Mina - aus dem Pappkarton
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Crossdressing und selbst Erlebtes... Erdachtes
Mina
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Mina - aus dem Pappkarton

Post 1 im Thema

Beitrag von Mina »

Hallo Ihr Lieben,

nun bin ich doch ein kleines Weilchen hier angemeldet und lese immer mit Bestaunen die Berichte von Euch. Was Ihr macht, wie es Euch ergeht und Dinge die die Welt einfach von Euch wissen soll. )))(:

Und ich bin teils sehr emotional, was Ihr von Euch berichtet. Dafür möchte ich meinen größten Respekt aussprechen. (ki)
Zugegeben, meine Welt ist relativ neutral gestrickt und im Moment habe ich sehr viele schöne Momente. Aber auch so manche traurige und nachdenkliche. Dennoch ist es manchmal ganz schön verwirrend was mit einem selbst so passiert, nach dem Gedankenanstösse auf einen wirken.
Reicht mir mein Leben als Teilzeitfrau wirklich? Bin ich wirklich gerne auch Mann? Mache ich mir da nix vor? Hmm, ich gehe dann immer duschen. Also jetzt nicht mehrmals täglich ;-) aber ein, zwei Mal kommt es schon vor das ich mich den Gedanken auseinander setze und dann einen neutralen Ort aufsuche an dem ich selbst bin. Unter der Dusche bin ich ja wie der liebe Gott mich schuf. Ich betrachte das dann intensiv und fühle in mich hinein.
Es kommt aber kein Gefühl der Schwere oder Sehnsucht in mir auf. Ganz im Gegenteil, ich fühle mich dann öfter dankbar, das ich so bin wie ich bin.
Schlußendlich muß ich aber sagen, es ist ein wunderbares Gefühl, geschminkt zu sein, Frau zu sein. Äusserlich und gefühlstechnisch. Ich mache mich nach der männlichen Dusche fertig und schlüpfe aus dem Pappkarton in Mina. Und dann geht die Sonne auf. Ich fühle mich plötzlich weich und zart, meine Stimme hebt sich, meine Blicke werden gleitender und meine Bewegungskontrolle setzt ein. Ich nehme mir viel Zeit für die Pflege der Füße und Hände, sowie allen anderen Körperpartien.

So dann fertig, nehme ich mir meine Sachen vor, welche ich eben so zu erledigen habe. Und auch wenn diese Sachen sonst ganz schrecklich sind, erledige ich sie so gerne. Ich genieße es grade zu - den es ist ja Mina, welche es tut. Mina ist anders, ganz ruhig und gar nicht wild. Sie mag es so zu plaudern und über das Ende des Universum's zu sinnieren.
Allerdings ist sie auch sehr eitel, teils. Naja, nennen wir es so: Sie mag Kleider, Taschen und Schuhe. ;-) Ihr versteht sicher was ich meine. )))(:

Und ich habe deswegen vermutlich auch das Model'n für mich entdeckt. Ich hab es immer schon gerne gemocht vor der Kamera zu stehen und mit der Kamera zu flirten. Als Frau ist es aber anders. Ich habe keinen Drang nach Aufmerksamkeit oder Selbstbestätigung, wie ich wohl auf den nächsten Bildern wirke. Den Grund habe ich einfach darin, das ich mich erstmal noch verstecken kann und trotzdem raus gehe - auf Bildern eben. Genau das ist der Punkt, durch meine zwei lieben Seiten ist es nicht so ganz klar für mich, wer jetzt einkaufen gehen soll.
Das einzige was ich gerne draussen mache ist Autofahren. Das ist ein tolles Gefühl.
Nun könnte sich die Eine oder Andere fragen, ja Mina Autofahren ist doch draussen? Ja stimmt. Allerdings in meiner kleinen Fahrgastzelle, welche mich noch ein Stück weit schützt. Aber das macht auch nichts, denn ich habe keinen Drang richtig raus zu gehen. Noch nicht.
Wenn ich so die Berichte von einigen Mädels hier an Bord lese, könnte es aber sein das ich auch irgendwann mehr möchte. Allerdings erwarte ich diesen Moment nicht. Wenn er da ist, ist er da. Und dann werde ich auch handeln. Denn mich selbst quälen möchte ich nicht. Dafür ist mir das Leben doch zu kurz.

Dennoch habe ich schon einige Personen in Mina eingeweiht. Bis jetzt kamen aber nie negative Reaktionen. Das macht natürlich Mut weiter zu gehen. :()b

Und ich habe noch eine Frage in meinem Kopf, welche ich nicht loswerde. Ich habe meine Liebste an meiner Seite. Bin ich als Mina nun lesbisch? Oder verfalle ich da in Schubladendenken? Das ist furchtbar interessant, denn wenn man im Spiegel und in der Seele eindeutig eine Frau ist?

So.... das reicht erstmal für heute, denke ich. Aber ich möchte diesen Bericht gerne aktuell halten und werde sicher meine Erlebnisse und Erfahrungen hier reinschreiben um sie mit Euch zu teilen. Vielleicht kann ich der Einen oder Anderen damit im Stillen auch helfen, so wie Ihr mir mit Euren Berichten schon viel Geholfen habt. Das wäre toll. (ki)

Alles liebe
Mina



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Michi
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Re: Mina - aus dem Pappkarton

Post 2 im Thema

Beitrag von Michi »

Hallo Mina,

hast du richtig schön geschrieben. Da hat man schon bissel das Gefühl, all das selbst zu erleben.

Über die "Draußen"-Frage hatten wir ja schon etwas geschrieben.
Zu einer anderen Frage habe ich mir ebenfalls schon ausgiebig Gedanken gemacht, weil ich ebenso fühle:
Mina hat geschrieben: Di 30. Mai 2017, 17:38 Und ich habe noch eine Frage in meinem Kopf, welche ich nicht loswerde. Ich habe meine Liebste an meiner Seite. Bin ich als Mina nun lesbisch?
Eigentlich ist die Antwort ganz einfach: Du fühlst dich von Frauen (sexuell) angezogen.

Der Fachausdruck dafür ist gynophil, was allerdings wie eine schlimme Krankheit klingt.
Er beschreibt die sexuelle Orientierung unabhängig vom eigenen Geschlecht,
was in unserem Falle sehr vorteilhaft ist, da es Konflikte mit der eigenen Geschlechtsidentität vermeidet.

Liebe Grüße
Michi
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Re: Mina - aus dem Pappkarton

Post 3 im Thema

Beitrag von Mina »

Huhu Michi,

Danke Dir. Ok, ich bin gynophil. Du wirst lachen, aber es ist fast ein wenig beruhigend, das ich "etwas" bin. Ich fühle mich nicht als Schubladendenkerin. Trotzdem passiert es unterbewusst wohl jeden Tag, das Schubladen geöffnet und gefüllt werden. Ich meine irgendwie muss man ja Dinge wegsortieren. Auch wenn es nur Gedanken oder Empfindungen sind.
Solange solche aber nicht automatisch negativ oder abwertend behaftet sind, habe ich damit weniger Probleme.

Und ich fühle mich in beiden Seiten gut, Frauen toll zu finden. Insbesondere eigentlich nur meine Liebste. Sie ist mein Licht und meine Kraft. 😘
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Re: Mina - aus dem Pappkarton

Post 4 im Thema

Beitrag von Michelle_Engelhardt »

Ist schon toll, wie Du das alles hier so schreibst und schilderst. Ich denke, hier gibt es eine Menge Leute, die sich genau so eine Partnerschaft wünschen, wie ihr beiden sie führt. Anscheinend haben sich da zwei Menschen gefunden, die ziemlich perfekt zu einander passen und ich wünsche euch, das ihr euch noch sehr lange, am besten für immer, erhalten bleibt.

Mina hat geschrieben: Di 30. Mai 2017, 20:06 Insbesondere eigentlich nur meine Liebste. Sie ist mein Licht und meine Kraft.
Wahrlich ein wunderschöner Schlußsatz ))):s

LG
Michelle
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Re: Mina - aus dem Pappkarton

Post 5 im Thema

Beitrag von Mina »

Vielen Dank Michelle, das ist so lieb von Dir😘

Aber wir hatten es anfangs nicht leicht. Weniger wegen Mina, es waren viele kleine Dinge. Am Anfang wusste meine Liebste noch nichts von meiner weiblichen Seite. Doch als ich sie besser kennenlernen durfte, hat es sich ergeben mich zu offenbaren. So gesehen hat sie den Stein ins Rollen gebracht und Mina stärker und mutiger gemacht.
Allerdings ist meine Liebste von sich aus ein sehr empathisches und liebevolles Wesen.

Neulich hat sie ihrer vierzehn jährigen Tochter von Mina erzählt und ein Bild gezeigt. Die Reaktion war: Cool Mama, dann hast Du jetzt eine Freundin und einen Freund.

Sie hat mir das dann nachher erzählt und ich hatte Pippi in den Augen. Das hat mich sehr gerührt.
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Re: Mina - aus dem Pappkarton

Post 6 im Thema

Beitrag von Michelle_Engelhardt »

Ja, ich finds schon klasse. Viele müssen hier alles heimlich machen und leben in ständiger Angst erwischt zu werden, was ich mir sehr belastend vorstelle. Partnerinnen wie Deine Liebste sind ja eher die Ausnahme.
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Re: Mina - aus dem Pappkarton

Post 7 im Thema

Beitrag von Mina »

Michelle_Engelhardt hat geschrieben: Mi 31. Mai 2017, 07:23 Viele müssen hier alles heimlich machen und leben in ständiger Angst erwischt zu werden, was ich mir sehr belastend vorstelle.
Das kann ich sehr gut nachfühlen. Denn vor meiner jetzigen Beziehung mußte ich mich auch über 2 Jahrzehnte verstecken. das war sehr schwer und ich habe gelitten wie ein gequältes Tier. In der Zeit ging mein Alkoholkonsum exorbitant in die Höhe, meine Launen waren extrem wechselhaft und ich war eigentlich immer auf Krawall gebürstet. Damals konnte ich das nicht so recht miteinander in Verbindung bringen. Heute, nachdem ich das Gefängnis verlassen durfte, weiß ich warum das alles so war.

Aus eigener Erfahrung und den damaligen Empfindungen wünsche ich mir nur eines: MÄDELS, FINDET EINEN WEG IN EUER GLÜCK! (flo) (es lohnt sich so sehr, jedwede Anstrengung) )))(: ))):s (flo)
Falls ich helfen kann und Ihr vielleicht Fragen habt, schreibt mir gerne eine PN. )))(:



Noch was anderes von heute.

Ich wurde vor sieben Wochen in einem kleineren Eingriff unter Vollnarkose operiert. Alles war auch gut gelaufen. Nur hatte ich das Gefühl, das ich immer noch schlief. Alles fühlte sich so surrealistisch und plastisch an.
Ich teilte diese Beobachtung mit einigen Menschen um mich herum und Selbe konnten nicht sicher verstehen was ich meine.
Das Gefühl, noch auf dem OP-Tisch zu liegen und auf das Aufwachen zu warten dauerte ca 3 Wochen an.
Obgleich die operierte Stelle gut verheilte und bis vorgestern keine Probleme mehr machte. Wiegesagt vorgestern gings von vorne los. Doppelt so groß und doppelt so heftig.
So hab ich mich erstmal in der Arbeit abgemeldet und habe versucht einen Facharzt zu bekommen. Keine Chance - alle dicht oder im Urlaub. Über eine Stunde in Warteschleifen rumgehangen um zu erfahren das ich heute nicht dran komme, trotz Beschwerden akuter Art.
Also blieb mir nur ein Weg - wieder ins Krankenhaus wo ich operiert wurde.
Als ich in Aufnahme kam, hatte ich ein massives Erinnerungserlebnis. Bei dem Gespräch mit dem Chirurgen war klar, wieder Vollnarkose, gleiche Station und exakt gleiche Routine. Morgen soll es soweit sein.
Bis dahin dachte ich mir nicht so viel. Als ich aber nach Hause lief beschlich mich im Gänsehautmodus ein gruseliger Gedanke: Was wenn ich morgen aufwache nach der OP und die sieben Wochen doch nur ein Traum waren?

Ihr lacht jetzt bestimmt oder denkt, "meine Fresse hat die Mina die Pfanne heiß....." :D

Und ich glaube ja nicht wirklich daran, aber seltsam ist es schon. Fasst wie bei "täglich grüßt das Murmeltier". )))(:

Jedenfalls hatte ich im Gespräch mit der Narkoseärztin vorsorglich vereinbart, das ich vor der Narkose keine "Scheißegalspritze" bekommen will. Sie meinte es könne ein Zusammenhang bestehen, nachdem ich ihr von den letzmaligen Beschwerden erzählt hatte.

Na mal sehen, vielleicht hab ich ja alles nur geträumt. :lol: Ich finde es morgen raus und werde sobald mein Rechenzentrum wieder synchron läuft, berichten. (yes) (flo)

Alles liebe
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Re: Mina - aus dem Pappkarton

Post 8 im Thema

Beitrag von Michi »

Hallo Mina,

es tut mir sehr leid, zu lesen, dass du solche gesundheitlichen Probleme hat. Ich drücke dir die Daumen und was sonst noch geht, dass es dieses Mal besser klappt, und das Problem dann erledigt ist.

Alles was du schreibst, kann ich recht gut nachempfinden. Ok, mein Alkoholkonsum war nie sonderlich hoch, d.h. bis auf die Studienzeit nicht dauerhaft.
Ich habe mich auch lange versteckt, noch länger als du, und habe mich anstatt mit Alkohol oft mit viel Arbeit oder intensiven und zeitaufwändigen Hobbys zugedröhnt, bis zur körperlichen Erschöpfung. Sonst konnte ich nachts überhaupt nicht mehr schlafen. Die Gedanken sind bei mir Karusell gefahren, sobald ich mich hingelegt habe.

Erst seit ein paar Jahren, seit ich mich angenommen habe wird es ganz langsam besser. Anfang 2010 - neue Freundin, und ihr nach 2 Wochen von Michi erzählt. Sommer 2013 leider aus, da sie manisch depressiv, und ich keine Kraft mehr hatte. Danach fing ich an raus zu gehen.

Soweit die Kurzfassung.

Liebe Grüße
Michi
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Re: Mina - aus dem Pappkarton

Post 9 im Thema

Beitrag von Mina »

Huhu,

So seit zwei Stunden wieder wach und alles ist gut. Muss letztes Mal wirklich die Beruhigungsspritze gewesen sein vor der Narkose. Denn diesmal hätte ich direkt nach dem Aufwachen ne Schuhfabrik plündern können. (888) (flo)

Die Ursache wurde auch gefunden und ich bin wieder ganz gesund. Jippiii (gitli)

Ich freu mich so. (so)

Mina
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Re: Mina - aus dem Pappkarton

Post 10 im Thema

Beitrag von Michi »

Hallo Mina,

freut mich sehr, dass es dir schon so gut geht, dass du an Schuhe denkst. )))(:
Mir schmerzen zwar die Hände vom Daumendrücken, aber das ist ok. :D Hauptsache alles ist gut.


Liebe Grüße
Michi
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Re: Mina - aus dem Pappkarton

Post 11 im Thema

Beitrag von Mina »

Hui Danke. 😉

Ja, es wird alles gut und in ein paar Tagen darf ich wieder nach Hause. Puh....Krankenhäuser sind nichts für mich. 😉
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Re: Mina - aus dem Pappkarton

Post 12 im Thema

Beitrag von Mina »

In den letzten Tagen hatte ich also viel nachzudenken. Nicht nur, ich war viel hier im Forum unterwegs und hab so manches aufmerksam gelesen.

Wie es aber in themenbezogenen Foren nunmal so ist, gibt es einen Kern um den sich alles dreht. Da in den letzten Tagen viel nach dem warum gefragt wurde, ich meine Ansichten dazu auch schon geteilt habe, ist es an der Stelle nicht notwendig genauer darüber zu referieren.
Vielmehr beschäftigt mich die Logik in "unserer" Sache. Nach langem Grübeln bin ich dahinter gekommen das wir mit unseren Problemen ja gar nicht alleine sind. Tenor Fremdbestimmung.

Natürlich muss ich an der Stelle die Kirche im Dorf lassen und erzähle deswegen ohne Wertung einfach über meine Gedanken.

Ein Kind wird geboren. Noch nicht zu ende geschriehen, hat es schon seinen Namen. Das Kind weiß gar nicht ob es diesen nachher tragen möchte. Ich in meinem Fall wurde oft gehänselt ob der prominenten Verwandten aus Film und TV.
Hätte oft gerne einen anderen Vornamen gehabt. Mit dem älter werden hat es zwar abgenommen, die Erinnerungen sind aber da.
Ein Kind wird getauft. Es bekommt einen religiösen Stempel aufgedrückt und weiß nachher garnicht ob es d'accord geht, mit dem Glauben welchen es zu leben hat.
Ebenso die Geschlechterfrage. Ui, da unten ist ja ein Pippimann, dann heißt Du Max. Und es ist egal ob Du lieber mit Puppen spielst.

Aber nicht nur das Menschliche. Wer denkt das er ein Grundstück besitzt und auf "seinem" Grund tun kann was er will - wird spätestens das Bauamt klarstellen wenn sie mit Hubschraubern Bilder gemacht haben und der "versteckte" Schuppen oder das selbstgebaute Carport nicht den Regeln entspricht. Ja das wird teuer. Aber teuer wird es auch auf seinem "Besitz" etwas zu planen. Je nachdem wo man wohnt.

Warum ist Heiraten, amtlich betrachtet, günstig und scheiden lassen, je nach Umstände unerschwinglich teuer? Warum bekommen Verheiratete bessere steuerliche Konditionen als unverheiratete? Warum können nur Gleichgeschlechtliche eine Lebenspartnerschaft eintragen lassen?

Keine Angst, ich möchte niemanden dazu verleiten auf diese Fragen zu antworten. Sie haben nur symbolischen/retorischen Stellenwert. Mir geht es vielmehr darum zu zeigen, das wir mit dem Warum, was das Leben betrifft, gar nicht so alleine sind.

Ich könnte hier noch so viele Beispiele nennen.

Als gutes Beispiel wie "Randthemen" doch Gehör finden zeigt die Band Rammstein.
Viele schrecken jetzt bestimmt auf: "Woah - die sind rechtsradikal, martialisch und pervers"! :lol:

Ich kann jene beruhigen, nein sind sie nicht. Ok, martialisch vielleicht schon. Aber das gehört irgendwie dazu und ich finds ausdruckstark. Denn es untermauert die teils sehr ernsten Themen welche da präsentiert werden.
Mit den Songs: Du Hast, Mann gegen Mann sprechen sie ganz klar die Schwulenszene an. Nicht aber zu deren Nachteil oder aber gar Hetze.

Den typischen Rammsteinfan gibt es nicht. Wer schonmal auf einem Konzert war, hat sicher beobachtet, das jede Altergruppe, Männlein wie Weiblein und auch alle Gesellschaftsschichten vertreten sind. Im VIP-Bereich sitzen Alle. Robert Atzhorn, Fanta4, Handballstar Kretschmar, Tatortkommissare, Politiker usw......

Ich schätze mal es liegt nicht nur am Feuerwerk. Eher daran, das wirklich fast jedes Thema unserer Gesellschaft Behandlung findet.
Die Konzerte sind immer ausverkauft. Und alleine des doch so bunten Publikums ist das schon in gewisser Weise ein Barometer für mich. Das unsere Gesellschaft gar nicht so intolerant ist wie manchmal vermutet.

Meine abschließenden Gedanken dazu sind: Vielleicht sind wir einfach zu leise? Sind so verunsichert, das wir uns gar nicht trauen laut zu schreien. Vielleicht sollten wir einfach selbstbewußt und frohen Mutes hinaus in die Welt um zu sagen, wir brauchen keinen Grund. Denn das Leben IST, ebenso die Liebe. (so) (flo) (ki)

Ich wünsche Euch allen einen schönen Sonntag )))(:

Eure Mina
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Re: Mina - aus dem Pappkarton

Post 13 im Thema

Beitrag von Michi »

Mina hat geschrieben: So 4. Jun 2017, 11:40 Meine abschließenden Gedanken dazu sind: Vielleicht sind wir einfach zu leise? Sind so verunsichert, das wir uns gar nicht trauen laut zu schreien. Vielleicht sollten wir einfach selbstbewußt und frohen Mutes hinaus in die Welt um zu sagen, wir brauchen keinen Grund. Denn das Leben IST, ebenso die Liebe. (so) (flo) (ki)
Hallo Mina,

danke dir, und schön zu sehen, dass es dir soweit gut geht.

Im Prinzip genau das oben zitierte, nur irgendwie anders herum habe ich gedacht, als ich die Zeilen vor diesem Gedanken las.

Die Anderen, die Intoleranten und Unsicheren sind einfach immer zu laut, und finden viel zu viel Gehör. Intoleranz ist schlimm, und es sind keineswegs nur die sogenannten Normalos. Es zieht sich durch alle Kreise. In dem Forum, in dem ich - Michi - mich vor ein paar Jahren selbst gefunden und erstmals deutlich artikuliert habe, habe ich letztes Jahr sehr Negatives erleben müssen. Da ist eine TS-Person, die alles abseits der GAOP mehr oder weniger verachtet (oder sich davon bedroht fühlt?), und Menschen wie mich, die mehr als nur diese eine Möglichkeit sehen und akzeptieren, ihre Ablehnung zuweilen sehr deutlich spüren lässt. Sie betrachtet andere Lebensmodelle als minderwertig und pervers, und die dahinter stehenden Menschen sind für sie kranke Männer. Die Person findet leider viel zu viel Gehör. Ihr Vorgehen gleicht dem Rattenfänger von Hameln, und es gibt viel zu viele, die nach ihrer Pfeife tanzen, in der Hoffnung, ein wenig von ihrem Glanz auf sich selbst zu übertragen. Echt traurig anzusehen und erleben zu müssen, raubt es mir doch viel Kraft, da drüber zu stehen, Kraft, die ich eigentlich für so viel Besseres und Sinnvolleres verwenden könnte.


Liebe Grüße
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Re: Mina - aus dem Pappkarton

Post 14 im Thema

Beitrag von Mina »

MichiWell hat geschrieben: So 4. Jun 2017, 12:13 Die Person findet leider viel zu viel Gehör. Ihr Vorgehen gleicht dem Rattenfänger von Hameln, und es gibt viel zu viele, die nach ihrer Pfeife tanzen, in der Hoffnung, ein wenig von ihrem Glanz auf sich selbst zu übertragen.
Dafür gibt es eine ganz simple Theorie welche durch gängige Praxis bestätigt ist.

Es gibt in jeder Vereinigung, Verein, Club, Abteilung, Forum, Gesellschaft, Nachbarschaft etc pp, eine/n SilberrückIn. Das hat die Evolution so für uns vorgesehen. Eine Person fühlt sich aus innerem Antrieb berufen eine Gruppe zu leiten. Der Prozess entwickelt sich innerhalb einer Gruppe. Die einen zeigen sich als ängstlich, schwach oder nicht durchsetzungsfähig, andere bemerken schnell das ihnen jemand hinterherläuft und nach dem Munde redet und gewinnt an Fahrt, wird nur umso stärker.
Die Schwächeren fühlen sich dann sicher geleitet und orientiert. Sie profitieren davon das sich jemand für sie in den Gegenwind stellt.
Das war zu Zeiten der Steinzeit überlebenswichtig. Heute nicht mehr. Aber unsere DNA hat das noch nicht verstanden. Hätte sie es, würde es dieses Forum vermutlich gar nicht geben, da sich jeder sicher und frei fühlen würde. Alle Ursachen, welche uns nachdenklich machen oder sogar gesellschaftlich leiden lassen, weil wir uns unter Druck fühlen, wären nichtig.

So einfach ist die Welt. Antike Verhaltensmuster. Und der Mensch als solcher trägt noch so viel davon in sich rum.

Aber mit dem Bewußtsein hat man es ja selbst in der Hand, was man damit anfängt, nicht? ;-)
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Re: Mina - aus dem Pappkarton

Post 15 im Thema

Beitrag von Mina »

Ich bin nicht alleine ??? Jippiiieee :P

Es gibt Hoffnung )))(:
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