Outing und Frau
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Tamara
Outing und Frau
Hallo, ihr Lieben.
als ich euch im Sommer von meinem Outing aus der "Waschmaschine" erzählt habe, war meine Frau darüber noch so geschockt, dass Sie wahrscheinlich gar nicht wusste, was da für eine Welle auf Sie zu rollt. Mittlerweile war ich in Kur und habe das Buch von Jula Böge gelesen. Hier fand ich für mich, die Antwort auf meine Fragen, warum bin ich so, warum mache ich das, warum brauche ich das! Ich habe für mich jetzt die Lösung gefunden, warum ich immer so daneben war. Seien es Alkoholexzesse, oder schlechte Laune. Ich kenne mich jetzt besser und bin auf dem Weg meine innere Ruhe zu finden. Mich würde freuen, wenn sich ein Paar, oder ein Crossdresser aus der Gegend von PLZ 34..., oder 37... meldet, die/der es schon geschafft hat/haben, um uns evtl. ein paar Tips zu geben und einfach mal zu reden. Wir sind im Moment völlig in der Schwebe und das will ich nicht. Ich liebe meine Frau und würde alles für Sie tun! Danke. Gruß schnewolf123
als ich euch im Sommer von meinem Outing aus der "Waschmaschine" erzählt habe, war meine Frau darüber noch so geschockt, dass Sie wahrscheinlich gar nicht wusste, was da für eine Welle auf Sie zu rollt. Mittlerweile war ich in Kur und habe das Buch von Jula Böge gelesen. Hier fand ich für mich, die Antwort auf meine Fragen, warum bin ich so, warum mache ich das, warum brauche ich das! Ich habe für mich jetzt die Lösung gefunden, warum ich immer so daneben war. Seien es Alkoholexzesse, oder schlechte Laune. Ich kenne mich jetzt besser und bin auf dem Weg meine innere Ruhe zu finden. Mich würde freuen, wenn sich ein Paar, oder ein Crossdresser aus der Gegend von PLZ 34..., oder 37... meldet, die/der es schon geschafft hat/haben, um uns evtl. ein paar Tips zu geben und einfach mal zu reden. Wir sind im Moment völlig in der Schwebe und das will ich nicht. Ich liebe meine Frau und würde alles für Sie tun! Danke. Gruß schnewolf123
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Nicoletta
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Re: Outing und Frau
Ich bin im Augenblick etwas durcheinander, aber ich glaube, dass mein Problem unter diese Überschrift wunderbar passt.
Bei mir ist es anderthalb Jahre her, dass ich mich meiner Frau gegenüber geoutet habe. Und, wie es für viele typisch ist, habe auch ich nach und nach meine Grenzen ausgeweitet. Angefangen hat es mit einem Rock, bei dem meine Frau meinte, dass sei aber gar kein Herrenrock (war ein Damenjeansrock), zu den abgeschnittenen Strumpfhosen, die ich gegen Scheuern beim Wandern schon vorher unter kurzen Hosen trug, kamen unabgeschnittene zuhause und auch sonst unter langen Hosen, dann musste der Bart dran glauben zum Bedauern meiner Frau und die Körperbehaarung, und Damenslips waren natürlich auch notwendig. Meine Frau fragte sogar, ob ich nicht auch Nachthemden tragen, was ich ich wollte, und sie schenkte mir sogar eines. Inzwischen lebe ich zuhause 100% der Zeit als Frau, also immer in Damenunterwäsche incl. BH, immer Rock und Oberteil (sehr selten Kleid), immer Ohrringe (große Kollektion), immer dezent lackierte Finger- und Fußnägel, meist Strumpfhose (außer, wenn es zu warm dafür ist), sehr oft auch Sandaletten oder Pumps mit Absatz in der Wohnung. Nachts trage ich ausschließlich Nachthemden. Außerhalb der Wohnung trage ich Männeroberbekleidung, darunter ist alles weiblich. Nicht "gestattet" ist mir, als Frau im Treppenhaus oder in der Nähe der Wohnung oder im Dienst aufzutreten. Toleriert wird hingegen Wandern im Rock, einmal ein spätabendlicher Spaziergang im Schnee mit dickem Winterwollrock.
Meine Frau schwankt immer zwischen Anerkennung ("wenn ich ein Mann wäre, würde ich mich in Dich verlieben"), kleinen Hilfestellungen (Ratschläge zur Frisur, zu geeigneten Pflegeprodukten) und harscher Ablehnung (ich solle dagegen ankämpfen, wo mein Glaube geblieben sei). Dazu kommt, dass sie ohnehin eine schwierige Zeit durchmacht mit der Menopause, was zu krassen Stimmungsschwankungen führt (ärztliche Hilfe lehnt sie ab). Längere Zeit hat sie Trost im Alkohol gesucht, wobei es mehrfach zu hässlichen Szenen, Beschimpfungen, mutwilligen Zerstörungen und Drohungen gekommen ist, was ihr aber regelmäßig leid getan hat, wenn sie wieder nüchtern war. Gott sei Dank hat sie da nun offenbar die Wende geschafft und die Schnäpse durch Tee ersetzt.
Für mich war die getroffene Regelung einerseits befriedigend (ich lebe en femme viel ausgeglichener, glücklicher, aktiver), andererseits würde ich gerne auch außerhalb des Hauses weiblich auftreten. Das habe ich manchmal auch heimlich getan, die nötigen Kleidungsstücke dazu sind im Dienst versteckt. Am 23. Dezember nun bin ich "erwischt" worden. Das Dienstgebäude war geschlossen, es wurde nicht gearbeitet. Ich habe mich umgezogen, trug einen neuen roten Cordrock, dazu neue Stiefel, eine neue Bluse und versuchsweise eine lange blonde Perücke, die ich von einer Firma geschenkt bekommen und noch nie getragen hatte. Als ich so zur Damentoilette ging, um mich im Spiegel zu begutachten (ich wollte evtl. einen kleinen Spaziergang durch die Stadt machen, wenn ich mich passabel fände), hörte ich plötzlich ein Geräusch, von dem ich nicht sagen konnte, aus welcher Richtung es kam, ich stürzte schnell in mein Zimmer und schloss mich ein. Als ich nach Hause kam, merkte ich sofort, dass bei meiner Frau etwas nicht stimmte, es gab Geschrei, eine Szene, ohne dass sie zunächst klarmachen konnte, was eigentlich los war. Es stellte sich dann später heraus, dass ein Kollege von mir ebenfalls an der Dienststelle gewesen war und gesehen hatte, wie ein "schlanke junge Frau" (das schmeichelte mir) in meinem Zimmer verschwunden sei und auf Klopfen nicht geöffnet habe. Er machte sich Sorgen, dass die fremde Frau offensichtlich einen Schlüssel besaß und fürchtete um die Computer, deshalb rief er bei mir zuhause an, und so erfuhr meine Frau davon. Ihr war auch nicht sofort klar, dass die junge Frau ich gewesen war. Sie war jedenfalls außer sich und erzählte das am Telefon auch gleich meiner Mutter und guten Freunden. Erstaunlicherweise haben diese die Nachricht einfach nicht zur Kenntnis genommen. Die Freunde wollen mich einfach so nicht sehen, und meine Mutter tut mir gegenüber, als ob nichts passiert wäre, während sie meiner Frau gegenüber nur angemerkt haben soll "ach, spinnt der wieder" und ansonsten die "Schuld" eher meiner Frau geben wollte. (Zum Verständnis muss ich anmerken, dass meine erste Frau, die seinerzeit auf der Suche nach Bügeln einen versteckten Rock von mir gefunden hatte und daher Bescheid wusste und mich anschließend "heilen" wollte, bei der späteren Trennung meine Mutter angerufen hatte, um ihr von der "Perversion" ihres Sohnes zu erzählen; obwohl ich damals es ihr gegenüber auch zugegeben hatte, wollte sie davon nichts wissen, sagte nur "lass den Quatsch", womit das Thema für sie erledigt war.)
Ich bin anschließend am 24. Dezember nochmals in der Dienststelle gewesen und habe die Sachen (den Rock, die Stiefel, die Bluse, außerdem noch zwei Paar Damenhosen, einen Mantel, Mütze und Schal) nach Hause geholt. Dort habe ich bei passender Witterung den Rock auch getragen. Am zweiten Weihnachtsfeiertag wollten wir gemeinsam einen Spaziergang machen, und ich zog dazu versuchsweise den Rock und die Stiefel an, woraufhin meine Frau sofort auf den Spaziergang verzichtete, obwohl ich auch bereit war, im Männerkleidung zu gehen. Sie fühlte sich schlecht und blieb den ganzen Tag im Bett (wie auch schon Heiligabend). Alleine bin ich dann auch nicht gegangen. Am folgenden Montag war ich dann allein unterwegs (in Männerkleidern), um wenigstens etwas von Weihnachten zu haben, während sie aufräumen wollte und die Wohnung putzen.
Letzten Mittwoch arbeitete ich zuhause und wollte dann am Nachmittag nach Einkäufe machen. Dazu zog ich Männerkleider an, wollte aber die Stiefel einmal außerhalb des Hauses probieren (außer die paar Minuten in der Dienststelle und Silvesterabend zuhause auf dem Balkon hatte ich sie noch gar nicht angehabt). Ich dachte, dass könne sie nicht stören, da die Hosenbeine die hohen Absätze ziemlich gut verbargen. Das sagte ich ihr auch, als sie kritisch fragte "Mit DEN Schuhen?" Ich ging mit den Schuhen, was gar nicht sooo angenehm war, weil der rechte Schuh an einer Stelle etwas drückte. Als ich zurückkam, hatte meine Frau ihre Arbeit liegenlassen und lag im Bett und war bis zum Abend nicht ansprechbar.
Gestern dann machte sie mir wieder ein Szene, sie störe sich an den Dingen, die ich tue. Außerdem hatte sie ihr Aufräumprogramm durchgezogen und sich von Dingen getrennt. Sie wisse zwar, dass ihr das später leidtun könnte, aber sie hatte die Sachen sofort in die Mülltonne entsorgt, um nichts rückgängig machen zu können. Sie habe sich von allem getrennt, was nicht SIE sei. Soweit ich sehe, hat sie alles Feminine beseitigt: ihre Nagellacke, Lippenstifte, Parfums, Pflegeprodukte (bis auf ein paar Ampullen einer Gesichtspflege, die sie mir schenkte), Epilierer, Damenrasierer, Slipeinlagen, Manikürset, dazu jede Menge Kleidung. Außerdem will sie, dass ich am Wochenende meinen Kleiderschrank aussortiere, alles wegwerfe, was ich nicht trage, z.B. Schlafanzüge und Herrenunterwäsche.
Es tut mir nicht weh, Herrenunterwäsche und Schlafanzüge wegzuwerfen, die ich ohnehin seit anderthalb Jahren nicht getragen habe, aber ich habe Angst vor ihrer folgenden Reaktion. Vielleicht erwartet sie eher, dass ich die Damenkleider entsorge, aber das hat keinen Sinn. Das habe ich in den vergangenen Jahrzehnten mehrfach getan, und es hat nie lange vorgehalten. Ich fühle einfach als Frau, und ich will nicht zurück zu den Lügen. Andererseits liebe ich meine Frau und will sie nicht verlieren. Ich hoffe, dass irgendwann auch der schwierige Übergang durch die Menopause endet (auch ihre ältere Schwester hat diesen Übergang mit vielerei "Verrücktheiten" durchlebt, ebenso ihre Mutter).
Erschwert wird die Lage für meine Frau dadurch, dass wir keinen Sex haben, das aber schon seit mindestens fünf-sechs Jahren. Schuld bin da ich. Ich hatte nie Freude an Sexualität, habe es als Pflichtübung angesehen, solange Hoffnung bestand, dass wir Kinder bekommen könnten. Ich brauche keinen Sex, nur Zärtlichkeit, aber die verweigert mir meine Frau zunehmend (geblieben ist nur ein flüchtiger Abschiedskuss, wenn ich zum Dienst gehe, und eben so flüchtige Küsse vor dem Essen), weil sie Zärtlichkeit als Vorspiel zu Sex versteht. Ihr fehlt der Sex, sie hat sexuelle Phantasien, könnte außereheliche Sexualität aber nie mit ihrem religiösen Weltbild vereinbaren.
Die Lage ist verzwickt, und ich weiß nicht mehr, wie ich richtig handle. Einerseits würde ich am liebsten ganz Frau sein, weil ich mich nur dann authentisch fühle, andererseits will ich meine Frau nicht verlieren. Ich bin zwar bereit, auf die geschlechtsangleichende Operation zu verzichten, weil ich an Sex ohnehin nicht interessiert bin und also keine Neovagina brauche, aber weiblichere Formen hätte ich schon gerne. Ich bin also in meinen Wünschen ziemlich radikal. Das alles lässt sich leider mit meiner Frau derzeit nicht ruhig besprechen wegen ihrer Stimmungsschwankungen. Es kommt dann sofort zu Schreien und verbalen Angriffen. Vielleicht kann mir jemand hier im Forum raten, denn in vielen Punkten decken sich doch unser aller Erfahrungen.
Liebe Grüße von der verzweifelten Nicoletta
Bei mir ist es anderthalb Jahre her, dass ich mich meiner Frau gegenüber geoutet habe. Und, wie es für viele typisch ist, habe auch ich nach und nach meine Grenzen ausgeweitet. Angefangen hat es mit einem Rock, bei dem meine Frau meinte, dass sei aber gar kein Herrenrock (war ein Damenjeansrock), zu den abgeschnittenen Strumpfhosen, die ich gegen Scheuern beim Wandern schon vorher unter kurzen Hosen trug, kamen unabgeschnittene zuhause und auch sonst unter langen Hosen, dann musste der Bart dran glauben zum Bedauern meiner Frau und die Körperbehaarung, und Damenslips waren natürlich auch notwendig. Meine Frau fragte sogar, ob ich nicht auch Nachthemden tragen, was ich ich wollte, und sie schenkte mir sogar eines. Inzwischen lebe ich zuhause 100% der Zeit als Frau, also immer in Damenunterwäsche incl. BH, immer Rock und Oberteil (sehr selten Kleid), immer Ohrringe (große Kollektion), immer dezent lackierte Finger- und Fußnägel, meist Strumpfhose (außer, wenn es zu warm dafür ist), sehr oft auch Sandaletten oder Pumps mit Absatz in der Wohnung. Nachts trage ich ausschließlich Nachthemden. Außerhalb der Wohnung trage ich Männeroberbekleidung, darunter ist alles weiblich. Nicht "gestattet" ist mir, als Frau im Treppenhaus oder in der Nähe der Wohnung oder im Dienst aufzutreten. Toleriert wird hingegen Wandern im Rock, einmal ein spätabendlicher Spaziergang im Schnee mit dickem Winterwollrock.
Meine Frau schwankt immer zwischen Anerkennung ("wenn ich ein Mann wäre, würde ich mich in Dich verlieben"), kleinen Hilfestellungen (Ratschläge zur Frisur, zu geeigneten Pflegeprodukten) und harscher Ablehnung (ich solle dagegen ankämpfen, wo mein Glaube geblieben sei). Dazu kommt, dass sie ohnehin eine schwierige Zeit durchmacht mit der Menopause, was zu krassen Stimmungsschwankungen führt (ärztliche Hilfe lehnt sie ab). Längere Zeit hat sie Trost im Alkohol gesucht, wobei es mehrfach zu hässlichen Szenen, Beschimpfungen, mutwilligen Zerstörungen und Drohungen gekommen ist, was ihr aber regelmäßig leid getan hat, wenn sie wieder nüchtern war. Gott sei Dank hat sie da nun offenbar die Wende geschafft und die Schnäpse durch Tee ersetzt.
Für mich war die getroffene Regelung einerseits befriedigend (ich lebe en femme viel ausgeglichener, glücklicher, aktiver), andererseits würde ich gerne auch außerhalb des Hauses weiblich auftreten. Das habe ich manchmal auch heimlich getan, die nötigen Kleidungsstücke dazu sind im Dienst versteckt. Am 23. Dezember nun bin ich "erwischt" worden. Das Dienstgebäude war geschlossen, es wurde nicht gearbeitet. Ich habe mich umgezogen, trug einen neuen roten Cordrock, dazu neue Stiefel, eine neue Bluse und versuchsweise eine lange blonde Perücke, die ich von einer Firma geschenkt bekommen und noch nie getragen hatte. Als ich so zur Damentoilette ging, um mich im Spiegel zu begutachten (ich wollte evtl. einen kleinen Spaziergang durch die Stadt machen, wenn ich mich passabel fände), hörte ich plötzlich ein Geräusch, von dem ich nicht sagen konnte, aus welcher Richtung es kam, ich stürzte schnell in mein Zimmer und schloss mich ein. Als ich nach Hause kam, merkte ich sofort, dass bei meiner Frau etwas nicht stimmte, es gab Geschrei, eine Szene, ohne dass sie zunächst klarmachen konnte, was eigentlich los war. Es stellte sich dann später heraus, dass ein Kollege von mir ebenfalls an der Dienststelle gewesen war und gesehen hatte, wie ein "schlanke junge Frau" (das schmeichelte mir) in meinem Zimmer verschwunden sei und auf Klopfen nicht geöffnet habe. Er machte sich Sorgen, dass die fremde Frau offensichtlich einen Schlüssel besaß und fürchtete um die Computer, deshalb rief er bei mir zuhause an, und so erfuhr meine Frau davon. Ihr war auch nicht sofort klar, dass die junge Frau ich gewesen war. Sie war jedenfalls außer sich und erzählte das am Telefon auch gleich meiner Mutter und guten Freunden. Erstaunlicherweise haben diese die Nachricht einfach nicht zur Kenntnis genommen. Die Freunde wollen mich einfach so nicht sehen, und meine Mutter tut mir gegenüber, als ob nichts passiert wäre, während sie meiner Frau gegenüber nur angemerkt haben soll "ach, spinnt der wieder" und ansonsten die "Schuld" eher meiner Frau geben wollte. (Zum Verständnis muss ich anmerken, dass meine erste Frau, die seinerzeit auf der Suche nach Bügeln einen versteckten Rock von mir gefunden hatte und daher Bescheid wusste und mich anschließend "heilen" wollte, bei der späteren Trennung meine Mutter angerufen hatte, um ihr von der "Perversion" ihres Sohnes zu erzählen; obwohl ich damals es ihr gegenüber auch zugegeben hatte, wollte sie davon nichts wissen, sagte nur "lass den Quatsch", womit das Thema für sie erledigt war.)
Ich bin anschließend am 24. Dezember nochmals in der Dienststelle gewesen und habe die Sachen (den Rock, die Stiefel, die Bluse, außerdem noch zwei Paar Damenhosen, einen Mantel, Mütze und Schal) nach Hause geholt. Dort habe ich bei passender Witterung den Rock auch getragen. Am zweiten Weihnachtsfeiertag wollten wir gemeinsam einen Spaziergang machen, und ich zog dazu versuchsweise den Rock und die Stiefel an, woraufhin meine Frau sofort auf den Spaziergang verzichtete, obwohl ich auch bereit war, im Männerkleidung zu gehen. Sie fühlte sich schlecht und blieb den ganzen Tag im Bett (wie auch schon Heiligabend). Alleine bin ich dann auch nicht gegangen. Am folgenden Montag war ich dann allein unterwegs (in Männerkleidern), um wenigstens etwas von Weihnachten zu haben, während sie aufräumen wollte und die Wohnung putzen.
Letzten Mittwoch arbeitete ich zuhause und wollte dann am Nachmittag nach Einkäufe machen. Dazu zog ich Männerkleider an, wollte aber die Stiefel einmal außerhalb des Hauses probieren (außer die paar Minuten in der Dienststelle und Silvesterabend zuhause auf dem Balkon hatte ich sie noch gar nicht angehabt). Ich dachte, dass könne sie nicht stören, da die Hosenbeine die hohen Absätze ziemlich gut verbargen. Das sagte ich ihr auch, als sie kritisch fragte "Mit DEN Schuhen?" Ich ging mit den Schuhen, was gar nicht sooo angenehm war, weil der rechte Schuh an einer Stelle etwas drückte. Als ich zurückkam, hatte meine Frau ihre Arbeit liegenlassen und lag im Bett und war bis zum Abend nicht ansprechbar.
Gestern dann machte sie mir wieder ein Szene, sie störe sich an den Dingen, die ich tue. Außerdem hatte sie ihr Aufräumprogramm durchgezogen und sich von Dingen getrennt. Sie wisse zwar, dass ihr das später leidtun könnte, aber sie hatte die Sachen sofort in die Mülltonne entsorgt, um nichts rückgängig machen zu können. Sie habe sich von allem getrennt, was nicht SIE sei. Soweit ich sehe, hat sie alles Feminine beseitigt: ihre Nagellacke, Lippenstifte, Parfums, Pflegeprodukte (bis auf ein paar Ampullen einer Gesichtspflege, die sie mir schenkte), Epilierer, Damenrasierer, Slipeinlagen, Manikürset, dazu jede Menge Kleidung. Außerdem will sie, dass ich am Wochenende meinen Kleiderschrank aussortiere, alles wegwerfe, was ich nicht trage, z.B. Schlafanzüge und Herrenunterwäsche.
Es tut mir nicht weh, Herrenunterwäsche und Schlafanzüge wegzuwerfen, die ich ohnehin seit anderthalb Jahren nicht getragen habe, aber ich habe Angst vor ihrer folgenden Reaktion. Vielleicht erwartet sie eher, dass ich die Damenkleider entsorge, aber das hat keinen Sinn. Das habe ich in den vergangenen Jahrzehnten mehrfach getan, und es hat nie lange vorgehalten. Ich fühle einfach als Frau, und ich will nicht zurück zu den Lügen. Andererseits liebe ich meine Frau und will sie nicht verlieren. Ich hoffe, dass irgendwann auch der schwierige Übergang durch die Menopause endet (auch ihre ältere Schwester hat diesen Übergang mit vielerei "Verrücktheiten" durchlebt, ebenso ihre Mutter).
Erschwert wird die Lage für meine Frau dadurch, dass wir keinen Sex haben, das aber schon seit mindestens fünf-sechs Jahren. Schuld bin da ich. Ich hatte nie Freude an Sexualität, habe es als Pflichtübung angesehen, solange Hoffnung bestand, dass wir Kinder bekommen könnten. Ich brauche keinen Sex, nur Zärtlichkeit, aber die verweigert mir meine Frau zunehmend (geblieben ist nur ein flüchtiger Abschiedskuss, wenn ich zum Dienst gehe, und eben so flüchtige Küsse vor dem Essen), weil sie Zärtlichkeit als Vorspiel zu Sex versteht. Ihr fehlt der Sex, sie hat sexuelle Phantasien, könnte außereheliche Sexualität aber nie mit ihrem religiösen Weltbild vereinbaren.
Die Lage ist verzwickt, und ich weiß nicht mehr, wie ich richtig handle. Einerseits würde ich am liebsten ganz Frau sein, weil ich mich nur dann authentisch fühle, andererseits will ich meine Frau nicht verlieren. Ich bin zwar bereit, auf die geschlechtsangleichende Operation zu verzichten, weil ich an Sex ohnehin nicht interessiert bin und also keine Neovagina brauche, aber weiblichere Formen hätte ich schon gerne. Ich bin also in meinen Wünschen ziemlich radikal. Das alles lässt sich leider mit meiner Frau derzeit nicht ruhig besprechen wegen ihrer Stimmungsschwankungen. Es kommt dann sofort zu Schreien und verbalen Angriffen. Vielleicht kann mir jemand hier im Forum raten, denn in vielen Punkten decken sich doch unser aller Erfahrungen.
Liebe Grüße von der verzweifelten Nicoletta
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Nicoletta
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Re: Outing und Frau
Hallo, Cindy,
danke für Deine (bzw. Eure) Antwort. Leider klappt das mit professionellem Rat nicht. Meine Frau reagiert geradezu allergisch auf das Wort "professionell". Sie hat eine Freundin, die ihr seit längerem rät, psychiatrische Hilfe in Anspruch zu nehmen, was sie aber nur mit Hohn zurückweist. Trotzdem danke. Liebe Grüße,
Nicoletta
danke für Deine (bzw. Eure) Antwort. Leider klappt das mit professionellem Rat nicht. Meine Frau reagiert geradezu allergisch auf das Wort "professionell". Sie hat eine Freundin, die ihr seit längerem rät, psychiatrische Hilfe in Anspruch zu nehmen, was sie aber nur mit Hohn zurückweist. Trotzdem danke. Liebe Grüße,
Nicoletta
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Re: Outing und Frau
ich bin mir nicht sicher ob ich das jetzt richtig verstanden habe...
deine frau lässt dir die freiheit zu tragen was du möchtest, aber keinesfalls in der öffentlichkeit...
diese momente, wo sie sich zurück zieht deuten für mich darauf hin das sie probleme und ängste hat...
klar, professionelle hilfe wäre die erste wahl, aber hauptsache reden...
vermutlich wird sie sich nicht so ohne weiteres darauf einlassen, aber du darfst nicht locker lassen.
aber bitte auch nicht überfordern
ich denke mal so themen wie "sind diese schuhe zu weiblich" oder "tarnsocken oder nicht" sind für sie schon anstrengend genug...
deine frau lässt dir die freiheit zu tragen was du möchtest, aber keinesfalls in der öffentlichkeit...
diese momente, wo sie sich zurück zieht deuten für mich darauf hin das sie probleme und ängste hat...
klar, professionelle hilfe wäre die erste wahl, aber hauptsache reden...
vermutlich wird sie sich nicht so ohne weiteres darauf einlassen, aber du darfst nicht locker lassen.
aber bitte auch nicht überfordern
ich denke mal so themen wie "sind diese schuhe zu weiblich" oder "tarnsocken oder nicht" sind für sie schon anstrengend genug...
Sei vorsichtig mit deinen Wünschen, sie könnten in Erfüllung gehen.
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Ohren verleih ich nicht, aber anschreiben darfst du mich jederzeit...
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Bianca D.
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Re: Outing und Frau
Hallöchen Nicoletta,
Das erinnert mich in manchen Passagen an meine Beziehung,die gerade zu Ende gegangen ist.Auch bei mir war das Bedürfnis nach Sex verdrängt worden von Zärtlichkeiten,Kuscheln und so.Meine Freundin hatte das aber zum Anlaß genommen,sich mit Hilfsmitteln und später einem anderen Mann zu vergnügen.Zu Beginn meines Outings zu Hause,hatte ich auch mal eine Partnerschaftsberatung vorgeschlagen,doch das wurde wie bei dir rundweg abgelehnt.
Tut mir Leid,wenn ich nicht das Ei des Kolumbus für die Lösung deiner Sorgen parat habe,hoffe aber dir totzdem geholfen zu haben.
Gruß Bianca
Das erinnert mich in manchen Passagen an meine Beziehung,die gerade zu Ende gegangen ist.Auch bei mir war das Bedürfnis nach Sex verdrängt worden von Zärtlichkeiten,Kuscheln und so.Meine Freundin hatte das aber zum Anlaß genommen,sich mit Hilfsmitteln und später einem anderen Mann zu vergnügen.Zu Beginn meines Outings zu Hause,hatte ich auch mal eine Partnerschaftsberatung vorgeschlagen,doch das wurde wie bei dir rundweg abgelehnt.
Ich würde dir raten,wenn nicht zu zweit,so suche dir alleine einen in Transfragen erfahrenen Therapeuten.Mir hat es sehr viel Selbstvertrauen gegeben und auch seelisch gut getan,einfach unbefangen reden zu können.Desweiteren versuch weiter mit ihr zu reden,wenn die Situation es zuläßt.Sonst seh ich trotz aller Liebe schwarz.Die Lage ist verzwickt, und ich weiß nicht mehr, wie ich richtig handle.
Kommt nun darauf an,wie sehr dich der unerfüllte Wunsch quält oder nicht.Da kann dir aber auch ein Fachmann helfen.Ich hatte diesen Weg auch vorgeschlagen,war aber auch nicht akzeptabel für sie.Ich bin zwar bereit, auf die geschlechtsangleichende Operation zu verzichten,aber weiblichere Formen hätte ich schon gerne.
Tut mir Leid,wenn ich nicht das Ei des Kolumbus für die Lösung deiner Sorgen parat habe,hoffe aber dir totzdem geholfen zu haben.
Gruß Bianca
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Nicoletta
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Re: Outing und Frau
Hallo, Bianca,
danke für Deine Antwort, zumindest tut es gut zu hören, dass es Ähnlichkeiten bei anderen gibt. Ich habe viele Deiner Beiträge gelesen, und mir ist schon länger klar, dass mein Weg Deinem ähnelt, das einschließlich der Befürchtung, dass es mit meiner Ehe ähnlich enden könnte (nach 16 Jahren), will das aber verhindern, wenn ich irgend kann. Das mit dem Therapeuten sollte ich wirklich ins Auge fassen. Ob der unerfüllte Wunsch mich quält? Ich denke, das ist erträglich. Ein Leben richtig als Frau werde ich nicht führen können, wenn die Ehe erhalten bleibt, und wenn nicht, sehe ich mich mit 62 Jahren zu alt für einen wirklichen Neuanfang. Es würde mir gut tun, einen weiblichen Namen führen zu dürfen, wichtiger als die Operation, aber da habe ich keine Chancen, bei meiner Frau ohnehin gar nicht, und offiziell geht das so nicht. Wenn freilich meine Frau in einem Anfall von Ärger mir androhte, dafür zu sorgen, dass auf meinem Grabstein der männliche Name stehe, so ist mir das nach meinem Tode herzlich egal. Das Leben im Jetzt interessiert mich.
Danke jedenfalls für die Tipps und viele Grüße,
Nicoletta
danke für Deine Antwort, zumindest tut es gut zu hören, dass es Ähnlichkeiten bei anderen gibt. Ich habe viele Deiner Beiträge gelesen, und mir ist schon länger klar, dass mein Weg Deinem ähnelt, das einschließlich der Befürchtung, dass es mit meiner Ehe ähnlich enden könnte (nach 16 Jahren), will das aber verhindern, wenn ich irgend kann. Das mit dem Therapeuten sollte ich wirklich ins Auge fassen. Ob der unerfüllte Wunsch mich quält? Ich denke, das ist erträglich. Ein Leben richtig als Frau werde ich nicht führen können, wenn die Ehe erhalten bleibt, und wenn nicht, sehe ich mich mit 62 Jahren zu alt für einen wirklichen Neuanfang. Es würde mir gut tun, einen weiblichen Namen führen zu dürfen, wichtiger als die Operation, aber da habe ich keine Chancen, bei meiner Frau ohnehin gar nicht, und offiziell geht das so nicht. Wenn freilich meine Frau in einem Anfall von Ärger mir androhte, dafür zu sorgen, dass auf meinem Grabstein der männliche Name stehe, so ist mir das nach meinem Tode herzlich egal. Das Leben im Jetzt interessiert mich.
Danke jedenfalls für die Tipps und viele Grüße,
Nicoletta
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Bianca D.
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Re: Outing und Frau
Hi,für meine Verhältnisse ist das schon eine lange Zeit und klar,man sollte alles dafür tun,um die Ehe zu erhalten.Ist eben abhängig vonNicoletta hat geschrieben: dass es mit meiner Ehe ähnlich enden könnte (nach 16 Jahren), will das aber verhindern, wenn ich irgend kann.
Dann sollte es eine Lösung für euch geben.Ob der unerfüllte Wunsch mich quält? Ich denke, das ist erträglich.
Kommt darauf an,wie alt man sich fühlt.Ich habe Beziehungen zu einem Transgenderstammtisch in Oberhausen und da ist eine Dame reiferen Alters dabei,ich glaube so an die 60 auch,die hat die GAOP seitEin Leben richtig als Frau werde ich nicht führen können, sehe ich mich mit 62 Jahren zu alt für einen wirklichen Neuanfang.
2009 erst hinter sich.
Gruß Bianca
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Re: Outing und Frau
.Bianca D. hat geschrieben: Kommt darauf an,wie alt man sich fühlt.Ich habe Beziehungen zu einem Transgenderstammtisch in Oberhausen und da ist eine Dame reiferen Alters dabei,ich glaube so an die 60 auch,die hat die GAOP seit
2009 erst hinter sich
Danke, Bianca, aber Du sagst richtig, sie ist an die 60 und hat die GaOp seit 2009 hinter sich. Ich bin über 60 und hätte sie noch vor mir, würde also, optimistisch gesehen, vielleicht mit 65 meinen Traum erfüllen. Wozu dann? Ich hätte zwanzig Jahre eher, als ich alles auch schon wusste, anfangen sollen, aber da habe ich verdrängt und mich in radikale Religiosität geflüchtet. Leider lässt sich verlorene Zeit nicht zurückholen. Ich glaube aber, dass wir mehr als einmal leben, und entweder habe ich in früheren Leben das Leben eienr Frau gelebt, und das drängt nach oben (dann habe ich alles falsch gemacht und hätte wahrscheinlich das Leben auch einmal von der anderen Seite kennenlernen sollen), oder ich werde das Glück haben, im nächsten Leben endlich meine Weiblichkeit richtig und vollständig auszuleben. Ich hoffe nur, dass auch dieses Leben halbswegs sinnvoll verläuft.
LG Nicoletta
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Joe95
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Re: Outing und Frau
ich kann mir nicht vorstellen das jemand zu alt dafür ist...
wozu?
nun, wenn du so weit bist beantwortet sich das sicherlich von selbst...
ausserdem gibts doch da auch die kleine lösung?
wozu?
nun, wenn du so weit bist beantwortet sich das sicherlich von selbst...
ausserdem gibts doch da auch die kleine lösung?
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Natürlich ist das wahr, es steht doch im Internet!
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s_Roeckchen
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Re: Outing und Frau
Wenn man(n) mit 30/40/50 oder später zu seiner Neigung steht, ist unsinnig sich über die verlorenen 10/20/30 oder mehr Jahre zu grämen. Lieber spät als garnicht und die verbleibenden Jahre so leben wie man(n) ist!
...ridicule is nothing to be scared of...
(A.Ant "Prince Charming")
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Tamara
Re: Outing und Frau
Hallo Ihr Lieben,
hätte ja gar nicht gedacht, eine solche Lawine loszutreten. Aber das ist glaube ich eines unserer wichtigsten Themen.
Letzte Woche haben wir jeden Abend mind. 6 Std. miteinander gequatscht. Am Freitag habe ich mir schon eine Wohnung angeschaut. Wir haben uns Gestern verständigt, erst mal alles beim Alten zu lassen und professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen.
2 Wochnungen würden ja auch mehr kosten als 3 Sitzungen beim Psychologen. Meine Frau meinte nur, ich sollte mir doch die Beinhaare wieder wachsen lassen. Mache ich auch! Sie hat mir aber auch in den Gesprächen gesagt, dass sie mit einem Mann in Frauensachen nichts anfangen kann.
Ich werde das akzeptieren und erst mal so weitermachen wie Früher (ich nenne das jetzt halbheimlich). Mal sehen was aus der Hilfe wird. Ich werde Euch auf dem Laufendem halten. Es kann aber etwas dauern.
Gruß an Alle
hätte ja gar nicht gedacht, eine solche Lawine loszutreten. Aber das ist glaube ich eines unserer wichtigsten Themen.
Letzte Woche haben wir jeden Abend mind. 6 Std. miteinander gequatscht. Am Freitag habe ich mir schon eine Wohnung angeschaut. Wir haben uns Gestern verständigt, erst mal alles beim Alten zu lassen und professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen.
2 Wochnungen würden ja auch mehr kosten als 3 Sitzungen beim Psychologen. Meine Frau meinte nur, ich sollte mir doch die Beinhaare wieder wachsen lassen. Mache ich auch! Sie hat mir aber auch in den Gesprächen gesagt, dass sie mit einem Mann in Frauensachen nichts anfangen kann.
Ich werde das akzeptieren und erst mal so weitermachen wie Früher (ich nenne das jetzt halbheimlich). Mal sehen was aus der Hilfe wird. Ich werde Euch auf dem Laufendem halten. Es kann aber etwas dauern.
Gruß an Alle
Zuletzt geändert von Tamara am Mi 12. Jan 2011, 07:07, insgesamt 1-mal geändert.
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Regina
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Re: Outing und Frau
Das ist genau der richtige Weg.schnewolf123 hat geschrieben:Letzte Woche haben wir jeden Abend mind. 6 Std. miteinander gequatscht.
Das eher nichtschnewolf123 hat geschrieben:Am Freitag habe ich mir schon eine Wohnung angeschaut.
Ich denke das wird schon werden. Sie sollte bei den Sitzungen dabei sein.schnewolf123 hat geschrieben:Wir haben uns Gestern verständigt, erst mal alles beim Alten zu lassen und professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen.
Liebe Grüße,
Regina
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Bianca D.
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Re: Outing und Frau
Hallöchen,individual.angel hat geschrieben:Erstmal die Frage: Wie findet man für eine Paartherapie "einen in Transfragen erfahrenen Therapeuten"? Gibt es da spezielle Listen?
Zum einen durch stundenlanges rumtelefonieren,zu anderen auch hier.Leider sind da nur Adressen aus dem niederrheinischen Raum drin,aber sowas sollte es auch für andere Regionen geben.
Im übrigen: wenn man deine Post's so liest,ist an dir auch eine Therapeutin verloren gegangen.
LG Bianca
Ick wees nüscht,kann nüscht,hab aba jede Menge Potenzial
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Nicoletta
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Re: Outing und Frau
Hallo an alle, die so viel gute Ratschläge gegeben haben, zuletzt ausführlich Individual Angel. Ihr sollt natürlich wissen, wie es bei mir weitergegangen ist. Vorab: positiv.
Am Samstag war meine Frau sehr positiv gestimmt und guter Laune und wir haben einen schönen Tag verbracht, obwohl ich mit dicker Migräne es nur teilweise genießen konnte. Den Sonntag ging es ihr dann nicht so gut (wir wechseln uns meistens mit den Migränen ab, das ist nichts Neues), war aber auch ein guter Tag. Und heute früh lief es weiterhin positiv, sie ist gleich früh mit mir aufgestanden (lange nicht mehr) und wir haben gemeinsam gefrühstückt. Außerdem war ihre Aufräumaktion wohl doch nicht so radikal wie ich befürchtet hatte. Sie hat am Samstag auch eine Freundin getroffen, und dabei trug sie Ohrringe, hatte einen Lippenstift aufgelegt und ein Parfum. Es ist also keineswegs alles weg, sie hat sich nur von Dingen getrennt, mit denen sie sich nicht (mehr) identifiziert. Das ist natürlich positiv. Das hat auch nicht nur mit Menopause zu tun (danke für den Hinweis dennoch), sondern auch mit unseren Lektüren der letzten Zeit, esoterischer und Weisheitsliteratur, in der auch immer wieder betont wurde, wie wichtig Entrümpeln ist, damit Energie frei fließen kann. Ihre Handlung ist am ehesten dadurch zu erklären. Heute früh sagte sie auch, dass sie etwas tun wolle, aktiv sein wolle, so wie bisher gehe es nicht weiter. Gemeint ist, dass sie nicht länger ewig im Bett liegen und die Zeit vertrödeln wolle, sondern sich um die Wohnung kümmern und ihr Leben gestalten. Zur Zeit habe ich den Eindruck, dass sie den Tiefpunkt überwunden hat.
Ich habe am Wochenende die angeregte Entsorgung meiner Männersachen nicht vorgenommen, bin dazu aber auch nicht nochmals aufgefordert worden. Andererseits habe ich keine Probleme damit, es zu tun. Es ist in der Tat zu eng im Kleiderschrank, und ich sollte dasselbe tun, was sie gemacht hat, nämlich alles entsorgen, was ich nicht mag oder doch nicht trage, was mir zu eng geworden ist (und ich aufhebe, weil ich immer hoffe, dass es mir wieder passen wird). Sie hat da sehr radikal aufgeräumt, und das täte mir auch gut, und nicht nur bei Männersachen. Ich besitze jetzt mehr Röcke als sie, mehr Wäsche auch, und nicht alles trage ich gern oder passt wirklich zu mir. Vielleicht kann ich ihr auch den einen oder anderen Rock abtreten (nachdem sie so stark zugenommen hat, haben wir jetzt dieselbe Rockgröße), obwohl sie sich am positivsten bisher immer zu den Röcken geäußert hat, die auch ich am liebsten trage. Mal sehen, wie es weitergeht, aber ich beginne die Woche sehr positiv.
Liebe Grüße an alle,
Nicoletta
Am Samstag war meine Frau sehr positiv gestimmt und guter Laune und wir haben einen schönen Tag verbracht, obwohl ich mit dicker Migräne es nur teilweise genießen konnte. Den Sonntag ging es ihr dann nicht so gut (wir wechseln uns meistens mit den Migränen ab, das ist nichts Neues), war aber auch ein guter Tag. Und heute früh lief es weiterhin positiv, sie ist gleich früh mit mir aufgestanden (lange nicht mehr) und wir haben gemeinsam gefrühstückt. Außerdem war ihre Aufräumaktion wohl doch nicht so radikal wie ich befürchtet hatte. Sie hat am Samstag auch eine Freundin getroffen, und dabei trug sie Ohrringe, hatte einen Lippenstift aufgelegt und ein Parfum. Es ist also keineswegs alles weg, sie hat sich nur von Dingen getrennt, mit denen sie sich nicht (mehr) identifiziert. Das ist natürlich positiv. Das hat auch nicht nur mit Menopause zu tun (danke für den Hinweis dennoch), sondern auch mit unseren Lektüren der letzten Zeit, esoterischer und Weisheitsliteratur, in der auch immer wieder betont wurde, wie wichtig Entrümpeln ist, damit Energie frei fließen kann. Ihre Handlung ist am ehesten dadurch zu erklären. Heute früh sagte sie auch, dass sie etwas tun wolle, aktiv sein wolle, so wie bisher gehe es nicht weiter. Gemeint ist, dass sie nicht länger ewig im Bett liegen und die Zeit vertrödeln wolle, sondern sich um die Wohnung kümmern und ihr Leben gestalten. Zur Zeit habe ich den Eindruck, dass sie den Tiefpunkt überwunden hat.
Ich habe am Wochenende die angeregte Entsorgung meiner Männersachen nicht vorgenommen, bin dazu aber auch nicht nochmals aufgefordert worden. Andererseits habe ich keine Probleme damit, es zu tun. Es ist in der Tat zu eng im Kleiderschrank, und ich sollte dasselbe tun, was sie gemacht hat, nämlich alles entsorgen, was ich nicht mag oder doch nicht trage, was mir zu eng geworden ist (und ich aufhebe, weil ich immer hoffe, dass es mir wieder passen wird). Sie hat da sehr radikal aufgeräumt, und das täte mir auch gut, und nicht nur bei Männersachen. Ich besitze jetzt mehr Röcke als sie, mehr Wäsche auch, und nicht alles trage ich gern oder passt wirklich zu mir. Vielleicht kann ich ihr auch den einen oder anderen Rock abtreten (nachdem sie so stark zugenommen hat, haben wir jetzt dieselbe Rockgröße), obwohl sie sich am positivsten bisher immer zu den Röcken geäußert hat, die auch ich am liebsten trage. Mal sehen, wie es weitergeht, aber ich beginne die Woche sehr positiv.
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Re: Outing und Frau
das klingt wirklich positiv...
ich finde entrümpeln ist wichtig, alles weg was nur noch unnötig platz einnimmt...

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Sei vorsichtig mit deinen Wünschen, sie könnten in Erfüllung gehen.
Natürlich ist das wahr, es steht doch im Internet!
Du hast ne Frage, brauchst Rat oder Hilfe?
Ohren verleih ich nicht, aber anschreiben darfst du mich jederzeit...
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