Eine hanebüchene Presseerklärung
Eine hanebüchene Presseerklärung - # 3

Crossdresser, Transgender DWT... Plauderecke - was sonst nirgendwo passt
ExUserIn-2026-04-08
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Re: Eine hanebüchene Presseerklärung

Post 31 im Thema

Beitrag von ExUserIn-2026-04-08 »

Danke für die Hinweise: es muss natürlich "nicht therapierbar" heißen ... :oops: :oops: :oops:
Viele Grüße
Vicky

Respekt ist nicht teilbar.
ExUserIn-2026-04-08
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Re: Eine hanebüchene Presseerklärung

Post 32 im Thema

Beitrag von ExUserIn-2026-04-08 »

Hallo Daenerys,

nachdenklich zu sein ist sicher schon einmal eine gute Voraussetzung, weiter zu kommen.
warum wir TS so große Probleme haben, eine politisch ernst zu nehmende Stimme zu entwickeln.
Vielleicht sollte man an dieser Stelle anfangen und diese Probleme aufschreiben (eigener Fred ?) ? Für ganz wichtig halte ich dabei, eine kritische Selbstreflexion durchzuführen. Wenn man die Probleme beim Anderen lokalisiert, kommt man immer wieder in die gleichen Streitereien. Im übrigen würde ich das Thema nicht nur für TS betrachten, sondern für die ganze Trans-Gemeinde. Auch wenn das die Schwierigkeiten erhöht.

Ich kann für mich z.B. sagen, dass es mir unheimlich schwer fällt, die Sensibilitäten, die ich bei TS-Menschen sehe, wirklich zu verstehen. Aber das liegt vielleicht daran, dass ich mich immer wieder auf meinen CIS-Anteil zurück ziehen kann. wenn ich mir vorstelle, ich müsste aus innerer Notwendigkeit ständig als Frau leben, wäre ich vielleicht ähnlich empfindlich. Ich würde ja ständig darauf gestoßen, dass ich "anders" bin, als die meisten Anderen, obwohl ich doch nur mein Leben leben möchte.

Da passiert es ja auch schnell, wenn man über etwas diskutieren möchte, dass man jemanden auf die Füße tritt, obwohl das gar nicht gewollt war. So sehe ich das bei der Presseerklärung auch. Zum einen, fühle ich mich übergangen und bevormundet, zum anderen sind die Verfasser natürlich sehr sensibel für ihre Position und reagieren recht schroff. Dabei übersehen sie, dass sie damit andere verletzen können. Und schon haben wir den heftigsten Streit.

Ich denke, man muss bei sich selber anfangen, Dinge, die nicht gut laufen, zu verbessern. Ich nehme mir hiermit vor, die Position des Anderen besser verstehen zu wollen. Da ist sicher noch Potential.
Viele Grüße
Vicky

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Frida
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Re: Eine hanebüchene Presseerklärung

Post 33 im Thema

Beitrag von Frida »

Hallo,

jetzt habe ich mich doch durchgerungen ein paar Zeilen zu wagen. Ich weiß, dass es in einem Thread, wo es um ATME geht, oft heftig zur Sache geht. Einige haben ihre großen Schwierigkeiten mit diesem Verein und gehen vehement gegen alle vor, die sich irgendwie positiv äußern, über das, was ATME von sich gibt. Das kenne ich schon, aber ich war diesmal geschockt, wie heftig und intensiv die Angriffe waren. Ich bin der Meinung, dass man sich nicht rechtfertigen muss dort Mitglied zu sein und auch nicht zu Äußerungen des Vereins Stellung beziehen muss.
Es war gut, dass Anne-Mette zur Ordnung gerufen hatte.

Ich bin auch Anhänger von ATME"¦.nein das ist vielleicht zu viel gesagt, ich bin weder Mitglied noch Fan, aber in vielen von dem, was sie vertreten und propagieren, finde ich mich mit meinen Meinungen und Ansichten wieder. Nein, nicht alles ist gut, manches überzogen und mir manchmal zu radikal, manchmal aus meine Sicht einfach auch falsch. Und es fehlt des öfteren an Geschliffenheit im Ausdruck.
Trotzdem bin ich froh, dass es sie gibt, denn sie haben sich meiner Meinung nach schon einige Verdienste erworben und was am wichtigsten ist "¦ sie tun was an vorderster Front"¦unermüdlich.
Das finde ich gut, auch weil sie sich nicht klein machen lassen, denn sie haben viele Gegner, aus vielen Gründen, aber sie geben nicht auf und streiten weiter. Das bewundere ich und unterstütze ich.

Ich habe länger abgewogen, ob ich schreiben soll, weil ich es nicht gut ertragen kann solchen Angriffen ausgesetzt zu sein - das zieht mich runter und regt mich auf und das will ich mir nicht zumuten. Ich bin nicht so wortgewaltig, wie manch andere hier und leider auch nicht sehr streitfähig, außerdem habe ich ein starkes Gerechtigkeitsempfinden und lehne es deshalb ab, wie hier, nicht nur in diesem Thread, gegen ATME vorgegangen wird. Aber ich will nicht feige sein, schon aus Solidarität denen gegenüber, die sich nicht unterkriegen lassen.
Und wie Anne-Mette schon schrieb, jeder hat die Möglichkeit sich an ATME direkt zu wenden.

Ich bin eine transsexuelle Frau, sehe mich weder als transident, noch als Transgender. Ich wurde mit hoher Wahrscheinlichkeit so geborenen, weil ich schon als Kind ein Wissen darüber hatte, dass da etwas nicht mit meinem Körper stimmte. Ich werde immer transsexuell bleiben, auch wenn ich meine GaOp hinter mir habe werde., aber das ist nicht schlimm, ich habe mich lange damit auseinandergesetzt und meinen Frieden gefunden"¦ und bin glücklich so.

Liebe Grüße Frida (flo) (na)
Claudia-Luisa
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Re: Eine hanebüchene Presseerklärung

Post 34 im Thema

Beitrag von Claudia-Luisa »

Liebe Frieda,

herzlichen Dank für deinen Beitrag.
Er macht mir Mut, nun doch auf eine aktuelle Nachricht von ATME e. V. hinzuweisen:

"ATME wird von lesbisch-schwulem Psychologenverband angegriffen

VERFASST AM 28. JULI 2017.

Leute, es gibt ein Problem. Da existiert es einen Verein Namens VLSP. VLSP ist eine Abkürzung. V steht für Verband, L für Lesben, S für Schwule und P für Psychologen. Und dieser Verein hat ein Problem damit, dass die erneut geplante Fremdbestimmung von Menschen mit geschlechtlichen Variationen durch die Psycho-Sexologie, die seit März 2017 öffentlich einsehbar ist, von uns öffentlich kritisiert wird. Aus "communityorientierter Sicht" hält der Verein es "für unmöglich", dass wir uns dazu äußern. Dazu ging am 27. Juli eine E-Mail bei uns sein.

Der Kern unseres Anliegens ist die Anerkennung der geschlechtlichen Selbstaussage von Menschen. Dazu gehört, sich dafür einzusetzen, dass die medizinische Behandlung von Menschen mit geschlechtlichen Variationen sich an konkreten Bedarfen orientiert und nicht die geschlechtliche Selbstaussage zum Behandlungsgegenstand erklärt wird. Bisher werden Aussagen wie "ich bin eine Frau", "ich bin ein Mann" oder andere Selbstaussagen zum medizinischen Behandlungsgegenstand erklärt ("Gender Identity Disorder"/"Gender Dysphorie"). Bei der Erstellung neuer "Leitlinien" der Psychosexologie und der Neufassung des ICD 11, der nächstes Jahr erscheinen soll, wird weiterhin daran festgehalten. Darauf haben wir am 6. März 2017 hingewiesen und die öffentlich einsehbaren Texte der Psycho-Sexologie (verantwortlich: die Deutsche Gesellschaft für Sexualforschung unter Timo Nieder in Kooperation mit selbsternannten Trans*-Vertretern wie Arn Sauer, Annette Güldenring und Mari Günther) deutlich kritisiert. ....................."

http://www.atme-ev.de/

LG, C-L
ab08
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Re: Eine hanebüchene Presseerklärung

Post 35 im Thema

Beitrag von ab08 »

Danke, liebe Frida,

für Deine ehrlichen Worte. Mir geht es bzgl. ATME im Grunde genauso. :wink:

Da ich das Engagement bewundere, vieles unterstützenswert und wichtig finde, was in den letzten Jahren gemacht wurde, spendete ich einige Male.
Manches ist auch mir zu strikt/radikal formuliert - andererseits kenne ich teilweise die Gründe (Ulm, Pfäfflin/John Money ...)
daher bin ich bei Grenzüberschreitungen sicher nachsichtiger als andere... *)

Liebe Grüße
Andrea )))(:

*) Eine andere, ähnliche Sache zum Vergleich/zur Erläuterung meiner Haltung:
Beim Online Diskurs zu den Operationen an intersexuellen Neugeborenen des Deutschen Ethikrates 2011 wurden praktisch alle Beiträge des Users ETEKAR gelöscht -> Begründung des Ethikrates für diese Löschung: Die "von besagtem Nutzer [ETEKAR] gezogene Verbindungslinie" von NS-Verbrechen an Zwittern "zur heute gängigen Praxis" sei "unzulässig". vgl. Quelle http://blog.zwischengeschlecht.info/?q=Etekar Das hielt ich für extrem ungerecht und ärgerte mich darüber, dass Dinge vertuscht werden sollten. Aus diesem Anlass beteiligte ich mich mit drei, zurückhaltend formulierten, allerdings sehr kritischen Beiträgen an dieser Diskussion.
:wink: (Ich achtete darauf, dass alles so formuliert war, dass es nicht gelöscht werden konnte, was mir, als Unbeteiligte, aufgrund der Vorbildung problemlos gelang!) :wink:
Sowohl bei Intersexuellen, als auch bei Transsexuellen, wie auch bei Homosexuellen, findet man, wenn man ein wenig genauer hinschaut, eben viel Unrecht.
-> Manche, gerade wenn sie einiges erdulden mussten,und/oder Zusammenhänge kennen, reagieren eben bisweilen heftiger als andere... :oops:
-> Daher ist Nachsicht angebracht! - Danke für Deine empathischen Hinweise, liebe Vicky. :wink:
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@Claudia-Luisa:
Aufgrund der Zusammenhänge wundert mich das Verhalten des VLSP gegenüber ATME überhaupt nicht...
ATME wird dort einfach als lästig empfunden... (vgl. oben ETEKAR war auch lästig, daher erfolgte die Sperrung...)
Die zurückhaltend formulierte Antwort von ATME am 28.7. auf den doch übergriffigen Versuch einer Einflussnahme durch diesen Verein VLSP finde ich übrigens ausgezeichnet :!:
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Nachtrag:
Bin keine Historikerin und kenn nur Bruchstücke --> Wer sich aber auf der verlinkten Seite von Zwischengeschlecht ein wenig umsieht und weiter nachforscht, landet schnell bei prominenten Namen -> John Money (1921-2006), Josef Mengele (1911-1971), Hans Christian Naujoks (1892-1959) ... Heutige Vertreter /Vertreterinnen sind da oft verstrickt. Transsexualität ist eine Form der Intersexualität, daher tauchen manche Namen von "Behandlern" in beiden Bereichen auf... :wink:
Weitere Informationen über Hintergründe und Einblick in die aktuelle Arbeit von ATME -> https://www.der-liebe-wegen.org/
FÜR: Respekt, Menschenrechte und eine gelebte, demokratische Zivilgesellschaft, die Minderheiten schützt
ERGO: Umfassende Bildung für alle, effektive Regeln in Alltag und Netz, eine gut ausgestattete Polizei/Justiz
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