Meine GaOP - ein Jahr später
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Mila_1981
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Meine GaOP „ ein Jahr später

Post 1 im Thema

Beitrag von Mila_1981 »

Hallo ihr Lieben,

Auf Anregung und Wunsch von Victoria kopiere ich hier mal meinen letzten Blog Artikel, da sicher nicht jede(r) von euch Lust, Zeit und Interesse daran hat sich durch meinen Blog zu lesen. Doch die wirklich sehr positive Resonanz die ich für diesen kleinen Text bekommen habe, lässt mich glauben, dass der vielleicht doch ganz interessant ist :)

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Hallo meine lieben Flauschies,

Meine GaOP ist jetzt fast ein Jahr her. Wenn das mal kein Grund ist, einen besonderen Post zu schreiben. Immerhin war das ein doch recht einschneidendes Erlebnis, diese GaOP — die Geschlechtsangleichende Operation. 95% (ohne harte Fakten geschätzt) aller Transfrauen fiebern und jammern sich bis zu diesem Tag X, an dem sich endlich die Sauerstoffmaske über das zarte (oder in meinem Fall nicht gar so zarte Näslein) stülpt und man in den seeligen Tiefschlaf driftet aus dem man dann alsbald als frisch gebackene Frau wiedererwacht.

Die GaOP, die für viele der Inbegriff der Weiblichkeit ist. Die GaOP, die aus Bernhard, dem O-beinigen Brummifahrer, im Nu eine wunderschöne Frau machen wird. Die Große OP, nach der alles besser sein wird, als vorher. Quasi die grüne Wiese bzw. der Apfelgarten des Geschlechterlebens"¦

Doch ist das so? Ist das tatsächlich so, dass die GaOP alles verändert?

Ist man hinterher ein anderer Mensch?
Das ist natürlich ausgemachter Mumpitz!
Natürlich ist diese ganze Transitionssache kräftezehrend und an schlechten Tagen einfach nur zum Kotzen, aber sich auszumalen, dass mit der OP sofort alles besser wäre ist leider alles andere als realistisch. Ich will hier keine Träume, Wünsche oder Freuden kaputt machen — ABER die GaOP ist nicht die Lösung unserer Probleme! Das habe ich gelernt.
Auch ich habe die Zeit bis zur OP nur auf das große Ziel fixiert gelebt und dabei genau das vergessen — zu LEBEN. Es ist nur allzu leicht sich und den Moment einfach zu verdrängen, weil ja der Ist-Zustand ach so furchtbar ist. Weil man noch nicht ganz Frau ist. Weil das Ding noch da hängt. Weil die Haare nicht lang genug sind. Weil dies nicht und weil das nicht.
Man fängt an sich nur noch auf die OP als das Große Ziel zu konzentrieren, weil der Alltag und der jetzige Moment einfach nur zum kotzen ist. Die OP ist das Licht am Ende des Tunnels. Der Moment wenn endlich alles Richtig ist"¦

EEEHHHPPP!
Ja den Zahn muss ich euch sofort ziehen! Die OP ist auf gar keinen Fall die Lösung! Ich weiß zwar, das die GaOP als die einzige OP gilt, die eine psychische Störung heilen kann, aber das lasse ich so nicht im Raum stehen. Die OP sollte nicht das einzige und unbedingt zu erreichende Ziel sein. Die GA sollte der krönende Abschluss einer zweiten Pubertät sein und kein Ziel über das man hinaus vergisst im Jetzt zu leben.
Denn JETZT können wir uns endlich ausprobieren und sein, beziehungsweise herausfinden, WER wir schon immer hätten sein sollen. WER hat schon diese Chance? Wir können uns selber einen Namen aussuchen! Wie geil ist das denn? Zugegeben"¦diesen Spaß lässt sich Vater Staat auch fürstlich entlohnen und sollte eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein, aber was solls"¦

Natürlich habe ich nicht vergessen wie chice die Wartezeit bis zur GA war und wie viel Aufwand, Schweis und Tränen nötig waren, um dort hin zu kommen und ich wollte auch um nichts auf der Welt wieder in mein altes Leben zurück"¦aber mit etwas Distanz sehe ich, dass ich die Transition in einem Megasprint durchlaufen habe, obwohl ein Marathon eventuell sinnvoller gewesen wäre"¦

Außerdem muss ich jetzt mal meinen Unmut kund tun und euch sagen, dass man nicht durch die GaOP zur Frau WIRD!

Ich habe inzwischen mit vielen Intersexuellen menschen Kontakt gehabt und konnte mich mit einigen davon auch ausgiebig und überraschenderweise auch wirklich nett unterhalten und weiche dadurch immer mehr von meinem indoktrinierten Schubladendenken ab. Gerade WIR, die wir immer für so viel Toleranz und Offenheit kämpfen, haben selber noch so viele Scheuklappen auf und stecken selber gerne andere Menschen und nicht zuletzt uns SELBER in Kategorien.

Frau — Mann — Dazwischen
Die OP macht aus einem Mann keine Frau. Die OP macht aus einer Frau eine Frau. Oder richtiger wäre eigentlich, die OP macht aus einem unglücklichen Menschen im besten Fall einen glücklicheren Menschen. Doch auch das ist nicht garantiert. Mit Nichten. Denn die Geschlechtsangleichende Operation ändert erst einmal rein gar nichts am Leben einer Person. Dafür ist diese im Laufe ihres Lebens absolut allein verantwortlich. Aussehen, Stimme, Bewegungen"¦das ist, was uns in den Augen unserer Mitmenschen Weiblich macht. Ok"¦zu einem Teil auch Brüste"¦aber den Großteil der Zeit haben wir irgendeine Form von Scham verhüllender Beinbekleidung an"¦die GA ist wirklich nur die Kirsche auf der Torte wenn der Rest schon stimmt..

Sicher fühle ich mich nach der OP sehr viel wohler in meiner Haut und habe das Gefühl mit mir sehr viel mehr im reinen zu sein. Bin ich deshalb glücklicher? Habe ich deshalb mehr Freunde? Bin ich erfolgreicher im Job? Koche ich besser oder habe jetzt ein Haustier? Nein — das sind alles Dinge die nichts damit zu tun haben, ob da unten noch was baumelt oder nicht.

WAS ich unterschreiben kann, ist aber der Zugewinn an Selbstbewusstsein! Wenn ich mit mir im reinen bin, dann strahle ich das auch aus — klar — aber das Schicksal muss man immer noch in die eigenen Hände nehmen. Und das ist die Crux — von heute auf morgen ändert sich nix und durch die ungeheure Erwartungshaltung an die Ga ist die Gefahr groß hinterher in ein umso größeres Loch zu fallen"¦

Macht also der Pullermann aus was wir sind? Mann oder Frau? Nein — jeder Mensch hat sowohl weibliche als auch männliche Anteile in sich, nur bei uns sind eben die weiblichen Aspekte stärker ausgeprägt. Doch auch diese Aussage sollte man nicht ungeprüft so stehen lassen, denn was SIND männliche und was weibliche Aspekte überhaupt? Sicher kann ich nur sagen, dass ich mich nach der GaOP endlich richtig in meinem Körper fühle, doch werde ich gesellschaftlich nie ganz als Frau durchgehen, da ich trotz alle dem immer noch männliche Charakteristika an mir habe. Was davon angeboren und auf meine Chromosomen zurückzuführen ist und was einfache, männliche Sozialisierung ist vermag ich allerdings nicht zu sagen. Ich kann nur sagen, dass ich allerdings auch ICH bleiben möchte — der gleiche Mensch in einem jetzt zu ihm passenden Körper, aber ich will mich nicht verstellen, um dem "Idealbild" einer Frau zu entsprechen"¦

Was nicht heißen soll, dass ich meine Nase und meine Stimme nicht trotzdem hassen darf, aber genau so darf ich weiterhin meine Ego-Shooter, teure Lautsprecher und Bier und Pizza mögen und bei zu viel Kohlensäure mal ordentlich einen losblöken. Ist das nun ein männlicher Wesenszug oder zeugt das nur von schlechtem Benehmen? Das dürft ihr entscheiden.

Das OP-Gebiet
Meine Schatzkiste hat ja im März nochmal ein kleines Tuning erfahren. So weit geht es mir Bombe und die nervöse Empfindsamkeit da unten ist einfach nur phänomenal. Die Narbenbildung hält sich in Grenzen, die Tiefe ist top, doch die Weite braucht noch etwas Arbeit.

Weiterhin habe ich seit der Korrektur immer wieder mit einem Harnwegsinfekt zu kämpfen der immer wieder auftaucht, wenn ich ihn für beseitigt halte — das ist auf Dauer doch ganz schön lästig und wird in naher Zukunft auch noch einmal Thema bei einem Spezialisten werden. Hat das mit der OP zu tun? Indirekt natürlich ja — immerhin ist die Harnröhre verkürzt und sicherlich auch anfälliger geworden. Zu den genauen Ursachen kann und mag ich jetzt noch nichts sagen, aber das wird schon.

Ein Kontroltermin bei Frau Doktor steht jetzt auch im November an. Da muss ich mal sehen, ob das mit der Weite manuell zu lösen ist, oder ob ich das Angebot einer eventuellen zweiten Schönheitskorrektur in Anspruch nehmen werde"¦

Fazit:
Ich bereue meine Entscheidung für die Geschlechtsangleichende OP an keinem Tag! Ich bin trotz aller kleineren Probleme, die ich seit dem habe, sehr zufrieden. Ich kann mir gar nicht mehr Vorstellen wie ein Leben mit Penis ausgesehen hat. Es war zwar möglich, aber nicht erstrebenswert ^^ Ich würde alle Qualen wieder auf mich nehmen"¦
Doch maximale Auswirkung auf mein Leben hat die OP nicht gehabt, dafür sind andere Faktoren zuständig"¦fühle ich mich durch die OP mehr als Frau? Vom Selbstbild her, ja, mag sein"¦aber für die weibliche Sozialisation"¦Sozialisierung (?)"¦eben für die Mitmenschen, ist so viel mehr nötig, um als Frau akzeptiert zu werden.

Ich würde mich freuen, wenn ihr mich hier an eurer Sicht der Dinge teilhaben lassen würdet
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Victoria
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Re: Meine GaOP „ ein Jahr später

Post 2 im Thema

Beitrag von Victoria »

Danke Mila, das du meinem Wunsch gefolgt bist!

Natürlich ist die GaOp nicht die allein Glück machende Seeligkeit. Ist aber nicht der größte Wunsch einer Transfrau, nach durch Erleben ihrer zweiten Pubertät, nun auch ihren Körper ihrem Inneren anzupassen? Durch die OP werde ich kein anderer Mensch! Anders bin ich da durch geworden, das ich endlich zu meinem Inneren gestanden habe. So wird es vielen von uns gehen! Wir werden nie wie Models aussehen und auch unsere Stimme wird immer ein bißchen tiefer sein!
So what, glücklich wollen wir sein. Leben wollen wir und das sollten wir nicht vergessen! Es gibt immer auch ein Leben außerhalb der Transition! Und dieses Leben sollten wir mit beiden Händen packen und genießen! Wir sollten keine Mauerblümchen sein und uns verstecken!

Und der Entschluss eine GAOP machen zu lassen sollte wohl und reichlich überlegt sein! Siehe auch Andrea's Bericht über ihre GaOp.
Sonst könnte man/Frau in ein sehr Tiefes Loch fallen, aus dem es kein zurück mehr gibt.

Danke nochmals für deinen Bericht und das deine HIW erfolgreich behandelt werden kann!

LG
Vicci (flo)
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MichelleMarie
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Re: Meine GaOP „ ein Jahr später

Post 3 im Thema

Beitrag von MichelleMarie »

Hallo Mila,

vielen Dank für deine tollen, ehrlichen Worte. ...ich finde es sehr beeindruckend wie realistisch du alles beschreibst und das Du zurecht darauf hinweist das viele äusserliche Dinge in dieser Gesellschaft die "Frau ausmachen "....das ist nun einmal (leider) so.

Jeder sollte seinen Weg gehen, ich gehe meinen Weg äusserlich als Frau und genieße ihn, mehr brauche ich nicht, mir gefällt mein Leben.

Aber das muss bitte sehr jeder selbst mit sich ausmachen und dabei helfen deine ehrlichen Worte ungemein, Danke Milla

Michelle
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ab08
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Re: Meine GaOP „ ein Jahr später

Post 4 im Thema

Beitrag von ab08 »

Hallo liebe Michelle,

Zitat "ich gehe meinen Weg äusserlich als Frau und genieße ihn, mehr brauche ich nicht, mir gefällt mein Leben."
Bravo, find ich toll! - Herzliche Gratulation! (gitli)

Bei mir hatte es wenig mit Umwelt / anderen Menschen zu tun. Mich störte der Fremdkörper einfach zu sehr.
Nun bin ich operiert. --> Mir "fehlt" jetzt nix. Es ist für mich in keiner Weise ein "Verlust" von irgendwas!
Sondern, ganz im Gegenteil: Ich fühle mich endlich komplett. Der Körper sieht nun sauber aus und fühlt sich richtig an. *)

Für Leute, die mit der Bemerkung einer Frau, die immer eine war, aber dies nicht zeigen konnte, nichts anfangen können:
-> Stellt Euch einfach vor, Ihr hättet eine juckende, hässliche Warze, die endlich operativ sauber entfernt wurde...

(Abgeändert aus dem Beitrag, den ich bei "Frauenhirne... " schrieb.)

Liebe Grüße
Andrea

*) Ich hasse Operationen. Es war erst die zweite Vollnarkose/ größere Operation in meinem Leben.
Es war eine Art Reparatur, die unvermeidlich war. Wenn ich gleich so geboren worden wäre, hätte man nix machen müssen...
FÜR: Respekt, Menschenrechte und eine gelebte, demokratische Zivilgesellschaft, die Minderheiten schützt
ERGO: Umfassende Bildung für alle, effektive Regeln in Alltag und Netz, eine gut ausgestattete Polizei/Justiz
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Re: Meine GaOP „ ein Jahr später

Post 5 im Thema

Beitrag von Katarina »

Hallo Mila

Ganz herzlichen Dank für diesen sehr interessanten Erfahrungsbericht. Es hilft Menschen wie mir, die dereinst die GaOP anstreben, sich tiefer mit dem Thema zu befassen.

LG
Katarina
Saskia.shewulf
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Re: Meine GaOP „ ein Jahr später

Post 6 im Thema

Beitrag von Saskia.shewulf »

Hallo Mila,

genau so in der Art denke ich auch obwohl ich mein Ziel so gaaaaanz langsam vor Augen habe.Deshalb werde ich aber jetzt nicht meinen Beruf als Landschaftsgärt-nerin aufgeben oder das Holz fällen sein lassen.Das ist eigentlich genau das Thema wo ich gern mal etwas ausführlicher darüber reden würde.

und wie Andrea es so schön schreibt mir wird dann auch nix fehlen!!!so nach fast 4 Jahren wage ich das sagen zu können.Letrzlich werde ich aber erst
hinterher ganz genau wissen wie es ist!Und ich freu mich tierisch da drauf!


Danke für die Offenheit Mila

LG Saskia (flo)
Wer keinen Mut zum träumen hat
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ab08
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Re: Meine GaOP „ ein Jahr später

Post 7 im Thema

Beitrag von ab08 »

Hallo Daniela,

natürlich kann ich da nur für mich sprechen, aber zu dem Thema "Sexuelle Orientierung" nahm ich ausführlich hier Stellung:
viewtopic.php?f=16&t=13089&p=154221#p154756
Ergänzung:
Es war im Grunde immer so... Aber heute gilt noch mehr als früher, dass ich sexuell nur mit Menschen(ob weiblich oder männlich) was anfangen kann, die erkennen,
dass ich eine Frau bin. *) -> Das Geschlecht eines Menschen befindet sich zwischen den Ohren und hängt nicht von Chromosomen/Sexualorganen ab.
Ich war also immer weiblich, daran änderte die GAOP nix. -> Aber so fühl ich mich wohler. -> Daher heißt es auch geschlechtsangleichende Operation. :wink:

Liebe Grüße
Andrea

*) Andererseits machte ich die GAOP für mich. Eine Beziehung wäre nun schön, muss aber nicht sein...
Seit dem Tod meines Vaters (1965) lebt meine Mutter(nun 98) ohne Partner und meint "Ich leb allein und hab es gut, weil niemand da, der mir was tut!"
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Re: Meine GaOP „ ein Jahr später

Post 8 im Thema

Beitrag von Mila_1981 »

Genau so ist es . die OP ist der Abschluss wenn man mit sich im reinen ist. Wenn die Selbstwahrnehmung nicht stimmt, kann leider auch die beste OP nichts ausrichten und man pardon Frau ist hinterher immer noch unglücklich....
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Re: Meine GaOP „ ein Jahr später

Post 9 im Thema

Beitrag von Katarina »

Hallo zusammen,

Gibt es Statistiken über die Komplikationsrate bei MzF GaOP? Ich habe kürzlich gelesen, dass am Universitätsspital Zürich die Komplikationsrate bei MzF GaOP bei 45% liegen soll. Das kam mir ziemlich hoch vor, wäre ja praktisch jede zweite.

Wenn jemand darüber eine Statistik oder Informationen hat, wäre ich froh über einen entsprechenden Post hier.

LG
Katarina
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Re: Meine GaOP „ ein Jahr später

Post 10 im Thema

Beitrag von Lea92 »

@Katarina:
Das hängt sicherlich von der Definition für Komplikationen ab. GaOPs sind keine Routineoperationen. Aber selbst bei Routineoperationen kommt es noch in mehr als 10% der Fälle vor, dass nicht alles lehrbuchmäßig perfekt glatt geht. Die Frage ist, ob es schon als Komplikation gilt, wenn es kleinere Schwierigkeiten gibt, die noch während der OP repariert werden können und vom Patienten nicht wahrgenommen werden, oder erst, wenn dadurch ein zusätzlicher Eingriff erforderlich wird. Und auch bei letzterem muss man gerade bei GaOPs unterscheiden: Wenn so eine Komplikation kein akutes Problem darstellt, habt ihr Glück: Dadurch, dass ihr sowieso für die Korrektur ein zweites Mal unters Messer müsst, könnte das dann mit gemacht werden. Bedenklich sind nur solche Komplikationen, die in unmittelbarer zeitlicher Nähe einen weiteren Eingriff erfordern. Und da wage ich zu bezweifeln, dass die in 45% der Fälle auftreten.
Körper ganz Mann, Kopf halb Mann, halb Frau, doch auch eine halbe Frau braucht auch Freiheiten und will sich gelegentlich mal zeigen.
Anke
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Re: Meine GaOP „ ein Jahr später

Post 11 im Thema

Beitrag von Anke »

Hallo,

der Begriff "Komplikation" ist ziemlich unscharf. Ich hatte beispielsweise eine Wundheilungsstörung. Nichts ernstes und die Ärzte hatten das sehr schnell im Griff, so dass ich auch weder darüber geschrieben, noch gesprochen habe.

Nach dem was ich in den Foren gelesen habe, kommt das häufiger vor. Das ist auch schon eine Komplikation, die jedoch den Erfolg der OP nicht wirklich gefährdet.

Daher kann ich mir schon vorstellen, dass die Zahl stimmt. Statistiken dazu habe ich nicht gefunden.

Liebe Grüße

Anke
Sentio ergo sum. - Ich fühle, also bin ich.

Les femmes sont fortes quand elles sont feminines. (Coco Chanel)

https://www.transcuisine.com

Youtube: https://www.youtube.com/channel/UCQc7XaiWBuzchBQTnGRv80g
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