Ulrike-Marisa hat geschrieben: Mo 1. Mai 2017, 00:50
alles geht nicht im Leben.
Guten Morgen und einen sonnigen ersten Mai
Der Film hat mich berührt. Gerade im tiefschwarzen, südlichen Teil Deutschlands ist das ein wichtiges Signal. Ich begrüße es jedenfalls sehr das die ARD die Gelegenheit für diese Reportage genutzt hat. Politisch ein wichtiges Signal.
Ulrike's Worte haben mich zum Nachdenken bewogen.
Ich verstehe sehr gut was Du meinst Ulrike. Und frage nicht, mir ergeht es ähnlich. Fragen und Verpflichtungsgedanken im Kopf, die stehtig ihre Kreise drehen.
Das die engste Familie ein Problem darstellt, oder besser gesagt Unverständnis zeigt, ist sicher nicht hilfreich. Zunächst einmal ist aber eines wichtig: Verständnis.
Verständnis für jede einzelne Personen in seinem Umfeld.
Ich weiß das viele jetzt vielleicht laut aufschreien und rufen: Waaas? Ich bin doch die Jenige welche Verständnis am dringensten braucht? Und das ist auch ok.
Aber es sollten die Liebsten um einen herum dennoch eine ganz große Portion Empathie abbekommen. Entschuldigt, aber diese Kraft sollte man bereit sein zu geben.
Denn für Angehörige ist es auch eine Doppelbelastung, respektive kann je nach Typ eine sein. Das einer meiner Lieben eine solche Veränderung durchlaufen möchte und ich als Familienmitglied das von Aussen her auch aufnehmen und verarbeiten kann. Durch die Reaktion der Freunde, Arbeitskollegen, Nachbarn. Gerade in ländlichen oder tief-religiösen Bereichen. Ganz zu schweigen den Fragen der Kinder...wo ist mein Papa?
Meine Überzeugung ist, jeder Mensch ist frei. Jeder Mensch hat das Recht selbst zu sein und kein anderer Mensch darf dies in Frage stellen oder unterbinden, beispielsweise durch emotionale Gewalt.
In Familien und am Arbeitsplatz ist emotionaler Druck immer gegenwärtig. Jeder erwartet, das man seine Aufgaben und Verpflichtungen erfüllt. Und meist geschieht das ja auch recht unterbewusst. Es ist leicht gesagt, der Mensch zählt - nicht das Geschlecht. Es darf aber nicht vergessen sein, das hier auch ein gedankliches Ungleichgewicht besteht. Für mich als Betroffene fließen die Gedanken schon über einen extrem langen Zeitraum und auch immer stehts. Bei den Angehörigen ist das anders. Die hatten keine Chance bis zu einem CO sich darauf vorzubereiten. Das bedeutet, den Prozess, welchen ich schon durchhabe, müssen die Menschen in meinem Umfeld auch durchmachen. Diese Zeit muß ich bereit sein zu geben.
Niemand hat Interesse daran, die Extrawurst zu braten.
In einem solchen Fall muß es aber umgesetzt werden. Nicht für einen selbst, für die Aussenstehenden. Das war ganz klar die Logik in der Aussage von Verenas Chef in dem Beitrag. Er wollte schlicht verweiden, das die Kollegen rührig werden. Also hat er auf den kleinsten Verlust gezielt um für sich die Chancen hoch zu rechnen, ein stabiles Betriebsklima zu erhalten. Davon ab, ist es schon mehr als ein deutliches Signal, welcher Typ der Chef ist, wenn ein 650 Mitarbeiter-starker Betrieb keinen Betriebsrat hat......*Kopfschüttel*
Letzendlich interessiert den Geschäftsführer der Umsatz und die Gesunderhaltung des Betriebes. Ganz nüchtern betrachtet.
Alles liebe
Mina
Ziel: Human being -> Ist Dein Ziel erreicht, war es zu niedrig angesetzt -> Der Weg ist das Ziel!