du schriebst
Ich verstehe was du meinst und vielleicht auch, warum das deine Reaktion ist. Den Rückzugsreflex beobachte ich an mir auch immer wieder. Warum auch sollte man sich mit Menschen auseinandersetzen, die sich und ihren Standpunkt in einem gesellschaftlichen Diskurs, der sich in den letzten Jahren deutlich positiv intensiviert hat, nicht entsprechend weiterentwickeln können? Es hat nunmal keinen Zweck, immer wieder die gleichen alten Aspekte durchzukauen, die vom gesamten Diskurs längst überholt worden sind. Irgendwie erinnert das ganze Gerede diesbezüglich an das 40. Jahr der DDR. " auch in hundert Jahren noch...." ... Kein Jahr später war defacto Schluss ... "meines Wissens ... gilt das.... ab sofort"Mich bestärkt dieses Interview darin, mich noch weiter als zuvor von allen Trans-Gruppen und Vereinen zurückzuziehen.
Was mich bisher immer wieder davon abgehalten hat, mich anderen Sachen zuzuwenden ist, dass es nicht sein darf, dass die Möglichkeiten, die wir hier und heute haben, durch egozentrische und auch wissenschaftlich und gesellschaftskonsensual nicht haltbare, m.E.in Teilen sogar abwegige bis absurde Positionen belagert werden. Aus meiner SIcht läuft das auf eine missbräuchliche Verwendung gesellschaftlicher Möglichkeiten raus, die man verhindern sollte.
Ich würde mir wünschen, dass du wieder einen Zugang zum Engagement findest, weil die Gesellschaft jede Stimme brauchen kann, die über Probleme und Lösungen aus persönlicher Erfahrung, aber eben auch sachlich, offen und diskursfähig sprechen kann.
Hab es gut
Marielle
Ganz herzlichen Dank, liebe Atalanta,