Stimmt, an die Unterscheide zwischen Schriftsprache und mündlichem Sprachgebrauch hatte ich ja noch gar nicht gedacht. Ich finde diese beiden Möglichkeiten (_ und *) auch vollkommen okay. Auch den Lesefluss finde ich bei diesen Varianten in Ordnung, anders dagegen wenn man ständig sowohl die männliche als auch die weibliche Form schreiben bzw. lesen muss. Das ist im Verwaltungsdeutsch leider noch so üblich. Gender-Gap und Gender-Star können aber auch im mündlichen Sprachgebrauch benutzt werden. Da ist dann einfach eine kleine Pause einzubauen, z.B. (um beim Beispiel von Marielle zu bleiben) Bäcker[kurze Pause]innen. Das finde ich zwar noch gewöhnungsbedürftiger als die Benutzung dieser beiden Zeichen in der Schriftsprache, aber es ist grundsätzlich möglich und braucht vermutlich auch nur eine Eingewöhnungsphase.Explorer hat geschrieben:Gender Gap bzw. das Sternchen sind natürlich gute Möglichkeiten (und die Beeinträchtigung des Leseflusses hält sich in meinen Augen in Grenzen), aber im mündlichen Sprachgebrauch braucht es etwas anderes.
... Aber wenn es um Personalpronomen geht und nicht nur z.B. um Gruppenbezeichnungen (wie Lehrer/innen), finde ich persönlich es schon etwas uncharmant jemanden sprachlich in ein anderes Gender zu stecken.
Und du hast natürlich Recht, das Problem mit dem korrekten Personalpronomen ist damit noch nicht gelöst. Jemand, der sich unter dem _ oder * verortet, kann halt nicht mit "er" oder "sie" angesprochen werden, das wäre verletzend und diskriminierend. In der deutschen Sprache fehlt also noch eine Entsprechung zum schwedischen "hen".