Hoi Meisjes,
ich halte das anders. Meinen engsten Freunden habe ich es ganz offen gesagt bei einem gemeinsamen Filmeabend bei mir, inklusive Outfit.
Ich war damals so aufgeregt, dass ich kaum was rausgebracht habe und mir der Schweiß in strömen über den Rücken lief. Zuerst Gelächter und wirklich dumme Sprüche, dümmer gings kaum.
Bei dreien kam es zu ernsten Gesprächen und einer guten Diskussion, alle drei akzeptieren mich so wie ich bin und wir gehen völlig normal miteinander um. Bei zweien hörte das Gequatsche und die dämlichen Sprüche nicht auf und ich bat sie an diesem Abend doch zu gehen und wenn sie wieder normal sind wieder zu kommen. Alle sagten übereinstimmend, dass sie mich für "Andersrum" hielten, also Schwul. Aber keiner hat sich je getraut mich mal darauf anzusprechen. Ich habe mich auch nie an solchen Männerblödeleien und solchen Besäufnissen beteiligt, ich mag und mochte das noch nie. Auch das hat sie schon irgendwie darauf gebracht, das ich vom anderen "Ufer" sei, wie sie es nannten.
Zu keinem von denen zwei habe ich mehr Kontakt

Als wäre ich eine Aussätzige meiden sie mich.
Ich geh mit meinen Freunden meistens in dezenter Mädchenkleidung weg. Enge Jeans, Pulli oder Bluse und Damenjacke, natürlich auch Röcke und sogar ein Kleid war mal angesagt. Aber niemals irgendwie übertrieben, normal halt.
Ich sage Euch mal, ich habe sowas von Glück solche Freunde zu haben!
Die Schlussfolgerung daraus, keine Kompromisse mehr, richtige Freunde mögen mich so wie ich bin und auf andere kann ich getroßt verzichten. Sicherlich hat es sehr weh getan, aber die Zeit läßt einen nüchtern darüber urteilen.
Schlimmer war die Sache mit meiner Freundin, die ich immer noch sehr, sehr liebe und beim Gedanken an sie treibt es mir die Tränen in die Augen. Aber lieber lebe ich alleine als noch einmal so ein Chaos der Gefühle mit zu machen. Wir haben auch noch Kontakt, aber sie fühlt sich sehr unwohl wenn ich ihr im Rock gegenüber sitze, ich spüre das.
Doei Meisjes
