Große-Koalition will keine neue gesetzliche TSG Regelung
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Anne-Mette
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Große„Koalition will keine neue gesetzliche TSG Regelung

Post 1 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Moin,

ich erhielt gerade eine Mitteilung mit folgendem Inhalt:

1. Bei einem CDU MdB Gespräch wurde uns erklärt, dass weder ein Gesetzentwurf noch ein Gesetz, in dieser Legislaturperiode kommen wird.

Wir stellen uns weiterhin dagegen und fordern eine gesetzliche Neuregelung zum 1-1-17, zu Gunsten von Menschen (trans* / Transgender; Transsexualität; Intersexualität; Non Binary). Dass einzelne Personen, Gruppen"¦ etwas dagegen haben ist uns bewusst, und haben wir Hamburg erleben müssen. — Schade.

2. Wir werden auch auf der CSD Parade am 20.8.2016 in Lübeck wieder mit einer Fußgruppe antreten, und uns für eine Resolution aus Schleswig-Holstein gegen Berlin, einsetzen.

Über Eure Unterstützung und Teilnahme der Fußgruppe mit Plakaten, Fahnen"¦ würden wir uns freuen.

Gruß

Anne-Mette
ab08
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Re: Große„Koalition will keine neue gesetzliche TSG Regelung

Post 2 im Thema

Beitrag von ab08 »

Danke, liebe Anne-Mette,

Bravo! - Hoffentlich kommen viele!
-> Wir sollten uns nie entmutigen lassen und in unseren Bemühungen nicht nachlassen!

Im Allgäu sagt man "Land it Luck!"(Da ich dann in Kempten allein mit meiner 97-jährigen Mutter bin, geht es bei mir leider nicht.)

Liebe Grüße, viel Erfolg und alles Gute!
Andrea
Zuletzt geändert von ab08 am So 14. Aug 2016, 13:24, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Große„Koalition will keine neue gesetzliche TSG Regelung

Post 3 im Thema

Beitrag von Anke »

Hallo,

erst einmal vielen Dank an Anne-Mette für die Information! (888)

Auch wenn mich diese Nachricht nicht überrascht, frustrierend ist sie trotzdem. Und es zeigt sich, was ich hier schon mehrfach geschrieben habe, die IMAG ist nichts weiter als ein Feigenblatt der Koalition. Recht haben macht da überhaupt keinen Spaß.

Und der Vorstand des Bundesverbands ist ja auch mehr mit sich selbst beschäftigt, als irgendeine Wirkung nach außen zu zeigen. Vor allem deshalb habe ich meine Mitarbeit, die zugegebener Weise sehr gering war, weil es wegen der Funkstille des Vorstands wenig zu tun gab, beendet.

Ich bin mir nicht sicher, ob das hier die richtige Stelle für einen diesbezüglichen Frustpost ist. Aber ich trage das schon ziemlich lange mit mir herum und es muss einfach mal raus. Ich habe vieles mehrfach und deutlich angesprochen, immer im vertraulichen Gespräch in der Hoffnung, dass mein Gesprächspartner etwas damit anfängt. Leider hat es nichts gebracht, deshalb schreibe ich es jetzt einmal öffentlich.

Wenn sich das nicht ändert, dann werden wir noch Jahre, wenn nicht Jahrzehnte auf die Neufassung des TSG warten müssen. Denn solange wir so schlecht organisiert sind, solange entsteht überhaupt kein politischer Druck etwas zu tun. So schön und löblich die Initiative der Grünen auch ist, sie besitzen im Bundestag nun mal keine Mehrheit und eine Regierung unter Beteiligung der Grünen ist nicht mal ansatzweise in Sicht. Wir die Betroffenen und deren Organisationen, wir können entweder weiter wie bisher herumwursteln oder uns überlegen, wie tatsächlich etwas bewirkt werden kann. Dem jetzigen Vorstand des Bundesverbands traue ich das, von einzelnen Ausnahmen mal abgesehen in keiner Weise zu.

Das musste jetzt mal sein. Ich wäre sehr froh, es würde sich etwas ändern und dazu würde ich auch sehr gerne meinen Beitrag leisten.

Liebe Grüße

Anke
Sentio ergo sum. - Ich fühle, also bin ich.

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Re: Große„Koalition will keine neue gesetzliche TSG Regelung

Post 4 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Guten Morgen,

so löblich die Initiative der Grünen ist...

die kann doch zum Anlass genommen werden für eigene Aktivität, ob man den Grünen nun grün ist oder eher... (smili)

Ich frage mich, warum beim Bundesverband Trans* "Aktuelles" immer noch den Stand vom 28.6.2016 hat. Es waren in der letzten Zeit mehrere Gelegenheiten, bei denen ein "INITIATIVE ZEIGEN" vom Bundesverband nicht nur angebracht, sondern NOTWENDIG gewesen wäre.

Es stellt sich mir die Frage nach der Notwendigkeit so eines Bundesverbandes.

Gruß
Anne-Mette
Laura R
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Re: Große„Koalition will keine neue gesetzliche TSG Regelung

Post 5 im Thema

Beitrag von Laura R »

Moin,
Die Frage ist doch eher ob unsere sogenannten Volksvertreter überhaupt etwas tun wollen, bisher sind es doch nur lippenbekenntnisse die Ansich gar nichts bedeuten. Die Grünen waren ja schon einmal in einer Regierung und da ist in unserer Angelegenheit auch nichts passiert, also auch nur Blabla sind ja auch bald wahlen und jede Stimme zählt. Denke mal daher weht der Wind. Mal ganz nüchtern betrachtet, wir sind ja nicht auf die Gesamtzahl der Bevölkerung gerechnet bestimmt nicht so viele, aber für einige Berufsgruppen und Institutionen doch eine gute Einnahmequelle, dank dem alten TSG.
Zum Thema Bundesverband: Was wir brauchen sind keine Selbstdarsteller und Selbstbeweihräucherer sondern welche die sich in unserer und für unsere Sache einsetzten, glaube eine Lobby wäre nicht verkehrt und solange wir eine Bundeskanzlerin haben die sich in aller Öffentlichkeit gegen eine gleichgeschlechtliche Ehe ausspricht brauchen wir doch nicht über irgendwelche Erfolge nachdenken. Grade von diesen Personen erwarte ich diesen Punkten eine absolute Neutralität!
Gruß Laura
Ich bin wie ich bin und weiß wer ich bin. Das gut so!
ab08
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Re: Große„Koalition will keine neue gesetzliche TSG Regelung

Post 6 im Thema

Beitrag von ab08 »

Danke Anke,

übrigens behalte/behielt ich mir für den Ernstfall vor, "vertrauliche" Gespräche öffentlich zu machen.
Bisweilen ist das die Ultima Ratio... :wink: Eventuell ist es sogar sinnvoll, Namen zu nennen. (Natürlich muss man bereit sein, die Konsequenzen zu tragen.)

Ganz liebe Grüße
Andrea
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Re: Große„Koalition will keine neue gesetzliche TSG Regelung

Post 7 im Thema

Beitrag von Svetlana L »

Die Hoffnung stirbt zuletzt - auch wenn das Fünkchen immer kleiner zu werden scheint.

Zum Stichwort Hoffnung eine kleine Geschichte als Aufmunterung, die mir immer wieder - so oft ich sie auch lese - sehr nahe geht.

Die Geschichte von der traurigen Traurigkeit

Es war eine kleine Frau, die den staubigen Feldweg entlang kam. Sie war wohl schon recht alt, doch ihr Gang war leicht, und ihr Lächeln hatte den frischen Glanz eines unbekümmerten Mädchens.
Bei der zusammengekauerten Gestalt blieb sie stehen und sah hinunter. Sie konnte nicht viel erkennen. Das Wesen, das da im Staub des Weges saß, schien fast körperlos. Es erinnerte an eine graue Flanelldecke mit menschlichen Konturen.
Die kleine Frau bückte sich ein wenig und fragte: "Wer bist du?"
Zwei fast leblose Augen blickten müde auf. "Ich? Ich bin die Traurigkeit", flüsterte die Stimme stockend und so leise, dass sie kaum zu hören war.
"Ach, die Traurigkeit!" rief die kleine Frau erfreut aus, als würde sie eine alte Bekannte begrüßen.
"Du kennst mich?" fragte die Traurigkeit misstrauisch.
"Natürlich kenne ich dich! Immer wieder einmal hast du mich ein Stück des Weges begleitet."
"Ja, aber..." argwöhnte die Traurigkeit, "warum flüchtest du dann nicht vor mir? Hast du denn keine Angst?"
"Warum sollte ich vor dir davonlaufen, meine Liebe? Du weißt doch selbst nur zu gut, dass du jeden Flüchtigen einholst. Aber, was ich dich fragen will: Warum siehst du so mutlos aus?"
"Ich... ich bin traurig", antwortete die graue Gestalt mit brüchiger Stimme.
Die kleine alte Frau setzte sich zu ihr. "Traurig bist du also", sagte sie und nickte verständnisvoll mit dem Kopf. "Erzähl mir doch, was dich so bedrückt." Die Traurigkeit seufzte tief. Sollte ihr diesmal wirklich jemand zuhören wollen? Wie oft hatte sie sich das schon gewünscht.
"Ach, weißt du", begann sie zögernd und äußerst verwundert, "es ist so, dass mich einfach niemand mag. Es ist nun mal meine Bestimmung, unter die Menschen zu gehen und für eine gewisse Zeit bei ihnen zu verweilen. Aber wenn ich zu ihnen komme, schrecken sie zurück. Sie fürchten sich vor mir und meiden mich wie die Pest." Die Traurigkeit schluckte schwer. "Sie haben Sätze erfunden, mit denen sie mich bannen wollen. Sie sagen: Papperlapapp, das Leben ist heiter. Und ihr falsches Lachen führt zu Magenkrämpfen und Atemnot. Sie sagen: Gelobt sei, was hart macht. Und dann bekommen sie Herzschmerzen. Sie sagen: Man muss sich nur zusammenreißen. Und sie spüren das Reißen in den Schultern und im Rücken. Und sie sagen: Nur Schwächlinge weinen. Und die aufgestauten Tränen sprengen fast ihre Köpfe. Oder aber sie betäuben sich mit Alkohol und Drogen, damit sie mich nicht fühlen müssen."
"Oh ja", bestätigte die alte Frau, "solche Menschen sind mir schon oft begegnet."
Die Traurigkeit sank noch ein wenig mehr in sich zusammen. "Und dabei will ich den Menschen doch nur helfen. Wenn ich ganz nah bei ihnen bin, können sie sich selbst begegnen. Ich helfe ihnen, ein Nest zu bauen, um ihre Wunden zu pflegen. Wer traurig ist, hat eine besonders dünne Haut. Manches Leid bricht wieder auf wie eine schlecht verheilte Wunde, und das tut sehr weh. Aber nur, wer die Trauer zulässt und all die ungeweinten Tränen weint, kann seine Wunden wirklich heilen. Doch die Menschen wollen gar nicht, dass ich ihnen dabei helfe. Stattdessen schminken sie sich ein grelles Lachen über ihre Narben. Oder sie legen sich einen dicken Panzer aus Bitterkeit zu." Die Traurigkeit schwieg. Ihr Weinen war erst schwach, dann stärker und schließlich ganz verzweifelt.
Die kleine, alte Frau nahm die zusammengesunkene Gestalt tröstend in ihre Arme. Wie weich und sanft sie sich anfühlt, dachte sie und streichelte zärtlich das zitternde Bündel. "Weine nur, Traurigkeit", flüsterte sie liebevoll. "Ruh dich aus, damit du wieder Kraft sammeln kannst. Du sollst von nun an nicht mehr alleine wandern. Ich werde dich begleiten, damit die Mutlosigkeit nicht noch mehr an Macht gewinnt."
Die Traurigkeit hörte auf zu weinen. Sie richtete sich auf und betrachtete erstaunt ihre nette Gefährtin: "Aber... aber — wer bist eigentlich du?"
"Ich", sagte die kleine, alte Frau schmunzelnd, und dann lächelte sie wieder so unbekümmert wie ein Mädchen: "Ich bin die Hoffnung."

In diesem Sinne - alles wird (hoffentlich) gut
Hawadehre
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Johanna Dornal
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Re: Große„Koalition will keine neue gesetzliche TSG Regelung

Post 8 im Thema

Beitrag von Johanna Dornal »

Ich finde, daß das eigentlich nur spiegelt, was Politik im Wesentlichen "auszeichnet". Viel Blabla, Aktionismus, und wenn es drauf ankommt, nichts mehr.
Trägt nicht unbedingt dazu bei, Vertrauen in die Politik zu haben, egal welche Lebensbereiche es angeht.
Svetlana L
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Re: Große„Koalition will keine neue gesetzliche TSG Regelung

Post 9 im Thema

Beitrag von Svetlana L »

Ich noch mal :P

Just heute gibt es auf der Seite vom BVT* wieder mal Bewegung und zwar in Form einer Stellungnahme zur Initiative der Grünen - nachzulesen -> hier <-. Es gibt ihn also doch noch. Auf die Freischaltung meiner Anmeldung in deren Forum warte ich übrigens immer noch :(
Hawadehre
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Marielle
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Re: Große„Koalition will keine neue gesetzliche TSG Regelung

Post 10 im Thema

Beitrag von Marielle »

Guten Abend zusammen,

hmmm....... schwierig.

Es ist nicht falsch zu sagen, dass die Regierung nichts tut, dass Bundestag und Bundesrat eher wenig Interesse an der Sache zeigen und dass deswegen alles zu lange dauert oder sich gar nichts bewegt; nicht nur im Hinblick auf das TSG. Aber das ist nicht die ganze Wahrheit, denke ich.

Ein anderer Teil der Wahrheit ist, dass nur (sehr) wenige Menschen bereit und in der Lage sind, sich richtig reinzuhängen, um die ganze Sache konstruktiv voranzutreiben. Eine ganze Reihe von Menschen ist noch dabei, wenn es um Tagungen, Podiumsdiskussionen und ähnliches geht. Damit wird genügend Motivation erzeugt, sich für ein paar Stunden oder ein Wochenende zu engagieren. Vielleicht ist manchmal aber auch eher der Wunsch und das Bedürfnis nach Gemeinschaft und einem tragfähigen sozialen Kontext die Motivation, solche Veranstaltungen zu besuchen.

Aber wie es auch immer sein mag: Mit Ideen, Vorschlägen, Erklärungen, Kritik, Forderungen, Ansprüchen und auch Schmähungen gegen 'die da oben' und gegen 'die anderen' ist bei solchen Veranstaltungen, wie hier im Netz auch, immer schnell gedient. Daran mangelt es bestimmt nicht. Wenn es nachher aber darum geht, aus all dem einen konkreten Plan zu machen und ihn umzusetzen, dann kommen von mancher Seite noch die üblichen Debattenbeiträge und Forderungskataloge, die mehr lähmen als voranbringen, und die meisten Menschen tauchen still und leise wieder in ihr Alltagsleben ein, zeichnen hier eine Petition und sagen dort, was ihnen nicht passt.

Ich möchte eines ganz deutlich gehört wissen: Ich verurteile niemanden, der seine Kraft für sich selbst braucht und keine Reserven für Community, Politik und Gesellschaft hat! Manchmal wünschte ich mir aber, dass diese Menschen das selbst erkennen und dazu stehen könnten, anstatt sich mit Aufgaben betrauen zu lassen, denen sie nicht gerecht werden können, und dabei Positionen oder Begriffe bzw. Bezeichnungen besetzen, die derweil durch andere nicht nutzbringend gefüllt werden können

Es hat nämlich keinen Sinn und keine Bedeutung für unsere Position in der Gesellschaft, wenn sich Engagement auf das Unterschreiben von Petitionen und Wunschzetteln oder das Verfassen ungehört verklingender Stellungnahmen beschränkt, wenn es nur darum geht, eine 'Stellenbeschreibung' zu haben, statt sie zu füllen, oder es im Hereinreichen grober Skizzen von wackeligen Wolkenkuckucksheimen besteht. Aus diesen Skizzen müssen Baupläne gemacht werden und dann muss Dreck geschaufelt, müssen Steine geschleppt und zu einem stabilen Gebäude zusammengesetzt werden.

Solches gesellschaftliches Engagement ist eine scheiss Arbeit. Es gibt dafür wenig Dank, aber viel Ärger, Mühe, Schweiss und Tränen. Wenn wir wirklich etwas bewegen wollen, also Gesetze ändern lassen wollen und gesellschaftliche Prozesse befördern wollen, dann brauchen wir dazu sehr viel Engagement, reichlich Zeit, etwas Geld, seeehr viel Uneigennützigkeit, auch etwas Mut, einen Plan und, vor allem anderen, Menschen, die all das bereitstellen und in die Hand nehmen.


Die Frage ist daher nicht so sehr, 'Warum machen die nix?', sondern: 'Wer macht, dass sie es machen?'

Wer steckt jede Woche mehrere (viele) Stunden und jedes Jahr viele Wochenenden seiner Zeit da rein? Wer nimmt es in Kauf, für die eigene Arbeit eher 'Kontra' als 'Danke' zu bekommen? Wer ist bereit und in der Lage, sich mit gegensätzlich verfassten Parteien, desinteressierten Abgeordneten, konträr positionierten Verbänden und grade auch mit der eigenen Community in einen schwierigen Dialog zu stellen, der oft hart und schmerzlich ist? Wer ist bereit, Teile seiner eigenen Interessen ggfs. einem gemeinsamen Konsens-Ziel unterzuordnen und sich dafür auf Menschen mit anderen Positionen einzulassen? Wer erwartet nicht mehr als das Gefühl etwas Richtiges zu tun, als Lohn dafür?

Haben wir genug Menschen, die hinter jede dieser Einzelfragen 'Ich!' schreiben und für ein paar Jahre dazu stehen?

Hmmm.......

Marielle


PS: Ich bin Anke dankbar, dass sie den BV angesprochen hat, weil ich selbst mich schon seit einiger Zeit frage, wie man dieses Thema auf den Tisch bringt, ohne irgendjemand ungerechtfertigt ans Bein zu pieseln. Ich kann nicht sagen, wo genau es klemmt und warum so wenig (sichtbares) passiert. Ich wünsche mir aber, dass dieser Beitrag als weiteres! Angebot verstanden wird, unsere Belange unter dem größtmöglichen, allerdings z.Z. nicht sichtbar gefüllten Begriff (Bundes..... ) gemeinsam voranzutreiben.
As we go marching, marching, we bring the greater days
For the rising of the women, means the rising of the race
No more the drudge and idler ten that toil where one reposes
But the sharing of life's glories, Bread and Roses, Bread and Roses.
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Re: Große„Koalition will keine neue gesetzliche TSG Regelung

Post 11 im Thema

Beitrag von Cassy »

Ich verstehe gar nicht wirklich was genau neu geregelt werden soll. Könnt ihr mir da kurz sagen worum genau es geht?
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Re: Große„Koalition will keine neue gesetzliche TSG Regelung

Post 12 im Thema

Beitrag von conny »

@Marielle,

Du hast mal wieder das Problem klar auf den Punkt gebracht. Politiker, Abgeordnete werden tagtäglich mit zig Wünschen und Forderungen aller möglichen Themen konfrontiert und sie warten nicht darauf, noch mehr zu bekommen.
Wer etwas bei ihnen erreichen will, muss sich in geeigneter Weise Gehör verschaffen. Gibt es diese geeignete Weise in den Trans.. Forderungen? Ich habe noch die Aussage des Grünen-Politikers bei unserem Forumstreffen im Ohr, sinngemäß: Was wollt ihr eigentlich? Könnt ihr mal gemeinsame Forderungen formulieren?
In allen Parteien gibt es m.E. (schwule?) Politiker und Abgeordnete, die für Transthemen empfänglich sind. Wer kontaktiert, bearbeitet, nervt diese in Lobbyistenmanier, um weiterzukommen?

Ich bin in diesen Themen nicht so involviert, weil sie mich auch nicht direkt tangieren. Ich stelle aber anhand der Diskussionen oft "von außen" fest, dass eine mögliche und notwendige Lobby sich, gelinde gesagt, schwer tut zu formieren.
Zum Vergleich: wie hartnäckig und wie lange kämpften/kämpfen Homosexuelle für eine Verbesserung ihrer Lebensumstände?
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Re: Große„Koalition will keine neue gesetzliche TSG Regelung

Post 13 im Thema

Beitrag von ExUserIn-2026-04-08 »

Moin,

ich sehe das ein bischen anders. Der Politikbetrieb läuft nun einmal ein wenig anders. Die Grünen sind nicht ganz unschuldig, dass es jetzt zu einer Ablehnung kommt. Sie versuchen, jetzt von der grundsätzlichen Stimmung zu profitieren, in dem sie einen Vorschlag machen, der sich durch die IMAG abzeichnet. Damit müssen sie Widerstand provozieren. Dies gilt vor allem, wenn die LInke sich in die gleiche Richtung bewegt. Die CDU wird schon aus Prinzip nicht für etwas sein, wofür die Linke steht. Selbst bei den Grünen ist das schon mühsam.

Also was erwartet Ihr ? Politik ist ein Sch...geschäft. Nicht nur sinnvolle Lösungen stehen im Fokus, sondern auch jede Menge Befindlichkeiten. Die Veröffentlichung des IMAG-Berichtes ist wahrscheinlich bewusst im Frühjahr gelegt worden, damit man in dieser Leg.-Periode keine Entscheidung treffen muss. Die Änderung des TSG ist eher etwas, was im Stillen passiert und sicher nicht vor einer Wahl. Ich bin aber überzeugt, dass sie kommen wird. Es ist nicht entscheidend, was das Geplänkel von einzelnen Abgeordneten oder Parteien öffentlich von sich gegeben wird. Die Veränderungen kommen aus den Ministerien. Die Minister sind nur letzte Instanz, leider eine Wichtige. Es gibt aber auch andere Wege direkt über den Bundestag z.B. Wenn die Erfolg haben sollen, müssten sich Grüne und vor allem Linke zurück halten. Das ist leider nicht zu erwarten.

In der Politik geht es nicht nur um sinvolle Lösungen. Das könnt Ihr Euch abschminken. Der Politikalltag sieht ganz anders aus, als es sich die meisten vorstellen. Was der Bundesverband wirklich braucht, ist jemand mindestens auf Referatsleiterebene, der für die Anliegen unserer Community ein offenes Ohr hat und bereit ist, dafür etwas zu tun. Auf dieser Schiene wird etwas bewegt und sicher nicht über politische Spitzen. Die müssen am Ende zustimmen können, wenn sie für sich Vorteile versprechen. Aber sie werden niemals unsere Interessen selber verfolgen. Das TSG ist keine "Chefsache".
Viele Grüße
Vicky

Respekt ist nicht teilbar.
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Re: Große„Koalition will keine neue gesetzliche TSG Regelung

Post 14 im Thema

Beitrag von Svetlana L »

Beim BMFSFJ, das ja die IMAG federführend leitet, ist auch die Antidiskriminierungsstelle des Bundes angesiedelt. Ich denke schon, dass Frau Lüders ein sehr offenes Ohr für unsere Belange hat. In der IMAG sitzen aber noch andere Ministerien, von denen ich das BMI für den größten Bremser halte. Wenn die Regierungsparteien nicht aus dem Knick kommen, dann haben die Oppositionsparteien in meinen Augen nicht nur das Recht sondern auch die Pflicht tätig zu werden. Wie dabei die jeweiligen Mehrheitsverhältnisse aussehen, ist ja noch eine ganz andere Frage. Und wie ich die Chancen auf eine TSG-Reform in der nächsten Legislaturperiode einschätze habe ich schon an anderer Stelle geschrieben.
Hawadehre
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Re: Große„Koalition will keine neue gesetzliche TSG Regelung

Post 15 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

@Cassy

guten Morgen,

z.B. hier gibt es weitere Informationen zum Thema: viewtopic.php?f=52&t=12708

Gruß
Anne-Mette
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