Redezeit! Austausch- und Nachrichten-Portal für intergeschlechtliche und transsexuelle Menschen, Crossdresser, nonbinä¤re Menschen, Feministinnen, Luder, Hexen
Cristiano Ronaldo erst mit Strumpfhose und jetzt mit lackierten Fußnägeln...
an sich alles nichts schlimmes, nichts was ich nicht auch schon gemacht habe, weil ich es gut finde.
Sein Faible, seinen Mut und auch sein Fußballtalent bewundere ich sehr. Ich finde finde den Typ gut.
Nur warum reagieren die Medien so extrem intolerant und männerfeindlich.
Es sind vermutlich die gleichen, die auch intolerant gegenüber homosexuellen Fußballspielern sind oder allem, was ausgefallen und nicht in deren Weltbild passt.
An Christiano Ronaldo scheiden sich die Geister. Auch ohne Strumpfhosen, Ohrstecker (trägt er außerhalb des Spielfelds) und lackierte Nägel ist er immer für eine verkaufsfördernde Schlagzeile gut.
Freilich gehen die Fußnägel von Herrn Ronaldo den Schreiberling einen feuchten Kehrichthaufen an. Meistens trägt er sowieso Fußballschuhe und die Nägel sind nicht zu sehen. Und wenn sie zu sehen sind und lackiert sind? Na und!
Diese selbsternannten, selbstgerechten Modepolizisten und Modewächter mit ihren erhobenen Zeigefingern gehen mir gehörig auf den Zeiger.
LG
Dolores
Ich danke dir dafür, dass ich wunderbar gemacht bin; wunderbar sind deine Werke; das erkennt meine Seele.
(Psalm 139,14)
bedauerlich nur, dass sich eine Zeitung wie die Süddeutsche an dem Klamauk beteiligt.
Man hätte ja auch die Frage stellen können, ob... ach ich lass es!
Schön, dass es neben all den wirklich glatt(rasiert)gebügelten Spielern, die schon vorher wissen,
was der Trainer von Ihnen hören will, wenn sie zum Interview gebeten werden und ach so korrekt
daherreden auch noch Christiano Ronaldos gibt.
Welche, die was wagen, auch mal die große Fresse haben, die riskieren grandios zu scheitern,
sich vielleicht lächerlich machen, was weiß ich. Wenn sie's dann noch drauf haben, umso besser!
CR7 unterhält mich leider 100x mehr, als - ich nenn' besser keine Namen.
ich bekenn mich hier und in aller Öffentlichkeit als absoluten Fan von CR7 - und mit Strumpfhose und lackierten Fußnägeln ist er mir nur umso sympatischer!!!
Das in der SZ kürzlich erschienene und hier im Forum diskutierte Ereignis liegt schon einige Jahre zurück. Der Autor, Titus Arnu, behandelt das Thema in einer unreflektierten, weitgehend inhaltslosen und hämischen Weise. Auf diesem Niveau liegen auch seine anderen Beiträge, z.B. über den US-Politiker Marco Rubio, der mit 5 Zentimeter hohen Absätzen zum Wahlkampf angetreten sei. Die "intelligente" Frage des Herrn Arnu: "Darf er das?" Als ob Marco Rubio Herrn Arnu um Erlaubnis fragen müsste, was er anziehen darf.
Ich habe die Geschichte von Christiano Ronaldos schwarzlackierten Zehennägeln in meinem Buch "die große Verwechslung" (Pomaska-Brand-Verlag) erwähnt und ausführlich besprochen. In diesem Buch geht es (unter anderem) um die Frage, ob man aus einem abweichenden (bei Männern "effeminierten") Geschlechterrollenverhalten auf Homosexualität schließen kann oder nicht. Und es geht auch um den Nachholbedarf von Männern bei der Selbst-Befreiung aus konventionalen Rollenzwängen. Ich möchte Euch meinen Kommentar zu Ronaldos schwarzlackierten Fußnägeln als Kontrast zu dem Kommentar des Herrn Arnu nicht vorenthalten:
(...) Für Skandale sorgten andere, zum Beispiel Christiano Ronaldo, welt-
bekannter Superstar des Fußball-Clubs Real Madrid. Ein Paparazzo
fotografierte Ronaldo am heimischen Swimming-Pool. Das Foto ent-
hüllte Ungeheuerliches: Die Zehennägel des Fußballprofis waren schwarz
lackiert! Die Medien überschlugen sich fast vor Empörung! "Macht das
ein echter Mann?" (...)
Bei einer Umfrage der BILD-Zeitung bewerteten ca. 80 Prozent
der Teilnehmenden das Verhalten Ronaldos als "unfassbar peinlich".
"Peinlich" genügte nicht! Es musste mit "unfassbar" verstärkt werden,
einem Attribut, das ansonsten nur zur Charakterisierung der Untaten
"durchgeknallter" Amokläufer, kinderschändender Serienkiller und
massenmordender Diktatoren verwendet wird. Ich möchte diese 80
Prozent an das in unserer Verfassung verankerte Gebot der Gleichbe-
rechtigung der Geschlechter erinnern. Doch entweder besteht an dieser
altmodischen Prämisse kein Interesse mehr oder es wird angenommen,
dass "Gleichberechtigung" ausschließlich darin bestünde, dass Frauen
alles tun dürfen, was nach traditionellem Rollenverständnis Männer
tun, für Männer dies umgekehrt aber nicht gilt. So kann das nicht
funktionieren!
Etwa 20 Prozent der an der Umfrage Teilnehmenden bewerteten die
lackierten Zehennägel Ronaldos als "eigentlich ganz cool". Jede/r Fünfte.
Immerhin ein kleiner Hoffnungsschimmer.
Natürlich wird auch Ronaldo gelegentlich als "schwul" verdächtigt.
Auf der anderen Seite berichtet die Regenbogenpresse über Beziehungen
und Affären Ronaldos mit Frauen, die ebenso breit ausgewalzt werden
wie seine angebliche Effeminiertheit. Seit einiger Zeit hat er eine feste
Freundin. In vielen Internet-Foren wird daher die Auffassung vertreten:
"Ronaldo wirkt zwar unheimlich schwul, aber wahrscheinlich ist er nicht
schwul." Sämtliche Umfragen setzen ihn auf Platz eins der unbeliebtesten
Spieler Europas — vor notorischen Tretern, unverbesserlichen Machos
und sich offen rassistisch äußernden Kollegen. Er ist der meistgehasste
Fußballspieler überhaupt. Warum? Ronaldo spielt meistens fair, weil er
ein guter Techniker ist. Sein "Verbrechen" ist, dass er Wert auf hübsches
Aussehen legt und damit eine "Frauendomäne" besetzt. Die gleichen
Typen, die mit sabbernder Wollust Fotos von nackten Frauen betrachten,
regen sich darüber auf, dass Ronaldo sich mit nacktem Oberkörper in
sexy Posen ablichten lässt. Die Berner Zeitung schreibt:
"Nicht nur sein Waschbrettbauch verrät seine Eitelkeit. Der Beau von
der Blumeninsel Madeira achtet stets darauf, dass sein Teint einwandfrei
ist und kein Gramm Gel zuwenig in seinem Haar ist."
Alle Faktoren, die bei einer Frau positiv gewertet würden, Schönheit,
makelloser Teint usw., werden bei Christiano Ronaldo zum Hassfak-
tor. Nicht nur bei ihm. Könnte es sein, dass Homophobie gar nicht in
erster Linie Hass gegen Männer ist, die Männer lieben, sondern Hass
gegenüber Männern, die "feminine" Verhaltensweisen praktizieren, ganz
gleich, ob sie Männer oder Frauen lieben?
AlberTina Lang
warum diese Redaktion der Medien?- Vielleicht einfach als Anlass, an die Redaktion einen Leserbrief zu schreiben, was man/frau von solchen Meldungen hält.
Das eine ist natürlich, hier im Forumsolche Meldungen aufzugreifen, sich eine Meinung zu bilden und in Worte zu fassen. Doch genügt es nicht, sich hier über die Redaktion zu empören. Die Redaktion sollte es m. E. auch erfahren.
"Doch genügt es nicht, sich hier über die Redaktion zu empören. Die Redaktion sollte es m. E. auch erfahren."
Ich finde, auch das genügt nicht. Über Ronaldo wir meiner Erfahrung nach immer wieder einmal gesprochen - im Freundes- oder Kollegenkreis. Da ist es dann angesagt, Farbe zu bekennen und sich zu positionieren. AlberTina hat es ganz phantastisch formuliert wenn sie schreibt:
" Er ist der meistgehasste Fußballspieler überhaupt. Warum? Ronaldo spielt meistens fair, weil er ein guter Techniker ist. Sein "Verbrechen" ist, dass er Wert auf hübsches ussehen legt und damit eine "Frauendomäne" besetzt. Die gleichen ypen, die mit sabbernder Wollust Fotos von nackten Frauen betrachten, regen sich darüber auf, dass Ronaldo sich mit nacktem Oberkörper in sexy Posen ablichten lässt. Die Berner Zeitung schreibt: "Nicht nur sein Waschbrettbauch verrät seine Eitelkeit. Der Beau von der Blumeninsel Madeira achtet stets darauf, dass sein Teint einwandfrei st und kein Gramm Gel zuwenig in seinem Haar ist." Alle Faktoren, die bei einer Frau positiv gewertet würden, Schönheit, makelloser Teint usw., werden bei Christiano Ronaldo zum Hassfaktor. Nicht nur bei ihm. Könnte es sein, dass Homophobie gar nicht in erster Linie Hass gegen Männer ist, die Männer lieben, sondern Hass gegenüber Männern, die "feminine" Verhaltensweisen praktizieren, ganz gleich, ob sie Männer oder Frauen lieben?"
da möchte eine Zeitung einfach nur das leere Blatt füllen.
Ich finde diesen Artikel sehr provokant. Im Kontrast zu Blondine im Arm hat er schwarze Fußnägel. Allein diese Formulierung, da muss mensch erst einmal darauf kommen.
Das einzige, was ich an Information bekommen habe, war die blonde Freundin und die schwarzen Füßnägel. Der Rest ist Gedankenblubber für Menschen, die nicht selbst denken.
Herzliche Grüße, ,Ulla
Lebe dein wahres Leben, sonst lebst du das Leben, wie andere dich haben wollen.
Das eine ist natürlich, hier im Forum solche Meldungen aufzugreifen, sich eine Meinung zu bilden und in Worte zu fassen. Doch genügt es nicht, sich hier über die Redaktion zu empören. Die Redaktion sollte es m. E. auch erfahren.
Inga, da gebe ich Dir recht. Die Redaktion der Süddeutschen Zeitung sollte unsere Meinung auch erfahren. Ich habe auch versucht, einen Leserbrief zu schreiben, aber es kam immer nur der Hinweis, dass es - angeblich aus rechtlichen Gründen - nur bis maximal 48 Stunden nach Erscheinen des Artikels möglich sei, einen Leserbrief zu schreiben. Da ich erst über das Crossdresser-Forum auf den Artikel gestoßen bin, ist das natürlich jetzt schon zu spät. Es gibt unter dem Artikel auch noch einen "Feedback-Button", der aber nur für Beschwerden technischer Art gedacht ist. Ich überlege mir, ob ich evtl. mit der guten alten Schneckenpost einen Brief an die Redaktion schreibe.