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Lina hat geschrieben: Mo 25. Sep 2017, 16:41...die sollte man meinetwegen gerne schwer bestrafen...
So einer sollte vor Scham schon von selbst tot umfallen.
Na, ernsthaft, wenn jemand aus Dummheit oder Unachtsamkeit ein Rettungsfahrzeug behindert gehört das genau so schwer bestraft wie unterlassene Hilfeleistung.
Macht jemand sowas bewusst oder gar absichtlich ist das für mich mindestens so verwerflich als hätte er denjenigen selber verletzt.
Ich kann wirklich nicht nachvollziehen was die Leute sich dabei denken.
Sei vorsichtig mit deinen Wünschen, sie könnten in Erfüllung gehen.
Natürlich ist das wahr, es steht doch im Internet!
Du hast ne Frage, brauchst Rat oder Hilfe?
Ohren verleih ich nicht, aber anschreiben darfst du mich jederzeit...
es ist bei mir vor allem die Angst vor einer Hilflosigkeit und Abhängigkeit von anderen, die mich in meinen engeren Umfeld so abweisend macht. Und ich denke, dass es vielen - vor allem in den großen Städten - sehr ähnlich geht. Dann ignoriert man die Hausordnung, DAMIT die Nachbarn mit einem nichts zu tun haben wollen. Wer einen Rückhalt oder eine Geborgenheit bei Freunden oder Familie hat, kann das vermutlich nicht nachempfinden. Ich habe lange in Essen im Ruhrgebiet gelebt, bevor ich mich in das Ferienhaus meiner Eltern zurück gezogen habe. Da kann einen allein schon die Enge unter den vielen Menschen in die Einsamkeit treiben.
Ich versuche jetzt als Nicole wieder Anschluss an die Gesellschaft zu finden. Da gibt es eine SHG in Koblenz und den Plan eine eigene SHG in Simmern zu gründen. Dann gehe ich häufiger als früher in die Stadt (jetzt en femme). Dazu kommt dieses Forum. Hier fehlt zwar der direkte Kontakt, doch es hilft dabei, dass ich mich nicht so alleine fühle. Trotzdem bleibt diese Angst fremden Menschen, denen ich nicht vertraue, ausgeliefert zu sein. Da erscheint dann der Tod als Erlösung. So lange ich einigermaßen gesund bleibe, denke ich natürlich nicht ans Sterben - schon gar nicht jetzt als Nicole.
Lina hat geschrieben: Mo 25. Sep 2017, 16:41...die sollte man meinetwegen gerne schwer bestrafen...
So einer sollte vor Scham schon von selbst tot umfallen.
Na, ernsthaft, wenn jemand aus Dummheit oder Unachtsamkeit ein Rettungsfahrzeug behindert gehört das genau so schwer bestraft wie unterlassene Hilfeleistung.
Macht jemand sowas bewusst oder gar absichtlich ist das für mich mindestens so verwerflich als hätte er denjenigen selber verletzt.
Ich kann wirklich nicht nachvollziehen was die Leute sich dabei denken.
Ich sehe da so viele Probleme. Schon auch die Sensationslust in Verbundenheit des Anonymitätsfaktor in der Fahrgastzelle. Das kennt jeder, das viele "im" Auto gaaanz mutig sind.
Hier in Bremen gibts durch die vielen engen Strassen und Laternenparker oft das Problem, das die Feuerwehr nicht durchkommt, da manche sich lieber ihr Röckchen am Busch nicht aufreisen wollen statt vernünftig zu parken. Stellenweise kommen da sogar PKW nur im Schritttempo durch.
Die Feuerwehr kennt da aber nix und schiebt sich durch die Blechhinternisse einfach durch. Die "Parker" bekommen dann eine Anzeige und können ihren meist Totalschaden bei der Versicherung melden - der eigenen! Richtig so, wer nicht nachdenkt wird bestraft. Denn das Feuerwehrauto wird ebenfalls in Rechnung gestellt!
Ich verstehe diese Welt auch nicht. Manchmal weiß man nicht ob man darüber weinen oder weglaufen soll.
Unsere Welt ist tendetiell eher schlecht als recht. Deswegen befassen sich auch viele Musiker mit den Themen. Fängt ja oben immer an und rattert bis ganz runter. Die Medien machens ja auch vor. Jeden Tag Mord, Totschlag, Prügeleien, Gewalt usw....wen wunderts das der eine oder andere abstumpft. Konditioniertes Training würde man das nennen können.
Anbei eine gelungene Produktion. Die Musik mag nicht jede_n* treffen, die Bilder und die Hommage an das Heute-"Schornal" wie Politiker vielleicht schon. Und unsere perverse Art uns zu feiern.
Verzeiht, ich bin Freund_in* des Ganzheitlichen.......wenns unpassend ist, kann das ja wieder raus.
Ziel: Human being -> Ist Dein Ziel erreicht, war es zu niedrig angesetzt -> Der Weg ist das Ziel!
Was ich mehrfach erlebt habe ist, dass ich den RTW im Rücken wahrnehme, rechts ran fahre, und dann, obwohl ewig viel Platz ist, ein Fahrzeug vom Gegenverkehr genau auf meiner Höhe anhält, anstatt 50 Meter früher, damit sich der RTW zügig durchschlängeln kann. Da kann man echt nur den Kopf schütteln. Der Gipfel war, eindeutig beleidigende Handzeichen zu bekommen, weil ich(!) das Problem erkennend, gleich noch mal angerollt und ein paar Meter weiter gefahren bin, um wieder eine Lücke für den RTW zu schaffen.
Michi
Wenn dir jemand auf den Fuß tritt, schreist du "Aua" und erwartest eine Entschuldigung.
Mir treten andere dauernd auf die Füße und erwarten, dass ich mich dafür entschuldige, dass es mir weh tut.
Joe95 hat geschrieben: Mo 25. Sep 2017, 17:42
Ich kann wirklich nicht nachvollziehen was die Leute sich dabei denken.
Manchmal glaube ich, die Leute denken überhaupt nicht. Anders ist manches Verhalten nicht mehr zu erklären.
Wenn dir jemand auf den Fuß tritt, schreist du "Aua" und erwartest eine Entschuldigung.
Mir treten andere dauernd auf die Füße und erwarten, dass ich mich dafür entschuldige, dass es mir weh tut.
Das Dümmste, was ich in den letzten Jahren erlebt habe aus dieser Schublade: Ich Fahre durch eine Straß mit einer Fahrspur und einer Reihe geparkten Autos und sehe eine scheinbar ohnmächtige Person auf dem Bürgersteig. Wenige Meter danach stelle ich mein Auto in die freie Lücke, kümmere mich um die Person, rufe einen RTW. Während ich mich um die Person kümmere, kommt irgend ein Idiot und macht mich so penetrant an, dass ich mich stark überlege, ob Gewaltanwendung gleich nötig wird. Angeblicher Grund seiner Anmache: Dass mein Auto auf dem Behindertenparkplatz steht ... WTF!!! Wie blöd kann man sein?
Parkende Autos zur Seite rammen ist schon krass, aber ganz ehrlich.....ich finds ok! Wer Rettungswege blockiert, hat es nicht besser verdient, finde ich.
Liebe Grüße
Michelle
Brauchst Du Hilfe oder einfach jemanden zum quatschen? Schick mir 'ne PN!
Weihnachtsmarkt ist das Wacken für Büroangestellte!
Anscheinend haben wir hier ja einen großen Anteil an Rettungskräften. Selbst seit 38 Jahren in der FF, finde ich das sehr erfreulich.
Aber leider kann ich alles bisher gelesene nur bestätigen. Martinshorn und Blaulicht werden nur noch selten als das wahrgenommen was es eigentlich ist. Da wird mitten auf der Straße angehalten ohne zur Seite zu fahren.
Bei einem Überholmanöver mit dem LF auf der Gegenfahrbahn ist uns mal fast jemand frontal reingefahren weil er meinte sein Vordermann, der ordnungsgemäß zur Seite gefahren war, zu überholen. Nur die sofortige Notbremsung meines Maschinisten hat schlimmeres verhindert.
Ich bin auch im privat Pkw mit Sonderrechten unterwegs. Oftmals könnte ich sie aber auch auslassen und wäre genauso schnell unterwegs.
Es hat eindeutig eine Gleichgültigkeit Einzug gefunden, die nicht gut ist für unsere Gesellschafft. Feuerwehrmänner und RTW-Personal werden bei ihren Einsätzen bedroht und an ihrer Arbeit behindert. Beispiele hierfür gibt es genug.
Was ist nur aus der Gesellschafft geworden?
Anders läuft es allerdings im privaten Umfeld. Auf dem Dorf ist das vielleicht auch noch anders. Da kennt jeder die Gewohnheiten des Nachbarn. Bei uns wird schon mal nachgefragt wenn die Vorhänge morgens zwei Stunden längerfristig bleiben.
Silvia
Gleichberechtigung ist keine Einbahnstraße - Ich bin was ich bin und das bin ich gerne
Wenn man von den Leuten, die lieber gierig mit dem Handy einen Unfall fotografieren, als den beteiligen Menschen zu helfen, mal absieht, gibt es glaube ich auch immer noch sehr viele, die einfach unsicher sind und nicht wissen, was sie tun sollen.
So fuhr ich einmal durch die Stadt, und vor einer Bushaltestelle lag eine regungslose Frau auf dem Boden. Daneben standen zwei Mädels um die 20 recht unbeteiligt mit ihren Handys. Ich hielt an, nahm mir Handschuhe und prüfte die Vitalzeichen der Liegenden. Sie waren vorhanden. Ansprech- oder weckbar war sie nicht. Da keine Verletzungen erkennbar waren, drehte ich sie in die stabile Seitenlage, wobei sie erwachte und Unverständliches lallte. Vermutlich Junkie und etwas zu viel genommen.
Ich fragte die Mädels, warum sie eigentlich nicht helfen. Diese sagten, wieso sie hätten doch den Rettungsdienst gerufen. (Das ist ja immerhin schonmal besser als gar nichts). In dem Moment kam dann auch schon der Rtw, und die sich mittlerweile mehrfach erfolglos Aufrichtende und wieder Umfallende wurde aufgeladen.
In einer anderen Situation geriet eine Fahrerin bei Glatteis auf der Autobahn neben mir auf der linken Spur ins Schleudern, ich war in der Mitte. Sie rutschte knapp hinter meinem Auto (das waren keine zwei Meter, zum Glück hatte ich nicht gebremst) nach rechts und zerschellte in der Leitplanke. Ich erkannte, dass ich anhalten muss, was aber bei offensichtlichem Glatteis incl. Reaktionszeit und Bremsweg gut 200 Meter weiter war. Als ich an dem Auto ankam, hatten auch schon zwei andere Fahrzeuge gehalten, wobei die Fahrer regungslos vor dem Unfallwagen standen und staunten. Ich öffnete dann als erster die Fahrertür, sprach die Verunfallte an und suchte nach Verletzungen. Zum Glück hatte sie keine, stand aber logischerweise völlig unter Schock.
Die beiden anderen staunten immer noch, aber fragten dann, was sie tun könnten. Ich schlug vor, dass sie die Unfallstelle sichern sollen, was sie auch prompt taten.
Warum ich das schreibe? Weil es natürlich massenweise Leute gibt, die über Verletzte hinwegsteigen oder lieber Videos drehen. Aber es dürfte auch viele geben, die zwar helfen würden und wollen, aber nicht wissen wie, oder sich nicht trauen (Übertreibung veranschaulicht: wenn ich jetzt die Tür aufmache, spritzt mir bestimmt Blut entgegen, und was mache ich dann bloß).
Regelmäßige Schulungen bzw. Auffrischungen in erster Hilfe und Verhalten am Unfallort wären schonmal ein guter Schritt. Nicht nur einmal im Leben zum Führerschein. Bestrafungen für unterlassene Hilfeleistung sind vermutlich nur ein Teil des Problems.