ich fühle mich hilf- und ratlos - wie K. vor dem Schloß oder in Erwartung seines Prozesses.
Seit etwa sechs Wochen versuche ich vom DRK-Blutspendedienst einen neuen Ausweis mit meinem
jetzt offiziell weiblichen Namen zu bekommen. Davor war ich 41mal eine gern gesehene Spenderin und
wurde vom Team mit "Hallo Frau ...!" begrüßt.
Ich hatte meinem Schreiben den rechtskräftigen Gerichtsbeschluss beigefügt und daraufhin per Post einen Unfallhilfepass
bekommen, ohne weiteres Anschreiben seitens des DRKs.
Ein Versehen, na klar, dachte ich und rief die zuständige Stelle an.
Man würde es klären, aktuell sei die zuständige Sachbearberin aber leider in Urlaub. Ich solle doch eine Woche
warten/eine Woche später wieder anrufen.
Das tat ich bislang viermal. Jedesmal wurde ich wieder vertröstet: Immer hatte jemand Urlaub oder, mal anders,
ist krank. Heute ist mir am Telefon der Blusenkragen geplatzt
und auch die Antidiskriminierungsstelle des Bundes nicht unerwähnt gelassen.
Jetzt ärgert es mich, dass ich mich gegenüber diesem Verein so dünnhäutig gezeigt habe...
Habt jemand von Euch entsprechende Erfahrungen gemacht? Gibt es Tipps?
Viele liebe Grüße
Clara, die jetzt laut Pass endlich Petra heißt