierig sich daran zu gewöhnen, dass man in den meisten Teilen der "Christlichen Welt" nicht mehr dafür getötet wird.
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Re: Gottes Meinung zum Crossdressen
Hallo,
nach allem was ich bis jetzt gelesen habe würde ich zusammenfassen:
für einen Menschen, egal welchen "Grundglaubens", der sich nicht sklavisch an die jeweilige, uralte, im laufer der Zeit verfremdete, häufig überholte, "Schrift" hält, sondern mehr dem "Sinn des Glaubens" folgt gilt: Er ist von Gott "fehlerfrei" erschaffen, also liebt er mich so wie ich bin, auch als "zwischen den "Extremgeschlechtern" (Mann / Frau) lebenden"
Es bleibt also nur noch sich mit der Meinung der anderen Gläubigen über "Gottes Meinung zu...." auseinander zu setzen.....
Und die ändern zu wollen......da sag ich mal nichts zu
Gruß Gaby
nach allem was ich bis jetzt gelesen habe würde ich zusammenfassen:
für einen Menschen, egal welchen "Grundglaubens", der sich nicht sklavisch an die jeweilige, uralte, im laufer der Zeit verfremdete, häufig überholte, "Schrift" hält, sondern mehr dem "Sinn des Glaubens" folgt gilt: Er ist von Gott "fehlerfrei" erschaffen, also liebt er mich so wie ich bin, auch als "zwischen den "Extremgeschlechtern" (Mann / Frau) lebenden"
Es bleibt also nur noch sich mit der Meinung der anderen Gläubigen über "Gottes Meinung zu...." auseinander zu setzen.....
Und die ändern zu wollen......da sag ich mal nichts zu
Gruß Gaby
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Frauen werden aus Blumen geboren, Männer aus Kohlköpfen. Ich bin aus einem Blumenkohl.
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