Ein Wochenende in Berlin
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susi61
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Ein Wochenende in Berlin
Hallo, meine Lieben,
ich möchte Euch hier von einem Wochenende in Berlin berichten.
Da ich mich hier noch nicht richtig vorgestellt habe, fange ich einmal mit einer Kurzvorstellung an. Mehr dazu reiche ich nach.
Mich drängt es seit frühester Kindheit dazu, Frauenkleidung zu tragen. Mittlerweile bin ich 55 Jahre alt und seit 34 Jahren verheiratet. Meine Frau wusste schon immer ein wenig von meinen Vorlieben, hatte es aber immer total abgelehnt. Vor ca. einem Jahr haben wir beide dann Susi kennengelernt. Susi wird von meiner Frau akzeptiert. Meine Liebste ist seitdem meine beste Beraterin bezüglich Bekleidung, Schminken, weiblicher Gang usw.
Leider gab es Susi bislang mit Ausnahme eines McCartney-Konzertbesuchs nur als Stubentranse. Die nähere Umgebung und die Söhne wissen (noch) nichts von Susi.
Im Frühjahr kam meine Liebste dann auf die Idee zu einem Susi-Wochenende in Berlin. Schnell war ein Termin gefunden, es sollte das vorletzte Juliwochenende werden. Die Google-Suche nach einem TG-freundlichen Hotel brachte mich dann auf die Seite von VisitBerlin, wo Hotels der "pink pillow Berlin Collection" aufgelistet werden, denen "besonders eines am Herzen liegt: dass jeder Gast so sein darf, wie er ist." Wir haben so ein schönes Hotel in der Nähe des Zoologischen Gartens gefunden.
Weiterhin wurde gleich nach einer kulturellen Veranstaltung gesucht. Schnell fand sich eine Ballett-Vorstellung in der Komischen Oper - mehr dazu später. Meine Frau hat dann noch den Vorschlag gemacht, dass ich mit ein wenig Gewichtsabnahme im Kleid in die Oper gehen kann. Das motiviert. Ab da begann dann die Vervollständigung des Outfits, Jäckchen, Handtasche, weitere Oberteile usw.
Ich habe von dem Wochenende verschiedenes erwartet: als Susi draußen, mit Wind um Rock und Strumpfhose (wegen des tollen Wetters war es doch eher windstill) und natürlich den Test für mich, ob ich das überhaupt kann. Zuletzt wollte ich auch meiner Liebsten zeigen, dass der Kopf dranbleibt. Wie sich später herausstellte, war der Termin etwas unglücklich dafür gewählt.
Nun war es endlich soweit. Die Anreise musste wegen der Nachbarn noch als Mann erfolgen, allerdings waren die Fingernägel bereits lackiert. Das war bei der Anmeldung im Hotel sichtbar, führte aber zu überhaupt keiner Reaktion. Nach dem Bezug des Zimmers im 9. Stock ging es für Susi sofort ans Ankleiden und in die Maske, danach ein wenig unsicher in den Fahrstuhl und an der Rezeption vorbei zum Ausgang. Hier gab es von den Mitarbeitern nur ein nettes Lächeln und einen "Schönen Tag"-Wunsch.
Unser erstes Ziel war eine Tasse Kaffee im Bereich der Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche. Wir fanden schnell eine Pizzeria in einer Nebenstraße und beschlossen nach einem Cappuccino auch gleich zu Essen. Ein Kellner kam zu uns und wir baten "zunächst um 2 Cappuccino" und um die Speisekarte. Nach einer scheinbaren Ewigkeit kam ein anderer Kellner und fragte, ob wir etwas zu Essen bestellen möchten. Wir erinnerten an die schon bestellten Cappuccinos. Eine weitere Ewigkeit weiter kam der erste Kellner wieder und entschuldigte sich, er wäre leider etwas durcheinander. Wir erinnerten wieder an die Cappuccinos, die wir dann etwas später bekamen. Dann gaben wir auch unsere Speisebestellung auf und bestellten zusätzlich eine Flasche Wasser. Dann geschah gar nichts mehr. Wir haben kurzerhand unser eigenes Wasser getrunken, das fehlende Essen angemahnt und als Kunden, die erheblich nach uns kamen bedient wurden, die Cappuccino bezahlt und sind dann gegangen. Offensichtlich haben die Probleme mit Transgendern. Das war dann auch die einzige Negativerfahrung am Wochenende.
Der nächste Weg führte uns zu Schuh Kauffmann im Europa-Center. Oh, welche Überraschung. Es gab da so viele Damenschuhe in Größe 43 wie ich es sonst nur von Herrenschuhen in meiner Größe kenne. Ein Wahnsinn. Die Bedienung war überaus freundlich und holte aus allen Winkeln noch weitere Schuhe hervor. Die Wahl fiel dann auf ein Paar rote Ballerinas und ein Paar Keilsandaletten. Das hat die Erfahrung der Pizzeria wieder voll wettgemacht. Während der Schuhprobe betrat ein junger sportlicher Mann das Geschäft und probierte Pumps an. Wir kamen mit ihm in Gespräch und berichteten von unserem Pizzeria Erlebnis. Er sagte nur, der Laden sei dafür bekannt. Im Gespräch haben wir dann erfahren, dass am Samstag die CSD-Demonstration in Berlin stattfindet. Zum Abschied hat er uns noch den Tipp gegeben, dass am Freitagabend im Zoo die "Gay-Night-At-The-Zoo" mit Swing Musik stattfindet.
Nun wollten wir doch noch etwas essen und der Weg führte uns ganz unspektakulär in Vapiano. Danach ging auf den neuen Sandaletten es zurück ins Hotel, ein wenig Ausruhen, Umziehen und Nachschminken. Für den Abend haben wir uns die Veranstaltung im Zoo ausgewählt. Der Eintrittspreis war mit 25 € / Person nicht gering aber es hat sich einfach gelohnt. Tolle Musik und eine ganz Klasse Atmosphäre. Und das an einem milden Sommerabend im Freien - die Großstadt konnten wir nur in der Ferne erahnen.
Der Samstag begann, wie sollte es auch anders sein, mit ausgiebiger Maske und Dressen. Für das Frühstück haben wir uns ein kleines Straßenkaffee gesucht. Die Bedienung war sehr freundlich. Einzig ein männlicher Gast mit Sonnenbrille hat Susi ausgiebig betrachtet. Ich konnte das an der Kopfhaltung erkennen, aber was soll"™s.
Nach dem Frühstück ging es dann zum Kudamm. Geplant war ein Shopping-Vormittag - das erste Mal enfemme. Zuerst ging es in einige kleine Shops. Es ist schon toll, sich einfach in den Geschäften die Kleidung vor dem Spiegel anzuhalten und hier und da mal etwas zu probieren. Auf dem Kudamm zogen die ersten Wagen des CSD-Zuges vorbei. Wieder eine tolle Stimmung, nur leider viel zu laut. Danach ging es weiter zu Karstadt. Hier konnte ich ausgiebig Kleider anhalten, probieren und außerhalb der Kabine vorführen. Ein Traum. Meine Liebste hat mich mit Nachschub versorgt.
Auf dem Weg zum KaDeWe haben wir bei LIDL noch schnell Wasser gekauft. An der Kasse stand eine Schwester hinter mir, wir sie mir dann später hier im Chat schrieb. Leider hat sie uns nicht angesprochen - wir waren zu schnell weg. Ihm KaDeWe gab es Kaffee und Kuchen im Wintergarten in der siebten Etage. Zu einer Shoppingrunde ist es dann aber doch nicht mehr gekommen - die Aufnahmefähigkeit war am Ende.
Danach ging es zurück zum Hotel, dabei haben wir noch einmal den CSD-Zug gekreuzt und einen kleinen Abstecher in ein "normales" Schuhgeschäft gemacht. Meine Liebste sucht auch noch nach Schuhen.
Im Hotel haben wir uns eine Stunde Pause gegönnt. Danach fingen die Vorbereitungen für den Abend in der komischen Oper mit Duschen, Rasieren, Anziehen und Schminken an. Für den Abend trug ich ein kurzes schwarzes Kleid, ein kurzes Jäckchen und die roten Ballerinas. Nach einem kurzen Fußweg zur Bushaltestelle sollte es dann mit dem Bus zur komischen Oper gehen. Alleine der Fußweg im Kleid war das nächste tolle Erlebnis - diese Leichtigkeit - wieder ein Traum. Wegen des CSD kamen leider keine Busse, sodass wir kurzerhand in ein Taxi eingestiegen sind. Kurz vor Veranstaltungsbeginn gab es noch einen kleinen Snack vor einem Feinschmeckergeschäft und dann ging es in die komische Oper.
Wir hatten Karten für "Les Balletts Trockadero de Monte Carlo". Es wurden Ausschnitte aus Schwanensee und weitere klassische Tänze geboten. Allerdings besteht die Balletttruppe ausschließlich aus Männern. Der Abend war einfach köstlich. Die "Tänzerinnen" haben (beneidenswert gekleidet) perfekt getanzt, einfach Klasse. Die Darbietungen waren mit netten humoristischen Einlagen (bewusste Fehler usw.) versehen, es gab also auch etwas zu lachen. In den beiden Pausen haben wir uns frei bewegt, auch hier gab es keine merklichen Reaktionen. Den Abend haben wir dann nach der Rückfahrt mit dem Doppeldeckerbus mit einer Flasche Wein aus der Hotelbar vor dem Hotel ausklingen lassen.
Am Sonntagmorgen gab es dann für die beiden Mädels ein letztes Frühstück im Hotel. Auch hier muss ich die zuvorkommende Behandlung durch die Mitarbeiterinnen erwähnen. Es gab aber auch einige Blicke von den Gästen. Danach ging es dann leider an das vollständige Abschminken und die Entfernung des Nagellacks. Wir haben dann als "normales" Paar ausgecheckt und die Rückreise angetreten.
Fazit:
- Ich bin meiner Frau unheimlich dankbar für dieses gemeinsame Mädelswochenende.
- Das Wochenende sollte auch ein Test zur Alltagstauglichkeit werden. Durch den CSD war das nur bedingt möglich. Ich hätte auch ohne Probleme in Unterwäsche auf die Straße gehen können. Einzig der erste Tag, die Ballettveranstaltung und das letzte Frühstück waren vielleicht realistisch.
- Auch, wenn ich nicht immer überall richtig als Frau durchgegangen bin, hat man mich als Transgender akzeptiert - wenigstens in Ruhe gelassen. Auch damit bin ich zufrieden.
- Ich durfte das erste Mal über längere Zeit und öffentlich Susi sein. Das war vor einem Jahr zwar schon immer ein Traum aber nie vorstellbar. Ich hatte am Tag nach der Rückkehr Geburtstag und meine Frau gratulierte mir mit den Worten "denn Du strahlst ja selber, wie der Sonnenschein" aus dem bekannten Geburtstagslied von Rolf Zukowski. Und ich strahle jetzt noch.
Liebe Grüße
Susi
ich möchte Euch hier von einem Wochenende in Berlin berichten.
Da ich mich hier noch nicht richtig vorgestellt habe, fange ich einmal mit einer Kurzvorstellung an. Mehr dazu reiche ich nach.
Mich drängt es seit frühester Kindheit dazu, Frauenkleidung zu tragen. Mittlerweile bin ich 55 Jahre alt und seit 34 Jahren verheiratet. Meine Frau wusste schon immer ein wenig von meinen Vorlieben, hatte es aber immer total abgelehnt. Vor ca. einem Jahr haben wir beide dann Susi kennengelernt. Susi wird von meiner Frau akzeptiert. Meine Liebste ist seitdem meine beste Beraterin bezüglich Bekleidung, Schminken, weiblicher Gang usw.
Leider gab es Susi bislang mit Ausnahme eines McCartney-Konzertbesuchs nur als Stubentranse. Die nähere Umgebung und die Söhne wissen (noch) nichts von Susi.
Im Frühjahr kam meine Liebste dann auf die Idee zu einem Susi-Wochenende in Berlin. Schnell war ein Termin gefunden, es sollte das vorletzte Juliwochenende werden. Die Google-Suche nach einem TG-freundlichen Hotel brachte mich dann auf die Seite von VisitBerlin, wo Hotels der "pink pillow Berlin Collection" aufgelistet werden, denen "besonders eines am Herzen liegt: dass jeder Gast so sein darf, wie er ist." Wir haben so ein schönes Hotel in der Nähe des Zoologischen Gartens gefunden.
Weiterhin wurde gleich nach einer kulturellen Veranstaltung gesucht. Schnell fand sich eine Ballett-Vorstellung in der Komischen Oper - mehr dazu später. Meine Frau hat dann noch den Vorschlag gemacht, dass ich mit ein wenig Gewichtsabnahme im Kleid in die Oper gehen kann. Das motiviert. Ab da begann dann die Vervollständigung des Outfits, Jäckchen, Handtasche, weitere Oberteile usw.
Ich habe von dem Wochenende verschiedenes erwartet: als Susi draußen, mit Wind um Rock und Strumpfhose (wegen des tollen Wetters war es doch eher windstill) und natürlich den Test für mich, ob ich das überhaupt kann. Zuletzt wollte ich auch meiner Liebsten zeigen, dass der Kopf dranbleibt. Wie sich später herausstellte, war der Termin etwas unglücklich dafür gewählt.
Nun war es endlich soweit. Die Anreise musste wegen der Nachbarn noch als Mann erfolgen, allerdings waren die Fingernägel bereits lackiert. Das war bei der Anmeldung im Hotel sichtbar, führte aber zu überhaupt keiner Reaktion. Nach dem Bezug des Zimmers im 9. Stock ging es für Susi sofort ans Ankleiden und in die Maske, danach ein wenig unsicher in den Fahrstuhl und an der Rezeption vorbei zum Ausgang. Hier gab es von den Mitarbeitern nur ein nettes Lächeln und einen "Schönen Tag"-Wunsch.
Unser erstes Ziel war eine Tasse Kaffee im Bereich der Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche. Wir fanden schnell eine Pizzeria in einer Nebenstraße und beschlossen nach einem Cappuccino auch gleich zu Essen. Ein Kellner kam zu uns und wir baten "zunächst um 2 Cappuccino" und um die Speisekarte. Nach einer scheinbaren Ewigkeit kam ein anderer Kellner und fragte, ob wir etwas zu Essen bestellen möchten. Wir erinnerten an die schon bestellten Cappuccinos. Eine weitere Ewigkeit weiter kam der erste Kellner wieder und entschuldigte sich, er wäre leider etwas durcheinander. Wir erinnerten wieder an die Cappuccinos, die wir dann etwas später bekamen. Dann gaben wir auch unsere Speisebestellung auf und bestellten zusätzlich eine Flasche Wasser. Dann geschah gar nichts mehr. Wir haben kurzerhand unser eigenes Wasser getrunken, das fehlende Essen angemahnt und als Kunden, die erheblich nach uns kamen bedient wurden, die Cappuccino bezahlt und sind dann gegangen. Offensichtlich haben die Probleme mit Transgendern. Das war dann auch die einzige Negativerfahrung am Wochenende.
Der nächste Weg führte uns zu Schuh Kauffmann im Europa-Center. Oh, welche Überraschung. Es gab da so viele Damenschuhe in Größe 43 wie ich es sonst nur von Herrenschuhen in meiner Größe kenne. Ein Wahnsinn. Die Bedienung war überaus freundlich und holte aus allen Winkeln noch weitere Schuhe hervor. Die Wahl fiel dann auf ein Paar rote Ballerinas und ein Paar Keilsandaletten. Das hat die Erfahrung der Pizzeria wieder voll wettgemacht. Während der Schuhprobe betrat ein junger sportlicher Mann das Geschäft und probierte Pumps an. Wir kamen mit ihm in Gespräch und berichteten von unserem Pizzeria Erlebnis. Er sagte nur, der Laden sei dafür bekannt. Im Gespräch haben wir dann erfahren, dass am Samstag die CSD-Demonstration in Berlin stattfindet. Zum Abschied hat er uns noch den Tipp gegeben, dass am Freitagabend im Zoo die "Gay-Night-At-The-Zoo" mit Swing Musik stattfindet.
Nun wollten wir doch noch etwas essen und der Weg führte uns ganz unspektakulär in Vapiano. Danach ging auf den neuen Sandaletten es zurück ins Hotel, ein wenig Ausruhen, Umziehen und Nachschminken. Für den Abend haben wir uns die Veranstaltung im Zoo ausgewählt. Der Eintrittspreis war mit 25 € / Person nicht gering aber es hat sich einfach gelohnt. Tolle Musik und eine ganz Klasse Atmosphäre. Und das an einem milden Sommerabend im Freien - die Großstadt konnten wir nur in der Ferne erahnen.
Der Samstag begann, wie sollte es auch anders sein, mit ausgiebiger Maske und Dressen. Für das Frühstück haben wir uns ein kleines Straßenkaffee gesucht. Die Bedienung war sehr freundlich. Einzig ein männlicher Gast mit Sonnenbrille hat Susi ausgiebig betrachtet. Ich konnte das an der Kopfhaltung erkennen, aber was soll"™s.
Nach dem Frühstück ging es dann zum Kudamm. Geplant war ein Shopping-Vormittag - das erste Mal enfemme. Zuerst ging es in einige kleine Shops. Es ist schon toll, sich einfach in den Geschäften die Kleidung vor dem Spiegel anzuhalten und hier und da mal etwas zu probieren. Auf dem Kudamm zogen die ersten Wagen des CSD-Zuges vorbei. Wieder eine tolle Stimmung, nur leider viel zu laut. Danach ging es weiter zu Karstadt. Hier konnte ich ausgiebig Kleider anhalten, probieren und außerhalb der Kabine vorführen. Ein Traum. Meine Liebste hat mich mit Nachschub versorgt.
Auf dem Weg zum KaDeWe haben wir bei LIDL noch schnell Wasser gekauft. An der Kasse stand eine Schwester hinter mir, wir sie mir dann später hier im Chat schrieb. Leider hat sie uns nicht angesprochen - wir waren zu schnell weg. Ihm KaDeWe gab es Kaffee und Kuchen im Wintergarten in der siebten Etage. Zu einer Shoppingrunde ist es dann aber doch nicht mehr gekommen - die Aufnahmefähigkeit war am Ende.
Danach ging es zurück zum Hotel, dabei haben wir noch einmal den CSD-Zug gekreuzt und einen kleinen Abstecher in ein "normales" Schuhgeschäft gemacht. Meine Liebste sucht auch noch nach Schuhen.
Im Hotel haben wir uns eine Stunde Pause gegönnt. Danach fingen die Vorbereitungen für den Abend in der komischen Oper mit Duschen, Rasieren, Anziehen und Schminken an. Für den Abend trug ich ein kurzes schwarzes Kleid, ein kurzes Jäckchen und die roten Ballerinas. Nach einem kurzen Fußweg zur Bushaltestelle sollte es dann mit dem Bus zur komischen Oper gehen. Alleine der Fußweg im Kleid war das nächste tolle Erlebnis - diese Leichtigkeit - wieder ein Traum. Wegen des CSD kamen leider keine Busse, sodass wir kurzerhand in ein Taxi eingestiegen sind. Kurz vor Veranstaltungsbeginn gab es noch einen kleinen Snack vor einem Feinschmeckergeschäft und dann ging es in die komische Oper.
Wir hatten Karten für "Les Balletts Trockadero de Monte Carlo". Es wurden Ausschnitte aus Schwanensee und weitere klassische Tänze geboten. Allerdings besteht die Balletttruppe ausschließlich aus Männern. Der Abend war einfach köstlich. Die "Tänzerinnen" haben (beneidenswert gekleidet) perfekt getanzt, einfach Klasse. Die Darbietungen waren mit netten humoristischen Einlagen (bewusste Fehler usw.) versehen, es gab also auch etwas zu lachen. In den beiden Pausen haben wir uns frei bewegt, auch hier gab es keine merklichen Reaktionen. Den Abend haben wir dann nach der Rückfahrt mit dem Doppeldeckerbus mit einer Flasche Wein aus der Hotelbar vor dem Hotel ausklingen lassen.
Am Sonntagmorgen gab es dann für die beiden Mädels ein letztes Frühstück im Hotel. Auch hier muss ich die zuvorkommende Behandlung durch die Mitarbeiterinnen erwähnen. Es gab aber auch einige Blicke von den Gästen. Danach ging es dann leider an das vollständige Abschminken und die Entfernung des Nagellacks. Wir haben dann als "normales" Paar ausgecheckt und die Rückreise angetreten.
Fazit:
- Ich bin meiner Frau unheimlich dankbar für dieses gemeinsame Mädelswochenende.
- Das Wochenende sollte auch ein Test zur Alltagstauglichkeit werden. Durch den CSD war das nur bedingt möglich. Ich hätte auch ohne Probleme in Unterwäsche auf die Straße gehen können. Einzig der erste Tag, die Ballettveranstaltung und das letzte Frühstück waren vielleicht realistisch.
- Auch, wenn ich nicht immer überall richtig als Frau durchgegangen bin, hat man mich als Transgender akzeptiert - wenigstens in Ruhe gelassen. Auch damit bin ich zufrieden.
- Ich durfte das erste Mal über längere Zeit und öffentlich Susi sein. Das war vor einem Jahr zwar schon immer ein Traum aber nie vorstellbar. Ich hatte am Tag nach der Rückkehr Geburtstag und meine Frau gratulierte mir mit den Worten "denn Du strahlst ja selber, wie der Sonnenschein" aus dem bekannten Geburtstagslied von Rolf Zukowski. Und ich strahle jetzt noch.
Liebe Grüße
Susi
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Yasmine
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Re: Ein Wochenende in Berlin
Huhu Susi,
super! Ich freue mich für dich mit und wünsche dir herzlichen Glückwunsch nachträglich! Ja, Berlin bleibt mir auch immer in guter Erinnerung.
LG
Yasmine
super! Ich freue mich für dich mit und wünsche dir herzlichen Glückwunsch nachträglich! Ja, Berlin bleibt mir auch immer in guter Erinnerung.
LG
Yasmine
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Jennifer78
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Re: Ein Wochenende in Berlin
Hi Susi,
einen schönen Beitrag hast Du geschrieben. Ja, ich war hinter Dir im Lidl. Du hast gut ausgesehen. Der CSD war auch sehr schön. Ich wünsche Dir alles Gute auf Deinem weiteren Weg! Vieleicht sieht man sich ja nocheinmal irgendwo.
LG Jennifer
einen schönen Beitrag hast Du geschrieben. Ja, ich war hinter Dir im Lidl. Du hast gut ausgesehen. Der CSD war auch sehr schön. Ich wünsche Dir alles Gute auf Deinem weiteren Weg! Vieleicht sieht man sich ja nocheinmal irgendwo.
LG Jennifer
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MEL
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Re: Ein Wochenende in Berlin
Hallo Susi,
vielen dank für deinen sehr ausführlichen Erlebnisbericht und ein Hoch auf deine liebe Frau,
die dir diese gemeinsame tolle Erfahrung ermöglicht hat!
Tja und wohl wahr, Berlin ist mehr als nur eine Reise wert und bietet Frau vielfältige Entfaltungsmöglichkeiten.
Habe hier allerdings auch schon mal - en femme - negative Erfahrungen machen dürfen, was ich aber
weitestgehend mir selbst zuzuschreiben hatte. (Habe hier darüber berichtet
viewtopic.php?f=6&t=5367&p=56382#p56382 )
Aber ein weiterer Berlinbesuch ist von uns in nicht allzu ferner Zukunft ins Auge gefasst,
aber im Moment passt es terminlich und monetär nicht so ganz
Wünsche Dir weiterhin viel Vergnügen und Erfolg bei euren Unternehmungen,
liebe Grüße
Mel (und Frau)
vielen dank für deinen sehr ausführlichen Erlebnisbericht und ein Hoch auf deine liebe Frau,
die dir diese gemeinsame tolle Erfahrung ermöglicht hat!
Tja und wohl wahr, Berlin ist mehr als nur eine Reise wert und bietet Frau vielfältige Entfaltungsmöglichkeiten.
Habe hier allerdings auch schon mal - en femme - negative Erfahrungen machen dürfen, was ich aber
weitestgehend mir selbst zuzuschreiben hatte. (Habe hier darüber berichtet
viewtopic.php?f=6&t=5367&p=56382#p56382 )
Aber ein weiterer Berlinbesuch ist von uns in nicht allzu ferner Zukunft ins Auge gefasst,
aber im Moment passt es terminlich und monetär nicht so ganz
Wünsche Dir weiterhin viel Vergnügen und Erfolg bei euren Unternehmungen,
liebe Grüße
Mel (und Frau)
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Simone 65
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Re: Ein Wochenende in Berlin
Hallo Susi. Auch von mir ein Danke. Es ist was schönes, so ein Wochenende. Ich hatte mein Wochenende vor drei Wochen in Frankfurt. Wenn Frau die ersten Stunden überwunden hatt, ist es das Normalste der Welt. Das besondere ist, wenn wir als Frau wahrgenommen werden. Ist mir ein paarmal passiert. Und wenn die Sicherheit erst mal da ist, da kann Dich nicht mehr viel schocken. Ich wünsche Dir noch viele weitere Tage als Susi. Es kann süchtig machen. Liebe Grüße Simone.
Ich weiss ,ich bin ein Mensch und nur Das zählt.
Ich bin nur ein kleines Licht , aber ich leuchte .
Alle Menschen sollen mich sehen .
Ich bin nur ein kleines Licht , aber ich leuchte .
Alle Menschen sollen mich sehen .
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susi61
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Re: Ein Wochenende in Berlin
Hallo, Ihr Lieben,
vielen Dank für Eure Antworten und Wünsche. Das hat mich sehr gefreut. Ich bin mir schon bewusst, welches Glück ich mit meiner Frau habe. Das ist nicht selbstverständlich und war etwas mehr als einem Jahr auch überhaupt nicht abzusehen.
@MEL: Danke auch für den Link zu Eurem Berlinbesuch. Nur gut, dass ich das nicht vorher gelesen habe. Vielleicht hätte ich mich dann doch nicht getraut
. Aber Deine anderen Berichte machen doch Mut.
Liebe Grüße
Susi
vielen Dank für Eure Antworten und Wünsche. Das hat mich sehr gefreut. Ich bin mir schon bewusst, welches Glück ich mit meiner Frau habe. Das ist nicht selbstverständlich und war etwas mehr als einem Jahr auch überhaupt nicht abzusehen.
@MEL: Danke auch für den Link zu Eurem Berlinbesuch. Nur gut, dass ich das nicht vorher gelesen habe. Vielleicht hätte ich mich dann doch nicht getraut
Liebe Grüße
Susi