Obwohl ich seit Jahrzehnten aus meinem Lehrberuf (Verpackungsmittelmechaniker/ "Schachtelmacher"

) raus bin, hat mich die Faszination Papier wieder eingeholt.
Angefangen habe ich damit, für einige ältere Bücher unserer "Bibliothek" (Bestand ca. 1000) Einschübe zu bauen und mit schönem Paper zu beziehen.
Dann habe ich mit meiner Frau einen kleinen Buchbinderkurs gemacht, weil wir so einige Patienten zu verarzten haben.
Sie einem Buchbinder zu geben, wäre zwar die Profilösung, aber nicht bezahlbar. Auch vor dem Hintergrund, dass die Bücher nicht wertvoll genug sind und nur einen subjektiven Wert darstellen.
Auch kleine, dekorativ bezogene Schachteln oder Einrichtungen für Schatullen haben wir schon gemacht. Für größere Projekte fehlt leider momentan die Zeit.
Das ist für uns die Möglichkeit, den Alltag mal ganz auszublenden. Man muss sich ganz auf das momentane Tun konzentrieren, sonst kommt dabei nix "gescheites" raus.
Um alle Patienten überhaupt fachgerecht bearbeiten zu können musste ich zuerst eine Heftlade mit größerer Spannweite bauen, da auch einige Atlanten aus der Jahrhundertwende "verarztet" werden wollen.
Ganz Hobbyschreiner, habe ich sie so gebaut, dass ich sie auch als Presse einsetzen kann.
Das größte Problem war bis vor kurzem, das Organisieren, der nötigen Utensilien. Viele Hersteller beliefern keine Privatleute. Zum Glück konnte ich mit Erlaubnis meiner Firma, unsere Firma als Kunde registrieren lassen. Das hat die Beschaffung doch sehr erleichtert.
Momentan steckt in der Presse ein Jugendbuch meines Großvaters - mein einziges Erbstück.
Gruss
Christiane