recht hat er....
recht hat er.... - # 2

zu den Themen Crossdressing, Transgender, Transident...
Christiane
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Re: recht hat er....

Post 16 im Thema

Beitrag von Christiane »

[/quote]
Wenn ich bei einem Kunden in Hotpants auftauche, ist entweder der Termin ganz schnell beendet, oder wenn vielleicht dieses mal niemand was dazu sagt war ich trotzdem garantiert das letzte mal dort.
[/quote]

Ich weiß nicht in welchem Bereich Du arbeitest, aber ich habe bei diesen Temperaturen schon einige Außendienstler gefragt, ob sie ein Rad abhaben - bei der Hitze in solchen Klamotten.

Klar - ich bin der Kunde - aber mittlerweile wissen meine "üblichen" Verdächtigen, daß sie bei mir mit Anzug und Krawatte keine Bonuspunkte bekommen.
O.k. - Hotpants ist schon etwas extrem - aber ein Kurzes Hemd/T-Shirt mit einer anständigen Shorts oder Bermuda finde ich bei diesem Wetter angebracht.
Diese Regeln kommen von irgendwelchen überbezahlten ......, die wahrscheinlich durch den engen Krawattenknoten zu wenig Sauerstoff im Hirn haben, bzw. so viel Kohle verdienen, daß rund um sie herum alles mit Klima ausgestattet ist.
Schade, daß ausgerechnet auch Verkehrsbetriebe auch zu diesen "Spießern" zählen. Mir persönlich ist es eigentlich sch...-egal, was der/die Fahrer/in an hat - so lange es nicht zu weit geht.

Schöne Grüße
Christiane
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Re: recht hat er....

Post 17 im Thema

Beitrag von sbsr »

Christiane hat geschrieben: Mo 26. Jun 2017, 07:35 Diese Regeln kommen von irgendwelchen überbezahlten
[...]
Mir persönlich ist es eigentlich sch...-egal, was der/die Fahrer/in an hat - so lange es nicht zu weit geht.
Was ist zu weit? Wer legt das fest? Für Dich persönlich definierst Du, was in Deiner Gegenwart in Ordnung ist. Das Problem ist nur, bevor ich Dich nicht kennen gelernt habe, weiß ich das nicht.

Im wie Du es nennst "überbezahlten" Umfeld geht eine kurze Hose, oder gar ein Rock am Mann, zu weit. Vielleicht nicht allen Anwesenden eines Meetings, wenn du Glück hast, hast du ein offenes Tor eingerannt und es erscheinen das nächste mal alle in Shorts. Aber wenn du Pecht hast ist einer dabei, dem es zu weit geht, und wenn das auch noch jemand ist der was zu sagen hat, bist du halt ganz schnell raus aus einem Projektteam. Also geht vorsichtshalber niemand das Risiko ein, auch wenn von 10 Leuten wahrscheinlich mindestens 8 auch lieber in Shorts wären.
Christiane hat geschrieben: Mo 26. Jun 2017, 07:35 Ich weiß nicht in welchem Bereich Du arbeitest,
Hier im Haus wäre es in meinem Bereich tatsächlich einigermaßen egal, aber es kommt halt vor, dass ich unvermittelt zum Beispiel zu Audi rüber fahren darf, oder plötzlich ein Audi Einkäufer in der Türe steht. Das gleiche Prinzip wie oben, vielleicht ist es ihm egal, dass ich in kurzer Hose hier sitze. Vielleicht wäre es ihm sogar egal, wenn ich im Kleid hier sitze. Vielleicht ist es aber ein eher konservativer Typ, dann habe ich ein Problem, oder ab nächsten Monat auch gar keine Probleme mehr.

Was ich schon an mehreren Stellen hier geschrieben habe, so lange die gesellschaftlichen Normen das nicht hergeben, bleibt der Telefonist im Kleid ein Revoluzzer. Und es wird noch viele solcher Revoluzzer brauchen, bis sich die Normen ändern.
LG, Svenja

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Re: recht hat er....

Post 18 im Thema

Beitrag von Martin-a »

Wenn man aber (jetzt) nicht anfängt zu revoluzzen, wird sich nie was ändern. Die aktuelle Dynamik muss genutzt werden, die Moderevolution durchzuboxen. Die meisten Firmen haben von ihren Kunden ein falsches Bild. Gut. im Business zu Business sieht es anders aus als im Bereich Business zu Endbenutzer. Wenn die Endbenutzer aber anfangen, bei den Firmen für Männer in Röcken oder Shorts zu protestieren, wird sich dann aber schnell was ändern.
Eigentlich schwimme ich nicht gegen den Strom. Ich stehe am Rand des Stromes und schaue den anderen Normalos zu, wie sie der Masse hinterherschwimmen und der erste in einem Wettbewerb sein wollen, den sie nicht gewinnen können.
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Re: recht hat er....

Post 19 im Thema

Beitrag von sbsr »

Wenn man aber (jetzt) nicht anfängt zu revoluzzen, wird sich nie was ändern.
[...]
Die aktuelle Dynamik muss genutzt werden, die Moderevolution durchzuboxen.
Absolute uneingeschränkte Zustimmung.

Aber die gleiche Frage wie vor einigen Tagen, wer machts? Wer ist der/die nächste in der Zeitung oder im Netz?

Offen gestanden, ich traue mich nicht, mich an dieser Revolution zu beteiligen, weil mir mein Job wichtiger ist. Das rede ich gar nicht schön, ich bin zu feig dazu. Ich bewundere alle die es durchziehen, verstehe aber genau so diejenigen, die sich wie ich aus welchen Gründen auch immer nicht trauen.
LG, Svenja

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Re: recht hat er....

Post 20 im Thema

Beitrag von Christiane »

Hallo Svenja

Ich kann es durchaus verstehen, daß Du vorsichtig bist. Das kann ich jetzt nach Deiner Schilderung auch nachvollziehen.
Das finde ich aber Deinem gesunden Menschenverstand geschuldet - und nicht Feige.

Die Frage was zu weit geht ist natürlich eine Frage der Definition, die Jeder für sich selbst macht. Ich habe nichts dagegen, wenn der Buschauffeur eine Shorts und ein T-Shirt oder ein Kurzarmhemd trägt.
Ein älterer Fahrgast sieht das vielleicht anders.
Ich finde es allerdings eine Frechheit sondergleichen, wenn für Frauen und Männer hier verschieden Maß angelegt wird.
Ich würde aus Protest auch im Sommerröckchen kommen - ich darf aber Shorts tragen (MIST!! :lol: ).

Ich habe z.B. für Notfälle immer eine frische lange Hose und ein frisches kurzes Hemd im Schrank, in das ich kurzfristig reinhüpfen (2,5 Minuten - gestoppt vom Kollegen) kann. Diese sind zum Glück selten, kommen aber auch vor. Nach Benutzung bring ich halt wieder einen frischen Satz mit.
Wäre ja auch eine Idee - oder? :wink:

Liebe Grüße
Christiane
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Re: recht hat er....

Post 21 im Thema

Beitrag von Martin-a »

sbsr hat geschrieben: Mo 26. Jun 2017, 15:03 Offen gestanden, ich traue mich nicht, mich an dieser Revolution zu beteiligen, weil mir mein Job wichtiger ist. Das rede ich gar nicht schön, ich bin zu feig dazu. Ich bewundere alle die es durchziehen, verstehe aber genau so diejenigen, die sich wie ich aus welchen Gründen auch immer nicht trauen.
Genau der Grund, warum es den Männern so schwer ist, mal was Neues (bzw was Altes zurück) zu erkämpfen. Viele Männer haben (aus verständlichen Gründen) Angst, dass sie den Job verlieren können oder gemobbt werden, wenn sie in Röcken oder Kleidern am Arbeitsplatz auftauchen. Aber wenn wir nicht aufstehen, könnte es noch passieren, dass wir künftig als Mann nur noch Anzug tragen werden. (ag) Für den Kampf um die Erweiterung der Herrengarderobe müssen aber auch gute Argumente eingesetzt werden. Das Klima kann gut helfen, alternative Männerkleidung umzusetzen (Hitzschlag oder Kreislaufprobleme). Gleichberechtigung ist ein weiterer Kanal, der angezapft werden kann. Aber es muss zuerst auf der Strasse gekämpft und etabliert werden, bevor es an die Arbeitsplätze geht.

Ein T-Shirt machen lassen mit der Aufschrift:
Men
Against
Trouser
Tyranny

Das dann mit einem Rock kombinieren. Kann übrigens auch von einer Frau getragen werden. Würde sogar zusätzlich helfen.
Eigentlich schwimme ich nicht gegen den Strom. Ich stehe am Rand des Stromes und schaue den anderen Normalos zu, wie sie der Masse hinterherschwimmen und der erste in einem Wettbewerb sein wollen, den sie nicht gewinnen können.
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Re: recht hat er....

Post 22 im Thema

Beitrag von JaquelineL »

Hallo ihr Lieben,

was wird hier eigentlich so sehr gegen (Männer-)Anzüge polemisiert? Es ist meist nur eine Frage des richtigen Materials, selbst im Hochsommer. So manche lange Hose ist mir da lieber, als am Polster billiger Bürostühle kleben zu bleiben. Und wer einen offenen Hemdkragen "für die Luftzirkulation" benötigt, sollte über weniger Kunstfasern im Hemd / Sakko nachdenken. (Eine Kravatte, ordentlich sitzend, ist tatsächlich nur ein optisches Accessoire und keine Belastung).

Frauen tragen im Sommer schließlich auch keine Wollkleider und im Winter nicht das dünne Kostüm.

Liebe Grüße
Jackie
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