Unangenehme Erfahrung
Unangenehme Erfahrung - # 3

Crossdressing und selbst Erlebtes... Erdachtes
Mina
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Re: Unangenehme Erfahrung

Post 31 im Thema

Beitrag von Mina »

Hallo Lina,

Wenn ich meine "Erfahrung" und meine Möglichkeiten hier an die Diskussion hänge, ist es doch schlicht und bleibt eine Empfehlung.

Auf ne Wettbewerbsdiskussion habe ich keine Lust.

Letzlich ist jeder Mensch für sich selbst verantwortlich und muss in kritischen Situationen selbst sehen wie er/sie da raus kommt.

Ich wünsche mir nur Eines: das keine/r von uns Gewalt erfahren muss. Das trägt man durch das ganze Leben und die Träume darüber hören nie auf. Ob mit oder ohne Therapie. Jedenfalls bei mir so.

Alles Gute
Mina
Ziel: Human being -> Ist Dein Ziel erreicht, war es zu niedrig angesetzt -> Der Weg ist das Ziel!
Lina
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Re: Unangenehme Erfahrung

Post 32 im Thema

Beitrag von Lina »

Simone 65 hat geschrieben: Sa 15. Jul 2017, 02:50 Hallo Lina . Du hast ja viel geschrieben und geantwortet.
Kampfsport? Ich habe bei der NVA Selbstverteidigung gelernt. Ich konnte ein Holz durchschlagen. ...
Ich will nur in Frieden leben . LG Simone.
Holz durchschlagen? Ich nicht. Das ist sicherlich ein gutes Mittel, um jemanden von seiner eigenen Kraft zu überzeugen. Da habe ich andere Mittel, die für die Haende weniger schädlich sind. Ich habe beim Training Leute umgehauen, die einen Motorrad-Helm trugen. Dann hat es eine gute Chance, bei jemandem ohne Helm, auch zu klappen.

Ich will nicht nur in Frieden leben - Ich lebe durchaus in Frieden mit den meisten Menschen. So sind aber nicht alle - es gibt nun mal Leute, die meinen, sie hätten ein Recht zu leben und andere, u.a. LGBT-Personen nicht. Das ist einfach ein Faktum. Ich glaube, die mentale Problematik entsteht da, wo Leute sich in den Trugschluss der ziwilizierten Welt, dass ihre Umgebungen immer sicher sind - dann entweder kommt jemand wie ich und sagt, "das ist aber nicht immer so, und das ist eigentlich auch die Lebensrealität von jedem Lebewesen auf der Welt und es ist nie anders gewesen - so viel Spaß auf der Welt ihr seid ja sowieso mit Fähigkeiten ausgestattet ..." - und jemand fühlt sich plötzlich in seinem Weltbild gestört. Der will nicht wahr haben, dass während es zum Alltag seiner Vorfahren gehörte, dem Säbelzahntiger oder Mitstreiter im Jagd- und Sammelrevier auszuweichen oder abzuwehren, dann gibt es heute was anderes. Obwohl es eigentlich eine ganz natürliche Sache ist und nichts damit zu tun hat, ob man in Frieden leben will oder nicht. Oder jemand stellt plötzlich aus eigener Erfahrung fest, dass die sonst heile Welt nicht so sicher ist und ... ja, sieht man ja hier, wie sie dann reagieren.

Für mich ist das wirklich sehr einfach. Ja, ich habe eine Menge Spaß mit anderen Menschen, treffe eine Menge Menschen und habe keinerlei Schüchternheit oder Angst mehr auf fremde Menschen zu zu gehen. Und ein paar der Menschen, die ich innerhalb der letzten Monate getroffen habe, habe ich sehr lieb. Nenne das "Frieden" oder was immer du willst. Und wenn Leute mich fragen, weshalb ich "Kampfsport" betreibe und anfangen von der Philosiphie dahinter zu faseln, sage ich ganz simpel und ehrlich was dahinter steckt: Ich mache kein Kampfsport. Ich trainiere, damit ich auf die Fresse hauen kann, wenn nötig auch töten, falls jemand mir oder andere Verletzen will. Und wie ich trainiere, gestalte ich so spannend, unterhaltsam und Spaß bringend wie möglich. Vortrag beendet. Wenn Leute mit der Ehrlichkeit nicht umgehen können, Pech gehabt. Das ist nicht mein Problem. Und wie du hier siehst, einige können nicht damit umgehen.

Ich habe einfach eingesehen, dass wenn Jemand gegen einen Anderen gewalttätig wird - dann ist die Aufgabe der Polizei, in den meisten Fällen nur hinterher zu ermitteln. Die können nicht da sein. Genau wie früher in der Schule, wo es zu der Pflicht der Lehrer auch erzieherisch einzugreifen gehörte, wenn die Gang in der Schule gemobbt hat oder gewalttätig wurde - eine Pflicht, die sie weiträumig ignoriert haben. Wenn man nicht auf sich selbst aufpasst, tut es meistens niemand. Das ist einfach eine klare Erkenntnis. Man kann z.B. in einem S-Bahn-Abteil sitzen, wo jemand anfängt Leute zu bedrohen oder anzugreifen, oder man wird vielleicht Zeuge in einem Gerichtsprozess, wo jemand von der Gegenpart zu hause ein Besuch erstatten will. Polizei rufen? Dauert doch ewig, bis die da sind. Da kann ich ja mehrmals tod sein.

Soll man sich das gefallen lassen? Ich finde nicht.
ExUserIn-2026-04-08
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Re: Unangenehme Erfahrung

Post 33 im Thema

Beitrag von ExUserIn-2026-04-08 »

Hallo Lina,

ich finde es bemerkenswert, wie Du Deine Einstellung zum Kampfsport verteidigst. Es ist für mich völlig ok, dass Du das tust, wenn es Dir wichtig ist. Was ich nur darstellen wollte, war meine persönliche Einstellung, in der Kampfsport keinen Platz hat. Klar mag das Wissen um die Fähigkeit, im Notfall jemanden weh zu tun oder gar zu töten, hilfreich sein. Für mich ist das nicht der Fall. Und das hat mit "heiler Welt" gar nichts zu tun. Ich sehe Gegengewalt nur nicht als Problemlösung. Dieses "Gleichgewicht des Schreckens" ist für mich untragbar.
Warum halten es Leute in der heutigen westlichen welt es für so völlig undenkbar, dass man auch als Erwachsener Spaß and Kampfspiele haben kann?
Nein, es ist nicht undenkbar. Wie kommst Du darauf ? Wahrscheinlich ist es in den Menschen auch verankert, weil tatsächlich die Gefahrenabwehr einmal eine Rolle gespielt hat und auch heute noch spielt. Problematisch werden für mich Kampfspiele, wenn es keine Spiele mehr sind, sondern zum Mittel werden, Ziele zu erreichen. Daraus ist noch nie etwas Gutes erwachsen. Und die Grenze ist manchmal schwer zu erkennen. Ich kenne mein Aggressionspotential und ich habe kein Bedürfnis, es gegen Menschen einzusetzen. Nicht im Spiel und nicht in der Realität. Ich suche meine Herausforderungen (körperlich und geistig) lieber an anderer Stelle.

Aber ich möchte es noch einmal betonen. Das ist mein Weg und Du hast in dieser Frage eine andere Sichtweise, die ich respektiere.
Viele Grüße
Vicky

Respekt ist nicht teilbar.
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