Hallo,
wenn ich die bisherigen Beiträge revue passieren lasse habe ich den Eindruck, dass manche evtl. die gemeinsame Identitässtiftung des Forums und damit die Möglichkeiten gemeinsamen Handelns einfach überschätzen, bzw. überschätzt haben.
Marielle hat geschrieben: Do 15. Jun 2017, 15:59
Die (meine) Idee mit dem Forentreffen war, dass aus dem Forum heraus eine möglichst große Veranstaltung entsteht, die zu Berührungspunkten mit verschiedensten gesellschaftlichen Gruppen führt; Politik, Kirche, Sozialwissenschaften, Gewerkschaften, Flüchtlingsorganisationen, Journalismus usw usf. Das haben wir alles gemacht und das haben wir alles gut gemacht. Es
Das ist ein hehres Ziel gewesen, aber hat jede(r) das auch so erkannt und ist deswegen zu den Treffen gefahren? In diesem Forum ist die ganze Bandbreite der Transausprägungen vertreten, wie dessen Titel und Untertitel ja schon sagen. Das vielfältige Angebot der Unterforen lädt
alle ein, sich mit Beiträgen zu seinen mehr oder weniger "wichtigen" Sorgen und Problemen einzubringen. Das ist auch gut so, denn wo kann man sich sonst in einem niveauvollen Umfeld darüber austauschen?
Aber deshalb ist die große Forengemeinde nun mal nicht so homogen, dass mit ihr konkrete gemeinsame Ziele formuliert werden können (Marielle, ich erinnere, über die Homogenität unserer Motivationen hatten wir bei Deinem Besuch in Leipzig unterschiedliche Ansichten). Andererseits sind die Untergruppen anscheinend dafür zu klein und m.E. zudem oft einer laufenden Fluktuation unterworfen. Dies betrifft nach meiner Beobachtung auch und gerade Transsexuelle, die nach vielen Fragen und Hilfeersuchen und nach ihrer Transition ihre Aktivitäten hier einschränken, weil sie schlicht und einfach keinen Bedarf mehr haben, was ja Ok ist.
Die Forumstreffen wurden mit wohl unterschiedlichen eigenen Erwartungen besucht und sind in diesen, so wie ich es sehe vielfach nicht enttäuscht worden. Das betrifft sowohl erste Outdoor-Schritte, die weitere Heranführung der Ehepartnerin an die Crossdresserszene (in meinem Fall), die Teilnahme an den Programmpunkten (wenn man manchmal auch nicht unmittelbar zu dem Adressatenkreis gehörte), der direkte Austausch zu konkreten Themen oder einfach nur das persönliche Kennenlernen.
Schade, dass die Hauptinitiatorin der Treffen, Marielle ihre Erwartungen nicht erfüllt bekam und alles in allem der große Organisationsaufwand ihr nicht mit einer größeren Teilnehmerzahl gedankt wurde. Ihr Anliegen, "nicht meckern sondern machen", wo auch immer, bleibt aktuell.
Die Idee überregionaler Treffen muß ja nicht gestorben sein. Möglich wäre es z.B., die anscheinend an einigen Orten gut funktionierenden regionalen Treffen (Berlin, Hamburg, Köln u.a.) mit ein paar Programmpunkten entsprechend zu erweitern. Mir und meiner Frau wäre das wichtig.
Der Sinn und die Notwendigkeit dieses Forums ist m.E., liebe Anne-Mette, unbestritten. Uns Altgedienten mag es so vorkommen, dass es nun langsam reicht, weil gefühlt alles und jedes irgendwann und immer wieder schon mal durchgekaut wurde.
Aber das Forum lebt, es lebt durch Fluktuation. Immer wieder tauchen neue Teilnehmerinnen auf die Fragen haben, Informationen suchen und Ratschläge brauchen. Nicht jede fühlt sich letztlich hier gut aufgehoben, aber die vielen längeren Diskussionsteilnehmerinnen und positiven Reaktionen sollten m.E. Ansporn genug sein.
Und die Bandbreite von "BH-Abdrücke", "was ziehe ich heute an" bis hin zu Fragen der GaOP und zu Transexuellengesetzen muss man einfach akzeptieren. Das Forum ist eben kein
Verein/Interessenverband mit einem homogenen Anliegen.
Gerne können wir über alles und jedes, auch hier von mir geschriebenes ohne Ende diskutieren, aber bitte nicht über das Ende des Forums.

(eine herzliche Bitte an Anne-Mette)
LG
Conny