Selbsthass und Ehrlichkeit - # 2
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Inga
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Re: Selbsthass und Ehrlichkeit
Hallo, Sternchen,
ich war bei der Diskussion im Chat nicht dabei, sondern bin vielmehr jetzt auf diesen deinen Thread gestoßen.
'Ich lese einen wichtigen Aspekt daraus, nämlich dass die Transition für dich nicht so sehr der Weg zu dir selbst und zu deiner eigentlichen Idendität war, sondern eher ein Teil deiner Rebellion gegen die unverständige Umwelt. Sozusagen eher noch ein Umweg zu dir selbst, der für dich die Probleme noch eher verstärkt.
Transition ist für mich aus vielerlei Gründen kein Thema. Für mich stellt sich eher die Frage, wie häufig und intensiv ich mein Teiltzeitfrauensein lebe. Kann ich mich da in dich schon einfühlen?- frage ich mich. Wahrscheinlich musst du hier uns noch mehr erzählen.
Doch soviel glaube ich begriffen zu haben: Hätte ich so viel Ärger wie du damit, würde ich auch verzweifeln wollen, ist doch alles irgendwie viel Opfer ohne irgendeine Erlösung in Sicht.
So denke ich, verzweifle nicht völlig daran. Und lass dich vom Selbsthass nicht zerfressen. Du hast irgendwo in dir versteckt auch noch einen guten Kern. Der ist einzigartig. Und den musst du beizeiten erst noch entdecken, keimen und aufblühen lassen.
Liebe Grüße
Inga
ich war bei der Diskussion im Chat nicht dabei, sondern bin vielmehr jetzt auf diesen deinen Thread gestoßen.
'Ich lese einen wichtigen Aspekt daraus, nämlich dass die Transition für dich nicht so sehr der Weg zu dir selbst und zu deiner eigentlichen Idendität war, sondern eher ein Teil deiner Rebellion gegen die unverständige Umwelt. Sozusagen eher noch ein Umweg zu dir selbst, der für dich die Probleme noch eher verstärkt.
Transition ist für mich aus vielerlei Gründen kein Thema. Für mich stellt sich eher die Frage, wie häufig und intensiv ich mein Teiltzeitfrauensein lebe. Kann ich mich da in dich schon einfühlen?- frage ich mich. Wahrscheinlich musst du hier uns noch mehr erzählen.
Doch soviel glaube ich begriffen zu haben: Hätte ich so viel Ärger wie du damit, würde ich auch verzweifeln wollen, ist doch alles irgendwie viel Opfer ohne irgendeine Erlösung in Sicht.
So denke ich, verzweifle nicht völlig daran. Und lass dich vom Selbsthass nicht zerfressen. Du hast irgendwo in dir versteckt auch noch einen guten Kern. Der ist einzigartig. Und den musst du beizeiten erst noch entdecken, keimen und aufblühen lassen.
Liebe Grüße
Inga
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dunkles_sternchen
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Re: Selbsthass und Ehrlichkeit
Ich rauche nicht. Soweit mir bekannt potenziert sich mit dem Rauchen lediglich die Thrombosegefahr. Nikotin deaktiviert ja nicht das Östrogen-Molekül am Rezeptor.Britt hat geschrieben: So 20. Aug 2017, 22:35 Rauchst du? Nikotin und Östrogene vertragen sich nicht.
Nein, das meinte ich jetzt überhaupt nicht. Meine Transition war ja keine Identitätssuche - das passiert doch lange vorher. Die Transition ist doch immer dann angezeigt, wenn der Selbstfindungsprozess abgeschlossen ist und dann eben das Mittel, um dieses Identitätskonflikt zu behandeln, in dem der Körper angeglichen wird. Und natürlich ist der Erfolg dieser Therapie wichtig, denn das Ergebnis einer Angleichung ist doch letztlich entscheidend, ob ich mich dann wohl fühle.Inga hat geschrieben: Mo 21. Aug 2017, 00:18 'Ich lese einen wichtigen Aspekt daraus, nämlich dass die Transition für dich nicht so sehr der Weg zu dir selbst und zu deiner eigentlichen Idendität war, sondern eher ein Teil deiner Rebellion gegen die unverständige Umwelt. Sozusagen eher noch ein Umweg zu dir selbst, der für dich die Probleme noch eher verstärkt.
Und wenn dann, wie z.B. in meinem Fall und um willkürlich was zu nennen, nicht mal paar Minibrüstchen wachsen - dann geht da eben auch viel Vertrauen und Hoffnung kaputt. Letztlich mussten dann sowieso fast alle zum Brustaufbau - aber da bekam ich dann Probleme, da ich nun gar kein Drüsengeweben habe. Und obwohl ich 2x von einem Top-Arzt operiert wurde, schaut es aufgrund des fehlenden Eigengewebes irgendwie künstlich aus.
Und solcher "Es-lief-schief-Anekdoten" könnte ich noch mind. 10-15 andere liefern.
Es ist völlig Wurst, welchen Teilaspekt ich aus der Transition rauspicke - ich kann mich einfach an nix erinnern, was positiv lief, ausser der Papierkram. Und das hat im Nachgang meine Optimismus - den ich immer im Leben hatte - völlig zerstört. Zweckpessimist, wie man so schön sagt. Und da helfen leider auch lange schon keine gut gemeinten Ratschläge mehr - im Sinne "nehme dich an" oder "guck nach vorn". Da bin ich Welten weit entfernt. Ich bin in psychologischer Behandlung, habe eine chronische Belastungsstörung und habe mich kaputt gespielt.
Und wie gesagt, ich spüre das ja - und dieser Hass gegen mich wird mein Begleiter im Leben sein. Die Saat wurde als Kind gelegt, weil man ja nie gut genug war, und mit der Transition wurde da nochmal so richtig tonnenweise Öl ins Feuer gekippt. Man hat es ja förmlich täglich aufs Brot geschmiert bekommen, dass man wieder nicht gut genug ist - der Körper völlig unwillig. Letztens gab es auch wieder eine Diskussion zur Fettverteilung ... da musste ich dann auch wieder passen. Irgendwann habe ich wütend den Zettel mit meinen Maßen weggeworfen, die ich über die Jahre notiert hatte - und da war einfach nix. Punkt. Null Veränderungen. Ich wollte ja nun keine Wespentaille oder ne Megahüfte ... aber wenigstens son bisschen ...
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Magdalena
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Re: Selbsthass und Ehrlichkeit
Hallo Sternchen,
gut ich bin kein Arzt, und kann Dir keine Lösung für Dein Problem vorschlagen. Nur schlagen die Hormone bei Dir nicht richtig an. Sie bringen nicht die Wirkung, die Du Dir erhoffst. Ist denn bei Dir der Hormonspiegel in letzter Zeit ermittelt worden? Oder liegt es in Deiner Veranlagung, dass die verabreichten Hormone nicht die Wirkung zeigen. So wie es auch Biofrauen gibt, die wenig Brust ihr Eigen nennen und um die Hüfte sehr schmal sind. Es gehört zur Ehrlichkeit dazu, zu erkennen welche Grenzen uns die Natur setzt, leider.
Viele Grüße Magdalena
gut ich bin kein Arzt, und kann Dir keine Lösung für Dein Problem vorschlagen. Nur schlagen die Hormone bei Dir nicht richtig an. Sie bringen nicht die Wirkung, die Du Dir erhoffst. Ist denn bei Dir der Hormonspiegel in letzter Zeit ermittelt worden? Oder liegt es in Deiner Veranlagung, dass die verabreichten Hormone nicht die Wirkung zeigen. So wie es auch Biofrauen gibt, die wenig Brust ihr Eigen nennen und um die Hüfte sehr schmal sind. Es gehört zur Ehrlichkeit dazu, zu erkennen welche Grenzen uns die Natur setzt, leider.
Viele Grüße Magdalena
Lebe jeden Tag.
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dunkles_sternchen
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Re: Selbsthass und Ehrlichkeit
Wie ich das bereits erwähnte: Wenn man, wie ich, sich 5 Jahre intensiv mit der Materie befasst und auch schon zig Ärzte, Blutbilder und Medikamentenumstellungen hinter sich, erwarte man nicht, dass hier jemand kommt und was neues erzählt. Darum hatte ich auch nirgends gebeten und es geht auch nicht darum mir zu helfen. Das kann keiner.
Die Argumente sollten lediglich dafür dienen die Gründen meines Selbsthasses zu untermauern.
Und was sich da über Jahre verfestigt und manifestiert hat, kann und wird man nicht mal eben aus dem Ärmel umknicken und entkräften. Wir sprechen da eher von der Dimension "Wunder" ... das würde mich dann sicherlich überzeugen und auch ein Abweichen meiner Position veranlassen. So bleibt das alles ein Status Quo.
Die Argumente sollten lediglich dafür dienen die Gründen meines Selbsthasses zu untermauern.
Und was sich da über Jahre verfestigt und manifestiert hat, kann und wird man nicht mal eben aus dem Ärmel umknicken und entkräften. Wir sprechen da eher von der Dimension "Wunder" ... das würde mich dann sicherlich überzeugen und auch ein Abweichen meiner Position veranlassen. So bleibt das alles ein Status Quo.
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Simone
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Re: Selbsthass und Ehrlichkeit
Liebes Sternchen,
dein Beitrag hat mich sehr bewegt.
Du beschreibst das, wovor ich mich fürchte, nämlich mir selbst nicht zu genügen.
Aber die Behandlung mit Hormonen und die Personenstandsänderung und der reibungslose übrige Papierkram wären so nicht passiert, wenn du nicht eine (Trans-) Frau wärst.
Daran gibt es nichts mehr zu zweifeln.
Du bist in der gleichen Situation, wie ein Mädchen, das während der Pubertät feststellt, dass sich bei ihr nicht wie bei den Gleichaltrigen Rundungen an Brust und Hüfte entwickeln.
Stattdessen bekommt sie von ein bisschen Handballtraining wohlmöglich ein Kreutz wie ein Preisboxer. Das ist einen schwierige Situation, mit der sie fertig werden muss, wie du. Ich kann die Wut auf eure Körper nachvollziehen, denn ich glaube, mir ginge es ähnlich. Und ich habe große Angst davor.
Aber es gibt nichts mehr daran zu zweifeln, dass ihr Frauen seid. Ihr müsst einen Weg finden, damit umzugehen, etwas anders zu sein. Du nun schon zum zweiten Mal.
Aber du weißt selber, dass Weiblichkeit nicht am Umfang von Brust, Taille und Hüfte messbar ist. Ihr müsst in eurer Weiblichkeit einen Weg finden, mit euren Körpern zu leben und ihr werdet es.
Liebe Grüße und gute Nacht,
Simone
dein Beitrag hat mich sehr bewegt.
Du beschreibst das, wovor ich mich fürchte, nämlich mir selbst nicht zu genügen.
Aber die Behandlung mit Hormonen und die Personenstandsänderung und der reibungslose übrige Papierkram wären so nicht passiert, wenn du nicht eine (Trans-) Frau wärst.
Daran gibt es nichts mehr zu zweifeln.
Du bist in der gleichen Situation, wie ein Mädchen, das während der Pubertät feststellt, dass sich bei ihr nicht wie bei den Gleichaltrigen Rundungen an Brust und Hüfte entwickeln.
Stattdessen bekommt sie von ein bisschen Handballtraining wohlmöglich ein Kreutz wie ein Preisboxer. Das ist einen schwierige Situation, mit der sie fertig werden muss, wie du. Ich kann die Wut auf eure Körper nachvollziehen, denn ich glaube, mir ginge es ähnlich. Und ich habe große Angst davor.
Aber es gibt nichts mehr daran zu zweifeln, dass ihr Frauen seid. Ihr müsst einen Weg finden, damit umzugehen, etwas anders zu sein. Du nun schon zum zweiten Mal.
Aber du weißt selber, dass Weiblichkeit nicht am Umfang von Brust, Taille und Hüfte messbar ist. Ihr müsst in eurer Weiblichkeit einen Weg finden, mit euren Körpern zu leben und ihr werdet es.
Liebe Grüße und gute Nacht,
Simone
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Nicole Fritz
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Re: Selbsthass und Ehrlichkeit
Hallo Delfinium,
Du hast mit deinem Beitrag in allen Punkten absolut Recht - nur wird das Sternchen leider nichts helfen. Was Du schreibst, habe ich mir als Mann tausend mal anhören müssen. Ich war als Mann wirklich attraktiv und nicht wenige Frauen drehten sich nach mir um. Ich sah da aber immer nur diesen blöden Hampelmann, den ich an liebsten umgebracht hätte. Seit ich nun überwiegend als Frau unterwegs bin, ist das anders. Was ich bei Sternchen lese, spiegelt genau die Befürchtung wieder, die ich habe, wenn ich an meine Transition denke. Wenn sich dabei wieder negative Eindrücke ansammeln, weil irgend etwas - wie schon tausendfach erlebt - nicht richtig läuft, könnte dieser alte Selbsthass wieder aufkommen. Dann wäre nicht nur der Mann "tot", den ich ein Leben lang gespielt habe, sondern auch Nicole. Und das will ich nicht. Wenn es Nicole nicht gäbe, wäre ich aus diesem Loch aus Selbsthass und Depression wahrscheinlich nie heraus gekommen und würde mich im Alkohol ertränken.
Daher kommt meine allgemeine Empfehlung sich unbedingt Zeit zu lassen und dabei sein Leben als Frau so zu gestalten, dass es möglichst als angenehm empfunden wird. Dann bauen sich extreme negative Gefühle und Selbsthass hoffentlich gar nicht erst auf. Ich habe mich von meinem Umfeld in diese verhasste Rolle als Mann drängen lassen. Deshalb versuche ich als Nicole nur noch auf mein Inneres zu hören. Dann stimmt mein Passing, wenn ICH mich wohl fühle. Wie viel Angleichung an das andere Geschlecht ich dafür brauche, werde ich so nach und nach heraus finden. Ich habe jetzt die Haare gefärbt und denke als nächstes über Ohrlöcher nach - ein kleiner Schritt nach dem anderen eben. Minibrüstchen - die mich als Mann sehr stören - habe ich bereits ohne Hormone.
Und Dir Sternchen, kann ich nur wünschen, dass Dein Psychologe möglichst bald heraus findet, wie er Dir helfen kann. Ich kann es nicht.
LG Nicole
Du hast mit deinem Beitrag in allen Punkten absolut Recht - nur wird das Sternchen leider nichts helfen. Was Du schreibst, habe ich mir als Mann tausend mal anhören müssen. Ich war als Mann wirklich attraktiv und nicht wenige Frauen drehten sich nach mir um. Ich sah da aber immer nur diesen blöden Hampelmann, den ich an liebsten umgebracht hätte. Seit ich nun überwiegend als Frau unterwegs bin, ist das anders. Was ich bei Sternchen lese, spiegelt genau die Befürchtung wieder, die ich habe, wenn ich an meine Transition denke. Wenn sich dabei wieder negative Eindrücke ansammeln, weil irgend etwas - wie schon tausendfach erlebt - nicht richtig läuft, könnte dieser alte Selbsthass wieder aufkommen. Dann wäre nicht nur der Mann "tot", den ich ein Leben lang gespielt habe, sondern auch Nicole. Und das will ich nicht. Wenn es Nicole nicht gäbe, wäre ich aus diesem Loch aus Selbsthass und Depression wahrscheinlich nie heraus gekommen und würde mich im Alkohol ertränken.
Daher kommt meine allgemeine Empfehlung sich unbedingt Zeit zu lassen und dabei sein Leben als Frau so zu gestalten, dass es möglichst als angenehm empfunden wird. Dann bauen sich extreme negative Gefühle und Selbsthass hoffentlich gar nicht erst auf. Ich habe mich von meinem Umfeld in diese verhasste Rolle als Mann drängen lassen. Deshalb versuche ich als Nicole nur noch auf mein Inneres zu hören. Dann stimmt mein Passing, wenn ICH mich wohl fühle. Wie viel Angleichung an das andere Geschlecht ich dafür brauche, werde ich so nach und nach heraus finden. Ich habe jetzt die Haare gefärbt und denke als nächstes über Ohrlöcher nach - ein kleiner Schritt nach dem anderen eben. Minibrüstchen - die mich als Mann sehr stören - habe ich bereits ohne Hormone.
Und Dir Sternchen, kann ich nur wünschen, dass Dein Psychologe möglichst bald heraus findet, wie er Dir helfen kann. Ich kann es nicht.
LG Nicole
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dunkles_sternchen
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Re: Selbsthass und Ehrlichkeit
Naja, wenn das die einhellige Meinung ist, dann lassen wir das Thema einfach mal an der Stelle. Wenn einer 20-Jährigen - die wahrscheinlich noch bei Mutti wohnt - irgendwie in puncto Lebenserfahrung mehr Glaubwürdigkeit entgegengebracht wird, als mir - die immerhin auch schon 5 Jahre Transition hinter sich hat - dann tuts mir an der Stelle einfach mal Leid. Das hatten wir ja schon mal ...
Mir zu unterwerfen, ich verhalte mich wie eine 13-Jährige, ist bestenfalls kindisch und typisch halt für einen unerfahrenen Teenager - ich könnte deine Mutter sein. Ich denke, dass ich sehr gut dargestellt habe, was die Gründe für meine Belastungsstörung sind <<<--- da steht übrigens, WAS ich habe. Ich sagte auch, dass der Verlauf chronisch ist wegen meiner Schmerzen und meinen hormonellen Problemen. Natürlich träumt jeder davon irgendwie hübsch zu sein, ich kann mich aber nicht entsinnen den "Typ Modellfrau" in irgendeiner Weise hier als erstrebenswert anzusehen. Das unterstellst Du mir da ganz frech. Ich weiß ehrlich gesagt nicht, warum hier überhaupt was geschrieben habe, wenn es nicht gelesen wird. Und meine Ärzte habe ich damals ausgewählt, eben weil ich kein medizinisches Risiko eingehen wollte. Ob Brust oder GaOP ... die Diskussion wird mir aber an der Stelle auch einfach zu blöd.
So, und nochmal was zu mir:
Die erste, die das nicht gelesen hast, ist Delfinium. Ich habe eine sehr gute Menschenkenntnis und Dich schätze ich als sehr egozentrisch ein. Das merkt man fast in jedem Satz von Dir, weil Du einfach primär gern von Dir sprichst, als auf andere einzugehen. Und darum hast Du mit 100%iger Wahrscheinlichkeit auch überhaupt nicht gelesen, was ich HIER geschrieben habe. Da macht es auch keinen Sinn überhaupt über irgendwas zu diskutieren - und schade eigentlich auch, dass so ein Chat immer "missbraucht" wird, um im Fazit solche extrem platten Psychogramme auszugeben, die dann auch noch geliked werden. Das hilft dann niemandem auf der Welt ...
Mir zu unterwerfen, ich verhalte mich wie eine 13-Jährige, ist bestenfalls kindisch und typisch halt für einen unerfahrenen Teenager - ich könnte deine Mutter sein. Ich denke, dass ich sehr gut dargestellt habe, was die Gründe für meine Belastungsstörung sind <<<--- da steht übrigens, WAS ich habe. Ich sagte auch, dass der Verlauf chronisch ist wegen meiner Schmerzen und meinen hormonellen Problemen. Natürlich träumt jeder davon irgendwie hübsch zu sein, ich kann mich aber nicht entsinnen den "Typ Modellfrau" in irgendeiner Weise hier als erstrebenswert anzusehen. Das unterstellst Du mir da ganz frech. Ich weiß ehrlich gesagt nicht, warum hier überhaupt was geschrieben habe, wenn es nicht gelesen wird. Und meine Ärzte habe ich damals ausgewählt, eben weil ich kein medizinisches Risiko eingehen wollte. Ob Brust oder GaOP ... die Diskussion wird mir aber an der Stelle auch einfach zu blöd.
So, und nochmal was zu mir:
Die erste, die das nicht gelesen hast, ist Delfinium. Ich habe eine sehr gute Menschenkenntnis und Dich schätze ich als sehr egozentrisch ein. Das merkt man fast in jedem Satz von Dir, weil Du einfach primär gern von Dir sprichst, als auf andere einzugehen. Und darum hast Du mit 100%iger Wahrscheinlichkeit auch überhaupt nicht gelesen, was ich HIER geschrieben habe. Da macht es auch keinen Sinn überhaupt über irgendwas zu diskutieren - und schade eigentlich auch, dass so ein Chat immer "missbraucht" wird, um im Fazit solche extrem platten Psychogramme auszugeben, die dann auch noch geliked werden. Das hilft dann niemandem auf der Welt ...
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Anne-Mette
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Re: Selbsthass und Ehrlichkeit
Moin,
Wer fragt, bekommt natürlich Antworten, auch solche, die nicht gefallen.
Manchen Leuten würde ich zwar raten "vor der eigenen Tür zu kehren", anstatt so ein Posting abzulassen; aber auch so etwas wie von Delfinium gehört wohl zur viel gelobten "Meinungsfreiheit".
Also: nicht gleich die Flinte ins Korn werfen
Gruß
Anne-Mette
Wie kommst Du darauf, dass es "einhellige Meinung" ist?Naja, wenn das die einhellige Meinung
Wer fragt, bekommt natürlich Antworten, auch solche, die nicht gefallen.
Manchen Leuten würde ich zwar raten "vor der eigenen Tür zu kehren", anstatt so ein Posting abzulassen; aber auch so etwas wie von Delfinium gehört wohl zur viel gelobten "Meinungsfreiheit".
Also: nicht gleich die Flinte ins Korn werfen
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dunkles_sternchen
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Re: Selbsthass und Ehrlichkeit
Ach, weißt Du Anne. Mir fehlt mittlerweile die Kraft mich solchen "plumpen Einschätzungen" entgegenzustellen. Solche Vorwürfe höre ich natürlich seit Jahren. Mir scheint, dass da gedanklich bei vielen ein Automatismus vorherrscht. Sobald in irgendeiner Weise die Rede davon ist, dass man gewisse Erwartungen an seine Transition hat - und sei es sowas banales wie Gesundheit - rutscht man nach einem Schwarzweiß-Muster auf diese Schiene "man wird halt kein Modell" ... finde dich damit ab. Davon war nie ansatzweise die Rede. Wenn jemand aber erstmal auf seiner vorgebackenen Meinung besteht, kommt man da auch mit guten Argumenten nicht mehr raus.
Ich kann nur nochmal wiederholen, dass meine Transition kein Model aus mir machen sollte - ich wollte lediglich am Körper eine gewisse Verweiblichung erfahren, die aber nie eingetreten ist. Im Gesicht hatte ich etwas Glück, da ich nie sehr maskulin aussah. Mit den Hormonen hat das fast nichts zu tun. Aber wie auch immer ... habe keine Lust mich hier zu streiten.
Ich kann nur nochmal wiederholen, dass meine Transition kein Model aus mir machen sollte - ich wollte lediglich am Körper eine gewisse Verweiblichung erfahren, die aber nie eingetreten ist. Im Gesicht hatte ich etwas Glück, da ich nie sehr maskulin aussah. Mit den Hormonen hat das fast nichts zu tun. Aber wie auch immer ... habe keine Lust mich hier zu streiten.
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Anne-Mette
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Re: Selbsthass und Ehrlichkeit
Guten Abend,
Gruß
Anne-Mette
Du wirst hier keine Screenshots aus dem Chat posten; außerdem könntest Du mal bei Gelegenheit einen Wohnberechtigungsbescheid für den Chat einreichenWenn mir keiner glaubt kann ich die screenshots hier als Beweis posten aber ich hoffe soweit muss es nicht kommen.
Gruß
Anne-Mette
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Nicole Fritz
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Re: Selbsthass und Ehrlichkeit
Hallo Sternchen und Delfinium,
ich denke , ich hätte mich hier besser heraus halten sollen. Ich war bei dem Chat nicht dabei und kenne den ganzen Hintergrund nicht. Ich wollte eigentlich nur sagen, dass solche Äußerungen wie die von Delfinium niemandem helfen, der völlig verzweifelt ist, auch wenn sie gut gemeint und vielleicht auch zutreffend sind. Da habe ich mich wohl nicht vorsichtig genug ausgedrückt.
LG Nicole
ich denke , ich hätte mich hier besser heraus halten sollen. Ich war bei dem Chat nicht dabei und kenne den ganzen Hintergrund nicht. Ich wollte eigentlich nur sagen, dass solche Äußerungen wie die von Delfinium niemandem helfen, der völlig verzweifelt ist, auch wenn sie gut gemeint und vielleicht auch zutreffend sind. Da habe ich mich wohl nicht vorsichtig genug ausgedrückt.
LG Nicole
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dunkles_sternchen
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Re: Selbsthass und Ehrlichkeit
Zutreffend ist davon überhaupt nichts. Und immer wenn man andere Menschen be- und verurteilt, begibt man sich damit auf sehr dünnes Eis. Eine gute Diskussionskultur lebt sicher nicht davon andere Mitglieder persönlich anzugreifen und irgendwelche Urteile zu fällen. Ich finde es eine Frechheit vollmundig irgendwelche Behauptungen in den Raum zu stellen über eine Person, die man weder je gesehen, noch gesprochen hat und sich nur irgendwelchen platten Vorurteilen zu bedienen. Von geistiger Tiefe, und irgendwie auch Respekt gegenüber einer anderen Person, zeugt das nicht unbedingt.
Und sowieso: Gut gemeint ist das Gegenteil von gut gemacht.
Im übrigen erbitte ich mir das Posten von persönlichen Bildmaterial zu unterlassen. Ich wollte hier eigentlich keine rechtliche Schritte einleiten, weil Leute nicht wissen, wie sich im Internet zu verhalten haben.
Und sowieso: Gut gemeint ist das Gegenteil von gut gemacht.
Im übrigen erbitte ich mir das Posten von persönlichen Bildmaterial zu unterlassen. Ich wollte hier eigentlich keine rechtliche Schritte einleiten, weil Leute nicht wissen, wie sich im Internet zu verhalten haben.
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Nobbi56
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Re: Selbsthass und Ehrlichkeit
Liebes dunkles sternchen,
entschuldige, aber was ist das Lebensalter? Eine Zahl auf einem Stück Papier, mehr nicht!
Es gibt 20jährige (oder gar noch jüngere), die haben im Leben mehr durchgemacht und erfahren als so manche Greise!
Ich habe beruflich mit dem Thema Geflüchtete zu tun, Du weißt ja sicherlich, wie viele gerade junge Menschen - größtenteils alleine - aus Kriegsgebieten unter Lebensgefahr nach Europa flüchten: was glaubst Du, haben diese Menschen trotz ihres jungen Alters schon alles an "Lebenserfahrung" erleiden müssen, einschließlich Dinge, die wir uns in unseren schlimmsten Alpträumen nicht vorstellen möchten
Zugegeben sind das extreme Beispiele und eine Perspektivverzerrung; aber es zeigt doch, wie irrelevant die Zahl an Jahren ist, die der Perso ausweist. Und bei allem Verständnis für Deine subjektive, zweifellos sehr belastende Situation finde ich es doch für jemanden, der, wie mir scheint, an sich selbst einen hohen intellektuellen Anspruch stellt, etwas oberflächlich, die (nach meiner Überzeugung gut gemeinte und konstruktive) Kritik im besagten Posting von D. nun mit dem platten Verweis auf den Altersunterschied abzutun! Kennst Du André Heller? Der sagte einmal so treffend "Wer das Denken nicht schlagen kann, schlägt die Denkenden". Eine kritische Replik auf meine (auf Rezipienten durchaus mitunter etwas larmoyant wirkende) Selbstzerfleischung passt mir nicht? Na, ganz klar, das muss an der Inkompetenz der Verfasserin liegen! Das erspart es mir, mich mit ihren inhatlichen Argumenten auseinander zu setzen.
Bedenke doch auch Folgendes: Es dürfte hier wohl niemanden geben, der es auf seinem/ihrem Weg zur neu definierten geschlechtlichen Identität besonders leicht hatte! Wenn da jetzt jemand kommt, der sein eigenes - unbestrittenes - Leiden sehr breit darstellt, kann bei anderen leicht der Eindruck entstehen, dass ihr eigener Lebens- und Leidensweg relativiert wird, ja dagegen sogar verblasst, weil er offenbar so viel "weniger schlimm/belastend" war. Das kommt verständlicherweise nicht gut an
!
Es ist natürlich absolut frustrierend und kann einen traurig und zugleich wütend machen, wenn man macht und tut und irgendwie will sich so gar kein Erfolg einstellen! Die Frage scheint doch aber zu sein: hat sich wirklich kein Erfolg eingestellt oder nimmst Du ihn nur nicht wahr, weil er nicht in Dein "paint-it-black- Welt(und Selbst-)bild passt? Apropos schwarz: Warum trägst Du nach eigener Aussage "nur schwarz"? Lass Dir gesagt sein, so ein Dunkeldüsteroutfit wirkt auf viele Männer eher abtörnend, selbst wenn sie die Trägerin durchaus attraktiv finden mögen!
Wenn D. schreibt, sie beurteilt Dich nach den Bildern (die ich nicht kenne) durchaus hübsch, habe ich keinen Grund, daran zu zweifeln. Ich frage mich daher: kannst Du das überhaupt zulassen, oder weigerst Dich, dies zur Kenntnis zu nehmen, weil nicht sein kann, was nicht sein darf...?
Zu klären wäre m. E. auch: was erwartest Du Dir hier eigentlich von diesem Forum
LG N.
PS: Hehe, ich bin Jg. '56 - na WER hat hier den Hut auf...
entschuldige, aber was ist das Lebensalter? Eine Zahl auf einem Stück Papier, mehr nicht!
Es gibt 20jährige (oder gar noch jüngere), die haben im Leben mehr durchgemacht und erfahren als so manche Greise!
Ich habe beruflich mit dem Thema Geflüchtete zu tun, Du weißt ja sicherlich, wie viele gerade junge Menschen - größtenteils alleine - aus Kriegsgebieten unter Lebensgefahr nach Europa flüchten: was glaubst Du, haben diese Menschen trotz ihres jungen Alters schon alles an "Lebenserfahrung" erleiden müssen, einschließlich Dinge, die wir uns in unseren schlimmsten Alpträumen nicht vorstellen möchten
Zugegeben sind das extreme Beispiele und eine Perspektivverzerrung; aber es zeigt doch, wie irrelevant die Zahl an Jahren ist, die der Perso ausweist. Und bei allem Verständnis für Deine subjektive, zweifellos sehr belastende Situation finde ich es doch für jemanden, der, wie mir scheint, an sich selbst einen hohen intellektuellen Anspruch stellt, etwas oberflächlich, die (nach meiner Überzeugung gut gemeinte und konstruktive) Kritik im besagten Posting von D. nun mit dem platten Verweis auf den Altersunterschied abzutun! Kennst Du André Heller? Der sagte einmal so treffend "Wer das Denken nicht schlagen kann, schlägt die Denkenden". Eine kritische Replik auf meine (auf Rezipienten durchaus mitunter etwas larmoyant wirkende) Selbstzerfleischung passt mir nicht? Na, ganz klar, das muss an der Inkompetenz der Verfasserin liegen! Das erspart es mir, mich mit ihren inhatlichen Argumenten auseinander zu setzen.
Bedenke doch auch Folgendes: Es dürfte hier wohl niemanden geben, der es auf seinem/ihrem Weg zur neu definierten geschlechtlichen Identität besonders leicht hatte! Wenn da jetzt jemand kommt, der sein eigenes - unbestrittenes - Leiden sehr breit darstellt, kann bei anderen leicht der Eindruck entstehen, dass ihr eigener Lebens- und Leidensweg relativiert wird, ja dagegen sogar verblasst, weil er offenbar so viel "weniger schlimm/belastend" war. Das kommt verständlicherweise nicht gut an
Es ist natürlich absolut frustrierend und kann einen traurig und zugleich wütend machen, wenn man macht und tut und irgendwie will sich so gar kein Erfolg einstellen! Die Frage scheint doch aber zu sein: hat sich wirklich kein Erfolg eingestellt oder nimmst Du ihn nur nicht wahr, weil er nicht in Dein "paint-it-black- Welt(und Selbst-)bild passt? Apropos schwarz: Warum trägst Du nach eigener Aussage "nur schwarz"? Lass Dir gesagt sein, so ein Dunkeldüsteroutfit wirkt auf viele Männer eher abtörnend, selbst wenn sie die Trägerin durchaus attraktiv finden mögen!
Wenn D. schreibt, sie beurteilt Dich nach den Bildern (die ich nicht kenne) durchaus hübsch, habe ich keinen Grund, daran zu zweifeln. Ich frage mich daher: kannst Du das überhaupt zulassen, oder weigerst Dich, dies zur Kenntnis zu nehmen, weil nicht sein kann, was nicht sein darf...?
Zu klären wäre m. E. auch: was erwartest Du Dir hier eigentlich von diesem Forum
LG N.
PS: Hehe, ich bin Jg. '56 - na WER hat hier den Hut auf...
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Re: Selbsthass und Ehrlichkeit
Ich erwähnte ja bereits, dass ich durchaus gewohnt bin auf Unverständnis zu stoßen - vor allem dann, wenn man mich nur sehr oberflächlich kennt bzw. wahrnimmt. Im Regelfall "schieße" ich auch erst zurück, wenn auf mich geschossen wird. Das mag durchaus nicht immer geistig anständig sein und von Verletztlichkeit zeugen, aber das gestehe ich mir einfach mal an der Stelle zu. Wenn man beginnt unfair zu werden, muss man auch mit unfairen Reaktionen rechnen. Und da achte ich zugegeben auch nicht immer auf moralische Korrektheit.
Was ich wollte?
Wenn man den ersten Post aufmerksam liest, steht da alles drin. Ich wollte mich ursprünglich entschuldigen und dies lediglich kommentieren. Um mehr ging es nicht. Ich habe nirgends darum gebeten mir zu helfen, Tipps zu geben, mich zu bemitleiden und auch nicht meine doch sehr verstrikte Situation von außen in irgendeiner Weise zu kommentieren. Und ich finde, dass man davor einen gewissen Anstand haben sollte, wenn sowas nicht ausdrücklich erwünscht wird.
Und wie ich ebenfalls erwähnte habe ich diese "platten Model-Diskussionen" zu hunderten im Netz gehabt. Es gibt Menschen, die einen guten empathischen Draht haben und andere nicht. Man kann sowas auch nicht erlernen. Und ich merke relativ schnell, welche Diskussionsteilnehmer sich zum einem Thema einfinden und dazu eine empathische Beziehung aufbauen oder eben nicht. Mir liegt es absolut fern hier meine Probleme ausbreiten zu wollen und den Eindruck zu erwecken ich wäre besonders mitleidenswert. Das implizierst Du an der Stelle völlig falsch.
Und das schwarze ...
So, wie andere bei Gott ihren Glauben gefunden haben, so habe ich meinen Glauben woanders gefunden. Die Black- und Death Metal-Szene verarbeitet eben die Themen, die mich im Herzen bewegen. Das fängt eben bei meiner persönlichen Entwicklung an und erstreckt sich über die Gesellschaft, bis hin zum Menschsein, dem Nihilismus. Das sind natürlich alles schwere Kopfgeburten und man muss dafür einen gewissen Hang zur Tiefe haben. Ich kann mit Dir stundenlang über den Tod und das Leben reden. Oder auch einen Monolog zum Thema Tod halten - oder das Leben. Über Licht und Schatten. Das Gute und das Böse. Für mich ist die Nacht ein besonderer Zeitpunkt im Tagesverlauf - einfach auch schon philosophisch, als auch emotional. Allein der Gedanke, dass die "Maschine Menschheit" hier ruht und sich auf das nächste "Fließband-Gerödel" am nächsten Morgen vorbereitet, böte Gesprächsstoff für etliche Gesprächsabende. Ich trage auch deshalb schwarz, um da irgendwie "kontra" zu bieten - still und leise. Ich bin gegen eine Gesellschaft, in der nur Leistung und Erfolg zählt, in der man keine Schwächen haben darf, die Jammer als unangenehm empfindet und Menschen Vorrang gibt, die "alles wie richtige Männer durchziehen".
Schwarz ist keine Farbe, sondern eine Art zu Leben.
Was ich wollte?
Wenn man den ersten Post aufmerksam liest, steht da alles drin. Ich wollte mich ursprünglich entschuldigen und dies lediglich kommentieren. Um mehr ging es nicht. Ich habe nirgends darum gebeten mir zu helfen, Tipps zu geben, mich zu bemitleiden und auch nicht meine doch sehr verstrikte Situation von außen in irgendeiner Weise zu kommentieren. Und ich finde, dass man davor einen gewissen Anstand haben sollte, wenn sowas nicht ausdrücklich erwünscht wird.
Und wie ich ebenfalls erwähnte habe ich diese "platten Model-Diskussionen" zu hunderten im Netz gehabt. Es gibt Menschen, die einen guten empathischen Draht haben und andere nicht. Man kann sowas auch nicht erlernen. Und ich merke relativ schnell, welche Diskussionsteilnehmer sich zum einem Thema einfinden und dazu eine empathische Beziehung aufbauen oder eben nicht. Mir liegt es absolut fern hier meine Probleme ausbreiten zu wollen und den Eindruck zu erwecken ich wäre besonders mitleidenswert. Das implizierst Du an der Stelle völlig falsch.
Und das schwarze ...
So, wie andere bei Gott ihren Glauben gefunden haben, so habe ich meinen Glauben woanders gefunden. Die Black- und Death Metal-Szene verarbeitet eben die Themen, die mich im Herzen bewegen. Das fängt eben bei meiner persönlichen Entwicklung an und erstreckt sich über die Gesellschaft, bis hin zum Menschsein, dem Nihilismus. Das sind natürlich alles schwere Kopfgeburten und man muss dafür einen gewissen Hang zur Tiefe haben. Ich kann mit Dir stundenlang über den Tod und das Leben reden. Oder auch einen Monolog zum Thema Tod halten - oder das Leben. Über Licht und Schatten. Das Gute und das Böse. Für mich ist die Nacht ein besonderer Zeitpunkt im Tagesverlauf - einfach auch schon philosophisch, als auch emotional. Allein der Gedanke, dass die "Maschine Menschheit" hier ruht und sich auf das nächste "Fließband-Gerödel" am nächsten Morgen vorbereitet, böte Gesprächsstoff für etliche Gesprächsabende. Ich trage auch deshalb schwarz, um da irgendwie "kontra" zu bieten - still und leise. Ich bin gegen eine Gesellschaft, in der nur Leistung und Erfolg zählt, in der man keine Schwächen haben darf, die Jammer als unangenehm empfindet und Menschen Vorrang gibt, die "alles wie richtige Männer durchziehen".
Schwarz ist keine Farbe, sondern eine Art zu Leben.
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Inga
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Re: Selbsthass und Ehrlichkeit
Hallo, Sternchen,
machst du dir eigentlich auch Gedanken, wie deine Beiträge bei anderen ankommen?
Als ich deinen ersten Beitrag gelesen habe, habe bei mir einige Alarmglocken geläutet. So ist dein Beitrag bei mir angekommen. Wenn ich jetzt den Thread weiter verfolge, habe ich eher den Eindruck, dass du dich in provozierender Weise in Szene setzen willst. Ich weiß nicht, ob du das brauchst. Ich weiß auch nicht, ob das Sinn des Forums ist. Zumindest verspielst du dir dadurch Sympathien.
Okay, daran muss ich mich da nicht betroffen fühlen. Ich muss mich dran nicht weiter beteiligen.
Das wollte ich dich zumindest wissen lassen.
Eine Frage habe ich noch: Du schreibst viel, schnell und provozierend. Kannst du auch zuhören? Ich meine so einfühlend zuhören?
Liebe Grüße
Inga
machst du dir eigentlich auch Gedanken, wie deine Beiträge bei anderen ankommen?
Als ich deinen ersten Beitrag gelesen habe, habe bei mir einige Alarmglocken geläutet. So ist dein Beitrag bei mir angekommen. Wenn ich jetzt den Thread weiter verfolge, habe ich eher den Eindruck, dass du dich in provozierender Weise in Szene setzen willst. Ich weiß nicht, ob du das brauchst. Ich weiß auch nicht, ob das Sinn des Forums ist. Zumindest verspielst du dir dadurch Sympathien.
Okay, daran muss ich mich da nicht betroffen fühlen. Ich muss mich dran nicht weiter beteiligen.
Das wollte ich dich zumindest wissen lassen.
Eine Frage habe ich noch: Du schreibst viel, schnell und provozierend. Kannst du auch zuhören? Ich meine so einfühlend zuhören?
Liebe Grüße
Inga