Kinder - wie haltet ihr es?
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Josephine
schau
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Kinder „ wie haltet ihr es?

Post 1 im Thema

Beitrag von Josephine »

Ich habe bezugnehmend auf Crossdressing vor den Kindern Fragen an alle Eltern, die mich schon länger umtreiben bzw würde mich über einen allgemeinen Erfahrungsaustausch sehr freuen. Kinder können sich entgegen dem Partner ihre Eltern nicht aussuchen und müssen damit leben was sie haben. Das macht mir schon manchmal Kopfzerbrechen. Deshalb dieser Tread.

Habt ihr Kinder? Ja
Wie alt sind sie? 4, 16
Wie haltet ihr Crossdressen vor euren Kindern? nur andeutungsweise androgyne Kleidung
Wie geht es euch, wenn ihr Outdoor seit und Kinder euch schief angucken, oder ist das noch nicht passiert? Fühlt sich seltsam an
Treibt ihr Versteck spielen? Ja
Wissen eure Kinder davon? Jein
In welchem Alter haben eure Kinder davon erfahren? Noch gar nicht
Sollen sie niemals etwas erfahren? Wegen mir ja, aber erst wenn sie so groß sind um in der Gesellschaft keine Repräsalien wegen mir zu erleiden
etc.
etc.
..
..

Dies ist nur ein Auszug der Fragen und hat keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Ich selbst laufe zuhause in Leggins rum, wickel mir mal ein Tuch (wie Wickelrock) rum, Strumpfhosen blitzen unten an den Füßen unter der Jeans, zieh schon mal ein Shirt oder ähnliches von der Ehefrau vor den Kids an, trug früher auch mal Röcke öffentlich und vor dem Großen im Mannmodus (da war er aber noch ganz klein und der Große erinnerte sich, vor geraumer Zeit darauf angesprochen, gar nicht), trage Skinny Jeans mit halbhohen Stiefeln, zu Fasching mal als Hexe mit Pumps"¦ ich denke meine Kinder 4 und 16 ahnen schon was, der Große hat schon mal mit Papas weiblicher Seite gescherzt"¦. ich versuche meine Kinder offen und liberal zu erziehen. Dies geht natürlich über das Crossdressen hinweg bis in den Bereich Glaube, Rassismus, Anderssein in jedweder Form die Menschen zu nehmen wie sie sind. Wie sollte ich anders als Crossdresser? Akzeptanz erwarten und selbst über andere herziehen? Never"¦

Mir geht"™s eigentlich um einen Erfahrungsaustausch. Denn ich selbst weiß nicht was richtig oder falsch ist, wenns so etwas überhaupt gibt?

Über eure Antworten und lebhafte Diskussion freue ich mich sehr :-)


Eure Josephine
Die Welt ist bunt :-)
rika
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Re: Kinder „ wie haltet ihr es?

Post 2 im Thema

Beitrag von rika »

Hallo Josephine,

zuerst mal Glückwunsch und Respekt, dass Du Dir diese Gedanken machst. Sie sind vielleicht typisch für Menschen mit besonderen Antennen, die andere nicht verletzen wollen und so glaube ich, verhalten sich viele von "uns".

Ich habe eine fast 25-jährige Tochter, die von mir weiß, mich nicht "live" kennt außer auch in Leggings und langen Pullovern usw. Ganz sicher hat sie Utensilien entdeckt, als sie noch hier wohnte (ich lebe nach einer Trennung 2002 solo und sie bei mir zu 30-50 % bis sie mit ihrem Freund zusammenzog). Sie sagte mir irgendwann mal in einem Gespräch, dass es mein Leben sei, über welches sie nicht bestimmen wird. Wir haben übrigens vom ersten Tag ihres Lebens eine sehr innige Beziehung.

Ich habe 2002 ein Gespräch mit einem Therapeuten gesucht, den ich mit meinem "männlichen Auftreten" beeindruckte, der mich als nicht gefährlich einstufte :D und auch keine Gefahren für meine damals 9-jährige Tochter sah. Ganz anders meine damalige Frau und ihr völlig bescheuerter Anwalt, die forderten, dass meine Tochter nur tagsüber bei mir sein dürfte und das Ganze vom Jugendamt genehmigt werden müsse, da ich nicht "therapiewillig" sei. Sowas gab es wirklich und ich habe es schriftlich.

Falsch ist sicher, wenn Dir Deine Kinder egal sind, richtig umsomehr, wenn Du die Gedanken hast, die Du beschreibst. Ich empfinde es als selbstverständlich, junge Menschen zur Neugier und Toleranz zu führen; alles andere sind im späteren Leben Sackgassen in geistiger Armut.

Du schreibst von "dem Großen", also einem Sohn. Ich weiß nicht, wie Jungen reagieren, wenn der Vater - hoffentlich nicht Übervater - seine weiche Seite lebt. Viel später wird er vielleicht erkennen, dass er einen besonderen Vater hat.

Ich glaube, wenn Deine Antennen auf Sendung bleiben, wirst Du wissen, was Du machst oder besser nicht. Und mal einen Schritt zurückzutreten ist nicht so schwer, wenn man dadurch Schaden bei Menschen, die einem lieb und teuer sind, vermeidet.

rika
exuserin-2017-01-16

Re: Kinder „ wie haltet ihr es?

Post 3 im Thema

Beitrag von exuserin-2017-01-16 »

Hallo Josi,
meine Kinder wissen Bescheid. Denke mal dass es einen Unterschied macht ob man Ti oder CD ist. Ich lebe 24/7 richtig, daher hatte ich keine Wahl als mich zu outen. Im Alltag ist es für die Kinder kein Problem, ich höre zwar von der mittleren manchmal ich will den papp zurück aber was soll ich machen? er ist weg kommt nicht wieder. Sie sprechen mich mit Uta an, Papa wollte ich nicht mehr hören und habe sie darum gebeten.
Mit den Lehrern und Erziehern haben wir gesprochen bisher gibt es kein Mobbing oder Probleme wegen mir. Vielleicht kommt es noch, so lange bin ich öffentlich noch nicht geoutet. In die Schule oder Hort gehe ich erst mal zum Schutz der Kinder nicht hin.
Prinzipiell fände ich es besser, wenn ihr euch euren Kindern gegenüber outet ,ihr verlangt doch auch vollstes vertrauen der Kinder in euch. Kinder merken sowieso wenn was nicht stimmt, meine fragten auch immer " wieso hast du so große schule Mama?" In dem Moment wo eure Kinder Bescheid wissen könnt ihr viel freier leben, und es nimmt der Sache das Verbotene das Exotische ungewöhnliche es wird normal, nur unsere Reaktionen machen es zu etwas besonderem

ähm ja vergessen 12 ,10 und 7 Jahre alt

Gruß Uta
Michelle_Engelhardt
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Re: Kinder „ wie haltet ihr es?

Post 4 im Thema

Beitrag von Michelle_Engelhardt »

Ich halte es ganz anders. Solange es noch möglich war, bin ich zum Elternsprechtag als Mann hingegangen. Es war mir wichtig die Kinder zu schützen. Bei uns war es üblich das Eltern MIT Kindern zum Elternsprechtag gingen. Wäre ich mit meinen Kindern als Frau da aufgetaucht, dann wäre am nächsten Tag mit Sicherheit das Mobbing für die beiden in der Schule losgegangen. Später, als ich Michelle nicht mehr so einfach verbergen konnte (und wollte) fanden die Elternsprechtage dann eben telefonisch statt. Das war seitens der Schule überhaupt kein Problem.

Meine Kinder sagen bis heute Papa zu mir und das können, dürfen und sollen sie auch. Ich habe da überhaupt kein Problem mit. Egal wie ich heute aussehe oder lebe, ich war ihr Papa, bin ihr Papa und werde auch immer ihr Papa bleiben. Selbst wenn sie quer durch den Aldi mal "Paaapaaaa" nach mir rufen, geht für mich davon die Welt nicht unter. Ich sehe das ziemlich locker.

Liebe Grüße
Michelle
Brauchst Du Hilfe oder einfach jemanden zum quatschen? Schick mir 'ne PN!

Weihnachtsmarkt ist das Wacken für Büroangestellte!
JaquelineL
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Re: Kinder „ wie haltet ihr es?

Post 5 im Thema

Beitrag von JaquelineL »

Liebe Josephine,

bei uns gab es den Konsens, dass meine beiden Kinder (mittlerweile erwachsen) unbeeinflusst von diesem Thema aufwachsen. Ich habe erst sehr spät erkannt, dass ich den vollen Wechsel brauche und so schien es früher machbar, dass ich mich nur bei meinen vielfältigen und meist mehrtägigen auswärtigen Aufenthalten (viel mit jeweils eigener Wohnung am Zielort) "auslebe".

Unsere Kinder sind sehr liberal, vielfältig und meinungsautonom aufgewachsen. Bspw. engagiert sich eine Tochter in einer Kirche, wir anderen drei Personen nicht. Beide Töchter hatten genug damit zu tun, selbst erwachsen zu werden und sich selbst zu finden (selbst wenn sie beide, von außen betrachtet, ein Traum von Tochter sind), sind sehr unterschiedlich geworden und es gibt diverse Details, die ihre mentale Freiheit, eigenständige Entwicklung und Offenheit bestätigen, jedoch nichts für einen Bericht in einem öffentlichen Forum sind.

Entsprechend gilt für die Zeit bis 2016, die erste Tochter war da schon einige Zeit in ihrer eigenen Wohnung lebend, das Antwortspektrum der Kategorie "closet crossdresser", alles geheim und im Verborgenen.

Seit 2016 ist das alles offen auf dem Tisch, beide Töchter (und der Rest der Welt, jedenfalls viele) wissen von meiner TS und erleben mich auch so.

Im Fall von CD hat sich unser Ansatz bewährt. Die Kinder sind mit einem Gefühl von Normalität aufgewachsen, ich habe ihr junges Leben nicht mit meinem "Problem" verkompliziert. Dennoch sind sie wunderbar offen aufgewachsen, vermissen zwar jetzt ihren Vater, aber das ist eine persönliche Ebene, nichts Pauschales und schon gar nicht mich diskrimierend.

Falls ich damals schon meine TS erkannt hätte, wäre vieles anders verlaufen. Eventuell (oder sogar wahrscheinlich) wäre meine Familie von mir getrennt lebend oder es wäre nie so weit gekommen. Dass man seine TS nicht verstecken kann, ist sehr wahrscheinlich und das schließt dann auch die Kinder ein (sofern man schon eine Familie gegründet hat), "Wahl" hat man meiner Meinung nach nicht.

Du hast Kinder im allgemeinen angesprochen. Zu Beginn hatte ich durchaus Respekt vor der Situation, sie draußen und dann noch in Gruppen anzutreffen: Kinder sprechen häufig aus, was sie denken und scheren sich nicht um Konventionen. Das kann unerwünschte Situationen hervorbringen, vor allem wenn man sich selbst noch sehr unsicher in der Außenwirkung ist. Bei mir zumindest hat sich beides gelegt, insofern sind Kinder genauso Mitmenschen wie alle anderen auch.

Liebe Grüße
Jackie
Today is the first day of the rest of my... forget it.
Anja
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Re: Kinder „ wie haltet ihr es?

Post 6 im Thema

Beitrag von Anja »

Hallo Josephine,

die Frage haben wir uns während der ersten Schwangerschaft meiner Frau auch gestellt. Damals war ich noch Teilzeitfrau. Wir sind beide der Meinung gewesen, dass das, womit das Kind aufwächst, ihm als normal erscheint, also seine Normalität darstellt. Insofern lernte mich unser Sohn von Geburt an als Papa und auch als Anja kennen. Natürlich gab es zwischendurch mal Fremdelfasen. Ich ging als Papa ins Bad und kam als Anja wieder raus und er hatte Angst und flüchtete zu Mama. Das Problem lösten wir damit, das wir ihn an der Verwandlung teilhaben ließen. Die Badtür blieb offen und er konnte mir dabei zuschauen. Und nach einiger Zeit hatte er mit beiden Äußerlichkeiten keine Probleme mehr. So verstand er, das es sich dabei eigentlich um die selbe Person handelt...
Unsere Tochter kennt mich nun nur noch als Frau, da fällt o.g. Problem natürlich weg.
Ich sehe die ganze Angelegenheit ähnlich entspannt wie Michelle. Ich bin und bleibe "die" Papa. Ich selbst bezeichne mich gern als Väterin ;-)
Ein weiblicher Papa eben. Unser Großer (4 Jahre) fragt manchmal, ob ich sein Papa bin, ich antworte natürlich dann mit ja. Ich bin und bleibe sein Papa. Und wenn sich Freunde von ihm über ihre Papas unterhalten, kann er ganz normal mitreden und kommt nicht in irgendwelche Erklärungsnöte (Papa gibts nicht mehr, Papa ist weg, oder wie auch immer...)
Über die Schule kann ich noch nicht viel sagen, aber in der Kita schlug uns sehr viel Akzeptanz von Erziehern und Eltern entgegen. Wir waren auch schon zusammen zu einem Kindergeburtstag vom besten Freund unseres Großen eingeladen.
Die Gastgeberin kannte mich ja schon, aber ein paar Eltern der anderen Kinder noch nicht. Die versuchten dann sie auszuquetschen, aber sie verwies immer auf mich "Fragt sie doch selbst" oder "Fragt sie doch einfach". Zu mir gekommen ist natürlich niemand ;-)

Trotzdem war ein sehr entspannter Geburtstag. Man weiß ja eh nie was die Leute denken, von daher bringt es auch nix, sich darüber einen Kopf zu machen ;-)

Für mich sind meine Kinder die wichtigsten Menschen in meinem Leben. Und deswegen fände ich es für mich auch falsch, meine Persönlichkeit vor ihnen zu verstecken. Außerdem, wenn man nicht mal zu Hause man selbst sein kann, das würde mich ziemlich traurig machen. Und viele Ehefrauen (die es dann irgendwann erfahren) fühlen sich betrogen und gesauso sehe ich das auch. Ich würde dann auch meine Kinder betrügen... Schützt sie das, wenn ich ihnen gegenüber nicht ehrlich bin, nicht authentisch bin? Ich denke nicht.

Natürlich sind das nur meine (bzw. unsere Erfahrungen). Jede(r) muß da selbst ihren / seinen Weg finden. Jeder hat andere (familiäre) Umstände...

Grüße
die Anja
Fällt der Apfel weit vom Stamm, kommt wenigstens mal Sonne dran!
Christine DarkJoker
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Re: Kinder „ wie haltet ihr es?

Post 7 im Thema

Beitrag von Christine DarkJoker »

Hallo

Ich bin mit meiner Frau noch Kinder los. Daher kann ich nur Theorien aufstellen, wir haben uns aber darüber Gedanken gemacht und sind zum Entschluss gekommen den Kind erst mal nichts von meinen crossdressen zu erzählen oder zeigen bis es Alt genug ist um diese Thema zu verstehen.
Warum haben wir uns so entschieden? Weil wir unser Kind in diesen Fall schützen wollen um eine unkomplizierte Kindheit zu ermöglichen.

Gehen wir davon aus dem Kind von Geburt an das crossdressen offen zu zeigen könnte es gut gehen oder in einer Katastrophe enden.
Im Kindergarten sehe ich es unproblematisch aber Grundschule und dann die Weiterführenden Schulen da kann es zu erheblichen Problemen führen, durch Mobbing.
Das Kind könnte dadurch eine Physiche Erkrankungen entstehen oder es könnte sich von uns entfernen und nur noch das nötigste sagen und Rest des Tages in sein Zimmer verbringen.
Dann was ist wenn unser Kind eine Freund /in hat diese Person könnte es vielleicht nicht verstehen und wird sich sofort trennen. Also muss in diesen Fall wieder eine Lösung her. Man könnte jetzt sagen wenn der Besuch ansteht ist halt nichts mit crossdressen. Hier sollte man auch tolerant sein.

So sind wir zu unsere Entscheidung gekommen. Unser Plan ist es wenn das Kind ca 15 bis 17 ist mich zu outen. Wenn dann Freund oder Freundin kommt dann wird auf das Kind Rücksicht genommen.

Viele grüße Christine
Wer Rechtschreibfehler findet darf sie behalten
ExuserIn-2021-07-05
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Re: Kinder „ wie haltet ihr es?

Post 8 im Thema

Beitrag von ExuserIn-2021-07-05 »

Hallo ihr Lieben, (888)

meine Kids sind 10 und 8 Jahre alt. Das ich öfters als Frau unterwegs bin wissen sie noch nicht. En femme bin ich zu Hause nur unterwegs wenn die Kinder nicht da sind. Mein Outing gegenüber den Kindern, so habe ich mich mit meiner Frau geeinigt, wird erst erfolgen wenn sie begreifen, dass die ganzen Perücken im Schlafzimmer und auch die ganzen Make up Sachen gar nicht der Mama gehören. Ich denke Sie sind dann alt genug dieses Wissen für sich zu behalten. Wie wir wissen tragen Kinder in diesem Alter ( 8 + 10) ihr Herz auf der Zunge und wenn dann eines in der Schule erzählt, dass der Papa Frauenklamotten trägt, kommt man doch in Erklärungsnot und ich denke das die Kinder dann kein leichtes Leben mehr haben in der Schule. Das wollen wir gerne verhindern. Zur Zeit steht es so, das sie Bilder von mir als Jenny gesehen haben, aber sie konnten bisher keinen Bezug zu mir als Papa herstellen. Irgendwann werden sie kommen und fragen und dann werde ich ihnen rein Wein einschenken. Ich sage immer, die Zeit wirds richten, auch wenn es mal länger dauert. (smili)

Liebe Grüße Jennifer
Viggy
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Re: Kinder „ wie haltet ihr es?

Post 9 im Thema

Beitrag von Viggy »

Wir haben drei erwachsene Kinder (33, 30, 28), davon lebt nur noch die 30-jährige in unserem Haushalt. Bei meinem Outing habe ich mit meiner Frau vereinbart, den Kindern nichts zu sagen, ist auch kein Problem, weil ich mit meiner Rolle als Teilzeitfrau bisher ganz gut klarkomme. Dass ich ständig lackierte Finger- und Fußnägel habe, im Sommer oft Feinsöcken und im Winter FSH offen und ohne Socken trage, kennen die Kinder schon seit Jahren und tun es wohl als Spleen oder femininen Tick ab.
Allerdings hängen seit meinem Outing in meiner Hälfte unseres begehbaren Schrankes, für jeden der da reingeht sehbar, auch meine Röcke. Unsere Tochter war wohl schon einmal zufällig mit meiner Frau drin und hat wohl etwas verwundert auf diese komischen Kleidungsstücke auf meiner Seite geschaut, aber nichts weiter gesagt. Was sie sich dabei gedacht hat, bzw. jetzt noch denkt weiß ich nicht.
s_Roeckchen
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Re: Kinder „ wie haltet ihr es?

Post 10 im Thema

Beitrag von s_Roeckchen »

Meine beiden waren 11 (Tochter) und 9 (Sohnemann) als ich so langsam zum CD kam. Ca. ein dreiviertel Jahr davor bereits offen Strumpfhosen getragen. Das ist jetzt fast 10 Jahre her.
Mein Crossdressing hat sich innerhalb knappen 2 Jahren vom nur Rock, Strümpfen und Sandaletten oder Pumps zu Vollausstattung bei der Kleidung gewandelt (ich bin immer als Mann erkennbar).

Was jetzt das Outing in der Schule anging, ich war rechts schnell auch draussen mit meinem Outfit. So bin ich von Mitschülern und Eltern gesehen worden.
Zu Schulveranstaltungen hab ich zwar aufs Röckchen verzichtet, aber nicht auf Damenschuhe.
Ja, ich weiß, hier kommt es aufs Umfeld an. Dorf, Kleinstadt oder Goßstadt machen sicher Unterschiede.

Wie weit kann/soll/muß Schutz der Kinder gehen, wo fängt es an sich selbst (seelisch) Gewalt anzutun? Ich kann keinem/keiner sagen was der Königsweg ist, das muß Jeder/jede selbst rausfinden.
Ich werde keine Entscheidung in Frage stellen, dazu kenn ich euer Umfeld nicht. Ich habe mich für Öffentlichkeit entschieden und hatte evtl. einfach nur Glück. Oder ich kam authentisch rüber.

Meine beiden haben sich recht robust erwiesen, grademal in den ersten 3 Monaten kamen Fragen dazu.
Meine Tochter hat sich mal eingefangen, für so einen Papa würde man sich schämen. Antwort war, dann ist es gut daß das nicht dein Papa ist.
Vor 1 Jahr hat sie mir gesagt, daß es gut war ihr es vor ihrer Pubertät zu sagen und zu zeigen. Sonst, vermutet sie, hätte sie mit meinem CD große Probleme.

Nur ein Tipp: wartet nicht zu lange.

LG s'Röckchen
...ridicule is nothing to be scared of...
(A.Ant "Prince Charming")
JaquelineL
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Re: Kinder „ wie haltet ihr es?

Post 11 im Thema

Beitrag von JaquelineL »

Liebes'Röckchen,

das ist doch das Schöne in diesem Forum: Es gibt so viele, teils diametral entgegengesetzte Meinungen und Erfahrungen. Jede/r hat ihre/seine eigenen Erfahrungen und lernt doch immer noch was von den anderen Leuten hier hinzu. Ohne gezwungen zu sein, die eigene Position aufzugeben :)

Liebe Grüße
Jackie
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Rose
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Re: Kinder „ wie haltet ihr es?

Post 12 im Thema

Beitrag von Rose »

Unsere Tochter wird 6 Jahre alt.
Am Anfang wusste sie auch nichts davon. Ihrgendwann habe ich angefangen mal eine Leggings oder eine FSH zu tragen. Natürlich kamen fragen, die ich auch behutsam beantwortet habe. Meine Meinung nacht gibt es keinen richtigen Weg, zumindest so lange wie die Menscheit ihre Kinder nicht offen erzieht. Im Bekanntenkreis erlebe ich das immer wieder, wie vorurteile von Geburt an anerzogen werden. Und das finde ich schade. Unsere Tochter soll ihre Erfahrungen selber machen. Sie spielt mit Würmern, Spinnen oder halt auch Quallen. Das geht halt nur, wenn die Eltern auch nicht immer sagen das ist iiihhhh oder bbaaa. Darum schauen wie es kommt.

Liebe Grüsse
Rose
Jeder sollte so leben wie er will.
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