Der Weg, der so schwierig ist / scheint.
Der Weg, der so schwierig ist / scheint. - # 10

Crossdressing und selbst Erlebtes... Erdachtes
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ExUserIn-2026-04-08
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Re: Der Weg, der so schwierig ist / scheint.

Post 136 im Thema

Beitrag von ExUserIn-2026-04-08 »

Dann bleibe ich am Ball. Du bist wie mir scheint, schon ganz schön weit. Aber der zweite Teil der Fragen sollte sich ausschließlich auf dich beziehen und nicht auf Deine Frau oder Eure Ehe.

Die Krise zeigt mMn auch auf eine persönliche Krise. Nicht weil Du etwas falsch machst, sondern weil wichtige Veränderungen anstehen. Deshalb ist die Frage, was denn für Dich, und nur für Dich, gerade von Bedeutung ist bzw. werden soll. Das ist kein Egoismus, sondern von grundlegender Bedeutung. Es gibt kein gutes Leben, keine gute Ehe oder sonst ein gutes Gedeihen, wenn Du nicht mir Dir selber im Reinen bist. Und ich denke, das weißt Du ganz genau, drückst Dich aber davor.

ich schließe von meinen eigenen Erfahrungen auf Deine Situation. Deshalb müssen sie nicht passen. Aber ich habe auch immer die Ursachen für meine Probleme woanders gesucht. Bei mir war das aber nicht so. Es geht auch nicht um Duschkabinen oder Zahnpastatuben. Wenn Du schreibst, dass Ihr schon immer Probleme hattet, Euch aber im Grunde immer wieder zusammen gefunden habt, interpretiere ich das als ein Bedürfnis von Euch beiden in Eurem jeweiligen Leben etwas Grundlegendes zu ändern. Stichpunkt: Bewertung der Familie. Wenn sie Dir nicht lassen kann, was sie nicht hat, ist das ein massives Problem ihrerseits. das muss sie bearbeiten (wollen). Und irgendwo vermute ich auch in Dir etwas. Das musst Du aber selber heraus finden. Das ist der Sinn des zweiten Teils der Fragen.

Ein Beispiel aus meinem Leben. Vor 13 Jahren kam ich dahinter, dass meine Frau ein Verhältnis mit ihrem Chef hatte. Meine Reaktion war neben den Verletzungen auch die feste Ansicht, dass ich belogen und betrogen worden wäre. Egal was sonst noch war, das war ausschlaggebend. Sie hatte Schuld. Das Dumme war, wenn ich nicht bereit bin, meinen Teil an der Misere bei mir selber zu suchen und die Verantwortung meines Handelns übernehme, komme ich aus meinem Schneckenhaus nicht heraus. In meiner nächsten sehr intensiven Beziehung habe ich geradezu meine Partnerin gedrängt, in meiner Gegenwart Sex mit einem anderen Mann zu haben. Sie hat es nicht getan, aber der Zweifel nagte an mir. Es war teilweise die Hölle, vor allem nach der Trennung. Ich musste erst verstehen, wie sehr ich mit meiner eigenen Vergangenheit in dieser Situation verstrickt war, um zu erkennen, dass ich mein Leben nach meinen Notwendigkeiten auszurichten hatte. Um die zu erkennen, war ein tiefer Gang in meine eigene Vergangenheit erforderlich, um zu erkennen, wie ich mein Leben zu verändern hatte. Seit dem, und das sind schon einige Jahre, ist viel innere Ruhe in meinem Leben eingekehrt. Vor 6 Jahren habe ich wieder eine neue Partnerin kennen gelernt. Wir gehen ganz anders miteinander um und es gibt keine Zweifel mehr. Jetzt sind wir drei Wochen verheiratet.

Ich glaube, es war der Psychologe Jürg Willi, der geschrieben hat, dass sich die Partner einer Beziehung immer auf ähnlichem Niveau treffen. Wenn das stimmt, kannst Du davon ausgehen, dass die Notwendigkeit für Veränderungen bei Dir ähnlich groß, aber vermutlich auf einer anderen Ebene, sind, wie bei Deiner Frau. Die hast Du vor Augen. Den Blick in Dich zu wenden, ist viel schwerer. Das ist Dein Job. Das kann, muss aber nicht mit Trans zu tun haben.

Für mich heißt der Schlüssel "Selbstliebe" und zwar genau in der Form wie im Gedicht von Charlie Chaplin zum 70. Geburtstag.
Viele Grüße
Vicky

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Michelle_Engelhardt
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Re: Der Weg, der so schwierig ist / scheint.

Post 137 im Thema

Beitrag von Michelle_Engelhardt »

Für mich heißt der Schlüssel "Selbstliebe" und zwar genau in der Form wie im Gedicht von Charlie Chaplin zum 70. Geburtstag.
Wenn man nicht so leben kann wie man möchte und wie es eigentlich richtig wäre, wenn man im falschen Körper gefangen ist, dann wird es schwierig mit der Selbstliebe. Das ist zumindest meine Erfahrung.

LG
Michelle
Brauchst Du Hilfe oder einfach jemanden zum quatschen? Schick mir 'ne PN!

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Simone 65
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Re: Der Weg, der so schwierig ist / scheint.

Post 138 im Thema

Beitrag von Simone 65 »

Hallo Anna Marie . Ich kann Dir nicht bei deiner Beziehung helfen. Aber ich möchte auf Michelle antworten.
Ich stand vor meinen Spiegel im Flur . Ich sah da eine schöne , attraktive Frau. Ist das Selbstliebe?
Als Mann ? ist mir das noch nie passiert.
Ich hoffe du findest dein Frieden. Ich hoffe Du findest eine Lösung.
So traurig ,wie du schreibst, so sollte kein Mensch sein.
Liebe Grüße Simone.
Ich weiss ,ich bin ein Mensch und nur Das zählt.
Ich bin nur ein kleines Licht , aber ich leuchte .
Alle Menschen sollen mich sehen .
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Re: Der Weg, der so schwierig ist / scheint.

Post 139 im Thema

Beitrag von Tatjana_59 »

Anna Marie hat geschrieben:- Hast Du das Gefühl, dass diese Situation für Dich selber noch erträglich ist ?

Ich sage mal so, das ich nun nicht mehr geduldig bin, weil es keinen Fortschritt gibt. In keine Richtung, daher ist sie mittlerweile unerträglich geworden.
Meine Frau und ich haben uns "geschworen" ein Leben lang zusammen zu bleiben, mit 80 ein Rollator-Wettrennen auf dem großen Parkplatz des Einkaufsmarkt zu machen .... etc..


- Willst Du diese Situation weiter bestehen lassen ?

Definitiv NEIN. Wieso nicht? Weil es "unerträglich" geworden ist. Ausserdem wächst in mir ein Egoismus, weil ich mittlerweile verstehe, das ich in dieser Ehe nicht mehr glücklich sein kann. LEIDER.

- Gibt es Möglichkeiten der Veränderung innerhalb der Ehe, mit denen Du leben kann ?

Das würde ich bestimmt, da ich ja auch kompromissbereit bin. Nur diese Kompromisse die meine Frau mir bisher machte, waren nicht ansatzweise ok für mich. Ich möchte das Wort jetzt nicht abwertend benutzen aber sie wollte das ich lediglich gelegentlich als "Stubentranse" agieren könnte.
Und in dem Fall bin ich dann doch nicht bereit auf Kompromisse einzugehen.


- Ist Deine Frau bereit dazu ?

Mehr als siehe oben = Nein.
Was sie gemacht hat, was ich auch hoch anrechne ist, das sie von sich aus gesagt hat, komm wir gehen mal shoppen.
Ausserdem hat sie nicht gemoppert als ich ein paar Klamotten von einer Bestellung behalten habe.
Oder auch nicht als ich mir bei e...y...2 Schals ergattert habe.
Da ist sie dann kompromissbereit.
Das respektiere ich und finde es auch gut.


- Wie könnte Sie dazu gebracht werden, diese Bereitschaft herzustellen ?

Ich glaube gar nicht.


- Mit welcher Situation kann Deine Frau wirklich leben ?

Ich als Mann und teilweise mal crossdressen, damit könnte sie leben.
Leider ich aber nicht. Obwohl ich es auch erst dachte. So als Probe.
Mal nach Dortmund ins Lili Marlene fahren,mehrmals....und dann mal schauen wie sich mein Gefühl entwickelt.



- Gibt es eine gemeinsame Sprachebene ?

Ich glaube die haben wir nach dem ganzen Reden aus den Augen verloren.
Zur Zeit ist es nur noch ein "jede möchte sein Ding durchziehen" vorhanden.
Sehr starke Spannungen, das zur Zeit dazu führt, gar nicht miteinander zu reden und wenn doch, wird sich angeblöfft.
Ohne jetzt die "Gute" sein zu wollen: ich versuche es immer wieder im ruhigen Ton, sobald das Wort Ihrereseits aber nicht auf eine Basis ist, blockke ich sofort ab.
Anranzen muss ich mich auch nicht lassen....



- Wenn nicht, gibt es die Bereitschaft (von Dir und Deiner Frau ) eine gemeinsame Sprachebene zu suchen (z.B. mit externer Hilfe) ?

Das hatte ich von Anfang an unserer Beziehung das ein oder andere Mal angesprochen. Jedoch ist sie der Meinung, wenn wir es selber nicht schaffen, wie soll dann eine dritte Person das schaffen? Ausserdem hat sie immer das Gefühl das alle für und gegen sie sind.

Ein Beispiel: Vor ein paar Jahren, wir waren bei IHRER Therapeutin, hatten wir über unsere Beziehung gesprochen. Was wen so stört etc.
Sie sagte das es sie stört, das ich die Duschtür der Kabine weit auflasse.
Ich entgegnete das ich das mache, damit die Feuchtigkeit schneller abziehen kann. Die Therapeutin meinte, das es Sinn macht, es so zu tun zwecks Feuchtigkeit im Bad.
Ihr Lieben, meine Frau war so sehr anngegriffen das IHRE Therapeutin MIR Recht gegeben hat...
An dem Abend wurde noch viel diskutiert.

Wir hatten immer so schwierige Krisen, unnabhängig von meinem Trans.

Da ich gedanklich in meinem Trans-Sein ein wenig vorwärts gekommen bin, rein mental und ich aus der Vergangenheit gelernt habe, das ich mit meiner Frau in dieser Konstellation nicht glücklich werden kann/könnte, wäre ich zwar nochmal bereit was auszuprobieren.
Jedoch, aus der Erfahrung heraus würdei ch behaupten, das bringt leider nichts.


Danke für deine objektive Sicht Jackie und

Lg,
Anna (smili) )))(:
Mit diesem Antwort Posting hast du dir eigentlich selbst eine einzig mögliche Antwort gegeben.
Zwei Möglichkeiten in meinen Augen.

Ich gehe so schnell wie möglich und lebe.
Ich bleibe und geh vor die Hunde.

Das wirst du auch ohne Transangelegenheiten.

Leg deinen Hebel auf Egoismus....

Gruß Tatjana
Der Kopf denkt und gibt Rat.
Das Bauchgefühl gibt Rat.
Doch das Herz spricht, höre auf dein Herz!
ExuserIn-2019-12-20

Re: Der Weg, der so schwierig ist / scheint.

Post 140 im Thema

Beitrag von ExuserIn-2019-12-20 »

Simone 65 hat geschrieben:Hallo Anna Marie . Ich kann Dir nicht bei deiner Beziehung helfen. Aber ich möchte auf Michelle antworten.
Ich stand vor meinen Spiegel im Flur . Ich sah da eine schöne , attraktive Frau. Ist das Selbstliebe?
Als Mann ? ist mir das noch nie passiert.
Ich hoffe du findest dein Frieden. Ich hoffe Du findest eine Lösung.
So traurig ,wie du schreibst, so sollte kein Mensch sein.
Liebe Grüße Simone.
Vielen Dank liebe Simone (smili) (moin)

Ja ich bin in der Tat traurig.
Ich weiß, das ich es eigentlich selber in der Hand habe nicht mehr traurig zu sein.
Es hat auch schon "klick" gemacht, nur die Umsetzung ist so verdammt schwierig :oops:

Dir wünsche ich weiterhin viel Spaß und Erfolg und viele glückliche Momente (flo)

Lg,
Anna )))(:
ExuserIn-2019-12-20

Re: Der Weg, der so schwierig ist / scheint.

Post 141 im Thema

Beitrag von ExuserIn-2019-12-20 »

Mit diesem Antwort Posting hast du dir eigentlich selbst eine einzig mögliche Antwort gegeben.
Zwei Möglichkeiten in meinen Augen.

Ich gehe so schnell wie möglich und lebe.
Ich bleibe und geh vor die Hunde.

Das wirst du auch ohne Transangelegenheiten.

Leg deinen Hebel auf Egoismus....

Gruß Tatjana[/quote]


Hallo Tatjana (smili)

je mehr ich nachdenke und versuche auf mein Bauchgefühl zu hören, komme ich auch der Gewissheit immer näher, das es quasi nur diese 2 Wege gibt, da stimme ich dir zu.

Selbstverständlich möchte ich leben!

Und so gaaaaaanz langsam fange ich an, tatsächlich so eine Art Egoismus zu entwickeln.
Das liegt aber auch an den Gegebenheiten die zu hause herrschen.
zB:
Weil ich am Sonntag in der Wut gesagt habe, 31.01. ist Stichtag und man sollte versuchen "sich zu arrangieren", wird Ihrerseits nur das allernötigste gesprochen, ich werde ignoriert etc..das tut schon sehr weh!
Da denke ich mir auf einer Art schon auf sie zu zugehen.
Im gleichen Moment aber, denke ich an die Dinge die vor mir liegen, wenn ich NUR für mich verantwortlich bin....

Lg,
Anna (moin)
ExuserIn-2019-12-20

Re: Der Weg, der so schwierig ist / scheint.

Post 142 im Thema

Beitrag von ExuserIn-2019-12-20 »

Hallo ihr Lieben (moin)

Ich sollte am Mittwoch bei meiner Psychologin anrufen, um ein Update zu erhalten.
Meine Psychologin wollte sich mit der anderen auseinander setzen, zwecks Termin bei ihr. (Die Transerfahrene Psychologin)
Tja, laut Aussage meiner Therapeutin hatte sie sich noch nicht zurück gemeldet :?
Nun, dann bis nächsten Mittwoch warten.
Ich hoffe aber, das ich dann doch zeitnah einen Termin erhalte.

Gestern hatte ich wieder ein Gespräch mit meiner Frau.
Es war ok, ohne Streit oder Geschrei.
Wir haben wieder über unsere Gefühlle gesprochen. Immer wieder merke ich aber das wir da relativ weit auseinander liegen.
Mein Problem ist: Sobald ich in ihrer Nähe bin, ist das Bedürfnis bei ihr zu bleiben trotzdem etwas größer als sonst.
Ich sehe das Negative, keine Besserung und ich weiß das es nichts bringt, aber trotzdem ist das Bedürfnis da. Mal mehr, mal weniger.
Sobald ich aber unterwegs bin und Frauen meines "Ideals" sehe, dann will ich nur noch loslegen und Anna SEIN.

Das alles macht mich so wahnsinnig das ich zwischenzeitlich darüber nachdenke zum Arzt zu gehen....,
Weil mich fiese Gedanken plagen..... :shock:

Ich merke das ich mich selber bestrafe indem ich mich voll stopfe mit Essen :cry:
Aber auch aus Frust geht alles Süße in mich hinein. Meine Figur dankt mir nicht dafür.
Es wird Zeit das es "klick" macht!!!!!


Ich wünsche allen, wenn möglich, ein schönes Wochenende (moin)
Anja
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Re: Der Weg, der so schwierig ist / scheint.

Post 143 im Thema

Beitrag von Anja »

Hallo Anna,

meine Frau hatte zu der Zeit, als ich von Stubentranse zu "Daywalker" wechselte (das war 2011), ihre Grenze an der Haustür. Das heißt, sie würde niemals mit mir "so" nach draußen gehen.
Inzwischen leben wir als Frauen zusammen, incl. Nä-Pä, HET usw. Damit möchte ich zeigen, das Grenzen sich auch verschieben können. Ich habe bei allen Schritten meine Frau immer mitgenommen, mit ihr gesprochen, wieso weshalb warum...
Durch das Doppelleben bekam ich gesundheitliche Probleme, so gab es irgendwann keine andere Möglichkeit mehr, als den Weg einzuschlagen.
Dich sehe ich an der Grenze. Du weißt schon das du den Weg gehen musst, aber deine Frau hält dich (noch) zurück.
Vielleicht hilft es kleine Schritte zu machen und deiner Frau bei den einzelnen Schritten klarzumachen, das es sein muss. Sie hat ja die Wahl ob sie mitgeht oder nicht.

Früher oder später wirst du deinen Weg so oder so gehen, ob sich deine Frau auf den Kopf stellt oder nicht.
Da bleibt dann die Frage:
Lieber ein Ende mit Schrecken oder lieber Schrecken ohne Ende?
Ich habe selbst so eine Beziehung hinter mir. Wir lebten 7 Jahre zusammen, waren aber eigentlich nur 4 Jahre ein Paar. Und wir hätten uns gegenseitig viel Leid erspart, wenn wir uns vorher getrennt hätten...

Aber hinterher ist man immer schlauer...
Ich wünsche dir für deine Zukunft viel Kraft und alles Gute!
Du wirst den richtigen Zeitpunkt schon abpassen. Hör auf deinen Bauch :-)

Liebe Grüße
die Anja
Fällt der Apfel weit vom Stamm, kommt wenigstens mal Sonne dran!
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Re: Der Weg, der so schwierig ist / scheint.

Post 144 im Thema

Beitrag von ExUserIn-2026-04-08 »

Es wird Zeit das es "klick" macht!!!!!
Hallo Anna Marie,

und wer legt den Schalter um oder geht das bei Dir von alleine ? Bei mir ist es eine aktive Tätigkeit, die von mir ausgeht.

Eine Freundin von früher hat mir erzählt, wie sie sich einer Beziehung verhalten hat, an der sie hing, aber sich auch nicht lösen konnte. Für sie war das Qual ohne Ende, aber irgendwann sagte sie: "ich musste mir die Liebe aus dem Herz reißen" und ging. In der Folgezeit musste sie viel joggen gehen, um ihre Niedergeschlagenheit zu überwinden. Aber sie hat den Boden wieder unter die Füße bekommen.

Dazu gibt es aus meiner Sicht zwei Alternativen: Du verharrst in der Hängepartie. Aber ich glaube, das wird Dich nicht weiter bringen oder Ihr geht beide aufeinander zu. Welche Hoffnung verbindest Du mit dem Bleiben ? Was kann besser werden ?

Auch Du kannst von Deiner Frau einen Stichtag verlangen, in der sie sich erklärt, wie sie gedenkt auf Dich zuzugehen. Ist das eine Option ?
Viele Grüße
Vicky

Respekt ist nicht teilbar.
ExuserIn-2019-12-20

Re: Der Weg, der so schwierig ist / scheint.

Post 145 im Thema

Beitrag von ExuserIn-2019-12-20 »

Anja hat geschrieben: Fr 13. Jan 2017, 10:32 Hallo Anna,

meine Frau hatte zu der Zeit, als ich von Stubentranse zu "Daywalker" wechselte (das war 2011), ihre Grenze an der Haustür. Das heißt, sie würde niemals mit mir "so" nach draußen gehen.
Inzwischen leben wir als Frauen zusammen, incl. Nä-Pä, HET usw. Damit möchte ich zeigen, das Grenzen sich auch verschieben können. Ich habe bei allen Schritten meine Frau immer mitgenommen, mit ihr gesprochen, wieso weshalb warum...
Durch das Doppelleben bekam ich gesundheitliche Probleme, so gab es irgendwann keine andere Möglichkeit mehr, als den Weg einzuschlagen.
Dich sehe ich an der Grenze. Du weißt schon das du den Weg gehen musst, aber deine Frau hält dich (noch) zurück.
Vielleicht hilft es kleine Schritte zu machen und deiner Frau bei den einzelnen Schritten klarzumachen, das es sein muss. Sie hat ja die Wahl ob sie mitgeht oder nicht.

Früher oder später wirst du deinen Weg so oder so gehen, ob sich deine Frau auf den Kopf stellt oder nicht.
Da bleibt dann die Frage:
Lieber ein Ende mit Schrecken oder lieber Schrecken ohne Ende?
Ich habe selbst so eine Beziehung hinter mir. Wir lebten 7 Jahre zusammen, waren aber eigentlich nur 4 Jahre ein Paar. Und wir hätten uns gegenseitig viel Leid erspart, wenn wir uns vorher getrennt hätten...

Aber hinterher ist man immer schlauer...
Ich wünsche dir für deine Zukunft viel Kraft und alles Gute!
Du wirst den richtigen Zeitpunkt schon abpassen. Hör auf deinen Bauch :-)

Liebe Grüße
die Anja

Hallo Anja (moin)

Danke für deine Zeilen.
Du bist dann eine von den Glücklichen wo sich im Endeffekt doch alles zum Guten gewendet hat, kann man sagen. Ich freue mich für dich :)

Ob es bei meiner Frau auch so sein würde, wenn mich jetzt jemand fragt, würde ich definitiv nein sagen.
Das ergab u.a. auch das gestrige Gespräch.
Ich fragte sie ob sie bereit wäre mit mir in eine andere Stadt zu fahren und es dort zu testen, weil ich eben keine "Stubentranse" sein kann/möchte.
Sie wäre sich nicht sicher, alleine wegen der Angst, wir könnten ausgelacht werden oder ähnliches. Also ist es mitunter auch die Unsicherheit bei ihr.
Ihre Ängste und Bedürfnisse nehme ich auch Ernst.
Ich weiß nicht ob es sich ändern wird. Ich warte nochmal ab.

Ja, der richtige Zeitpunkt, ich denke der wird kommen (yes)

Danke, Dir auch alles Gute und

Lg,
Anna (moin)
ExuserIn-2019-12-20

Re: Der Weg, der so schwierig ist / scheint.

Post 146 im Thema

Beitrag von ExuserIn-2019-12-20 »

Vicky_Rose hat geschrieben: Fr 13. Jan 2017, 10:43
Es wird Zeit das es "klick" macht!!!!!
Hallo Anna Marie,

und wer legt den Schalter um oder geht das bei Dir von alleine ? Bei mir ist es eine aktive Tätigkeit, die von mir ausgeht.

Eine Freundin von früher hat mir erzählt, wie sie sich einer Beziehung verhalten hat, an der sie hing, aber sich auch nicht lösen konnte. Für sie war das Qual ohne Ende, aber irgendwann sagte sie: "ich musste mir die Liebe aus dem Herz reißen" und ging. In der Folgezeit musste sie viel joggen gehen, um ihre Niedergeschlagenheit zu überwinden. Aber sie hat den Boden wieder unter die Füße bekommen.

Dazu gibt es aus meiner Sicht zwei Alternativen: Du verharrst in der Hängepartie. Aber ich glaube, das wird Dich nicht weiter bringen oder Ihr geht beide aufeinander zu. Welche Hoffnung verbindest Du mit dem Bleiben ? Was kann besser werden ?

Auch Du kannst von Deiner Frau einen Stichtag verlangen, in der sie sich erklärt, wie sie gedenkt auf Dich zuzugehen. Ist das eine Option ?
Hallo Vicky (moin)

Ich alleine kann nur den Schalter umlegen bzw wird er sich in der richtigen Situation, zum richtigen Zeitpunkt umlegen.

Die Devise lautet auch Geduld, bei mir. Manche Dinge kann ich aktiv ändnern, manches aber passiert passiv. Für diese brauche ich dann Zeit.

Diese Hängepartie ist wahrlich aber nichts gutes. Und ja, sie bringt mich nicht vorwärts.

Trotz allem Negativen gibt es aber auch Positives, indem sie mir zeigt, dass das Thema aktiv ist und bleiben wird.
Gestern habe ich beim einkaufen reduzierte Unterwäsche gefunden, sie schaute mich an und sagte : nimm mit. Ein kleines Zeichen Ihrerseits, so empfand ich es, das sie bis zu einem gewissen Maß sich auf das Thema einlässt.

Werde nächste Woche eine SHG in der Nähe kontaktieren, sie wäre bereit mit zu kommen :)

Lg,
Anna (moin)
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Re: Der Weg, der so schwierig ist / scheint.

Post 147 im Thema

Beitrag von Anja »

Anna Marie hat geschrieben: Hallo Anja (moin)

Danke für deine Zeilen.
Du bist dann eine von den Glücklichen wo sich im Endeffekt doch alles zum Guten gewendet hat, kann man sagen. Ich freue mich für dich :)
Da gebe ich dir recht. Ich lebe meine Traum (he)
Aber es war auch ein steiniger Weg bis dahin...
Anna Marie hat geschrieben:Ob es bei meiner Frau auch so sein würde, wenn mich jetzt jemand fragt, würde ich definitiv nein sagen.
Das ergab u.a. auch das gestrige Gespräch.
Ich fragte sie ob sie bereit wäre mit mir in eine andere Stadt zu fahren und es dort zu testen, weil ich eben keine "Stubentranse" sein kann/möchte.
Sie wäre sich nicht sicher, alleine wegen der Angst, wir könnten ausgelacht werden oder ähnliches. Also ist es mitunter auch die Unsicherheit bei ihr.
Ihre Ängste und Bedürfnisse nehme ich auch Ernst.
Ich war ja sehr oft allein bzw. mit CD-Freundinnen unterwegs und wir hatten keine Probleme (von wegen ausgelacht werden...)
Vielleicht solltest du diesen Schritt alleine machen bzw. mit Gleichgesinnten. Und wenn deine Frau merkt, das nichts passiert, traut sie sich vielleicht auch mal mit dir raus?
Zumindest war es bei uns so. Erst war die Haustür die Grenze und dann ist meine Frau mit mir rausgegangen. Wohlgemerkt in unserem Wohnort. Zwischen den beiden Erlebnissen lagen 6 Monate...

Ich habe damals akzeptiert, das meine Frau nicht mit mir rauswollte, aber sie konnte mir ja nicht verbieten, so rauszugehen. Allerdings muss ich dazu sagen, habe ich die Nachbarschaft auch versucht zu meiden (aus Angst vor den Reaktionen). Aber das legte sich. Mit der Anzahl der Frauentage und der wachsenden Erfahrung wurde ich immer selbstsicherer...

Grüße
die Anja
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Re: Der Weg, der so schwierig ist / scheint.

Post 148 im Thema

Beitrag von ExUserIn-2026-04-08 »

Sie wäre sich nicht sicher, alleine wegen der Angst, wir könnten ausgelacht werden oder ähnliches.
Ängste kann man überwinden. Das alleine würde ich nicht als Ablehnung sehen. Auch sind die anderen Signale auch nicht schlecht. Und wirklich Recht hast Du mit dem Satz
Die Devise lautet auch Geduld,
Vielleicht kommst Du doch noch weiter. Ich weiß nicht, ob ich es hier schon einmal geschrieben habe. Lukas Moeller hat ein interessantes Buch über das intime Zwiegespräch geschrieben Die Wahrheit beginnt zu zweit. Eine Kurzfassung der Regeln gibt es hier http://www.peter-kleylein.de/index_htm_ ... raeche.pdf. Ich könnte mir vorstellen, dass es Euch hilft.
Viele Grüße
Vicky

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ExuserIn-2019-12-20

Re: Der Weg, der so schwierig ist / scheint.

Post 149 im Thema

Beitrag von ExuserIn-2019-12-20 »

Hallo und danke für eure Antworten (smili)

Ich werde weiterhin berichten wie und wohin es sich entwickeln wird (yes)

Und mit dem weg gehen ist es eine gute Idee Anja.
Das doofe dabei ist nur sie möchte nicht das ich en femme ebend raus gehe. Wegen der Nachbarschaft.
Mal sehen wie ich es da drehen kann.
Zumal mir fehlt ja sowieso noch Bekleidung etc fürs rausgehen.

Aber eins nach dem anderen (yes)

Lg,
Anna )))(:
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Re: Der Weg, der so schwierig ist / scheint.

Post 150 im Thema

Beitrag von Anja »

Hallo Anna,

bei meinen ersten Ausgängen habe ich das Nachbarschaftsproblem so umgangen, das ich früh morgens aus dem Haus gegangen bin und spät abends wieder gekommen bin. Da es sich meistens um einen Samstag handelte, waren dann die Nachbarn noch im Bett bzw. abends dann war es schon stockdunkel...

Das hat auch lange Zeit gut funktioniert :-)

Grüße
die Anja
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