Valeries Welt
Valeries Welt - # 9

Crossdressing und selbst Erlebtes... Erdachtes
Antworten
Valerie Bellegarde
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 1730
Registriert: Mo 8. Feb 2016, 16:44
Geschlecht: Part time lady
Pronomen: Mal so, mal anders
Hat sich bedankt: 91 Mal
Danksagung erhalten: 165 Mal
Gender:
Kontaktdaten:

Re: Valeries Welt

Post 121 im Thema

Beitrag von Valerie Bellegarde »

Klar mach ich weiter, Lilo. Und so wie ich schreibe so schreibe ich halt, da komm ich sowieso nicht raus. Freue mich, wenn du es magst.

LG, Valerie
Valerie Bellegarde
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 1730
Registriert: Mo 8. Feb 2016, 16:44
Geschlecht: Part time lady
Pronomen: Mal so, mal anders
Hat sich bedankt: 91 Mal
Danksagung erhalten: 165 Mal
Gender:
Kontaktdaten:

Re: Valeries Welt

Post 122 im Thema

Beitrag von Valerie Bellegarde »

Simone 65 hat geschrieben: Fr 13. Okt 2017, 08:32 Hallo Valerie. Ich weiss , es ist nur eine Geschichte , deine Geschichte . ..
Im Kapitel 33 und davor schreibst du wie Valerie entjungfert wurde. Du nimmst es als selbstverständlich, das Valerie Erfahrungen schon hat . Warum? Valerie als wirkliche Jungfrau , das wäre doch eins ganz andere Geschichte . Nur ein Gedanke .
Ich habe lange überlegt , ob darauf antworte . Ich weiss , wovon ich da schreibe. LG Simone.
Hallo Simone,
es ist nur in Teilen meine Geschichte, nicht in allen Details. Als Autor habe ich immer bestimmte Freiheiten, d.h. ich kann Fiktionales einbauen, wenn die Geschichte so etwas braucht, also Dinge, die zwar interessant, aber komplett von vorne bis hinten Fiktion sind, m.a.W. frank und frei erfunden. Allerdings muss halt auch alles zusammenpassen, damit es glaubhaft bleibt und nicht völlig "spinnert" wirkt. Der Charakter der jungen Valerie ist in sich widersprüchlich, das bedeutet auch sie experimentiert mit der weiblichen Geschlechterrolle und benimmt sich dann eben mal so und mal anders, das heißt sie testet das aus. Aber das ist ja auch in der Realität bei gar nicht wenigen Menschen der Fall, daß sie widersprüchlich agieren, so denke ich mal.

Dann noch zu dieser "Entjungferung", wie du das nennst. Valerie hat das ganz allein selbst so entschieden, sie hat ja diesen jungen Karl-Heinz ganz bewusst mit auf ihr Zimmer genommen, damals in Frankfurt weil sie eben so verdammt neugierig darauf war, zu erfahren wie sich eine Frau fühlt wenn sie von einem Mann genommen wird. Im Übrigen war sie auch vorher nicht ganz unberührt, denn mit Anfang Mitte dreißig ist es eigentlich normal, dass man bestimmte sexuelle Erfahrungen hat, bei Valerie (zu dieser Zeit noch fast ausschließlich im Männermodus) war es dann eben eher solche Erlebnisse, die unter dem Begriff "Selbstbefriedigung" zu subsumieren sind. Aus naheliegenden Gründen habe ich das bisher in der Erzählung nicht berührt, erstens weil ich darüber nicht schreiben kann und zweitens auch nicht will. Aber logo, besaß Valerie auch Dildos, und sie besitzt sie auch heute noch, ich komme bei Gelegenheit auch noch darauf zurück, wenn die Story dafür Gelegenheit bietet.

Ich danke dir für dein Interesse an der Valerie-Geschichte und kann dir versichern, die Story ist noch lange nicht zu ende.

Liebe Grüße, Valerie
Valerie Bellegarde
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 1730
Registriert: Mo 8. Feb 2016, 16:44
Geschlecht: Part time lady
Pronomen: Mal so, mal anders
Hat sich bedankt: 91 Mal
Danksagung erhalten: 165 Mal
Gender:
Kontaktdaten:

Re: Valeries Welt

Post 123 im Thema

Beitrag von Valerie Bellegarde »

Guten morgen liebe Leserinnen!
Ich denke heute gegen 14.00 spätestens ist das neue Kapitel online- Es wird um einen jungen Kerl gehen, der aussieht wie der ganz junge Harrison Ford. (he)
mfG, Valerie
Valerie Bellegarde
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 1730
Registriert: Mo 8. Feb 2016, 16:44
Geschlecht: Part time lady
Pronomen: Mal so, mal anders
Hat sich bedankt: 91 Mal
Danksagung erhalten: 165 Mal
Gender:
Kontaktdaten:

Re: Valeries Welt

Post 124 im Thema

Beitrag von Valerie Bellegarde »

Kapitel 39. Kneipengespräche, zweiter Teil (Harrison Ford).

Es wurde zwischenzeitig gefragt, was diese Marketingleute sonst eigentlich im Büro so tun, wenn sie nicht gerade bei Ali im Tanzcafé MAGNET rumsitzen und die Musicbox rauf- und runterspielen lassen, meistens so diese Rock- und Soul Stücke oder auch mal was langsames wie diese gefühlvollen 80er Jahre Sachen von Elton John, Rod Steward und so weiter, ihr kennt das ja alles und ich hoffe, ihr mögt es ebenso wie unsere Valerie.

Die Frage, die oben gestellt wurde ist wirklich schwer zu beantworten, denn das Marketing gehört ja zu den sogenannten akademischen Berufen und ist nichts, was man nebenbei so kurz beschrieben kann und wird deshalb aufs nächste Kapitel (40) vertagt. Vertagung ist auch deshalb angezeigt, weil Valerie im Moment noch sehr mit ihrem Beziehungs-Status beschäftigt ist, insbesondere mit der Frage, wie sie zur neuen Kollegin, der Alice, eigentlich steht. Es wäre also mehr als unpassend (um nicht zu sagen: zudringlich), wenn wir die Heldin unserer Geschichte schon wieder mit neuen schwierigen Fragen/Problemen über den Sinn ihres Berufes konfrontieren würden. Lassen wir das Thema "Job" also mal kurz ruhen, gehen wir wieder ein wenig in die Vergangenheit und blicken nochmals auf diesen Feierabend, damals letzte Woche, als die Mädels in den Plüschsesseln des MAGNET hockten oder halb drin lagen, ganz entspannt rumgelümmelt und die Beine langgestreckt, und sich gegenseitig ein paar Schlüsselszenen aus ihrem Leben erzählten, in der Hand diese hübschen Drinks, Margheritas genannt, und ab und zu nippten beide daran.

Eine Besonderheit des Tanzcafé MAGNET war das überwiegend männliche Bedienungspersonal. Warum kellnerten dort überwiegend junge Männer? Wieder so eine schwere Frage, eine eindeutige Antwort gibt es nicht, aber möglicherweise lag es daran, daß ein Tanzcafé eben überwiegend von der Damenwelt aufgesucht wird, woraus sich die Präferenz des Managements für männliches Personal quasi als komplementäres Element schon erklären würde.

Sei es wie es sei. Jedenfalls stand an diesem frühen Abend, (es war noch früh und das Lokal noch recht leer) ein ziemlich auffälliger Typ hinter der Theke, der wirklich aussah wie (man glaubt es nicht) wie der ganz, ganz junge Harrison Ford. Ich meine, so wie Harrison Ford noch vor Indiana Jones ausgesehen haben muß oder überhaupt, wie er vielleicht noch aussah, bevor er seine Hollywood Karriere begann, genauso sah dieser junge Mann aus, der ihnen die Drinks an den Tisch gebracht hatte und jetzt hinter der Bar herumhing und seine ein, zwei Thekengäste bediente. Also ein sehr hübscher Kerl, kurzgeschorenes braunes Haar, groß, schlank und doch muskulös, die Augen schmal, das Gesicht trotzdem freundlich, sympathisch und offen. Valerie war sofort wieder mal hin und weg, sie schauten sich ins Gesicht als er die Drinks brachte und wieder mal meinte sie, etwas wie Interesse in diesen Augen gesehen zu haben, vielleicht war es auch nur Einbildung, aber der Gedanke ließ sie dann nicht mehr los.

Wie es so ihre Art war, konnte sie Ihre Gefühle dann wieder mal nicht für sich behalten, sondern mußte es sofort brühwarm an Alice weitererzählen:

"Du, ich glaube der hat mich so angeschaut, ob der was mit mir ?... aber er ist doch wirklich ein hübscher junger Kerl, oder was meinst du?"

Alice blieb ungerührt, der Typ war ihr nicht aufgefallen, aber für Valerie war es wieder mal einer dieser plötzlichen Coups de foudre, die sie plötzlich ganz aus dem Nichts überkamen und denen sie dann meistens nicht viel entgegenzusetzen hatte, sie fiel dann in ein kleines Loch und war dann eine Weile sozusagen völlig hingerissen, konnte an nichts anderes denken. Sie versuchte dann trotzdem weiter dem Gespräch mit Alice zu folgen, die Musicbox spielte zuerst ein paar Sachen von Elton John und danach "Georgie" von Rod Steward, und Alice erklärte ihr, das sei ein bekanntes Lied aus der New Yorker Schwulenszene und Georgie sei eine bekannte Figur in der New Yorker Partyszene gewesen ein Künnstler und bekennender Schwuler, aber der sei dann kurz darauf in einer Schiesserei in Manhattan umgekommen, ganz tragisch, es stand damals überall in den Zeitungen. Und nebenbei sagte sie dann noch:

"ja und was ich dir dann noch sagen wollte, ich bin übrigens auch lesbisch, ich denke du solltest das auch mal wissen".

Valerie hatte es gehört, schaute aber nur, beide sagten dann nichts mehr, blieben cool und nippten weiter an den Margheritas.

Valerie weiß jetzt also verschiedene Dinge. Erstens weiß sie, sie ist Crossdresser, aber sie trägt ihre Frauenkleider jetzt auch alltags. Zweitens weiß sie, hier im MAGNET gibt es einen drahtigen jungen Kerl mit einem hübschen Body, der Augen hat wie der ganz junge Harrison Ford. Drittens weiß sie, dass sie auf dem besten Wege ist, das Frausein und die weiblichen Lebenswelten zu explorieren, und da ist der Gedanke schon naheliegend ob dieser Junge ihr dabei wohl ein wenig Hiilfestellung geben würde? Und gleichzeitig ist da die geheimnisvolle Alice, die aber als bekennende Lesbe einen Teil ihrer Geheimnisse heute wohl gelüftet hat und quasi auf dem selben Weg ist wie Valerie, nur sozusagen in entgegengesetzter Richtung, denn Alice will die Männerwelt erforschen.

Für heute wär's das erst mal.

Lieben Gruß, Valerie :()b
Valerie Bellegarde
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 1730
Registriert: Mo 8. Feb 2016, 16:44
Geschlecht: Part time lady
Pronomen: Mal so, mal anders
Hat sich bedankt: 91 Mal
Danksagung erhalten: 165 Mal
Gender:
Kontaktdaten:

Re: Valeries Welt

Post 125 im Thema

Beitrag von Valerie Bellegarde »

Valerie Bellegarde hat geschrieben: Sa 14. Okt 2017, 13:23 Kapitel 39. Kneipengespräche, zweiter Teil (Harrison Ford).

Es wurde zwischenzeitig gefragt, was diese Marketingleute sonst eigentlich im Büro so tun, wenn sie nicht gerade bei Ali im Tanzcafé MAGNET rumsitzen und die Musicbox rauf- und runterspielen lassen, meistens so diese Rock- und Soul Stücke oder auch mal was langsames wie diese gefühlvollen 80er Jahre Sachen von Elton John, Rod Steward und so weiter, ihr kennt das ja alles und ich hoffe, ihr mögt es ebenso wie unsere Valerie.

Die Frage, die oben gestellt wurde ist wirklich schwer zu beantworten, denn das Marketing gehört ja zu den sogenannten akademischen Berufen und ist nichts, was man nebenbei so kurz beschrieben kann und wird deshalb aufs nächste Kapitel (40) vertagt.
Lieben Gruß, Valerie
Ich habe mir das anders überlegt, Über den Job und die damit zusammenhängenden Probleme schreibe ich erst später. Im nächsten Abschnitt (Kap.40) geht es primär um Valeries Gefühle beim dressen, also beim Anziehen der gegengeschlechtlichen Wäsche und Klamotten. Alice hat sie danach gefragt, sie will das alles wissen, also versuchen wir da 'ne Antwort zu geben...

Kap. 40 kommt dann also cirka Montag, wie immer gegen 14.00 Uhr oder kurz später.

mfG, Valerie :()b
Valerie Bellegarde
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 1730
Registriert: Mo 8. Feb 2016, 16:44
Geschlecht: Part time lady
Pronomen: Mal so, mal anders
Hat sich bedankt: 91 Mal
Danksagung erhalten: 165 Mal
Gender:
Kontaktdaten:

Re: Valeries Welt

Post 126 im Thema

Beitrag von Valerie Bellegarde »

ähh...hmmm... kopfkratz... Denkt ihr anderen auch so wie die Tina? Sagt mal eure Meinung bitte, ich will das wissen.

Liebe Grüße,
V.B.
JanaH
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 574
Registriert: Di 10. Okt 2017, 07:13
Geschlecht: Frau
Pronomen: sie
Wohnort (Name): Leipzig
Hat sich bedankt: 96 Mal
Danksagung erhalten: 16 Mal
Gender:
Kontaktdaten:

Re: Valeries Welt

Post 127 im Thema

Beitrag von JanaH »

hmmm, auchmal kopfkratz... bisher fand ich die Geschichte von Valerie stringent, jetzt sehe ich die Tendenz, das zu überfrachten...
Klar möchte frau erklären, aber das ist meist gar nicht nötig, die Rezipienten verstehen mehr als gedacht...

Just show your life...







(Ich weiss, das ist nicht einfach)
Michelle_Engelhardt
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 4014
Registriert: Mi 27. Aug 2014, 14:15
Geschlecht: weiblich
Pronomen: sie
Wohnort (Name): Dortmund
Hat sich bedankt: 0
Danksagung erhalten: 1 Mal
Gender:
Kontaktdaten:

Re: Valeries Welt

Post 128 im Thema

Beitrag von Michelle_Engelhardt »

Ich finds ok von Valeries Gefühlen und auch von der Situation am Arbeitsplatz zu berichten. Das sind Dinge, die die Figur Valerie lebendig und authentisch machen. So lange sich dabei keine seitenlangen Ergüsse über tackern und abheften ergeben, kann darüber gerne berichtet werden.
Brauchst Du Hilfe oder einfach jemanden zum quatschen? Schick mir 'ne PN!

Weihnachtsmarkt ist das Wacken für Büroangestellte!
Valerie Bellegarde
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 1730
Registriert: Mo 8. Feb 2016, 16:44
Geschlecht: Part time lady
Pronomen: Mal so, mal anders
Hat sich bedankt: 91 Mal
Danksagung erhalten: 165 Mal
Gender:
Kontaktdaten:

Re: Valeries Welt

Post 129 im Thema

Beitrag von Valerie Bellegarde »

Danke Mädels
für eure Antworten. Ich weiß jetzt, anziehen ist interessanter als ausziehen, und tackern und abheften nur da, wo wirklich nötig. Also bis dann, Mo, 14.00 Uhr wie immer in diesem Theater. Ich geh jetzt zu einer Tierschau (Hunde, Katzen und so)

LG, Valerie :()b
Valerie Bellegarde
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 1730
Registriert: Mo 8. Feb 2016, 16:44
Geschlecht: Part time lady
Pronomen: Mal so, mal anders
Hat sich bedankt: 91 Mal
Danksagung erhalten: 165 Mal
Gender:
Kontaktdaten:

Re: Valeries Welt

Post 130 im Thema

Beitrag von Valerie Bellegarde »

Kapitel 40: Bodyshaping

Valerie war (was ihre Oberbekleidung angeht) nach mehreren Wochen, während denen sie tagsüber permanent en femme aufgetreten war, zwar noch nicht ganz im weiblichen Normalmodus angelangt, aber bestimmt auf einem guten Wege dazu. Das bedeutet, sie hatte ihren Klamottenbestand wesentlich ausgebaut, hatte in letzter Zeit eine Menge Geld in Stuttgarter Innenstadtboutiquen liegenlassen und besaß nun ein paar hübsche Kleider, sowie ein, zwei wirklich stylische Businessoutfits, einige Röcke und auch ihr Bestand an Oberteilen wie Blusen, Pullis und Tops hatte deutlich zugenommen, kein Vergleich zu der Zeit damals, als die weibliche Valerie quasi noch aus dem Koffer lebte.

Es soll jetzt aber niemand denken, Valerie sei - da sich jetzt alles ein wenig normalisiert hatte und die Spannung ein wenig raus war - etwa die Freude am Crossdressing verlorengegangen, weil sie jetzt jeden Tag in sogenannter gegengeschlechtlicher Kleidung (was für ein Wortungetüm!)ganz normal und unaufgeregt ins Geschäft stöckelte und auch abends (oft im kurzen Rock und in heels) locker im Musikcafé herumhing. Nein, die Freude am Tragen du vor allem am morgendlichen Anziehen sogenannter weiblicher Kleidung blieb ihr nach wie vor erhalten und sie lernte es auch so langsam, ihre körperlichen Reize (und die hatte sie zweifellos) zu benutzen und einzusetzen. Dazu gerne später mehr.

Nein, langweilig und alltäglich wurde ihr die Sache nicht, eigentlich ist eher das Gegenteil der Fall, und sie suchte dann in der Freizeit auch immer häufiger ganz bewusst diese Situationen und Anlässe, wo sie sich unter vielen Menschen in der Öffentlichkeit bewegte und den Blicken anderer Leute ausgesetzt war, sie fing an, das zu genießen. Ihr eigener Body wurde ihr immer wichtiger, und sie begann sich Gedanken darüber zu machen, ihn immer noch weiblicher zu gestalten, als er eh' schon geformt war. Wie schon erzählt, war sie ja mit 1.73 m nicht allzu groß, auch hatte sie kleine Hände von Größe 7 oder 8 (bei Handschuhen) und auch die Füße waren mit 40,5 noch fast normal für eine Frau. Auch die Gesichtsform war eher rund und weich, was ihr das "passing" als Frau erleichterte.

Sie besaß zwar immer noch nicht allzu viel an Unterwäsche, nur ein wenige paar BHs, Bodys, Korsetts, Strümpfe und dann ihre paar Reizwäschesets, die wir aus ihren Frankfurter Abenteuern schon kennen, aber das, was sie besaß, trug sie mit Freude, man könnte fast sagen mit Stolz, und ja, sie brauchte ihren Körper wirklich nicht zu verstecken. Besonders das morgendliche Ankleiden an sich war etwas, das ihr immer viel Freude verschaffte. Wie bekannt ist, hatte ihr die Mutter Natur ja einen kleinen natürlichen Busen der Körbchengröße A, vielleicht B mitgegeben, den sie bei Bedarf oder an besonderen Anlässen (wenn sie z.B. abends ins Kino ging oder sich mit Freunden im Restaurant zum Essen traf) mittels dieser wunderbaren einlegbaren Silikonkissen leicht zu einem C-Körbchen oder mehr aufpeppen konnte. Man kann wirklich sagen, dass sie sich über ihre Figur eigentlich schon viele Gedanken machte, zum Beispiel schien ihr ihre Taille stets zu breit (gemessen am Idealbild dieser Sanduhrfigur, die wir alle im Kopf tragen). Deshalb versuchte sie mit den verschiedensten Methoden, auch per Korsett oder deren kleine Schwester, dem Corselet, ihre Taille deutlich einzuschnüren, um auf diese Weise wenigstens andeutungsweise zu einer ausgeprägteren weiblichen Taillen-Linie zu gelangen.

Die Präsentation des eigenen Busens war ihr (neben der Taille) dabei immer ein wichtiges Anliegen, deshalb trug sie zu besonderen Anlässen auch sehr gerne dieses bis zur Hüfte reichende kleine Korsett, es war rot und schwarz, obenrum hatten die Körbchen einen kleinen Rand in Spitzen-Applikation, deshalb wirkte es auch fast schon ein wenig "puffig". Aber sie wäre nicht Valerie gewesen, hätte sie sich um das allgemeines Gerede oder blah-blah der Leute gekümmert. Also sagte sie zu sich: "was soll's - wenn schon, denn schon", was sozusagen auch ihr allgemeines Lebensmotto war, so kann man wirklich sagen. Und auf diese Weise wurde das kleine schwarz-rote Korsett bald zu ihrem Lieblings-Wäschestück, weil es sie so schön einhüllte und doch den Busen wunderbar zur Geltung brachte. Es hatte an den Seiten diese stabilisierenden Plastikstäbe eingenäht (früher: Fischbein, wir kennen das aus Großmutters Erzählungen). Diese längsseitige Plastikstäbchen werden für eine bessere Haltung des Oberkörpers und überhaupt zur Stabilisierung des Bodys gebraucht. Sie quetschten und schoben das, was sie an Fett unter der Haut und besonders seitlich am Oberkörper und unter den Armen leider immer noch als Körperfett mit sich herumtrug, brutal nach vorne, wodurch aber auch ein wunderhübscher natürlicher Busen entstand, der in den beiden Körbchen des Korsetts seinen Platz fand.

An Tagen, wo sie über wenig Zeit zum Ankleiden verfügte, beschränkte sie sich natürlich auf einen normalen BH, sie besaß inzwischen bestimmt über zehn dieser BHs, alle mit Häkchenverschluss im Rücken und in allen Farben, weiß, schwarz, rot, schokoladenbraun, flieder, aubergine, usw. und war bestimmt schon Stammkundin im Cannstatter Kaufhof, wo sie eine ganze Etage davon haben. Auch beim BH legt sie immer Wert auf guten seitlichen Halt, das heißt die Seitenteile mussten breit und stabil gebaut sein, diese ganz dünnen Trägerchen mochte sie nicht so sehr. Sahen zwar super aus, aber waren nicht alltagstauglich: also: abgelehnt.

Am kommenden Mittwoch gibt es weiteres aus Valeries Kleiderschrank zu bewundern.

Valerie :()b
Valerie Bellegarde
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 1730
Registriert: Mo 8. Feb 2016, 16:44
Geschlecht: Part time lady
Pronomen: Mal so, mal anders
Hat sich bedankt: 91 Mal
Danksagung erhalten: 165 Mal
Gender:
Kontaktdaten:

Re: Valeries Welt

Post 131 im Thema

Beitrag von Valerie Bellegarde »

Hallo ihr Lieben,

Für morgen, Mittwoch steht das neue Kapitel in meinem Planungskalender. Die drei Mädels verabreden sich zu einem Besuch in Valeries Wohnung, dann werden natürlich ein paar Kleider vorgeführt.

Also bis dann, mfG,

Eure Valerie
Maria T
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 167
Registriert: Do 14. Sep 2017, 19:35
Pronomen:
Wohnort (Name): Frankenblick
Hat sich bedankt: 3 Mal
Danksagung erhalten: 1 Mal
Kontaktdaten:

Re: Valeries Welt

Post 132 im Thema

Beitrag von Maria T »

Gespannt ich bin 😊
Einfach ist am schwersten.
Valerie Bellegarde
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 1730
Registriert: Mo 8. Feb 2016, 16:44
Geschlecht: Part time lady
Pronomen: Mal so, mal anders
Hat sich bedankt: 91 Mal
Danksagung erhalten: 165 Mal
Gender:
Kontaktdaten:

Re: Valeries Welt

Post 133 im Thema

Beitrag von Valerie Bellegarde »

Kapitel 41: Kaffeebesuch am Samstag

Die ganze Woche über hatte ein grauer Himmel über der Stadt gehangen, aber am Samstagfrüh hatte der der frische Herbstwind die Wolken weggeputzt, und die Sonne zeigte sich wieder mal. Valerie war auf dem Weg zum Cannstatter Markt, sie trug einen Einkaufskorb in der Hand und hatte flache Schuhe an. Ihr Speiseplan für das Wochenende war übersichtlich, bestehend aus Gemüse, Salat und Obst. Beim Metzger wollte sie dann auch noch ein kleines Steak mitnehmen. Ja, sie aß noch Fleisch, hatte die Ernährung noch nicht wie viele ihrer Kolleginnen auf vegetarisch oder gar vegan umgestellt. Nein, von Zeit zu Zeit erlaubte sie sich durchaus noch ein leckeres Steak vom Lamm oder Rind, ohne jetzt deshalb etwa ein schlechtes Gewissen zu haben.

Sie trug eine weiße Jeans und einen pinkfarbenen Pulli, der vom vielen Tragen schon etwas schlabberte, aber das war ihr egal, heute war Samstag und Freizeit und dann erlaubte sie sich, ganz "casual" aufzutreten, wie man heute ja wohl sagt. Über den Pulli hatte sie eine helle Jacke angezogen, denn der morgendliche Wind war frisch.

Ihre Umstellung auf den Frauenmodus hatte kleine, aber merkbare Fortschritte gemacht. Zum Beispiel konnte sie ihre Stimme inzwischen so modulieren, dass kleine Unterhaltungen mit Fremden durchaus möglich waren, ohne dass jemand dumm fragte, beispielsweise mit den Verkäufern an den Marktständen redete sie inzwischen ganz unbefangen. Vielleicht war es auch so, dass sie inzwischen dort bekannt war und möglicherweise hatte sich der eine oder andere Gemüsehändler schon seine Gedanken gemacht, aber niemand sagte jemals irgend ein Wort diesbezüglich, und so fühlte sie sich in dieser Umgebung bald zuhause. Heute früh war sie besonders gut drauf, trug den Kopf hoch, hatte ein kleines Lächeln im Gesicht, trug die Handtasche am langen Riemen quer über den Oberkörper und den Einkaufkorb in der linken Armbeuge.

"Mal sehen, was die Gemüsehändler heute im Angebot haben", dachte sie.

Gestern hatte Karl-Heinz im Büro angerufen. Kein langes Gespräch, die Atmosphäre im Büro ließ Vertraulichkeiten sowieso nicht zu, aber sie hatte auch den Eindruck, er würde um irgendetwas herumreden, was dann leider doch nicht gesagt wurde. Jedenfalls gab er während des gesamten Gesprächs fast nur Allgemeinplätze von sich, ja es gehe ihm gut, ja es wäre wirklich schön, sich irgendwann einmal wieder zu treffen, aber konkret wurde er nicht. Das, was sie von ihm hören wollte, blieb ungesagt, er machte keinen Vorschlag herzukommen, sich in Stuttgart zu treffen, und nach dem Gespräch war sie dann auch ein wenig gefrustet, aber im Büro wollte sie sich nicht von ihrer miesen Laune anmerken lassen, nicht wegen diesem Kerl. Allerdings am Abend war dann ihre Laune echt im Keller.

Nun, heute war Samstag, neuer Tag, neues Glück, einer ihrer Wahlsprüche. Die Sonne schien und Valerie hatte diesen Karl-Heinz schon wieder weggedrückt, sozusagen. Sie würde heute Nachmittag noch Besuch kriegen von Erica und Alice, ein samstäglicher Kaffeeklatsch unter den Marketingmädels, dafür wollte sie später noch Kuchen besorgen drüben im Cafè Kipp (einer der bekanntesten Cannstatter Konditoreien), sie hatte drei Stück Schwarzwälder Kirschtorte bestellt, die musste sie später noch abholen.

Die beiden klingelten pünktlich um vier. Erica war laut wie immer, aber weniger aufgetakelt als normalerweise im Büro, nur in Jeans und Pulli, und auch Alice war ganz casual gekleidet, Hose und Pulli, gegen den Wind hatte sie darüber einen ganz leichten Mantel angezogen, aber auch hier sah man sofort den edlen Schnitt, bestimmt Burberry oder etwas in der Art. Der Kaffeeklatsch verlief ganz harmonisch und nett, die Torte war im Nu verputzt, später kam dann irgendeine auf die Idee, Valeries neu angeschaffte Bürokleidung inspizieren zu wollen:

"Ah ja, Valerie, führ uns das mal vor, was du da Hübsches gefunden hast".

Valerie zierte sich zuerst, verschwand dann aber im angrenzenden kleinen Schlafzimmer um aber kurz darauf noch einmal kurz den Kopf ins Zimmer zu stecken:

"Ihr dürft aber nicht drängeln, ich brauche für's Zurechtmachen ein wenig mehr Zeit dazu als ihr Biofrauen"

Beide Besucherinnen lächelten verständnisvoll und nachsichtig, klar würde sie mehr Zeit brauchen, Frauen verstehen so etwas.
Valerie verschwand wieder im Schlafzimmer, stieg aus der Hose und zog dann den Pulli über den Kopf. Sie würde mit dem blauen Kleid anfangen. Das war etwas ausgeschnitten, also würde sie die größeren Silis einlegen müssen. Sie fand sie nach einigem Suchen in der Schublade und legte sie in ihren BH - wow - das Gewicht war sofort ganz anders zu spüren, merklich zogen die schwereren Brüste (immerhin je 500g) die Körbchen ihres leichten Synthetik-BHs nach unten. Sie arrangierte ihren Busen ein wenig, war dann zufrieden und schlüpfte in ihr neues blaues Kleid, sie hatte es kürzlich in einer Stuttgarter Boutique gefunden und gleich mitgenommen. Es war nachtblau mit einem weißen floralen Muster darin, vorne mit einem recht tiefen Ausschnitt, hinten mit einem Reissverschluß zu verschließen, oben ziemlich körpernah geschnitten aber unten eher weitschwingend, die Länge war so wie sie es mochte, der Saum umspielte das Knie. Valerie mochte solche eher kürzeren Röcke und Kleider, denn sie hatte wirklich gute Beine und wollte diese auch zeigen. Sie drehte sich ein paarmal vor dem Spiegel, schlüpfte dann in ihre hohen Schuhe und betrat wieder das Wohnzimmer.


Soviel für heute erst mal. Wenn ihr wollt, dass die kleine Modenschau weitergeht, dann sagt es bitte.

Lieben Gruß, Valerie :()b
Maria T
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 167
Registriert: Do 14. Sep 2017, 19:35
Pronomen:
Wohnort (Name): Frankenblick
Hat sich bedankt: 3 Mal
Danksagung erhalten: 1 Mal
Kontaktdaten:

Re: Valeries Welt

Post 134 im Thema

Beitrag von Maria T »

Ich hätte gern mehr von der Modenschau 😊
Einfach ist am schwersten.
Michelle_Engelhardt
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 4014
Registriert: Mi 27. Aug 2014, 14:15
Geschlecht: weiblich
Pronomen: sie
Wohnort (Name): Dortmund
Hat sich bedankt: 0
Danksagung erhalten: 1 Mal
Gender:
Kontaktdaten:

Re: Valeries Welt

Post 135 im Thema

Beitrag von Michelle_Engelhardt »

weiter :mrgreen: .......bitte (moin)
Brauchst Du Hilfe oder einfach jemanden zum quatschen? Schick mir 'ne PN!

Weihnachtsmarkt ist das Wacken für Büroangestellte!
Antworten

Zurück zu „(Eigene) Berichte und Geschichten“