Auszug aus dem Horrorkabinett eines MDK
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Crossdresser, Transgender DWT... Plauderecke - was sonst nirgendwo passt
Manu.66
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Auszug aus dem Horrorkabinett eines MDK

Post 1 im Thema

Beitrag von Manu.66 »

Hi Mädels!

Ich muss das mal loswerden!

http://s616689606.online.de/wp-content/ ... ng-MDK.pdf

Ich habe das komplett durchgearbeitet. Der reinste Horrortrip!
Was sich die Leute alles ausdenken, um uns Steine in den Weg zu legen! Und alles nur wegen der Kohle! Da werden Millionen und Milliarden verschwendet, sinnlos verbraten, rausgehauen nach dem Motto "wir haben's ja" (siehe zum Beispiel auch den jüngsten Bericht über Steuerverschwendung in Niedersachsen).
Und auf der anderen Seite wird uns jede nur erdenklich mögliche Hürde in den Weg gestellt, um uns die Gelder für notwendige VÄ/PÄ, Hormontherapien oder genitalangleichende OP's zu verweigern.

Da ist die Rede von jahrelangen "Alltagstests" unter "Realbedingungen", von monatelangen bis jahrelangen Psychotherapien, Spießrutenläufen zwischen Allgemeinmedizinern und Endokrinologen und was weiß ich nicht alles für irrsinnige Bedingungen, bevor die Krankenkassen ihre (im letzten Jahr um über 600 Millionen Euro gewachsenen) Geldsäcke öffnen für Leute, die jahrelang treu und brav ihre Versicherungsbeiträge gezahlt haben.

Da ist immer noch die Rede von "Diagnose f64.0", "Störungen", "Krankheitsbildern" und "Krankheitsverläufen", die erst einmal abgesichert werden müssen.

Das ganze ist ein Wahnsinn - irrwitze Vorstellung ewig gestriger "Mediziner", die uns in eine pathologische, klinische Ecke stecken wollen weil sie immer noch nicht gecheckt haben, dass wir im 21. Jahrhundert leben und in weiten Teilen der Welt wesentliche Erkenntnisfortschritte vollzogen worden sind. Das in dieser Quelle beschriebene "standardisierte" Vorgehen entspricht genau dem Tenor des - Trump würde sagen - total obsoleten Transsexuellengesetzes aus den 1970iger Jahren des vorigen Jahrtausends!

Viel Spass beim Lesen - ich habe mir fast vor Lachen ins Höschen gemacht!
Manuela

PS: Ich muss dringend ergänzen: Ich kann über derartigen Schwachsinn deshalb so gut lachen, weil ich davon nicht betroffen bin. Die Betroffenen tun mir in diesen Fällen unendlich leid und ich bin bereit, mich für deren Belange einzusetzen, falls erforderlich und gewünscht!!! Falls mich jemand direkt erreichen möchte, dem ich vielleicht helfen kann (z.B. im Schriftverkehr): manuela-alena-donner@web.de
Zuletzt geändert von Manu.66 am Fr 9. Jun 2017, 17:40, insgesamt 2-mal geändert.
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Anne-Mette
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Re: Auszug aus dem Horrorkabinett eines MDK

Post 2 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Moin,

es wird zeit, den MDKs nicht nur auf die Finger zu schauen, sondern die Arbeit zu kontrollieren.
Ich habe mehrere Betroffene (im wahrsten Sinne des Wortes) erlebt, die wegen fehlerhafter und unmenschlicher Entscheidungen von MDK-Gutachtern verzweifelt und schockiert sind/waren.
O-Ton vor ein paar Tagen: "... soll ich mich denn vor einen Zug schmeißen, oder was? Ich habe doch alles eingereicht, was die haben wollen - und noch darüberhinaus...".

Wir müssen auf politischer Ebene etwas machen. Es müsste "Betroffenenbeiräte" geben, denke ich, die bei ablehnenden Bescheiden ein Wort mitzureden haben; denn wer sich auf den Weg der Widersprüche und Beschwerden begibt, kann mit sehr langen Bearbeitungszeiten rechnen. Das kann nicht angehen.
Manche Leute sind bis dahin schon gestorben!


Es wäre doch eine wunderbare Aufgabe für die Bundesvereinigung Trans, in der Angelegenheit "MDK-Begutachtungen" etwas zu machen.

Da muss gezielt und mit langem Atem dran gearbeitet werden! (poli)

Gruß
Anne-Mette
Mina
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Re: Auszug aus dem Horrorkabinett eines MDK

Post 3 im Thema

Beitrag von Mina »

[Zitat aus dem PDF]

-„ Grundsätzliches zur Diagnostik und
Therapie
Transsexualismus bezeichnet eine bestimmte Form einer
Geschlechtsidentitätsstörung. Transsexualität ist primär kein
Problem der Sexualität, sondern ein Problem der Geschlechtsidentität
(Transidentität) und der Geschlechtsrolle (Transgender).


[Quelle: http://s616689606.online.de/wp-content/ ... ng-MDK.pdf ]

[Zitat ende]

Alleine diese Feststellung ist ein Schlag ins Gesicht gegenüber dem bestehenden Grundgesetz. Zum dem IST das bisher gültige TSG verfassungswidrig. Es wurde beschlossen zu einer Zeit als noch keineR den Mut hatte sich zu wehren. Schlicht und ergreifend.

Und ich möchte nochmal betonen, in aller Deutlichkeit: Rumjammern und Kritik alleine nützen nichts. Nur regelkonforme Taten und massiver Einsatz ALLER Betroffenen hilft. Die Aussage: "Es wird ja schon an dieser Stelle und an jener Stelle..." reicht offensichtlich nicht.

Nur wenn genug Wellen schlagen, wird man das Meer auch rauschen hören können.

Verzweifelt
Mina
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Anne-Mette
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Re: Auszug aus dem Horrorkabinett eines MDK

Post 4 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Moin,

ich denke, wir sollten zwischen konketen Ereignissen und diesen veralteten Begutachtungsrichtlinien unterscheiden.
Die Richtlinien sind zwar alt, werden aber noch hinzugezogen - und einige MDKs scheinen ganz eigene Richtlinien zu haben :)

Gruß
Anne-Mette
Manu.66
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Re: Auszug aus dem Horrorkabinett eines MDK

Post 5 im Thema

Beitrag von Manu.66 »

Anne-Mette hat geschrieben: Fr 9. Jun 2017, 15:28 Moin,

...
Die Richtlinien sind zwar alt, werden aber noch hinzugezogen - und einige MDKs scheinen ganz eigene Richtlinien zu haben :)

Gruß
Anne-Mette
Hi!
Und darin liegt genau eines der Hauptprobleme: Das ist alles reine Willkür und durch nichts aber auch rein garnichts wissenschaftlich begründbar!

Liebe Grüße
Manuela
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Mina
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Re: Auszug aus dem Horrorkabinett eines MDK

Post 6 im Thema

Beitrag von Mina »

Anne-Mette hat geschrieben: Fr 9. Jun 2017, 15:28 Die Richtlinien sind zwar alt, werden aber noch hinzugezogen - und einige MDKs scheinen ganz eigene Richtlinien zu haben
Natürlich Anne-Mette,

und gerade wegen des Rechtes auf Gleichstellung der Betroffenen, muß der MDK an gesetzliche Regelungen gebunden werden. Es geht hier nicht um den Ausbau einer Autobahn, der länderlokal entscheiden werden kann.

Menschen die Ihren Anspruch auf Geschlechtsangleichung geltend machen, leiden in allen Bundesländern gleich. Da darf es nicht sein das hier Willkür herrscht. Auch ist nicht zu billigen, ob eines Bewilligungsbescheides das Bundesland wechseln zu müssen.

Es muß schlicht ein allumfassendes neues und in Konformität mit dem Grundgesetz laufendes neues Gesetz her. Da beißt die Maus keinen Faden ab.
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Re: Auszug aus dem Horrorkabinett eines MDK

Post 7 im Thema

Beitrag von Katrin_F »

hmmm ..... glaubt ihr... eine Richtlinie wäre ein Gesetz? Nein ... natürlich ist es das nicht. Es ist ... tadaa ... ein Richtlinie ... ähnlich wie ein Durchschnitt ... gibts hier auch Abweichungen. Positive, aber eben auch negative.

Transidentität/Geschlechtsinkongruenz ist eine Sebstdiagnose ... wie stellt ihr euch die optimale medizinische Versorgung dazu vor? Wir haben kein Vorrecht auf medizinische Versorgung nach dem Selbstbedienungsprinzip. Die in den 'Grundlagen der Begutachtung, Begutachtungsanleitung Geschlechtsangleichende Maßnahmen bei Transsexualität', https://www.mds-ev.de/fileadmin/dokumen ... x_2009.pdf angegebenen Fristen werden oft unterschritten, sind ein Klacks und gelten nur für gesetzlich Versicherte. Für privat Krankenversicherte gilt das nicht. Private Krankenkassen entscheiden das selber (Gesetzliche Krankenkassen übrigens auch, aber nur nach Gutachten, hier Begutachtung der eingereichten Unterlagen, des MDK) und hier gilt die Richtlinie nicht.

Und wem das immer noch zu lange dauert, kann natürlich auf eigene Kosten medizinische Maßnahmen durchführen lassen. Obwohl ... ich hab auch schon gehört das die Zauberdoktoren in Thailand auch ihre Standards haben, bevor sie operieren (beispielsweise geänderter Vornamen/Personenstand). Ach menno ...

Ich selber habe bis dato alle beantragten Leistungen durch meine (gesetzliche) Krankenkasse bewilligt bekommen, einige Leistungen müssen nicht durch die Krankenkasse bewilligt werden, es reicht wenn ein Arzt diese verschreibt (die Hormone für die Hormonersatztherapie verschreibt mittlerweile mein Hausarzt, meinen dafür zuständigen Facharzt sehe ich nur zur regelmäßigen Kontrolle meiner Blutwerte).

Und wer vergessen hat was die gesetzliche Krankenversicherung ist, darf gerne hier nachlesen -> https://de.wikipedia.org/wiki/Gesetzlic ... rsicherung
Und so oh ... es gibt ja doch ein Gesetz ... ;)

Und da die 'Grundlagen der Begutachtung, Begutachtungsanleitung Geschlechtsangleichende Maßnahmen bei Transsexualität' schon etwas in die Jahre gekommen ist ... gibt es meines Wissens schon einen Neuentwurf ... Stichwort S3-Richtlinie
Zuletzt geändert von Katrin_F am Fr 9. Jun 2017, 20:25, insgesamt 1-mal geändert.
Mina
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Re: Auszug aus dem Horrorkabinett eines MDK

Post 8 im Thema

Beitrag von Mina »

@ Katrin

Was ist Dein Auftrag und was möchtest Du hier?
Ziel: Human being -> Ist Dein Ziel erreicht, war es zu niedrig angesetzt -> Der Weg ist das Ziel!
Katrin_F
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Re: Auszug aus dem Horrorkabinett eines MDK

Post 9 im Thema

Beitrag von Katrin_F »

Mina hat geschrieben: Fr 9. Jun 2017, 20:25 @ Katrin

Was ist Dein Auftrag und was möchtest Du hier?
?
Anne-Mette
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Re: Auszug aus dem Horrorkabinett eines MDK

Post 10 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Moin,

bitte sorgt dafür, dass dieses Thema kein Kandidat für den "Sinnlosthread" wird.

Gruß
Anne-Mette
Martin-a
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Re: Auszug aus dem Horrorkabinett eines MDK

Post 11 im Thema

Beitrag von Martin-a »

Amüsant auf eine Art finde ich den Artikel, wie die versuchen CD/T* in ein bestimmtes Schema zu pressen, um danach die Leute nach Schema zu "behandeln". Kunststück haben dann diverse CD/T* bei einer solchen "Behandlung" eine echte Krise. Jeder Mensch ist anders und somit auch jeder CD/T*!
Eigentlich schwimme ich nicht gegen den Strom. Ich stehe am Rand des Stromes und schaue den anderen Normalos zu, wie sie der Masse hinterherschwimmen und der erste in einem Wettbewerb sein wollen, den sie nicht gewinnen können.
exuserIn-2017-06-24

Re: Auszug aus dem Horrorkabinett eines MDK

Post 12 im Thema

Beitrag von exuserIn-2017-06-24 »

@Katrin
Was muss man denn da beantragen?
Also be mir ist es auch so,dass der Psychotherapeut eine Indikation geschrieben hat,auf deren Grundlage mein Hausarzt mir Gynokadin und cpa verschreibt.
Und einen Antrag auf Pä stelle ich nächste Woche beim Gericht,ebenso Prozesskostenhilfe.
Das Gericht,muss sich dann ja wohl selbst um irgendwelche Gutachten kümmern(wenn meine Einschätzung nicht ausreicht)
Und wenn das Geticht dann irgendwann zu der Entscheidung gelangt ,daß dem Antrag stattgegeben wird,hab ich 2 Gutachten,mit denen ich mir dann einen Chirurgen suche von dem ich erwarte,dass der dad mit der Krankenkasse regelt. So wie beim Zahnarzt auch.
Oder ist dad blauäugig und klappt so nicht.Warum sollten mir die KK Steine in den Weg legen
Sollte ich vorsichtshalber einen Rechtsanwalt mit der Sache betrauen?
Was ich bis jetzt weiter Oben so gelesen hab ,macht mir etwas Angst
LG
schrille
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Re: Auszug aus dem Horrorkabinett eines MDK

Post 13 im Thema

Beitrag von JaquelineL »

Liebe Schrille,

> oder ist das blauäugig?

Ja.

Liebe Grüße
Jackie

PS: Anne-Mette mag so kurze Antworten nicht, ich setze das hier aber als bewusstes Stilmittel ein - mehr gibt es dazu wirklich nicht zu sagen.

PPS: Liebe schrille, das Forum (und das Netz) ist leider voll mit Berichten über die Widerstandsfähigkeit unserer KKen, wenn es um die Bewilligung von Leistungen geht. Unser Teilbereich macht da keine Ausnahme.
Today is the first day of the rest of my... forget it.
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Re: Auszug aus dem Horrorkabinett eines MDK

Post 14 im Thema

Beitrag von Laura R »

Liebe Schrille,
Ich muss auch leider sagen das du da ein wenig sehr blauäugig an die Sache rangehst. Die VÄ / PÄ hat nichts mit den Leistungen oder auch späteren Leistungen der KK zu tun. Es ist eine Sache für sich, die erforderlichen Gutachten die zur Zeit noch nötig sind kannst du dem Antrag zu einer eventuellen GAOP beifügen. Du kannst dem Gericht bei deinem Antrag auch Gutachter vorschlagen falls du welche kennen solltest, wenn ja frage ruhig vorher auch nach den Kosten für ein Gutachten.
Für die GAOP musst du noch jede Menge zusätzliche Unterlagen beibringen, z.B. Nachweis über 18 Monate Psychologe/Psychotherapeut, Nachweis über die Hormontherapie usw.
Bei Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen die du beantragst zieht diese den MDK mit hinzu, womit wir dann hier auch beim eigentlichen Thema sind.
Der durchführende Arzt für die Op wird gar nichts bei der Kk einreichen das musst du alles selber machen.
Liebe Grüße
Laura
Ich bin wie ich bin und weiß wer ich bin. Das gut so!
Manu.66
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Re: Auszug aus dem Horrorkabinett eines MDK

Post 15 im Thema

Beitrag von Manu.66 »

Laura R hat geschrieben: So 18. Jun 2017, 12:16 Liebe Schrille,
...
Für die GAOP musst du noch jede Menge zusätzliche Unterlagen beibringen, z.B. Nachweis über 18 Monate Psychologe/Psychotherapeut, Nachweis über die Hormontherapie usw.
...
Liebe Grüße
Laura
Hi Mädels!

Jede Menge Unterlagen für eine geplante GOAP?

Da kann ich nur sagen, dass ich lediglich eine Selbstkostenübernahmeerklärung und ein psychotherapeutisches OP-Indikationsschreiben benötige. Das wars.
Ist halt doch alles von Fall zu Fall sehr unterschiedlich will ich damit sagen.

Liebe Grüße
Manuela
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