Wie geht weinen
Wie geht weinen - # 2

Lebensplanung, Standorte
lilijana
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Re: Wie geht weinen

Post 16 im Thema

Beitrag von lilijana »

Hallo Conny-Andrea,

warum du nicht weinen kannst, wenn es in deinem Bekanntenkreis zu einer Änderung der Situation kommt, dass kann ich dir nicht sagen.
Dafür kenne ich dich nicht und schreibe dir hier nur ein paar Tipps auf, die nicht von mir sind, aber mir sehr gut gefallen.
  • Ständig unterdrückte und verdrängte Gefühle hindern daran, das Leben in seinem ganzen Facettenreichtum, in seiner ganzen Fülle zu leben. Wer die eigene Traurigkeit nicht annehmen kann, wird auch kaum in der Lage sein, einen Glücksmoment mit seiner ganzen Intensität auszukosten.
  • Sich dem eigenen Schmerz ganz hinzugeben kann befreiend sein, denn Weinen ist auch loslassen.
  • Nicht geweinte Tränen können sich in übermäßige Reizbarkeit wandeln oder sich in plötzlichen Wutausbrüchen entladen.
Grüße
Lilijana
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edeka
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weinen darf, aber muss nicht sein

Post 17 im Thema

Beitrag von edeka »

Hallo zusammen,
weinen ist bei mir schon lang nicht mehr. Nach meiner Erfahrung verliert sich das eben mit dem Alter. Ob ich deshalb empathielos bin ? Ich bilde mir ein daß nicht. Aber rational geprägt schon, und das ist gut so.
Aber allen "Heulsusen" in vorigen Beiträgen sage ich aufrichtig: ihr seid völlig ok, und ich finde es klasse was ihr geschrieben habt, euren Mut das zu erzählen. Ganz grosses Lob ! (ap)
und klar: es ist gut und gesund, seine Gefühle raus zu lassen, das darf durch weinen sein. Man kann auch dann wieder neue Kraft schöpfen und mit der Situation umgehen.

Dann fällt mir dazu noch was anders ein:
ChrisTina73 hat geschrieben: Mo 2. Okt 2017, 19:19 Dann wiederum gibt es auch manchmal Lieder (Der Text und das Lied von Xavier Naidoo - Bist Du am Leben interessiert z.B.), manchmal sind es auch Bilder in Musikvideos, die eine dermaßen Tiefe Wirkung haben. Da spüre ich dann innerlich so eine tiefe Kraft, ein erkennen setzt ein und plötzlich kommen mir die Tränen aus Freude, oder ich bekomme extreme Gänsehaut im positiven Sinne.
das mit der Musik kenne ich auch. Bei mir als bekennender Jazzfan sind es ganz bestimmte 'Lieder', aber das können nur Kenner ( :lol: ) nachvollziehen, es ist auch keine traurige Musik, z.B. :
  • 'Body and soul' in der Originalversion (!!) von Coleman Hawkins - er bläst seine ganze Seele durch das Saxofon, und so geht's in dich rein, wenn du dich dafür öffnen kannst.
    'Expressions', die letzte Platte von John Coltrane - da steckt so viel Kraft und soviel Gefühl in der Musik, danach ist er gestorben, weil damit alles gesagt war.
Wenn ich sowas höre und in mich rein lasse, dann geht's mir durch und durch, mitsamt Freudentränen.

Gruss, (so) ascona
Sabrina Verena
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Re: Wie geht weinen

Post 18 im Thema

Beitrag von Sabrina Verena »

Hallo!
Wie Weinen funktioniert weiß ich nicht.
Das vorletzte Mal hatte ich vor 7 Jahren geweint, als meine Oma starb.
Im Mai musste ich dann wieder weinen.
Grund war der Selbstmord eines lieben aber auch umstrittenen Menschens, welcher sich selber verbrannte.
Das ging mir an die Nieren und ich muss heute immer noch daran denken, gerade auch, weil er sich für diesen qual- und schmerzvollen Weg entschieden hatte.

Filme hingegen lassen mich eher kalt, dürfte aber daran liegen, dass ich meistens nicht voll konzentriert die Filme sehe.
LG Verena
Solange Du in Dir selber nicht zuhause bist, bist Du nirgendwo zu Haus.

Die Natur ist Wakan Tanka. Leider haben das nur Wenige verstanden.

Maka Ke Wakan Die Erde ist heilig
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Re: Wie geht weinen

Post 19 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Moin,

ich kann euch Weinen abgeben, aber keinen Wein (smili)

Mich rührt schon Musik manchmal so an, dass ich weinen muss, ganz zu schweigen von Filmen, Erinnerungen - oder was ganz schlimm ist: Beerdigungen.
Wenn es zum "persönlichen Teil" in der Ansprache des Pastors kommt, muss ich mich immer ablenken. Dabei studiere ich z.B. das Inhaltsverzeichnis des Gesangbuches und stelle mir dabei selbst Aufgaben: das älteste/neueste Kirchenlied suchen oder schonmal auf das nächste Lied einstimmen (nur schlecht, wenn das "so nimm denn meine Hände" ist, das bringt mich noch mehr zum Weinen). Wenn ich den Gottesdienst mitgestalten darf, dann nehme ich Einfluss auf die Lieder die kommen.
Dramatisch ist es, wenn ich selbst vorne sitzen muss, weil ein Angehöriger zu betrauern ist.

Es ist wohl auch eine Auseinandersetzung mit dem eigenen Leben(?) - und mit dem Tod und dem Gedanken: "was wird mal über Dich gesagt?"

Zunehmend stelle ich mir auch die Frage, ob ich dann tatsächlich als Anne-Mette beerdigt werde...

... und ob für mich "Going Home" gespielt wird )):m

Gruß
Anne-Mette

Aubergine
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Re: Wie geht weinen

Post 20 im Thema

Beitrag von Aubergine »

Hallo Mädels,

das mit dem Weinen hat nach meinem Gefühl überhaupt nichts mit Mann oder Frau zu tun. Klar, wir kennen alle die Erziehungssprüche für Jungs, die hier schon erwähnt wurden, trotzdem kann oder könnte man einen Jungen auch nicht daran hindern nachts in seinem Bett für sich allein zu weinen.
Weinen können wir alle, aber die Intention dazu ist ähnlich wie beim Schmerz, der eine schürft sich das Knie auf und sagt "Aua", der andere hat genau die gleiche Schürfwunde und heult schrecklich.
Das hängt auch viel mit der Einstellung zum Leben zusammen. Die Pessimisten sind deprimiert und sagen, dass kann auch nur mir passieren. Beim gleichen Ereignis sagt der Optimist "na das ging wohl in die Hose, das bekomm ich aber noch hin.
Als Kind ist weinen noch völlig normal - auch für Jungs - aber mit zunehmendem Alter wird es von außen wie auch von einem selbst nach Möglichkeit gesteuert. Die eine ist besser darin, die andere schafft es einfach nicht.
Tränen sind sowohl Ausdruck der Freude wie auch der Trauer oder des Schmerzes.

Oftmals verbinden wir Gefühle mit bestimmten Ereignissen und dass Unterbewusstsein steuert das, ohne dass wir darauf Einfluss nehmen können.
Ich bin nun nicht der Typ der Schnulzen hört, aber Leute, ich hab den Song bestimmt schon 20x in meinem Leben gehört und jedes Mal wenn er läuft und ich nicht entkommen kann, laufen mir einfach die Tränen die Wangen runter und ich kann absolut nicht sagen warum.



Die Frage ist also, woher kommt das und was verbinde ich damit??? Keine Ahnung.

Wir alle kennen den Spruch, "nah am Wasser gebaut" Das sind einfach Menschen, die emotional intensiver fühlen als andere und die ihre Gefühle nicht so gut unterdrücken können wie andere.

Auch ich habe schon viel in meinem Leben geweint, aber es kommt immer auch auf die Situation an. Als meine Mutter einen Unfall hatte im Schwimmbad und mein Vater daneben stand und geweint hat, weil er so hilflos war, habe ich (damals etwa 22) mich um alles gekümmert, Krankenwagen, Vater, Krankenhaus, Vater, Heimtransport, Mutter Vater. Alles sachlich und nüchtern und ohne eine Miene zu verziehen. Erst als ich nachts im Bett lag ist die Anspannung abgefallen und ich hab geheult wie ein Schlosshund.

Die erste Beerdigung in meinem Leben an der ich teilgenommen habe war die meiner Schwiegermutter. Hier auf dem Land ist es oft noch üblich, dass der Sarg offen aufgebahrt wird, die Familie dahinter steht und das ganze Dorf daran vorbei marschiert/flaniert und sein Beileid ausdrückt. Nicht eine Träne habe ich vergossen sondern immer nur gedacht oh mein Gott, wann ist der Zirkus hier zu ende.

Auch als Mutter/Vater wirst du dich "zusammennehmen" um deinen Kindern keine Angst zu machen, denn wenn da plötzlich aus heiterem Himmel jemand weint, glauben Kinder, dass sie etwas falsch gemacht haben.

Und so denke ich, dass es nichts mit Gefühlskälte und auch nichts mit Erziehung zu tun hat, ob man weint oder nicht, sondern nur damit, in wie weit ich selbst Emotionen zulasse, vor allem die, die mit überwältigen können.

LG Aubergine
Dir geht's nicht gut? Du fühlst dich mies? So was kommt schnell mal vor.
Geteiltes Leid ist halbes Leid, ich leih dir gern mein Ohr.
heike65

Re: Wie geht weinen

Post 21 im Thema

Beitrag von heike65 »

Anne-Mette hat geschrieben: Di 3. Okt 2017, 13:37

Mich rührt schon Musik manchmal so an, dass ich weinen muss, ganz zu schweigen von Filmen, Erinnerungen - oder was ganz schlimm ist: Beerdigungen.
Wenn es zum "persönlichen Teil" in der Ansprache des Pastors kommt, muss ich mich immer ablenken. Dabei studiere ich z.B. das Inhaltsverzeichnis des Gesangbuches und stelle mir dabei selbst Aufgaben: das älteste/neueste Kirchenlied suchen oder schonmal auf das nächste Lied einstimmen (nur schlecht, wenn das "so nimm denn meine Hände" ist, das bringt mich noch mehr zum Weinen). Wenn ich den Gottesdienst mitgestalten darf, dann nehme ich Einfluss auf die Lieder die kommen.


Gruß
Anne-Mette

Beerdigungen empfinde ich auch extrem belastend, daher haben meine Frau und ich beschlossen auf keine Beerdigung mehr zu gehen, weder auf die unserer Eltern, noch bei dem Ehepartner, egal wer von uns zuerst geht, würden wir beide nicht überstehen.

Was mich verwundert: wieso ist es mutig zum weinen zu stehen ? Ich hab schon mal locker 5 Minuten mitten im Lidl geheult, zusammen mit einer guten Bekannten, das muss einem null peinlich sein.

Gruss Heike
Conny-Andrea
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Re: Wie geht weinen

Post 22 im Thema

Beitrag von Conny-Andrea »

Hallo Aubergine,

hier ist noch ein schönes Lied, versuch es mal. Funktioniert bei mir immer. :( (yes)




Liebe Grüße von Conny-Andrea
Zuletzt geändert von Conny-Andrea am Di 3. Okt 2017, 15:26, insgesamt 1-mal geändert.
Michi
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Re: Wie geht weinen

Post 23 im Thema

Beitrag von Michi »

Hallo Theresa,
Theresa hat geschrieben: Di 3. Okt 2017, 01:10 Und doch erschreckte mich die Tatsache, dass ich um meinen Hund wesentlich mehr weinte als um meine Mutter. Vielleicht lag es daran,dass sie krank war, auch das Alter hatte, in dem man damit rechnen musste. Oberflächlich funktionierte Verdrängung. Auf einer Ebene tiefer hatte man das vielleicht schon akzeptiert.
Der Hund war in der damaligen Ehe Kindersatz. Etwas, womit wir den Alltag füllen wollten. Womit wir was Gemeinsames hatten. Als er starb war die Ehe in Auflösung und mit seinem Tot endgültig (symbolisch ) in Scherben zerbrochen.
Im Grunde genommen steckt da schon die Antwort drin. Es sind wohl zumeist nicht die unmittelbaren Verluste, die wir beweinen, sondern das, was damit in Verbindung steht, vor allem wenn man sich damit schwer tut, dies zu akzeptieren. Bei deiner Mutter war dir bewusst, dass sie alt und krank gewesen ist, und du hast dich vermutlich schon vorher damit auseinandergesetzt. Anders bei deinem Hund, wo der Tod für dich in unmittelbarer Verbindung mit dem Ende eurer Ehe stand. Bei mir war es ähnlich. Wir hatten uns kurz nach unserem Kennenlernen und Zusammenziehen eine kleine Katze als Ersatz für ein gemeinsames Kind geholt. Die Katze lebt auch noch und blieb bei mir, aber dennoch musste ich manches Mal heulen, wenn ich sie nur gesehen habe. Sie hat mich immer wieder an den Verlust erinnert, und ich brauchte eine ganze Weile um mir darüber klar zu werden, dass ich einen manisch-depressiven Menschen, der sein Leben lang auf der Flucht vor menschlicher Nähe und seinen Dämonen war, nicht auf Dauer halten konnte.

Dazu noch ein traurig-schönes Erlebnis: Kurz nach der Trennung lag ich ziemlich betrübt im Bett, und schaute verloren auf die leere Seite neben mir. Da kam meine Katze ganz nah zu mir her, schaute mir tief in die Augen, und streichelte mir dann mit der Pfote sanft über die Wange. Da liefen mir die Tränen wie ein Wasserfall.
Theresa hat geschrieben: Di 3. Okt 2017, 01:10 Ich bekomme häufig kurzfristige Heulanfälle, jeh nach dem welche Gedanken gerade in den Sinn kommen. Es ist meistens Trauer um Vergangenes (vergebliche Hoffnungen), das ich nicht halten konnte. Pläne, die ich, besonders in Bezug auf die Partnerin, nicht umsetzen konnte. Das Gefühl, versagt zu haben, scheint eine entscheidende Rolle zu spielen.
Auch der Plüschbär, der nun statt ihrer auf dem Beifahrersitz mit mir fährt, kann diesen Reflex auslösen....
Auch bei mir heute kommt es heute noch manchmal vor, dass mir deswegen das Wasser in den Augen steht. Die Erinnerungen verschwinden ja nicht, sie verblassen nur ganz langsam.
Theresa hat geschrieben: Di 3. Okt 2017, 01:10 Heute schiebe ich das Unvermögen meine Emotionen nicht im Griff zu haben einfach auf meine weibliche Seite. Dann ist es für mich erträglicher. Nur die kennt lange nicht jeder.
Das denke ich nicht. Du hast die männlichen Erziehungsmuster (Jungs weinen nicht, ein Indianer kennt keinen Schmerz) nur weitgehend abgelegt, und gestattest dir, deine Gefühle zuzulassen.
Theresa hat geschrieben: Di 3. Okt 2017, 01:10 Zum Schluss noch was Positives, damit es nicht in Depressionen ausartet: Nächste Woche fahre ich für 7 Tage nach Holland. Mit meiner Exfrau! Ca 6 Jahre nach der Scheidung! Irgendwie macht mich das ein wenig stolz. Wir sind jetzt Freunde und sie akzeptiert sogar meine weibliche Erscheinungsform und war mit Theresa schon mal beim Chinesen essen....
Ich habe zwar mit Blick auf die Geschichte mit dem Plüschbären gewisse Bedenken. Aber wenn du dir sicher bist, dass es dir dabei gut geht, du über eure Trennung hinweg bist, und dadurch nicht immer wieder auf den Verlust getriggert wirst, dann ist das eine schöne Sache.

Meine Ex-Partnerin und ich wollten damals auch ein freundschaftliches Verhältnis pflegen. Sie kam dann aber schnell damit an, dass sie erst mal Abstand brauchen würde, und ich bin mir heute nicht mehr so sicher, ob es mir gut tun würde, wenn sie sich wieder meldet. Beim letzten Mal, 2 Jahre nach dem sie um Abstand bat, lief es darauf hinaus, dass sie eigentlich mehr an (indirekter finanzieller) Unterstützung, als an mir und einem freundschaftlichen Verhältnis interessiert war, und ich mich nur ausgenutzt fühlte.
Theresa hat geschrieben: Di 3. Okt 2017, 01:10 Das war mal wieder was Verworrenes von mir. Ich bekomme es leider nicht besser formuliert.
Keine Sorge, dass war viel aufschlussreicher, als du dachtest.

Liebe Grüße
Michi
Zuletzt geändert von Michi am Di 3. Okt 2017, 17:28, insgesamt 1-mal geändert.
Wenn dir jemand auf den Fuß tritt, schreist du "Aua" und erwartest eine Entschuldigung.
Mir treten andere dauernd auf die Füße und erwarten, dass ich mich dafür entschuldige, dass es mir weh tut.
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Re: Wie geht weinen

Post 24 im Thema

Beitrag von Conny-Andrea »

ChrisTina73 hat geschrieben: Di 3. Okt 2017, 15:07 @Conny-Andrea

mußte auch erstmal schauen aber da gibt es einen "männlichen" Trick :D

Um zu wissen und verstehen, wie etwas funktioniert muß man es logisch auseinander nehmen (ob wir das dann hinterher wieder zusammenbekommen oder ein paar Schrauben übrig bleiben, wird sich zeigen) :D
Das heißt, schau, wie es bei anderen funktioniert hat... also zitieren, dann Vollständiger Editor & Vorschau und da mal schauen. So machen es im übrigen auch die "Chinesen" ;)

oder Kurzform: Klick im Editor auf youtube oben und füge dazwischen einfach die Buchstaben nach dem "www youtube com/watch?v=" ein, also in Deinem Fall: kW8L7MXcEvE
Hallo ChrisTina,

vielen Dank, den Button habe ich übersehen. Aber auf die Idee nur einen Teil der Url einzufügen, wäre ich nicht gekommen. (yes)

Liebe Grüße von Conny-Andrea
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Re: weinen darf, aber muss nicht sein

Post 25 im Thema

Beitrag von Michi »

ascona hat geschrieben: Di 3. Okt 2017, 12:31 weinen ist bei mir schon lang nicht mehr. Nach meiner Erfahrung verliert sich das eben mit dem Alter.
Hallo Ascona,

das würde ich so nicht sagen - eher: "Kommt drauf an."

Es gibt immer Veränderungen ...

Auf der einen Seite verändern sich die "Gründe" warum wir weinen. Ein Kind heult als wäre Weltuntergang, weil man ihm ein Sandförmchen wegnimmt, oder weil es im Laden nicht den Lutscher oder das Spielzeug bekommt, was in der Quängelzone hängt. Aber als Erwachsener heult man (in der Regel) nicht mehr drauf los, wenn das liebste Spielzeug (Auto) bei einem Unfall Schrott ist. Sondern ist froh, das überlebt zu haben. Man weiß auch, dass Menschen und das geliebte Haustier irgendwann sterben werden.

Auf der anderen Seite müssen nicht wenige von uns erst mühsamn lernen, ihre Gefühle zuzulassen.


Liebe Grüße
Michi
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Re: Wie geht weinen ........

Post 26 im Thema

Beitrag von Christiane »

geht schneller als man glaubt.

Irgendwann ist bei mir der Teich/See in der Körpermitte sooo groß und so schwarz, daß schon ein "banales" Ereignis ausreicht.
Allerdings muß ich zugeben, daß ich nicht in aller Öffentlichkeit in Tränen ausbrechen würde. Da geh ich dann schon in Deckung.

Gewisse Ereignisse bringen Jede/n zum weinen. Die Drucksensoren sind nur bei Jedem/Jeder anders verteilt und nicht immer gleich hart eingestellt.
Manchmal berührt uns ein Film mehr, als Menschen direkt in unserer Nähe. Kann ich auch nicht erklären.
Als ich mein kleines graues Langohr nach 8 gemeinsamen Jahren beerdigen mußte, hab ich geheult wie ein Schloßhund. Weil Kind-Ersatz?
Als um mich herum mehrere Menschen ihr Leben ließen, hab ich funktioniert - konnte aber danach nicht weinen. Schreckstarre?
Am ersten Jahrestag saß ich dann in der Kirche mit den angezündeten Kerzen - da hat es mich dann überrascht.

Die Einen weinen vielleicht öfter - die Anderen weniger - oder heimlich - oder im Schlaf.
Schon mal am Morgen verklebte Augen gehabt? Tränenfluss im Schlaf.
Es kommt nur auf die Stärke der Erschütterung an, von der man getroffen wird.
Wer dann verlernt hat, dieses "Ventil" zu öffnen - wird irgendwann implodieren.

Liebe Grüße
Christiane
"Pünktchen sind immer süß!"
heike65

Re: Wie geht weinen

Post 27 im Thema

Beitrag von heike65 »

Gewisse Ereignisse bringen Jede/n zum weinen. Die Drucksensoren sind nur bei Jedem/Jeder anders verteilt und nicht immer gleich hart eingestellt.
Wahre Worte.... und es gibt Ereignisse
Es kommt nur auf die Stärke der Erschütterung an, von der man getroffen wird.
Wer dann verlernt hat, dieses "Ventil" zu öffnen - wird irgendwann implodieren.
da wird selbst dieses zur Makulatur:
Allerdings muß ich zugeben, daß ich nicht in aller Öffentlichkeit in Tränen ausbrechen würde. Da geh ich dann schon in Deckung.
Es kommt nur auf die Heftigkeit an....
heike65

Re: Wie geht weinen

Post 28 im Thema

Beitrag von heike65 »

und zum Thema Musik die einen bewegt:



und

Christiane
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Re: Wie geht weinen

Post 29 im Thema

Beitrag von Christiane »

https://youtu.be/VaUvLnruYzQ

Ich versuch das zum ersten Mal Vielleicht geht's. ;-)
"Pünktchen sind immer süß!"
Christiane
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Re: Wie geht weinen

Post 30 im Thema

Beitrag von Christiane »

Sorry - ich glaube, ich habe den falschen erwischt. :lol:
Sängerin richtig - Titel nicht - ich übe weiter.

LG
Christiane
"Pünktchen sind immer süß!"
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