Nun, schon das Einsteigen im engen Rock kann zum Problem werden (wie auch das Aussteigen später). Sie hat es aber schnell raus, sich mit dem Po voran in den Sitz plumpsen zu lassen, ohne dass der Rock weit nach oben rutscht, danach werden beide Beine möglichst elegant reingeschwungen, raus geht es in umgekehrter Reihenfolge. Über das Fahrgefühl ist nichts Besonderes zu berichten, außer, dass sie natürlich en femme noch weit zurückhaltender und vorsichtiger fährt als sonst. Sie will ja in nichts verwickelt werden...
Blicke von der Seite an der roten Ampel? Eher ein eingebildetes Problem, das sich real sehr schnell in Luft auflöst. Also da schaut wirklich niemand. alle schauen geradeaus. Und falls sie doch mal meint, den Blick eines Nebenmannes an der Ampel zu spüren, kuckt sie halt mal schnell hin zu ihm und lächelt. Lächeln löst alle Probleme.
Dass Franzosen gerne mal dicht hinten auffahren, ehe sie ihren Peugeot schwungvoll überholen, ist eine Erfahrung, die nichts mit en femme oder en homme zu tun hat, das weiß sie inzwischen. Die Franzosen, vor allem die Südfranzosen scheinen das eben in den Genen zu haben, das Rambo-mäßige. Dazu gerne später mehr, falls erwünscht.
Heels oder vor allem Wedges, also diese Sandalen mit hohem Absatz aber flachem Fußbett können auf längeren Strecken Fußschmerzen verursachen, das weiß sie, seit sie mal die Strecke zur Cote d'Azur und wieder zurück im eigenen Auto in solchen Schuhen zurücklegte. Der Grund ist die völlig ungewohnte Stellung beim Gasfuß. Mit kleinen Blockabsätzen hat sie aber null Probleme, auch nicht auf Langstrecke. Mit high heels zu fahren, hängt von der Pedalerie ab, das muss probiert werden, aber eigentlich gehen heels besses als wedges.
Ein echtes Problem, schon bei einer kurzen Fahrt in die Stadt, ist jedoch der Gurt. Trotz Höhenverstellung schafft sie es nicht, den Gurt ihres Autos so einzustellen, dass er gut zwischen beiden Brüsten sitzt. Gurt weit oben: Er schneidet in den Hals. Gurt-Haltepunkt niedrig: Der Gurt drückt auf die rechte Brust. Daran, an der perfekten Gurtposition, muss sie noch arbeiten. Oder sie sollte silikonmäßig abrüsten, aber diese Alternative kommt für Valerie eigentlich nicht infrage.
Schminkspiegel? Eine ganz tolle Erfindung. Besonders wenn jemand auf sein Äußeres achtet, wie Valerie, wenn sie en femme draußen ist. Ihr Schminkspiegel ist nachts sogar beleuchtet. Interessant, wie manche Leute kucken, wenn sie, beispielsweise auf einem gut besuchten Parkplatz, den Spiegel benutzt um ihr Makeup zu überprüfen. Sie lässt sich dann besonders Zeit.
Tanken? Gehört inzwischen auch eher zu den eingebildeten Problemen. Anfangs tankte Valerie nur an Automaten, inzwischen aber ganz locker an der Kasse und mit ihrer Karte. Ist sie gut drauf, stellt sie sich nach dem Bezahlen auch noch zu anderen Leuten an den Kaffeeautomaten und nimmt in Kauf, dort auch mal vom Nebenmann nach Wechselgeld gefragt zu werden, alles easy bisher, ungelogen.
Mal nicht auf ein Tempolimit aufgepasst und en femme geblitzt? Anfangs ihrer Karriere hat sich Valerie schrecklich vor dieser Idee gefürchtet. Als es dann real passierte, war alles ganz problemlos, denn sie (er) schickte die Überweisung online ab und die Sache war erledigt. Eine Verkehrskontrolle durch echte Polizisten hat sie jedoch noch nicht erlebt.
Soviel für heute aus dem heißen Frankreich, wo wir gerade den canicule haben, also Hundstage. Trotzdem schönen Urlaub an euch alle von Valerie.