Ulrike-Marisa hat geschrieben: Mo 12. Jun 2017, 12:14
unternehmerische, vielleicht auch kostenverursachende betriebliche Gründe (Damentoilette) geben
Da sprichst Du einen guten Punkt an. Meiner Meinung nach stehen so manche Gesetze der Gleichberechtigung nämlich im Weg. Ich kenne mich selbst damit nicht wirklich gut aus, aber ein Bekannter (ebenfalls Bauunternehmer, und ehrenamtlicher Sanitäter) hat mir vor einigen Jahren etwas ähnliches erzählt, dass es eben solche Regelungen gibt, die Frauen irgendwelche "Rechte" zusprechen, die in der Praxis eine Unwirtschaftlichekeit gegenüber einer rein männlichen Belegschaft bewirken. Dazu gehört zum Beispiel die Damentoilette ab einer bestimmten Mitarbeiteranzahl, getrennte Umkleideräume, usw.
Im Rettungsdienst ist (war?) es ähnlich, zwei Frauen dürfen nicht gemeinsam Schicht haben, weil das Tragen eines Patienten für Frauen zu schwer und damit nicht zumutbar ist. Zwei Männer dürfen, Mann und Frau auch, zwei Frauen nicht, Konsequenz es werden bevorzugt Männer eingestellt weil universell einsetzbar.
Das Problem ist gar nicht, dass Frauen diese "Rechte" für sich einfordern, sondern dass der Arbeitgeber dafür zu sorgen hat. Die Ausrede "meine weiblichen Mitarbeiter wollen keine getrennte Toilette" lässt die Gewerbeaufsicht nicht gelten.
Über die Art und Weise der Ablehnung brauchen wir uns glaube ich nicht zu unterhalten, so etwas geht gar nicht. Nichts destro trotz kann ich die Motive des Unternehmers in gewisser Weise nachvollziehen.