Ein Jahr Frau
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Crossdressing und selbst Erlebtes... Erdachtes
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Nicoletta
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Ein Jahr Frau

Post 1 im Thema

Beitrag von Nicoletta »

Heute habe ich Geburtstag. Nicht wirklich, aber doch ein Grund zum Feiern, oder ? Heute jährt sich zum ersten Male der Tag, an dem ich vor einem Jahr "rückwirkend" offiziell zur Frau erklärt wurde. "Rückwirkend" heißt hier nicht seit meiner Geburt, es ist ein willkürliches Datum, das vom Amtsgericht bestimmt wurde und weder mit meiner Geburt oder meinem Coming-out oder meinem Antrag auf VÄPÄ etwas zu tun hat. Aber welches Datum wäre richtiger?

Manche derjenigen, die erst in jüngerer Zeit auf dieses Forum aufmerksam geworden sind, werden mich gar nicht kennen. Das liegt daran, dass ich mich im Laufe des vergangenen Jahres rar gemacht habe, was wiederum nur daran liegt, dass alles so normal läuft, dass es für mich keinen Anlass gibt, Probleme zu thematisieren, die ich gar nicht habe, und Probleme, die hier angeschnitten werden (ab und zu habe ich schon hereingeschaut), mir inzwischen ziemlich fern sind. Ich erinnere mich, dass vor längerer Zeit schon einmal ein User verwundert gefragt hatte, wieso Leute hier nach einer gewissen Zeit verschwinden. Das ist doch eigentlich gutes Zeichen. Welcher Arzt würde damit werben, dass er nach Jahren immer noch dieselben Klienten hat?.

Ich bin unserer Moderatorin und allen Beiträgern sehr dankbar, dass es dieses Forum gibt. Ich bin hier dazugestoßen, als ich mir über mich und mein Standortbestimmung recht unklar war. Es gab damals jemanden in Düsseldorf, die mir sagte, sie wisse und könne mir sagen, wie es weitergehe. Ich habe nicht einmal nachgefragt, machte mir Angst. Jene Düsseldorferin ist lange nicht mehr hier präsent, ist den ganzen Weg einschließlich GaOp gegangen und hat sichtlich danach kein Verlangen mehr gespürt, sich hier zu artikulieren. Ich bin diesen Weg nicht gegangen. Warum? Das Risiko spielte eine Rolle, es kann ja auch schiefgehen. Das Risiko, dass meine Frau eine solche Entscheidung vielleicht nicht mitgetragen hätte. Mein Alter (69), siehe Risiko, aber auch, dass ich keinerlei Verlangen verspüre, solche Neo-Organe zu nutzen. Ich bin also sozusagen den umgekehrten Weg gegangen: Ich habe einmal den Hausarzt aufgesucht, demgegenüber ich mich offenbart habe, der mir dann eine Überweisung zur "Geschlechtsumwandlung" ausstellte. Die habe ich genutzt, um einen Ergänzungsausweis zu bekommen, den ich aber nie gebraucht habe. Ich wollte dann Psychiater aufsuchen, aber niemand hat auf meine Anfragen überhaupt reagiert außer einer Dame in Köln, die aber keine Termine anzubieten hatte. Inzwischen wusste ich durch eine juristisch bewanderte Freundin, dass man auch einfach einen Antrag auf Vornamensänderung und Personenstandsänderung stellen kann. Dass man dabei über 2000 € loswird, steht auf einem anderen Blatt. Innerhalb eines Jahres hat dann alles geklappt. Ich schaue jetzt nicht mehr in meine Aufzeichnungen, nur nach der Erinnerung: März 2016 Antrag gestellt, Oktober 2016 zwei Termine bei Psychiatern (nette Plauderei, ja ca. 45 Minuten, völlig entspannt), November Termin beim Amtsgericht, dauerte weniger als 5 Minuten, die Richterin ließ sich nur bestätigen, dass sie meinen Namen richtig notiert hatte und wünschte mir viel Glück. Im Januar oder Februar 2017 kamen dann neue Geburtsurkunde Personalausweis und Reisepass.

Hat sich das alles gelohnt? Und soviel Geld? Das viele Geld ist ärgerlich, zumal im Rentnerinnendasein, wenn ich weiß, dass solch große Summen nie wieder zusammenkommen werden. Den Reisepass hätte ich mir sparen können, denn Geld für Urlaub ist nicht mehr drin. Ansonsten aber gilt, dass ich all diese Papiere nicht gebraucht hätte, sie mir aber doch ein Gefühl der Sicherheit geben. Ich bin leider jederzeit als genetischer Mann erkennbar, was aber nie zu Problemen geführt hat. Geändert hat sich meine Einstellung. Vor Jahren, also ganz am Anfang, war ich so unsicher, dass ich die Straßenseite gewechselt habe, um nicht anderen Menschen (vor allem pubertierenden männlichen Jugendlichen) zu nahe zu kommen. Heute kann ich damit umgehen, wenn ich -- selten -- auch einmal genauer angeguckt werde, ist doch menschlich. Ich gehe niemandem aus dem Weg (außer vielleicht Angetrunkenen) und ich habe eine Selbstsicherheit. Sollte mich jemand zweifelnd darauf ansprechen, ob ich wirklich eine Frau bin, könnte ich ja immer auf meinen Ausweis verweisen! In sofern ist der Ausweis eine gute Lebenshilfe. Mir muss niemand bestätigen, was ich bin, aber für andere könnte es eine Rolle spielen.

Die hier zu beantwortende Frage ist: Lohnt sich dieser Weg oder nicht? Für jeden, der nicht gerade an überschäumendem Selbstbewusstsein leidet, lohnt es sich, sonst ist es evtl. Geldverschwendung. Zugleich möchte ich all jenen hier Mut machen, die wie ich keine Chance auf ein gutes Passing haben. In meinem Fall ist mein Kopf größer als die größte auf dem Markt angebotene Perücke. Ich bräuchte eine Spezialanfertigung, nicht unter 1500 € zu haben, und das alle zwei-drei Jahre erneut, weil die Dinger ja nicht ewig halten. Aber selbst dann bleiben meine zu großen Hände, zu großen Füße. Es gibt natürlich sehr teure Firmen, die bei alledem Abhilfe versprechen, aber es soll sich bitte niemand der Illusion hingeben, danach wäre er (bewusst gesetztes Pronomen) eine richtige Frau. Die physische Realität und die psychische sind zweierlei Schuh. Auch wenn ich von jedermann als "Mann" gelesen werde aufgrund der physischen Merkmale, ist das letztlich egal, wenn ich aufgrund meiner natürlichen psychischen Merkmale sichtlich zweifellos als Frau erkannt und -- wichtig -- behandelt werde. Ich genieße es, als Frau behandelt zu werden von Kavalieren der alten Schule.

Für mich ist das alles kein Thema mehr, daher mein Schweigen im Forum, das ich heute brechen wollte, um anderen Mut zu machen. Es ist auch für genetische Männer ganz einfach, Frau zu sein, wenn man so empfindet und es zulässt. Die Umwelt reagiert dann meist entsprechend. Ich wünsche allen, die diesen Weg gehen, alles Gute auf ihrem Weg.

Nicoletta
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JanaH
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Re: Ein Jahr Frau

Post 2 im Thema

Beitrag von JanaH »

Danke,
besonders:
Auch wenn ich von jedermann als "Mann" gelesen werde aufgrund der physischen Merkmale, ist das letztlich egal, wenn ich aufgrund meiner natürlichen psychischen Merkmale sichtlich zweifellos als Frau erkannt und -- wichtig -- behandelt werde. Ich genieße es, als Frau behandelt zu werden von Kavalieren der alten Schule.

das klingt sehr gut, Kavaliere...
ExuserIn-2021-01-08
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Re: Ein Jahr Frau

Post 3 im Thema

Beitrag von ExuserIn-2021-01-08 »

Ein wunderschöner Bericht,
vielen lieben Dank dafür.

Und herzlichen Glückwunsch zu einem Jahr Frau (wobei du es sicher schon länger warst ;-)

Nicoletta,
ich bin dir sehr dankbar das du deine Situation zum Frau-Fühlen- so schön beschrieben hast.
Es geht, denke ich, in erster Linie darum mit sich in Balance zu sein .... das strahlst du aus.

Beneidenswert!
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Michelle_Engelhardt
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Re: Ein Jahr Frau

Post 4 im Thema

Beitrag von Michelle_Engelhardt »

Liebe Nicoletta,

schön zu lesen, das es Dir gut geht und Du glücklich und zufrieden bist. Ich kenne Dich auch nicht, obwohl ich jetzt nicht so neu hier bin.
Das Forum sehe ich nicht nur als Problemlöser oder als einen Ort um mich "auszuheulen", sondern vor allem macht mir hier die Teilnahme einfach Spaß...auch wenn ich schon fast 2 Jahre offiziell Frau bin und seit fast 5 Jahren als Frau lebe. Manchmal kann es auch schön sein, etwas zu geben, wenn man auf dem Weg schon ein Stück weiter ist als andere. Es gab Zeiten in meinem Leben, wo ich um jede Hilfe am Anfang meines Weges dankbar war und wenn ich jetzt nur ein Stückchen davon zurückgeben kann, so tue ich das sehr gern.

Dir alles Liebe
Michelle
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Re: Ein Jahr Frau

Post 5 im Thema

Beitrag von Mirjam »

Danke Nicoletta, vor allem für die zwei Bemerkungen:
Nicoletta hat geschrieben: Do 26. Okt 2017, 19:50 ... Auch wenn ich von jedermann als "Mann" gelesen werde aufgrund der physischen Merkmale, ist das letztlich egal, wenn ich aufgrund meiner natürlichen psychischen Merkmale sichtlich zweifellos als Frau erkannt und -- wichtig -- behandelt werde. Ich genieße es, als Frau behandelt zu werden von Kavalieren der alten Schule.

Für mich ist das alles kein Thema mehr, daher mein Schweigen im Forum, das ich heute brechen wollte, um anderen Mut zu machen. Es ist auch für genetische Männer ganz einfach, Frau zu sein, wenn man so empfindet und es zulässt. Die Umwelt reagiert dann meist entsprechend. Ich wünsche allen, die diesen Weg gehen, alles Gute auf ihrem Weg.
Ich finde das so wichtig, weil es hier nicht um Äußerlichkeiten geht, sondern um das, was aus deinem Inneren kommt. Ohne das ist der Rest doch nur Fassade oder eine leere Hülle ...

Und natürlich (birthd)

LG,

Lalilaluna ))):s
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Re: Ein Jahr Frau

Post 6 im Thema

Beitrag von Anja »

Moinsen,

Danke für den tollen Bericht!
Nicoletta hat geschrieben: Do 26. Okt 2017, 19:50Heute habe ich Geburtstag. Nicht wirklich, aber doch ein Grund zum Feiern, oder ?
Das denke ich auch!
Für mich ist mein Jahrestag schon was besonderes. Ich habe aber nicht den Tag des Beschlusses der VÄ/PÄ genommen, sondern für mich zählt der Tag, seit dem ich nur noch als Frau lebe. Das war ca. 6 Monate vor der Namensänderung.
An meinem 1. Jahrestag haben wir uns frei genommen und haben einen Familienausflug ins Schwimmbad gemacht (wenn man schon vormittags dort ankommt gibts 4h Badespaß zum Preis von 2h) und sind anschließend noch lecker essen gegangen. Abends waren die Kinder so müde das sie kaum im Bett, gleich eingeschlafen sind. Meine Frau und ich haben uns dann noch einen netten Filmabend gemacht.
Der Tag war für alle so schön, das wir beschlossen haben, den jedes Jahr zu feiern indem wir einen Familienausflug unternehmen (he)
Ich freue mich schon auf meinen 2. Jahrestag.

Meine Stimme hat sich nicht verändert, die ist immer noch eindeutig männlich. So werde ich auch immer, wenn ich spreche, als keine geborene Frau erkennbar bleiben, selbst wenn alles andere stimmig sein sollte. Aber wie andere mich wahrnehmen, interessiert mich eigentlich nicht. Wenn ich morgens in den Spiegel schaue, sehe ich nun mich. Das was ich sehe passt zu meinem Empfinden. Das war früher nicht so.
Heute schaue ich gern in den Spiegel (ki)

Grüße
die Anja
Fällt der Apfel weit vom Stamm, kommt wenigstens mal Sonne dran!
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Re: Ein Jahr Frau

Post 7 im Thema

Beitrag von Joe95 »

Hallo Nicoletta,
wie ich sehe haben wir eins gemeinsam: Das leben ohne Passing.
Ich habe mich letztens noch gefragt was denn wohl der Unterschied ist wenn ich jetzt die Namensänderung und die Personenstandsänderung "in der Tasche" hätte.
Eigentlich nicht viel.
Für Operationen, Perrücken und tägliches schminken hab ich weder das nötige Geld, noch die Zeit und auch nicht die Nerven.
Selbst wenn ich diesen Aufwand betreiben würde - wofür?
Es gibt hier wirklich hübsche Mädels, die ich sogar ein wenig beneide, aber das bin ich nun mal nicht.
Ich muss damit leben dass ich nie eine Schönheit sein werde, also werden sich die Leute daran gewöhnen wie ich nun mal bin.

Bisher klappt das ganz gut.

(tok tok tok...)
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Re: Ein Jahr Frau

Post 8 im Thema

Beitrag von Nicoletta »

Anja hat geschrieben: Fr 27. Okt 2017, 12:22 Ich habe aber nicht den Tag des Beschlusses der VÄ/PÄ genommen, sondern für mich zählt der Tag, seit dem ich nur noch als Frau lebe. Das war ca. 6 Monate vor der Namensänderung.
Liebe Anja, danke für Deinen anregenden Bericht. Natürlich ist auch bei mir der 26. Oktober ein sehr willkürliches Datum, aber eines, das ich kenne. Ich weiß nicht mehr, wann 2008 oder 2009 ich mich meiner Frau gegenüber geoutet habe. Ich weiß noch, dass ich zwischen Weihnachten 2012 und Neujahr beschlossen habe, jetzt allgemein als Frau aufzutreten und daher meine Homepage dementsprechend geändert habe. Und ich weiß, dass ich nicht lange danach eine Einladung zu einem Vortrag nach Berlin erhielt, adressiert an die Frau. Das war für mich dann der entscheidende Durchbruch. Man erwartete eine Frau, also gehe ich als Frau dorthin. Von jenem Tage an, habe ich nie mehr etwas Männliches angezogen. Auch keine Hose, obwohl das heute ja ein geschlechtsneutrales Kleidungsstück ist, aber ich habe in puncto Röcke viel nachzuholen. Ich war dann en femme in der Stadt, habe so meine Rente beantragt, den Besuch von Toiletten geübt, war so im Dienst und bin so unproblematisch nach Berlin gefahren, dort den Vortrag gehalten, übernachtet, gegessen, mein Bier getrunken, mit Männern vom Nachbartisch geredet, alles normal. 2014 kam dann die erste Flugreise en femme nach Kroatien, ebenso problemlos. Insofern war das jetzt mein mindestens 4. Geburtstag, eher etwas mehr. Meine positiven Erfahrungen mit Mitmenschen (mal abgesehen von Mutter und Schwester, die mir mitgeteilt haben, dass man so etwas früher vergast hätte), stört es mich auch nicht mehr, dass mein Passing nicht stimmt. Ich habe so viele positive Rückmeldungen bekommen, dass das bisschen Negative dadurch mehr als aufgewogen wird. Fehlt mir nur noch solch eine nette Begehung des Festtags, wie Du sie schilderst. Das wünsche ich mir, und Dir alles Gute,

Nicoletta
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Re: Ein Jahr Frau

Post 9 im Thema

Beitrag von Nicoletta »

Joe95 hat geschrieben: So 29. Okt 2017, 12:48 haben wir eins gemeinsam: Das leben ohne Passing.
(tok tok tok...)
Liebe Joe,

so ganz ohne Passing ist es dann auch nicht. Ich habe ja noch Haare auf dem Kopf, nur richtig weiblich wirken die nicht. Ansonsten bemühe ich mich schon, allein, um mich wohlzufühlen. Es kommt darauf an. Wenn ich nur den Müll wegbringe, mache ich gar nichts (ohne Rock allerdings kommt nicht vor). Wenn ich Einkäufe mache, müssen Ring und Ohrringe schon sein, die Haare in Form, so gut es geht, die Kleidung angemessen und harmonisch. Wenn ich Leute treffe, muss auch Makeup sein, gepflegte Hände sowieso, Parfum auch. Ich mache schon das Beste aus mir, weiß aber, dass ich natürlich mit hübschen jungen Frauen nicht konkurrieren kann. Es ist ja erstaunlich, dass die meisten hier auf die jungen Frauen schauen, wenn man aber unter Gleichaltrigen sucht, ist es gar nicht mehr so schwer, gewissen Mindeststandards zu genügen. Schütteres Haar? Na und? auf die Fasson kommt es an und das Ausstrahlen.

In diesem Sinne viele Grüße,

Nicoletta
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Re: Ein Jahr Frau

Post 10 im Thema

Beitrag von Joe95 »

Nicoletta hat geschrieben: So 29. Okt 2017, 21:04...
Ansonsten bemühe ich mich schon, allein, um mich wohlzufühlen...
Nun, ich hatte nicht im Sinn was du in diesem Beitrag beschrieben hast. Vermutlich hätte ich besser "Die Jagd nach dem Passing" als nur "Passing" schreiben sollen.
Jedenfalls hatte ich mehr in diese Richtung gedacht:
Nicoletta hat geschrieben: Do 26. Okt 2017, 19:50... Die physische Realität und die psychische sind zweierlei Schuh. Auch wenn ich von jedermann als "Mann" gelesen werde aufgrund der physischen Merkmale, ist das letztlich egal, wenn ich aufgrund meiner natürlichen psychischen Merkmale sichtlich zweifellos als Frau erkannt und -- wichtig -- behandelt werde....
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Re: Ein Jahr Frau

Post 11 im Thema

Beitrag von Magdalena »

Hallo Nicoletta,

da gratuliere ich doch gleich zu dem besonderen Geburtstag. Und dass mit dem Passing ist mir nicht mehr wichtig, eher wie ich mich wohlfühle, ist mir wichtig. Eine perfekte Frau werde ich nie werden können, Passing hin oder her.
Dennoch lege ich auf eine gut ausehende Perücke wert, eben weil meine eigen Haare es nicht hergeben, ich mich aber mit einer weiblichen Haarpracht wohler fühle. Ich tue es für mich und nicht für ein Passing. Ich denke, dass ist es auchwas Du meinst. Vieles kommt auch von der inneren Ausstrahlung, die von einem ausgeht, ob man eher als männlich oder weiblich eingestuft wird. So denke ich, wenn man seinen inneren Frieden gefunden hat, stahlt man auswas man ist. Egal ob man nun Rock oder Hose trägt.

Viele liebe Grüße Magdalena
Lebe jeden Tag.
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