Was mich am Mannsein stört oder nervt.... - # 3
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ExUserIn-2026-04-08
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Re: Was mich am Mannsein stört oder nervt....
Das ist mMn gar nicht am Thema vorbei. Es ist halt immer ein bisschen eine Frage der Sichtweise. Natürlich kann ich schon sagen, was mich am Mannsein stört. Das sind dann einfach die Punkte, die ein inneres Unwohlsein in irgendeiner Form erzeugen. Das muss michaber nicht daran hindern, das zu tun, was ich tun will. Und da gebe ich Dir Recht: man muss einfach tun, man muss sich das nehmen, was man möchte.
Ich weiß nicht, wie das bei Transmännern ist, aber bei Transfrauen habe ich schon öfter festgestellt, dass die am meisten zögern und nicht wissen, ob sie etwas machen sollen, die als Kind schon meistens "brav" waren und sich in eine Rolle drängen ließen, obwohl es ihnen nicht gerecht wurde. Wenn ich von mir ausgehe, war es so, dass ich es nicht einmal gemerkt habe. Es musste so sein. Erst mit der Zeit habe ich gelernt, mir das heraus zu nehmen, was mir wichtig war. Und siehe da, mein Leben wurde viel besser. Leider habe ich dafür ein paar Jahrzehnte gebraucht.
Eine Bekannte, der es ähnlich ging, schrieb mir, dass sie in ihrer Familie nachdem sie sich ihre Transsexualität nicht mehr nehmen ließ, auf einmal als egoistisch bezeichnet wurde. Dabei machte sie nur das, was andere ihr ganzes Leben gemacht haben, nämlich ihr Leben leben. Es ist der Egoismus der Anderen, die davon ausgehen, dass wir wie immer zu funktionieren haben und das ohne Rücksicht auf unser Leben. Wollen wir das ?
Und jetzt sind wir wieder ganz nah am Thema. Mich stört am Mannsein, dass von mir erwartet wird, dass ich mich wie ein Mann zu verhalten habe, nur weil ich Bart, Kehlkopf und ein paar andere Körperteile habe. Aber ich mache da immer weniger mit.
Ich meine, es gebietet der Respekt vor sich selber, seine Bedürfnisse zu erkennen und zu leben. Sorry Welt, wenn ich Eure Erwartungen enttäusche ...
Ich weiß nicht, wie das bei Transmännern ist, aber bei Transfrauen habe ich schon öfter festgestellt, dass die am meisten zögern und nicht wissen, ob sie etwas machen sollen, die als Kind schon meistens "brav" waren und sich in eine Rolle drängen ließen, obwohl es ihnen nicht gerecht wurde. Wenn ich von mir ausgehe, war es so, dass ich es nicht einmal gemerkt habe. Es musste so sein. Erst mit der Zeit habe ich gelernt, mir das heraus zu nehmen, was mir wichtig war. Und siehe da, mein Leben wurde viel besser. Leider habe ich dafür ein paar Jahrzehnte gebraucht.
Eine Bekannte, der es ähnlich ging, schrieb mir, dass sie in ihrer Familie nachdem sie sich ihre Transsexualität nicht mehr nehmen ließ, auf einmal als egoistisch bezeichnet wurde. Dabei machte sie nur das, was andere ihr ganzes Leben gemacht haben, nämlich ihr Leben leben. Es ist der Egoismus der Anderen, die davon ausgehen, dass wir wie immer zu funktionieren haben und das ohne Rücksicht auf unser Leben. Wollen wir das ?
Und jetzt sind wir wieder ganz nah am Thema. Mich stört am Mannsein, dass von mir erwartet wird, dass ich mich wie ein Mann zu verhalten habe, nur weil ich Bart, Kehlkopf und ein paar andere Körperteile habe. Aber ich mache da immer weniger mit.
Ich meine, es gebietet der Respekt vor sich selber, seine Bedürfnisse zu erkennen und zu leben. Sorry Welt, wenn ich Eure Erwartungen enttäusche ...
Viele Grüße
Vicky
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Angelika
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Re: Was mich am Mannsein stört oder nervt....
Noch ein Spruch, der es auf den Punkt bringt. Bist du Mann genug, um eine Frau zu sein?
Das drückt ja schon auch aus, das man doch im allgemeinen recht viel Mut und ein gehobenes Selbstbewusstsein haben muss, um zu sich zu stehen und die weiblichen Aspekte zuleben. Es scheint für mich immer noch so zu sein, dass es in der Gesellschaft nichts schlimmeres gibt, wenn man als Mann weibliche Attribute, bzw.weibliche Kleidung trägt. Und setzt man sich darüber hinweg, steht tatsächlich (wie oben beschrieben) der Vorwurf Egoistisch zu sein ganz schnell im Raum. Habe ich so auch schon selbst erfahren.
Wir leben meiner Meinung nach, immer noch in einer sehr starken männlich geprägten Welt. Mich stört am Mannsein, dass die Außenwelt an mich die Erwartungshaltung hat, das ich mich gefälligst wie ein Mann kleide und auch so benehme Das entspricht nicht meinem Inneren. Frei nach dem Motto: Ich bin keine Frau, aber ein Mann schon garnicht.
Das drückt ja schon auch aus, das man doch im allgemeinen recht viel Mut und ein gehobenes Selbstbewusstsein haben muss, um zu sich zu stehen und die weiblichen Aspekte zuleben. Es scheint für mich immer noch so zu sein, dass es in der Gesellschaft nichts schlimmeres gibt, wenn man als Mann weibliche Attribute, bzw.weibliche Kleidung trägt. Und setzt man sich darüber hinweg, steht tatsächlich (wie oben beschrieben) der Vorwurf Egoistisch zu sein ganz schnell im Raum. Habe ich so auch schon selbst erfahren.
Wir leben meiner Meinung nach, immer noch in einer sehr starken männlich geprägten Welt. Mich stört am Mannsein, dass die Außenwelt an mich die Erwartungshaltung hat, das ich mich gefälligst wie ein Mann kleide und auch so benehme Das entspricht nicht meinem Inneren. Frei nach dem Motto: Ich bin keine Frau, aber ein Mann schon garnicht.
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Dolores59
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Re: Was mich am Mannsein stört oder nervt....
Den Vorwurf des Egoismus habe ich auch schon zu hören bekommen. Gepaart mit der Aufforderung, auch äusserlich, d.h. in der "richtigen" (Männer-)Kleidung, ein Mann zu sein. Weil ich in Frauenkleidung meiner Aufgabe als Mann (was auch immer darunter verstanden wird) nicht gerecht werde. Und so weiter und so fort.......
Die Erwartungshaltung der Mitmenschen ist vermutlich das größte Hindernis beim Tragen von gegengeschlechtlicher Kleidung. Auf Grund der Wechselwirkung mit dem, was sich in unseren Köpfen abspielt.
Die Erwartungshaltung der Mitmenschen ist vermutlich das größte Hindernis beim Tragen von gegengeschlechtlicher Kleidung. Auf Grund der Wechselwirkung mit dem, was sich in unseren Köpfen abspielt.
Ich danke dir dafür, dass ich wunderbar gemacht bin; wunderbar sind deine Werke; das erkennt meine Seele.
(Psalm 139,14)
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Dolores59
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Re: Was mich am Mannsein stört oder nervt....
Dann würde nicht nur der Rock flattern, sondern auch meine Nerven, gestehe ich.Couchlöwe hat geschrieben:Dolores,
ich nehme mal an, dass du nicht zu den Jungs gehörst, die sie aus dem Hubschrauber werfen, damit sie bei einer Explorationsbohrung die Foraminiferen zählen. Dann würde der Rock vielleicht ein bisschen flattern.
Gruß
Kate
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JaquelineL
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Re: Was mich am Mannsein stört oder nervt....
Lieber Seth,
Liebe Grüße
Jackie
Klar ist mein Zitat sinnverfälschend... aber *so* passt es meiner Meinung nach. Oder um mal meine Partnerin zu zitieren, zu manchen ähnlich gestalteten Beiträgen anderer Teilnehmerinnen zu anderen Themen: "*Das* hätte eine Frau so nicht geschrieben."Seth hat geschrieben:Und ganz ehrlich: Es ist mir sowas von ****** egal, wenn mich jemand blöd anschaut
[... anderer Kontext ...] ist das jetzt typisch männlich für euch ?!
Liebe Grüße
Jackie
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triona
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Re: Was mich am Mannsein stört oder nervt....
Bei der Arbeit würde ja auch keine Frau einen Rock anziehen ...Couchlöwe hat geschrieben:Dolores,
ich nehme mal an, dass du nicht zu den Jungs gehörst, die sie aus dem Hubschrauber werfen, damit sie bei einer Explorationsbohrung die Foraminiferen zählen. Dann würde der Rock vielleicht ein bisschen flattern.
Gruß
Kate
Ich trage ja bei der Montagearbeit auch einen einteiligen geschlechtsneutralen Arbeitsanzug und Sicherheitsschuhe. Muß jetzt nur eine Nummer größer sein als früher.
Werde damit im Allgemeinen von Fremden trotzem als Frau erkannt.
Ob das aber jetzt noch was mit dem Thema zu tun hat?
liebe grüße
triona
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JaquelineL
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Re: Was mich am Mannsein stört oder nervt....
Hallo ihr Lieben,
erst mal on topic: Mich stört daran, dass das nicht "ich" bin. Aber ich arbeite daran
Liebe Grüße
Jackie
erst mal on topic: Mich stört daran, dass das nicht "ich" bin. Aber ich arbeite daran
Ist der Spruch nicht eher eine "Durchhalteparole"? Ich vermute, dass aus Sicht der Kritiker eher das Gefühl aufkommt, dass man(n) schon recht dämlich sein muss, um sich so auf der sozialen Leiter nach unten zu bewegen. "Mut" wird da wohl in der Regel nicht damit assoziiert, eher ein "nicht mehr durchhalten können" oder gar "versagen". Und das gilt auch für die, die "nur" weibliche Kleidung tragen und nicht gleich zur Vollzeit-Frau mutieren. Es sei denn, man übertreibt es hin zu Show-Niveau ("drag"), *das* wird dann doch ganz anders bewertet.Angelika hat geschrieben:Noch ein Spruch, der es auf den Punkt bringt. Bist du Mann genug, um eine Frau zu sein?
Das drückt ja schon auch aus, das man doch im allgemeinen recht viel Mut und ein gehobenes Selbstbewusstsein haben muss, um zu sich zu stehen und die weiblichen Aspekte zuleben. Es scheint für mich immer noch so zu sein, dass es in der Gesellschaft nichts schlimmeres gibt, wenn man als Mann weibliche Attribute, bzw.weibliche Kleidung trägt.
Liebe Grüße
Jackie
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triona
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Re: Was mich am Mannsein stört oder nervt....
Ich hätte vlt besser geschrieben:Couchlöwe hat geschrieben:Triona,
Kommt immer drauf an, was dein Job ist. Beim Nagelfeilen gehts, bei der Montage eher hinderlich.triona hat geschrieben:Bei der Arbeit würde ja auch keine Frau einen Rock anziehen ...
"Bei der Arbeit würde ja auch keine Frau einen Rock anziehen ..."
Gemeint hatte ich nämlich die von dir erwähnte Fallschirmspringerei.
Schließlich gibt es ja auch Arbeitsplätze, an denen von Frauen erwartet wird, daß sie sich im Rock kleiden (Gaststättengewerbe, manche Büros usw). Bei den meisten Arbeiten, die außerhalb von Baustellen, Fabriken und Werkstätten ausgeübt werden (wo i.d.R. Hosen oder "geschlechtsneutrale" Schutzkleidung vorgeschrieben sind oder die Kleidung der Wahl sind für alle, weil anderes einfach unsinnig wäre), ist es ja heutzutage völlig gleichgültig, ob eine Frau Rock, Kleid oder Hose trägt. Bei Männern hingegen in der Regel nicht. (Womit wir wieder zurück beim Thema wären.)
Werbewirksam aufgebaute Gegenbeispiele wären die Lokomotivführer in Stockholm vor einigen Jahren, die Bierfahrer in Plankstadt oder die Werbekampagne der ÜSTRA in Hannover im vorigen Jahr.
http://www.n24.de/n24/Nachrichten/Panor ... kchen.html
https://www.youtube.com/watch?v=Zn4N_P1UAcQ
https://www.ndr.de/nachrichten/niedersa ... ra164.html
Siehe auch diesen Beitrag von Heise über Arbeitsrecht:
http://www.haufe.de/personal/arbeitsrec ... 57374.html
liebe grüße
triona
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Joe95
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Re: Was mich am Mannsein stört oder nervt....
Also mich stört am "Mann sein" in erster Linie körperliches, nämlich die Behaarung desselben und halt gewisse Körperteile.
Dazu noch die Erwartungen die doch wirklich fast alle an die Rollen "männlich" und "weiblich" zu haben scheinen.
Dazu noch die Erwartungen die doch wirklich fast alle an die Rollen "männlich" und "weiblich" zu haben scheinen.
Sei vorsichtig mit deinen Wünschen, sie könnten in Erfüllung gehen.
Natürlich ist das wahr, es steht doch im Internet!
Du hast ne Frage, brauchst Rat oder Hilfe?
Ohren verleih ich nicht, aber anschreiben darfst du mich jederzeit...
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ExUserIn-2026-04-08
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Re: Was mich am Mannsein stört oder nervt....
Hm, das ist recht allgemein formuliert. Was meinst Du damit ? Welche Erwartungen sind das denn und was macht speziell das Männliche oder Weibliche Deiner Ansicht nach aus ?Dazu noch die Erwartungen die doch wirklich fast alle an die Rollen "männlich" und "weiblich" zu haben scheinen.
Viele Grüße
Vicky
Respekt ist nicht teilbar.
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Joe95
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Re: Was mich am Mannsein stört oder nervt....
Hallo Vicky,
ja, du hast recht, es ist sehr allgemein gehalten.
Das liegt daran dass ich nicht so recht in der Lage war aussagekräftige Beispiele zu benennen.
Das Machogehabe von Testosterongesteuerten Homophoben oder pubertären Jugendlichenwäre zwar ein solches, aber ich meine noch was anderes.
Wenn ich das jetzt überdenke sind es vielleicht garnicht diese unzähligen Beispiele wie ein "du bist doch der Mann" oder ein schiever Blick hier und da, ein "ist das nicht zu feminin" usw. sondern meine eigene Reaktion darauf.
Ich möchte nicht so etwas sein wie dieser haarige, intelligenzbefreite Homophobe da an der Ecke,
ich möchte nicht nicht sowas sein wie dieser Testosterongesteuerte Jüngling, der immer und überall der härteste und stärkste sein muß,
ich möchte kein Mann sein.
Kann ich aus dem Geschlecht nicht einfach austreten?
ja, du hast recht, es ist sehr allgemein gehalten.
Das liegt daran dass ich nicht so recht in der Lage war aussagekräftige Beispiele zu benennen.
Das Machogehabe von Testosterongesteuerten Homophoben oder pubertären Jugendlichenwäre zwar ein solches, aber ich meine noch was anderes.
Wenn ich das jetzt überdenke sind es vielleicht garnicht diese unzähligen Beispiele wie ein "du bist doch der Mann" oder ein schiever Blick hier und da, ein "ist das nicht zu feminin" usw. sondern meine eigene Reaktion darauf.
Ich möchte nicht so etwas sein wie dieser haarige, intelligenzbefreite Homophobe da an der Ecke,
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ich möchte kein Mann sein.
Kann ich aus dem Geschlecht nicht einfach austreten?
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Olivia
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Re: Was mich am Mannsein stört oder nervt....
Hallo Joe,
Deine Frage "Kann ich aus dem Geschlecht nicht einfach austreten?" finde ich super - da muss man/frau einfach mal darüber nachdenken...
Liebe Grüße von Olivia
Deine Frage "Kann ich aus dem Geschlecht nicht einfach austreten?" finde ich super - da muss man/frau einfach mal darüber nachdenken...
Liebe Grüße von Olivia
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Re: Was mich am Mannsein stört oder nervt....
Hi Joe,
danke für die Antwort. Aber Du sprichst nicht von Erwartungen anderer an Dich, sondern an Dich selber. Mannsein kann mehr bedeuten als
Kann er, kann er sogar sehr gut. Und damit wird er sogar zum respektierten Mitmenschen. Vielleicht nicht bei allen, aber vor allem bei denen, die ihm wichtig sind. Ich habe einmal ähnlich gedacht, aber für mich kann ich sagen, das ist es nicht, was mich in Frauenkleider "zwingt". Es ist in mir, aber wie es da hinein kommt, weiß ich nicht. Ich finde es gelegentlich sogar sehr befremdlich, dass es da ist.
Ich habe es für kurze Zeit probiert und festgestellt, auch das ist kein passender Zustand. Es gibt mir dauerhaft nicht das, was ich brauche. Wie gesagt, das ist eine persönliche Sichtweise, die bei anderen sicherlich anders gelagert ist. Aber darüber nachzudenken und zu diskutieren lohnt sich für mich.
danke für die Antwort. Aber Du sprichst nicht von Erwartungen anderer an Dich, sondern an Dich selber. Mannsein kann mehr bedeuten als
Ähnliches könnte man auch über das Frausein schreiben. Das ist zu billig. Warum kann ein Mann kein homosexuell toleranter, intelligenter Mensch sein, der Rücksicht auf seine Umgebung nimmt ? Der nach dem Weg fragt, wenn er sich verirrt hat und nicht nur Ziele sondern auch Schönes in den Fokus nimmt ?Ich möchte nicht so etwas sein wie dieser haarige, intelligenzbefreite Homophobe da an der Ecke,
ich möchte nicht nicht sowas sein wie dieser Testosterongesteuerte Jüngling, der immer und überall der härteste und stärkste sein muß,
Kann er, kann er sogar sehr gut. Und damit wird er sogar zum respektierten Mitmenschen. Vielleicht nicht bei allen, aber vor allem bei denen, die ihm wichtig sind. Ich habe einmal ähnlich gedacht, aber für mich kann ich sagen, das ist es nicht, was mich in Frauenkleider "zwingt". Es ist in mir, aber wie es da hinein kommt, weiß ich nicht. Ich finde es gelegentlich sogar sehr befremdlich, dass es da ist.
Rhetorische Frage: Warum machst Du es nicht ?Kann ich aus dem Geschlecht nicht einfach austreten?
Ich habe es für kurze Zeit probiert und festgestellt, auch das ist kein passender Zustand. Es gibt mir dauerhaft nicht das, was ich brauche. Wie gesagt, das ist eine persönliche Sichtweise, die bei anderen sicherlich anders gelagert ist. Aber darüber nachzudenken und zu diskutieren lohnt sich für mich.
Viele Grüße
Vicky
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Re: Was mich am Mannsein stört oder nervt....
Natürlich kann er das...Vicky_Rose hat geschrieben:...Mannsein kann mehr bedeuten als...
Kann er, kann er sogar sehr gut...
Es gibt sogar Männer, die richtig angenehme Zeitgenossen sind.
Aber die stören oder nerven ja nicht.
Ich lehne nicht grundsätzlich alle Männer ab, ich hab nur versucht zu beschreiben was mich am "Mann sein" stört.
Rhetorische Frage: Warum machst Du es nicht ?Kann ich aus dem Geschlecht nicht einfach austreten?
Ich habe es für kurze Zeit probiert und festgestellt, auch das ist kein passender Zustand. Es gibt mir dauerhaft nicht das, was ich brauche. Wie gesagt, das ist eine persönliche Sichtweise, die bei anderen sicherlich anders gelagert ist. Aber darüber nachzudenken und zu diskutieren lohnt sich für mich.[/quote]
Ich versuche es eigentlich ständig.
Nur werde ich nicht als als Mann wahrgenommen.
Ein Mann im Rock.
Ein Mann mit Brüsten.
Ein Mann, der "verachtungswürdiges" tut.
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Re: Was mich am Mannsein stört oder nervt....
Hi Joe,
Du hast beschrieben, wie Du nicht sein möchtest. Aber diese Bekundungen lassen doch nicht zwangsläufig den Schluss zu, dass Du kein Mann bist. Damit meine ich nicht, dass Deine Gefühle für Weiblichkeit nicht echt sind. Damit meine ich aber, dass Deine Bekundungen nicht der Grund dafür sein können. Denn Männer können auch, und das schreibst Du selbst, sehr nett sein.
Wenn Du schreibst, was Du nicht sein möchtest, dann wäre die erste Schlussfolgerung, dann sei doch ein anderer Mann. Wenn sich also Deine Gefühle richtig anfühlen, Du auch kein netter Mann sein willst/kannst, dann liegen die Gründe woanders.
Ich habe die Ausgangsfrage auch eher in dem Sinn verstanden, dass es um die "eigene Männlichkeit" geht und weniger darum, was mich an anderen Männern stört. Grundsätzlich ist es ja so, dass ich leben kann, wie ich will. Wenn mich also an anderen etwas stört, muss ich dem ja nicht folgen. Das Thema "Mannsein" ist ja in den letzten Jahrzehnten stärker in den Vordergrund getreten. Dabei gab es Selbsterfahrungskurse vom "brustschlagendem Urmann" bis zur "Entdeckung" der sensiben Seite im Mann. Es gibt mMn nicht "den Mann". Es ist legitim, dass er sich in den verschiedensten Ausprägungen zeigen kann. Dabei werden alle Ausprägungen immer auf Unverständnis bei anderen Gruppen stoßen. Das hat nichts mit Gesellschaft zu tun, sondern damit, dass wir alle unterschiedlich gelagert sind. Das Spektrum der Männlichkeit ist genauso breit, wie das der Frauen. Kulturelle Entwicklungen haben dann, aus welchen Gründen auch immer, zu einem Männlichkeits- und Weiblichkeitsbild geführt, das seinen Niederschlag in allen Bereichen der Gesellschaft findet. Problematisch wird es dann, wenn diese Bilder dazu führen, dass wir uns entsprechend verhalten sollen und dieses sanktioniert wird. Aber das betrifft nicht nur TG, das betrifft alle. Ein "Brüllaffe" wird in einer Umgebung, die Sensibilität verlangt, wenig Freude finden und umgekehrt.
Als Mitglieder dieser Gesellschaft versuchen viele damit fertig zu werden, indem sie sagen, dass jeder Jeck anders sei. Damit kann man schon ganz gut leben, denn es drückt ein gewisses Maß an Respekt aus, auch wenn man dem Verhalten anderer kein Verständnis entgegen bringen kann. Unerträglich wird es, wenn andere versuchen, mein Leben in eine Bahn zu lenken, die ich nicht will. Aber ich denke, dass man an dieser Stelle selber aufpassen muss, dass man nicht einem Irrtum unterliegt. Wollen die Anderen etwas von mir oder denke ich nur, dass andere etwas von mir wollen ? Die Schere steckt oftmals im eigenen Kopf.
Ich finde die Ausgangsfrage des Freds ziemlich gut. Denn das, was wir aufschreiben, spiegelt nicht die objektive Realität, sondern unser eigenes Bild wieder. Wenn Du schreibst, was Dich am Mannsein stört, hat das wenig mit Männern oder gesellschaftlichen Männerbildern zu tun, sondern ist das, was Du über Männer denkst. Kannst Du das nicht unter "Jeder Jeck ist anders" verbuchen ? Warum stört Dich das ? Was macht es für Dich so wichtig, dass es Dich stören kann ? Die Tatsache, dass es Dich stört, zeigt Deine Betroffenheit. Darin liegt der Wert der Frage für jeden Einzelnen. Es ist der Anstoß, genau darüber nachzudenken.
Eine andere Frage, die sich direkt aus der Ausgangsfrage für mich ergibt, ist folgende: Was macht das Frausein für mich so attraktiv ?
Das ist die Frage nach der Innensicht. Eine andere ist: Warum möchte ich von anderen als Frau anerkannt werden ?
Oder anders gefragt: Was ist am Frausein anders, dass ich als Mann nicht leben kann ? Alleine, zuhause habe ich in Rock und Strumpfhose kein Problem. Aber was ist dann anders, als in männlicher Kleidung ? Was steckt hinter dem Gefühl der "Entspannung" und des "Wohlseins" wirklich ?
Ein Gedankenspiel: Ich stelle mir vor, ich wäre ein BH. Meine Aufgabe ist es, eine weibliche Brust zu stützen. Wenn mich eine Frau kauft und mich trägt, wäre mein "Lebenssinn" erfüllt und wäre glücklich. Aber ich wäre nur ein Nutzgegenstand, vielleicht sogar ein ungeliebter. Wenn mich ein Mann kauft, um seine Silikoneinlagen hineinzulegen damit er sich wohlfühlt, wäre mein Lebenssinn nicht erfüllt. Ich müsste unglücklich sein. Aber ich schenke jemanden Glück. Je nachdem, was man mir einredet, was mein Lebenssinn sei, bestimmt mein Glück oder Unglück. Ich wäre fremdbestimmt. Ich könnte aber auch selber definieren, was ich zu meinem Glück mache: Brüste zu stützen oder einem Menschen bei seinem Glück zu helfen.
Der BH hat Pech und kann nicht entscheiden, wohin er kommt. Er wird gekauft. Ich kann aber als Mensch entscheiden, was für mich wichtig ist und entsprechend mein Umfeld suchen. Das wird sicher nicht komplett meinen Bedürfnissen entsprechen, aber ich kann mich dann auf die für mich wesentlichen Aspekte konzentrieren. Wenn ich also nicht akzeptiert werde oder glaube, nicht akzeptiert zu werden, wie ich bin, hat das mMn viel damit zu tun, dass ich nicht mein eigenen Bedürfnisse kennt bzw. sie nicht in den Mittelpunkt meines Lebens stelle. Deshalb ist es so wichtig zu erkenne, was einen stört und was einem gefällt und warum das so ist. Das ist es, was Charlie Chaplin in seinem Gedicht über die Selbstliebe beschreibt. Das ist es, was einen in sich ruhen lässt.
Das ist meine (derzeitige) Sicht auf TG im speziellen und die Welt im Allgemeinen. Denn letztlich betrifft das alle Menschen. Ich will damit nicht den Anspruch erheben, die Wahrheit zu kennen. Aber es hilft mir, mich in meinem Leben besser zurecht zu finden. Und wenn ich wieder einmal wieder Lust auf Sillies und FSH habe, gönne ich mir das. Aber für mein Leben als Mann habe ich damit viel gewonnen. Ich fühle mich viel weniger zwanghaft, nicht nur in Bezug auf TG, seit ich auf mich achte. TG ist nach wie vor ein wichtiger Punkt in meinem Leben, aber er drängt sich nicht mehr in die Mitte. Würde es verschwinden, wäre das kein Problem mehr. Vor einigen Jahren hätte ich das Gegenteil behauptet.
Du hast beschrieben, wie Du nicht sein möchtest. Aber diese Bekundungen lassen doch nicht zwangsläufig den Schluss zu, dass Du kein Mann bist. Damit meine ich nicht, dass Deine Gefühle für Weiblichkeit nicht echt sind. Damit meine ich aber, dass Deine Bekundungen nicht der Grund dafür sein können. Denn Männer können auch, und das schreibst Du selbst, sehr nett sein.
Wenn Du schreibst, was Du nicht sein möchtest, dann wäre die erste Schlussfolgerung, dann sei doch ein anderer Mann. Wenn sich also Deine Gefühle richtig anfühlen, Du auch kein netter Mann sein willst/kannst, dann liegen die Gründe woanders.
Ich habe die Ausgangsfrage auch eher in dem Sinn verstanden, dass es um die "eigene Männlichkeit" geht und weniger darum, was mich an anderen Männern stört. Grundsätzlich ist es ja so, dass ich leben kann, wie ich will. Wenn mich also an anderen etwas stört, muss ich dem ja nicht folgen. Das Thema "Mannsein" ist ja in den letzten Jahrzehnten stärker in den Vordergrund getreten. Dabei gab es Selbsterfahrungskurse vom "brustschlagendem Urmann" bis zur "Entdeckung" der sensiben Seite im Mann. Es gibt mMn nicht "den Mann". Es ist legitim, dass er sich in den verschiedensten Ausprägungen zeigen kann. Dabei werden alle Ausprägungen immer auf Unverständnis bei anderen Gruppen stoßen. Das hat nichts mit Gesellschaft zu tun, sondern damit, dass wir alle unterschiedlich gelagert sind. Das Spektrum der Männlichkeit ist genauso breit, wie das der Frauen. Kulturelle Entwicklungen haben dann, aus welchen Gründen auch immer, zu einem Männlichkeits- und Weiblichkeitsbild geführt, das seinen Niederschlag in allen Bereichen der Gesellschaft findet. Problematisch wird es dann, wenn diese Bilder dazu führen, dass wir uns entsprechend verhalten sollen und dieses sanktioniert wird. Aber das betrifft nicht nur TG, das betrifft alle. Ein "Brüllaffe" wird in einer Umgebung, die Sensibilität verlangt, wenig Freude finden und umgekehrt.
Als Mitglieder dieser Gesellschaft versuchen viele damit fertig zu werden, indem sie sagen, dass jeder Jeck anders sei. Damit kann man schon ganz gut leben, denn es drückt ein gewisses Maß an Respekt aus, auch wenn man dem Verhalten anderer kein Verständnis entgegen bringen kann. Unerträglich wird es, wenn andere versuchen, mein Leben in eine Bahn zu lenken, die ich nicht will. Aber ich denke, dass man an dieser Stelle selber aufpassen muss, dass man nicht einem Irrtum unterliegt. Wollen die Anderen etwas von mir oder denke ich nur, dass andere etwas von mir wollen ? Die Schere steckt oftmals im eigenen Kopf.
Ich finde die Ausgangsfrage des Freds ziemlich gut. Denn das, was wir aufschreiben, spiegelt nicht die objektive Realität, sondern unser eigenes Bild wieder. Wenn Du schreibst, was Dich am Mannsein stört, hat das wenig mit Männern oder gesellschaftlichen Männerbildern zu tun, sondern ist das, was Du über Männer denkst. Kannst Du das nicht unter "Jeder Jeck ist anders" verbuchen ? Warum stört Dich das ? Was macht es für Dich so wichtig, dass es Dich stören kann ? Die Tatsache, dass es Dich stört, zeigt Deine Betroffenheit. Darin liegt der Wert der Frage für jeden Einzelnen. Es ist der Anstoß, genau darüber nachzudenken.
Eine andere Frage, die sich direkt aus der Ausgangsfrage für mich ergibt, ist folgende: Was macht das Frausein für mich so attraktiv ?
Das ist die Frage nach der Innensicht. Eine andere ist: Warum möchte ich von anderen als Frau anerkannt werden ?
Oder anders gefragt: Was ist am Frausein anders, dass ich als Mann nicht leben kann ? Alleine, zuhause habe ich in Rock und Strumpfhose kein Problem. Aber was ist dann anders, als in männlicher Kleidung ? Was steckt hinter dem Gefühl der "Entspannung" und des "Wohlseins" wirklich ?
Ein Gedankenspiel: Ich stelle mir vor, ich wäre ein BH. Meine Aufgabe ist es, eine weibliche Brust zu stützen. Wenn mich eine Frau kauft und mich trägt, wäre mein "Lebenssinn" erfüllt und wäre glücklich. Aber ich wäre nur ein Nutzgegenstand, vielleicht sogar ein ungeliebter. Wenn mich ein Mann kauft, um seine Silikoneinlagen hineinzulegen damit er sich wohlfühlt, wäre mein Lebenssinn nicht erfüllt. Ich müsste unglücklich sein. Aber ich schenke jemanden Glück. Je nachdem, was man mir einredet, was mein Lebenssinn sei, bestimmt mein Glück oder Unglück. Ich wäre fremdbestimmt. Ich könnte aber auch selber definieren, was ich zu meinem Glück mache: Brüste zu stützen oder einem Menschen bei seinem Glück zu helfen.
Der BH hat Pech und kann nicht entscheiden, wohin er kommt. Er wird gekauft. Ich kann aber als Mensch entscheiden, was für mich wichtig ist und entsprechend mein Umfeld suchen. Das wird sicher nicht komplett meinen Bedürfnissen entsprechen, aber ich kann mich dann auf die für mich wesentlichen Aspekte konzentrieren. Wenn ich also nicht akzeptiert werde oder glaube, nicht akzeptiert zu werden, wie ich bin, hat das mMn viel damit zu tun, dass ich nicht mein eigenen Bedürfnisse kennt bzw. sie nicht in den Mittelpunkt meines Lebens stelle. Deshalb ist es so wichtig zu erkenne, was einen stört und was einem gefällt und warum das so ist. Das ist es, was Charlie Chaplin in seinem Gedicht über die Selbstliebe beschreibt. Das ist es, was einen in sich ruhen lässt.
Das ist meine (derzeitige) Sicht auf TG im speziellen und die Welt im Allgemeinen. Denn letztlich betrifft das alle Menschen. Ich will damit nicht den Anspruch erheben, die Wahrheit zu kennen. Aber es hilft mir, mich in meinem Leben besser zurecht zu finden. Und wenn ich wieder einmal wieder Lust auf Sillies und FSH habe, gönne ich mir das. Aber für mein Leben als Mann habe ich damit viel gewonnen. Ich fühle mich viel weniger zwanghaft, nicht nur in Bezug auf TG, seit ich auf mich achte. TG ist nach wie vor ein wichtiger Punkt in meinem Leben, aber er drängt sich nicht mehr in die Mitte. Würde es verschwinden, wäre das kein Problem mehr. Vor einigen Jahren hätte ich das Gegenteil behauptet.
Viele Grüße
Vicky
Respekt ist nicht teilbar.
Vicky
Respekt ist nicht teilbar.