Aufhänger dieses Themas war eigentlich der gestrige Nacht-Chat, in dem nicht ganz ehrlich war. Ich habe das aber nur der letzten Userin gesagt, die das - verständlicherweise - auch nicht sonderlich gut fand. Kurz: Ich behauptete, dass ich nie von Männern "angebaggert" werde, was so nicht stimmt - es passiert tatsächlich hin und wieder. Ob das nun daran liegt, ob sie mich wirklich attraktiv finden oder eher meine Vergangenheit "durchschaut" haben, weiß ich nicht. Vielleicht auch, weil ich schwarz rumlaufe ... ich frage ja nich.
Ich will das auch nicht unkommentiert lassen:
Meine Transition verlief nicht ganz glücklich - im Gegenteil. Es ist/war alles eher ein Albtraum, weil so ziemlich alles schief lief - die OPs, die HRT, Versuche Haare zu retten. In mir hat sich jede Menge Hass angestaut auf meinen Körper und es gibt Tage, wo das besonders stark ist - da kommt dann oft vieles zusammen, der Frust, die Wut, meine chronischen Schmerzen ... Alkohol. Naja. Und dann passiert es, dass ich mich selbst "mobbe" und runtermache und so ein Abend war gestern. Dann passiert sowas, dass ich vieles viel schlechter rede, als es ist ... und mit "belügen" hat das nichts zu tun, es ist reiner Selbsthass.
Mir ist schon klar, dass Außenstehende das nur schwer verstehen oder nachvollziehen können. Mein Psychologe weiß darum - nur ist der Körper wie er ist, er ist krank, und 5 Jahre Hormone haben irgendwie kaum Spuren hinterlassen, als erhielte ich Placebos. Weiblich bin ich im Personenstand, aber sonst ...
Ich meine, ich wollte das einfach nicht im Raum stehen lassen. Wenn man mich jetzt generell als unglaubwürdig einstuft, dann ziehe ich auch weiter ... so ist das Leben manchmal. Ich wollte helfen und jemandem die Angst vor den PostOP-Leben nehmen. Ich habe auch Angst, wenn ich abends allein unterwegs bin. Aber das haben alle Frauen und das ist kein TS-Problem. Das gehört dazu, so blöd es klingt.
Sternchen