Reha und die Frage, was bin ich und wieso kann ich nicht so sein....
Reha und die Frage, was bin ich und wieso kann ich nicht so sein....

Lebensplanung, Standorte
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Tatjana 15

Reha und die Frage, was bin ich und wieso kann ich nicht so sein....

Post 1 im Thema

Beitrag von Tatjana 15 »

...und mehr
Mein Psychiater hat mir empfohlen eine Reha zu beantragen. Jetzt hab ich mir gefragt ob es eine Reha- Klinik gibt in der es Therapeuten gibt die sich speziell mit der thematik Transgender oder auch unklare geschlechts zugehörigkeit beschäftigen.
Und ob vielleicht hier jemand erfahrung damit hat.

ich würde mich über Antworten freuen
Liebe grüße
Tatjana
ChristinaF
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Re: Reha und die Frage, was bin ich und wieso kann ich nicht so sein....

Post 2 im Thema

Beitrag von ChristinaF »

Persönlich ist mir eine solche Klinik nicht bekannt. Was sollte auch therapiert werden? Denn eine Lösung von TS/TG wegzukommen gibts nicht.
LG
Christina
YvonneTV
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Re: Reha und die Frage, was bin ich und wieso kann ich nicht so sein....

Post 3 im Thema

Beitrag von YvonneTV »

Hallo Tatjana,

Vorweg, nein ich kenne da leider auch keine Klinik die da "spezialisiert" ist.

Möchte keine Wortklauberei betreiben, doch 'Reha' bedeutet für mich einfach gesagt "Vorbereitung für das Zurückkehren in den Alltag nach einer physischen oder psychischen Krankheit".
Kann eine Reha die Frage "Was bin ich und wieso kann ich nicht so sein" beantworten ... da hab ich Zweifel. Und diese Frage hat für mich nix mit Krankheit zu tun.

Ich kenne Dich und Dein Umfeld nicht, doch gestatte mir die Frage ob Du Dich bei Deiner/-em Psycho gut aufgehoben fühlst ? Das hört sich für mich ehrlich gesagt nach bisl Ratlosigkeit bei ihm/ihr an .....

Wenn Du Hilfe benötigst beim Rausfinden was DU genau möchtest, was Dir gut tut, wohin Dein Weg gehen soll - dann ist es sicher gut dabei Hilfe in Anspruch zu nehmen. Nur vermute ich genau das nicht bei einer Reha.

Nur meine Gedanken (moin)
Ganz liebe Grüsse - Yvi
Andrea aus Sachsen
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Re: Reha und die Frage, was bin ich und wieso kann ich nicht so sein....

Post 4 im Thema

Beitrag von Andrea aus Sachsen »

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Hallo Tatjana,
ich würde eine Reha oder Kur unter folgenden Umständen für sinnvoll erachten: Die betreffende Person ist unschlüssig, ob sie TS ist und hat in ihrem Umfeld keine Möglichkeit, als Test mal über eine längere Zeit in die angestrebte Geschlechterrolle zu schlüpfen. Während einer Reha oder Kur im "Wunschgeschlecht" zu leben, ist zwar kein richtiger Alltagstest, aber das mal mehrere Wochen durchzuziehen, bringt schon wichtige Erkenntnisse in der Frage, was man ist und wohin man möchte.
Die Maßnahme wird dann sicher nicht wegen Verdacht auf TS verschrieben, sondern aus anderen, für die betreffende Person ebenfalls wichtigen Gründen. Die Klinik muss deshalb auch nicht auf die Behandlung von Transsexuellen spezialisiert sein, sondern das nur akzeptieren und unterstützen.
Konkrete Einrichtungen kann ich dir leider auch nicht empfehlen. Ich weiß auch nicht, inwiefern die oben genannte Situation auf dich zutrifft und ob dein Psychiater sich das genauso vorgestellt hat.
Mir selbst wurde, als ich noch "auf der Suche" war, von einem Psychologen mal diese Möglichkeit nahegelegt. Es kam allerdings anders: Ich brauchte keine Reha oder Kur, sondern die Arbeitslosigkeit bot mir die Gelegenheit zum "Alltagstest". Nach wenigen Wochen war mir klar, wie es weitergehen muss.
Viele Grüße
Andrea aus Sachsen
Tatjana 15

Re: Reha und die Frage, was bin ich und wieso kann ich nicht so sein....

Post 5 im Thema

Beitrag von Tatjana 15 »

Es geht nicht um eine Lösung davon weg zukommen sondern in erster Linie einen Weg zu finde der es mir in meiner Situation ermöglicht ein möglichst glükliches, zufriedenes und selbstbestimmtes leben zu führen.
Ich bin so wie ich bin und das was ich bin, aber eines steht fest depressiv lebt es sich in jeder Erscheinungsform schlecht da sich das auch negativ auf meine berufliche leistung auswirkt, denke ich ist durchaus sinnvoll. Die wird dann wohl wegen einer Belastungsbedingten depression verschrieben. Da ich aber glaube, dass ich nur wenn ich in diesem Rahmen die ganze Person, meine ganze Person betrachte, sollte die entsprechende Klinik nicht das tun was ich viel zu lange getan habe. Nämlich diesen teil von zu unterdrücken oder wegzutherapieren(ich denke auch das wird nicht klappen). Ich erwarte vielmehr das die Therapeuten und das Klinikumfeld offen damit umgeht, und ich ein bisschen weiterkomme.
Und ich vielleicht auch wie Andrea geschrieben einfach mal eine Zeit in der Erscheinung zu leben die besser zu meinen empfindungen und gefühlen passt.

Liebe Grüße
Tatjana
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