Dahlias Weg
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Franka
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Dahlias Weg
Angefangen hat wohl alles schon im Kindergartenalter. Ich trug damals schon seidige Strümpfe unter meinen Hosen. Meine Großmütter trugen noch echte Nylons und ich konnte mich da nach Herzenslust bedienen, da die oft überall rumlagen.
Mit der Pubertät kamen dann leider auch die lästigen Haare an den Beinen und der Bartwuchs, schade. Aber trotzdem habe ich gerne heimlich weiter Strümpfe und Strumpfhosen getragen.
Mit dem ersten eigenen Zimmer in einer Wohngemeinschaft kamen dann wohl auch die ersten Schuhe und Röcke dazu, immer noch alles heimlich und nur hinter verschlossener Tür.
Dann die eigene Wohnung und die Freiheit sich in allen Räumen frei bewegen zu können. Da kaufte ich auch Perücke und Make-up zum ersten mal und ging auch mit Herzklopfen ein paar mal spät abends eine Runde um den Block.
Dann kam meine Tochter und 2 längere Beziehungen, die meine weibliche Seite nur notdürftig tolerierten, also gab es einige Einschränkungen und wieder alles im Verborgenen, da ja die Nachbarn auf keinen Fall was merken durften.
Zwischendurch 2 Jahre Bodybuilding gemacht, alles weggeworfen, um ein echter Mann zu werden. Geholfen hat es nicht, nur meine Männerhemden passten auch nicht mehr.
Dann kam Sunny in mein Leben, sie wusste schon von Anfang an Bescheid, zumindest über ICQ und ein paar Fotos.
Die ersten Bilder, die sie gesehen hat, entstanden zum 60. Geburtstag unseres Chefs in der Firma. Wir alle gemeinsam studierten eine Tanzaufführung ein und zum Schluss tanzte ein attraktive Kollegin in kurzem Tüllröckchen mit meinem Kollegen im Frack noch ein kleines Medley. Dabei habe ich als Krankenschwester dem Chef die Schweißperlen von der Stirn getupft und seinen Puls kontrolliert und den Blutdruck gemessen. Die Kolleginnen hatten viel Spaß dabei mich zu verkleiden und ich Probleme zu erklären, wo ich die roten Pumps mit 12cm Absatz her habe. Und ich habe es natürlich auch genossen, mal mehr oder weniger öffentlich, so als sexy Krankenschwester rumzulaufen.
Beim nächsten Karneval, die Mädels in unserer Firma verkleiden sich gerne, bin ich dann als Frau zur Arbeit gefahren, da kamen dann die ersten Fragen, wie "Du machst das wohl gerne?", was ich einigen Kolleginnen, zu denen ich mehr Kontakt habe (oder die ich besser leiden kann, als andere?) dann auch schon andeutungsweise beantwortet habe.
Da Sunny meine weibliche Seite genau so gern hat, wie meine männliche hatte ich auch das Gefühl mich weniger verstecken zu müssen.
Jetzt wurde vor kurzem unsere Software ausgetauscht und es sollte unsere alte Software feierlich beerdigt werden, wir sollten alle ganz in schwarz kommen und es war eine große Feier geplant.
Da ich von meinem Schatz zum Geburtstag ein schönes schwarzes Strickkleid geschenkt bekommen habe, war das genau das richtige. Ich habe einige Zeit überlegt und bin natürlich zu spät zur Arbeit gekommen, aber dank Gleitzeit war das nur ein geringes Problem. Ich habe einfach eine schwarze Strumpfhose mit schwarzen Overknee Strümpfen drüber (ist schließlich Winter), schwarze Pumps und mein neues Kleid angezogen und bin ungeschminkt los. Das Make up würde bei meinem dunklen Bart sowieso nicht den ganzen Tag halten und dafür war nach der langen Überlegerei auch keine Zeit mehr. Ich wurde aber auch so freudig von meinen Kolleginnen empfangen und es wurde eine schöne Feier. Allen die nachgefragt haben, habe ich dann erklärt, dass ich schon immer die Neigung hatte so hübsche Sachen zu tragen und damit war das Thema auch schon erledigt. Was ich dabei wohl nicht so ganz bedacht hatte, war, dass am Tag der Umstellung auch sämtliche EDV Mitarbeiter aus unserer Zentrale und alle Techniker unserer Geräte im Haus waren, die waren schon eher verwirrt, haben es aber auch locker gesehen. Der Arbeitstag ging dann noch bis nach Mitternacht und ich war, glaube ich, zum ersten mal froh aus meinen geliebten hohen Hacken raus zu kommen und die Füße hoch zu legen. Es ergaben sich dann die nächsten Tage noch einige längere aufklärende Gespräche mit interessierten Kolleginnen, andere haben es einfach so zur Kenntnis genommen.
Zumindest in der Arbeit bin ich somit geoutet und kann nun anziehen was ich möchte, was ich natürlich auch schon einige Male gemacht habe. Anfangs war das noch für die Kolleginnen interessant und ich wurde geknipst (daher auch mein neues Avatarfoto).
Jetzt muss ich mir wohl nur mal mehr alltagstaugliche hübsche Bürokleidung zulegen. Einige meinen sogar ich soll doch immer so kommen, würde mir besser stehen, als meine Jeans und Schlabberhemden, außerdem sähe ich viel gepflegter aus.
Wenn man so zur Arbeit unterwegs ist, bleibt es natürlich auch nicht aus einige Besorgungen im Rock zu erledigen, auch dabei gab es keinerlei negative Erfahrungen, falls es überhaupt jemanden Interessiert hat. Ich freue mich auf jeden Fall schon mal so weit gekommen zu sein. Wie es dann hier im Ort und in der Familie weitergeht, wird sich zeigen. Werde dann immer mal berichten, wenn es Neuigkeiten gibt.
Gruß Dahlia
Mit der Pubertät kamen dann leider auch die lästigen Haare an den Beinen und der Bartwuchs, schade. Aber trotzdem habe ich gerne heimlich weiter Strümpfe und Strumpfhosen getragen.
Mit dem ersten eigenen Zimmer in einer Wohngemeinschaft kamen dann wohl auch die ersten Schuhe und Röcke dazu, immer noch alles heimlich und nur hinter verschlossener Tür.
Dann die eigene Wohnung und die Freiheit sich in allen Räumen frei bewegen zu können. Da kaufte ich auch Perücke und Make-up zum ersten mal und ging auch mit Herzklopfen ein paar mal spät abends eine Runde um den Block.
Dann kam meine Tochter und 2 längere Beziehungen, die meine weibliche Seite nur notdürftig tolerierten, also gab es einige Einschränkungen und wieder alles im Verborgenen, da ja die Nachbarn auf keinen Fall was merken durften.
Zwischendurch 2 Jahre Bodybuilding gemacht, alles weggeworfen, um ein echter Mann zu werden. Geholfen hat es nicht, nur meine Männerhemden passten auch nicht mehr.
Dann kam Sunny in mein Leben, sie wusste schon von Anfang an Bescheid, zumindest über ICQ und ein paar Fotos.
Die ersten Bilder, die sie gesehen hat, entstanden zum 60. Geburtstag unseres Chefs in der Firma. Wir alle gemeinsam studierten eine Tanzaufführung ein und zum Schluss tanzte ein attraktive Kollegin in kurzem Tüllröckchen mit meinem Kollegen im Frack noch ein kleines Medley. Dabei habe ich als Krankenschwester dem Chef die Schweißperlen von der Stirn getupft und seinen Puls kontrolliert und den Blutdruck gemessen. Die Kolleginnen hatten viel Spaß dabei mich zu verkleiden und ich Probleme zu erklären, wo ich die roten Pumps mit 12cm Absatz her habe. Und ich habe es natürlich auch genossen, mal mehr oder weniger öffentlich, so als sexy Krankenschwester rumzulaufen.
Beim nächsten Karneval, die Mädels in unserer Firma verkleiden sich gerne, bin ich dann als Frau zur Arbeit gefahren, da kamen dann die ersten Fragen, wie "Du machst das wohl gerne?", was ich einigen Kolleginnen, zu denen ich mehr Kontakt habe (oder die ich besser leiden kann, als andere?) dann auch schon andeutungsweise beantwortet habe.
Da Sunny meine weibliche Seite genau so gern hat, wie meine männliche hatte ich auch das Gefühl mich weniger verstecken zu müssen.
Jetzt wurde vor kurzem unsere Software ausgetauscht und es sollte unsere alte Software feierlich beerdigt werden, wir sollten alle ganz in schwarz kommen und es war eine große Feier geplant.
Da ich von meinem Schatz zum Geburtstag ein schönes schwarzes Strickkleid geschenkt bekommen habe, war das genau das richtige. Ich habe einige Zeit überlegt und bin natürlich zu spät zur Arbeit gekommen, aber dank Gleitzeit war das nur ein geringes Problem. Ich habe einfach eine schwarze Strumpfhose mit schwarzen Overknee Strümpfen drüber (ist schließlich Winter), schwarze Pumps und mein neues Kleid angezogen und bin ungeschminkt los. Das Make up würde bei meinem dunklen Bart sowieso nicht den ganzen Tag halten und dafür war nach der langen Überlegerei auch keine Zeit mehr. Ich wurde aber auch so freudig von meinen Kolleginnen empfangen und es wurde eine schöne Feier. Allen die nachgefragt haben, habe ich dann erklärt, dass ich schon immer die Neigung hatte so hübsche Sachen zu tragen und damit war das Thema auch schon erledigt. Was ich dabei wohl nicht so ganz bedacht hatte, war, dass am Tag der Umstellung auch sämtliche EDV Mitarbeiter aus unserer Zentrale und alle Techniker unserer Geräte im Haus waren, die waren schon eher verwirrt, haben es aber auch locker gesehen. Der Arbeitstag ging dann noch bis nach Mitternacht und ich war, glaube ich, zum ersten mal froh aus meinen geliebten hohen Hacken raus zu kommen und die Füße hoch zu legen. Es ergaben sich dann die nächsten Tage noch einige längere aufklärende Gespräche mit interessierten Kolleginnen, andere haben es einfach so zur Kenntnis genommen.
Zumindest in der Arbeit bin ich somit geoutet und kann nun anziehen was ich möchte, was ich natürlich auch schon einige Male gemacht habe. Anfangs war das noch für die Kolleginnen interessant und ich wurde geknipst (daher auch mein neues Avatarfoto).
Jetzt muss ich mir wohl nur mal mehr alltagstaugliche hübsche Bürokleidung zulegen. Einige meinen sogar ich soll doch immer so kommen, würde mir besser stehen, als meine Jeans und Schlabberhemden, außerdem sähe ich viel gepflegter aus.
Wenn man so zur Arbeit unterwegs ist, bleibt es natürlich auch nicht aus einige Besorgungen im Rock zu erledigen, auch dabei gab es keinerlei negative Erfahrungen, falls es überhaupt jemanden Interessiert hat. Ich freue mich auf jeden Fall schon mal so weit gekommen zu sein. Wie es dann hier im Ort und in der Familie weitergeht, wird sich zeigen. Werde dann immer mal berichten, wenn es Neuigkeiten gibt.
Gruß Dahlia
Wir bekommen mit unserer Geburt das Leben geschenkt, doch viele von uns haben noch nicht einmal das Geschenkpapier abgemacht.
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Tinchen
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Re: Dahlias Weg
Liebe Dahlia,
eine schöne Geschichte und ich wünsche dir viel Glück mit Sunny.
Schlechte Erfahrungen habe ich auch eigentlich nicht gemacht, lediglich auf der Straße schauen mich selten, aber manchmal Frauen so leicht angewidert an. Die meisten sind jedoch eher sehr interessiert und wollen mehr über mich wissen.
LG Tina
eine schöne Geschichte und ich wünsche dir viel Glück mit Sunny.
Schlechte Erfahrungen habe ich auch eigentlich nicht gemacht, lediglich auf der Straße schauen mich selten, aber manchmal Frauen so leicht angewidert an. Die meisten sind jedoch eher sehr interessiert und wollen mehr über mich wissen.
LG Tina
Wo kommen wir denn da hin, wenn Niemand ginge um zu sehen wohin man käme wenn man ginge.
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Franka
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Re: Dahlias Weg
Heute war ja CSD in Braunschweig. Ich hatte mich mit 3 Kolleginnen zum Frühstück in einem Cafe in der Innenstadt verabredet.
Also morgens etwas aufgehübscht, ein orangenes Kleid, hautfarbene Strumpfhose und schwarze Pumps angezogen.
Obwohl etwas aufgehübscht trifft es nicht ganz, die Nacht mit Lockenwicklern im Haar, die meine Frau mir verpasst hat, war schon gewöhnungsbedürftig
Im Cafe angekommen gab es für alle jedenfalls erst mal ein leckeres Frühstück im freien mit Blick auf das leider mit Baugerüsten verdeckte Theater.
Da bis zum zum CSD-Umzug noch Zeit war, waren wir in danach noch auf Shoppingtour in einer großen Einkaufspassage unterwegs. Habe leider nichts nettes gefunden, entweder zu teuer oder nur in der falschen Größe da.
Hat trotzdem Spaß gemacht mal so "en Femme" auf Einkaufstour zu gehen, nur ein enges Kleid ist dann für ständiges Anprobieren doch zu unpraktisch.
Bei Rossmann habe ich dann von der Kassiererin an der Kasse sogar noch ein Kompliment für mein Outfit bekommen, war schon ein schönes Gefühl, und sonst hat überhaupt niemand groß Notiz von mir genommen, weder im Cafe, noch beim Shoppen. War alles viel unspektakulärer als man es sich immer ausmalt.
Wir haben dann noch dem bunten Treiben beim Umzug zugesehen und sind dann dank meiner wohl doch zu hohen Hacken lieber wieder nach Hause gefahren.
Brauche wohl doch mal ein paar Ballerinas oder offene Sandalen. Ist schon ein Unterschied, ob man die Schuhe den ganzen Tag trägt, aber dabei viel sitzt oder ob man damit die Geschäfte unsicher macht und dabei weite Wege zurücklegt. Alles in Allem war es jedenfalls ein schöner Tag und einige Gleichgesinnte hat man ja bei der Gelegenheit auch getroffen und konnte sich mal unterhalten.
Ich denke nächstes Jahr werde ich den Besuch jedenfalls etwas besser vorbereiten und vielleicht auch den ganzen Umzug mitmachen oder mich an einem der Infostände beteiligen.
Muss es endlich mal schaffen zum SHG treffen zu erscheinen in BS, dann wird sich schon was ergeben.
Also morgens etwas aufgehübscht, ein orangenes Kleid, hautfarbene Strumpfhose und schwarze Pumps angezogen.
Obwohl etwas aufgehübscht trifft es nicht ganz, die Nacht mit Lockenwicklern im Haar, die meine Frau mir verpasst hat, war schon gewöhnungsbedürftig
Im Cafe angekommen gab es für alle jedenfalls erst mal ein leckeres Frühstück im freien mit Blick auf das leider mit Baugerüsten verdeckte Theater.
Da bis zum zum CSD-Umzug noch Zeit war, waren wir in danach noch auf Shoppingtour in einer großen Einkaufspassage unterwegs. Habe leider nichts nettes gefunden, entweder zu teuer oder nur in der falschen Größe da.
Hat trotzdem Spaß gemacht mal so "en Femme" auf Einkaufstour zu gehen, nur ein enges Kleid ist dann für ständiges Anprobieren doch zu unpraktisch.
Bei Rossmann habe ich dann von der Kassiererin an der Kasse sogar noch ein Kompliment für mein Outfit bekommen, war schon ein schönes Gefühl, und sonst hat überhaupt niemand groß Notiz von mir genommen, weder im Cafe, noch beim Shoppen. War alles viel unspektakulärer als man es sich immer ausmalt.
Wir haben dann noch dem bunten Treiben beim Umzug zugesehen und sind dann dank meiner wohl doch zu hohen Hacken lieber wieder nach Hause gefahren.
Brauche wohl doch mal ein paar Ballerinas oder offene Sandalen. Ist schon ein Unterschied, ob man die Schuhe den ganzen Tag trägt, aber dabei viel sitzt oder ob man damit die Geschäfte unsicher macht und dabei weite Wege zurücklegt. Alles in Allem war es jedenfalls ein schöner Tag und einige Gleichgesinnte hat man ja bei der Gelegenheit auch getroffen und konnte sich mal unterhalten.
Ich denke nächstes Jahr werde ich den Besuch jedenfalls etwas besser vorbereiten und vielleicht auch den ganzen Umzug mitmachen oder mich an einem der Infostände beteiligen.
Muss es endlich mal schaffen zum SHG treffen zu erscheinen in BS, dann wird sich schon was ergeben.
Wir bekommen mit unserer Geburt das Leben geschenkt, doch viele von uns haben noch nicht einmal das Geschenkpapier abgemacht.
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Franka
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Re: Dahlias Weg
Wird wohl mal wieder Zeit für ein kleines Update.
Es ist doch einiges passiert in letzen Jahr. Dann versuche ich mal einen Anfang.
Ich glaube der Auftritt und vor allem der Erfolg von Conchita Wurst beim ESC 2014 hat mich sehr beeindruckt und mich verändert.
Ich weiß, dass mein Passing nicht besonders gut ist (stellt euch vor, ihr würdet Arnold Schwarzenegger in Frauenkleidern auf der Straße erblicken), ich fühlte mich immer ebenso deplatziert, halt nicht als Frau zu erkennen. Und dann kommt da ein Kerl mit Bart in einem wunderschönen Kleid auf die Bühne, singt einen sehr berührenden Song (habe ich mir gerade noch mal auf Youtube angesehen und gehört und mir kamen fast die Tränen. Der Song ist wirklich emotional und hat eine tolle Dynamik, wie ich finde. Dann gewinnt er auch noch, nicht ganz unverdient.)
Wie auch immer, jedenfalls hat mich der Zuspruch des Publikums davon überzeugt, dass ich kein 100%iges Passing benötige und es egal ist, was die Leute in mir sehen. Hauptsache ich bin ich und komme, als was auch immer, überzeugend rüber.
Darum habe ich dann beschlossen ab Neujahr 2015 nur noch als Frau zu leben und den bisherigen Wechsel zwischen Männer und Frauenrolle aufzugeben.
Da hieß es erstmal einen Haufen Klamotten besorgen, da meine bisherige Damengarderobe eher nicht unbedingt alltagstauglich war. Nach den ersten Großeinkäufen konnte ich dann Anfang Januar meinen Plan in die Wirklichkeit umsetzen. Viele Männerklamotten wanderten in den Altkleidercontainer und machten den schönen neuen Sachen Platz.
Auf der Arbeit war ich ja schon öfters in Frauenkleidern erschienen, darum war es für meine Kolleginnen (Kollegen habe ich keine mehr, der letzte ist gerade in Rente gegangen, hatte aber zum Glück auch kein Problem mit mir) nichts besonderes mehr. Bei meinen Chefs brauchte ich dagegen noch einiges an Überzeugungsarbeit, die hatten wohl etwas Angst um den guten Ruf unseres Betriebes. Nachdem sie allerdings festgestellt hatten, dass es kein Spaß oder reine Provokation, von mir war, sondern, dass ich mich jetzt nur so gebe, wie ich schon immer im Verborgenen war, war das Thema zum Glück auch da schnell vom Tisch.
Stand noch das Coming-Out bei der Familie an. Meine Eltern sind geschieden, die erste Familienfeier fand dann bei meiner Mutter statt. Ich glaube es war der Geburtstag meines Stiefvaters im Februar. Ich hatte mich komplett in üblicher Damengarderobe gekleidet, allerdings trug ich eine Hose. Das Fazit war, meine Mutter meinte bei der Begrüßung, oh du hast dich aber hübsch gemacht. Ansonsten wurde ds Thema aber totgeschwiegen an diesem Tag, obwohl ich viel Schmuck ein Halstuch und Sillies trug.
Zum nächsten Besuch bei meiner Mutter trug ich daher gleich einen Rock, damit nicht wieder Missverständnisse aufkommen konnten. Zwangsläufig wurde das Thema dann diesmal auch angesprochen und meine Mutter meinte nur;"dann habe ich jetzt halt eine Tochter".
Meine Schwester und meine beiden Nichten waren auch da. Meine Schwester wusste es eh noch aus der Zeit als wir mal gemeinsam in einem Haus unsere ersten eigenen Wohnungen hatten, hatte es aber wohl zwischenzeitlich etwas verdrängt, kommt aber prima damit klar. Meine Nichten meinten nur cool und damit war das Thema auch schon erledigt.
Das comimg out bei der Familie meines Vaters lief dann genauso unspektakulär ab.
Inzwischen ist ein Jahr vergangen und ich muss sagen, dass alle sehr gut damit umgehen und mit der neuen Situation klar kommen.
Im April 2016 habe ich dann endlich auch eine nette Psychotherapeutin gefunden, bei der ich jetzt in Behandlung bin. Obwohl Behandlung trifft es ja nicht so ganz. Das ich seit über einem Jahr mein wahres ich auslebe und alle Hindernisse schon überwunden sind, hat sie gleich bei unserem ersten Gespräch bemerkt und ihre Diagnose, dass ich Transgender bin, stand für sie von Anfang an fest. Seit dem unterhalten wir uns bei den Therapiestunden eigentlich nur noch völlig zwanglos über alles mögliche. Meine Indikation für die KV kann ich mir jetzt nach der 4. Sitzung nächste Woche abholen. Dann kann ich endlich die Epilation des Bartes in Angriff nehmen.
Zum Thema Hormone, da bin ich zufällig Ende Februar 2016 an Gynokadin herangekommen und habe es erstmal auf eigene Faust genommen. Nachschub bekomme ich über meinen Hausarzt zur Zeit auf Privatrezept. Da ich im Labor tätig bin überwachen wir aber aber von Anfang an die Laborwerte. Nächste Woche kann mein Arzt dann ja die Behandlung auch offiziell starten und die Rezepte laufen dann über die Kasse.
Alles in allem bin ich im Moment ziemlich happy und frage mich nur, warum ich solange gebraucht habe um meinen Weg zu finden.
LG eure Dahlia
Es ist doch einiges passiert in letzen Jahr. Dann versuche ich mal einen Anfang.
Ich glaube der Auftritt und vor allem der Erfolg von Conchita Wurst beim ESC 2014 hat mich sehr beeindruckt und mich verändert.
Ich weiß, dass mein Passing nicht besonders gut ist (stellt euch vor, ihr würdet Arnold Schwarzenegger in Frauenkleidern auf der Straße erblicken), ich fühlte mich immer ebenso deplatziert, halt nicht als Frau zu erkennen. Und dann kommt da ein Kerl mit Bart in einem wunderschönen Kleid auf die Bühne, singt einen sehr berührenden Song (habe ich mir gerade noch mal auf Youtube angesehen und gehört und mir kamen fast die Tränen. Der Song ist wirklich emotional und hat eine tolle Dynamik, wie ich finde. Dann gewinnt er auch noch, nicht ganz unverdient.)
Wie auch immer, jedenfalls hat mich der Zuspruch des Publikums davon überzeugt, dass ich kein 100%iges Passing benötige und es egal ist, was die Leute in mir sehen. Hauptsache ich bin ich und komme, als was auch immer, überzeugend rüber.
Darum habe ich dann beschlossen ab Neujahr 2015 nur noch als Frau zu leben und den bisherigen Wechsel zwischen Männer und Frauenrolle aufzugeben.
Da hieß es erstmal einen Haufen Klamotten besorgen, da meine bisherige Damengarderobe eher nicht unbedingt alltagstauglich war. Nach den ersten Großeinkäufen konnte ich dann Anfang Januar meinen Plan in die Wirklichkeit umsetzen. Viele Männerklamotten wanderten in den Altkleidercontainer und machten den schönen neuen Sachen Platz.
Auf der Arbeit war ich ja schon öfters in Frauenkleidern erschienen, darum war es für meine Kolleginnen (Kollegen habe ich keine mehr, der letzte ist gerade in Rente gegangen, hatte aber zum Glück auch kein Problem mit mir) nichts besonderes mehr. Bei meinen Chefs brauchte ich dagegen noch einiges an Überzeugungsarbeit, die hatten wohl etwas Angst um den guten Ruf unseres Betriebes. Nachdem sie allerdings festgestellt hatten, dass es kein Spaß oder reine Provokation, von mir war, sondern, dass ich mich jetzt nur so gebe, wie ich schon immer im Verborgenen war, war das Thema zum Glück auch da schnell vom Tisch.
Stand noch das Coming-Out bei der Familie an. Meine Eltern sind geschieden, die erste Familienfeier fand dann bei meiner Mutter statt. Ich glaube es war der Geburtstag meines Stiefvaters im Februar. Ich hatte mich komplett in üblicher Damengarderobe gekleidet, allerdings trug ich eine Hose. Das Fazit war, meine Mutter meinte bei der Begrüßung, oh du hast dich aber hübsch gemacht. Ansonsten wurde ds Thema aber totgeschwiegen an diesem Tag, obwohl ich viel Schmuck ein Halstuch und Sillies trug.
Zum nächsten Besuch bei meiner Mutter trug ich daher gleich einen Rock, damit nicht wieder Missverständnisse aufkommen konnten. Zwangsläufig wurde das Thema dann diesmal auch angesprochen und meine Mutter meinte nur;"dann habe ich jetzt halt eine Tochter".
Meine Schwester und meine beiden Nichten waren auch da. Meine Schwester wusste es eh noch aus der Zeit als wir mal gemeinsam in einem Haus unsere ersten eigenen Wohnungen hatten, hatte es aber wohl zwischenzeitlich etwas verdrängt, kommt aber prima damit klar. Meine Nichten meinten nur cool und damit war das Thema auch schon erledigt.
Das comimg out bei der Familie meines Vaters lief dann genauso unspektakulär ab.
Inzwischen ist ein Jahr vergangen und ich muss sagen, dass alle sehr gut damit umgehen und mit der neuen Situation klar kommen.
Im April 2016 habe ich dann endlich auch eine nette Psychotherapeutin gefunden, bei der ich jetzt in Behandlung bin. Obwohl Behandlung trifft es ja nicht so ganz. Das ich seit über einem Jahr mein wahres ich auslebe und alle Hindernisse schon überwunden sind, hat sie gleich bei unserem ersten Gespräch bemerkt und ihre Diagnose, dass ich Transgender bin, stand für sie von Anfang an fest. Seit dem unterhalten wir uns bei den Therapiestunden eigentlich nur noch völlig zwanglos über alles mögliche. Meine Indikation für die KV kann ich mir jetzt nach der 4. Sitzung nächste Woche abholen. Dann kann ich endlich die Epilation des Bartes in Angriff nehmen.
Zum Thema Hormone, da bin ich zufällig Ende Februar 2016 an Gynokadin herangekommen und habe es erstmal auf eigene Faust genommen. Nachschub bekomme ich über meinen Hausarzt zur Zeit auf Privatrezept. Da ich im Labor tätig bin überwachen wir aber aber von Anfang an die Laborwerte. Nächste Woche kann mein Arzt dann ja die Behandlung auch offiziell starten und die Rezepte laufen dann über die Kasse.
Alles in allem bin ich im Moment ziemlich happy und frage mich nur, warum ich solange gebraucht habe um meinen Weg zu finden.
LG eure Dahlia
Wir bekommen mit unserer Geburt das Leben geschenkt, doch viele von uns haben noch nicht einmal das Geschenkpapier abgemacht.
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Franka
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Re: Dahlias Weg
Kleines Update,
da ich in letzter Zeit immer öfter in Situationen kam, in denen ich nach meinem weiblichen Namen gefragt wurde (z. B. auch jetzt auf dem Treffen im Waldschlösschen) wurde es wohl langsam Zeit sich mal zu entscheiden. Bisher hatte ich mir da wenig Gedanken zu gemacht oder bin zumindest bisher nicht zu einem eindeutigen Ergebnis gekommen.
dahlia diente mir eigentlich nur als Anmeldename hier im Forum, war aber nie dafür gedacht es in irgendwelche amtlichen Papiere zu schaffen, fühlte mich damals ja noch als Stubentranse oder CD, auch wenn ich die Begriffe erst hier im Forum wirklich kennengelernt habe. 2 verschieden weibliche Namen zu führen (Forum und real), so eine gespaltene Persönlichkeit bin ich nun auch nicht.
Naja wie dem auch sei, da ich über 50 Jahre als Frank mein Leben gelebt habe und in der Zeit auch nicht alles schlecht war, will ich mich jetzt nicht komplett neu erfinden sondern eher einen schleichenden Übergang, genau wie ihn mein Körper gerade durchmacht. Daher viel meine Namenswahl relativ leicht und an das Frank kam einfach noch a.
Zum Glück ist der Name hier gerade nicht vergeben gewesen und Anne-Mette war so lieb meinen Account von dahlia in Franka zu ändern.
Also wundert euch nicht, wenn dahlia nichts mehr schreibt und ihr in Zukunft Beiträge einer Franka zu lesen bekommt.
Wünsche allen noch einen schönen Sonntag
LG Franka
da ich in letzter Zeit immer öfter in Situationen kam, in denen ich nach meinem weiblichen Namen gefragt wurde (z. B. auch jetzt auf dem Treffen im Waldschlösschen) wurde es wohl langsam Zeit sich mal zu entscheiden. Bisher hatte ich mir da wenig Gedanken zu gemacht oder bin zumindest bisher nicht zu einem eindeutigen Ergebnis gekommen.
dahlia diente mir eigentlich nur als Anmeldename hier im Forum, war aber nie dafür gedacht es in irgendwelche amtlichen Papiere zu schaffen, fühlte mich damals ja noch als Stubentranse oder CD, auch wenn ich die Begriffe erst hier im Forum wirklich kennengelernt habe. 2 verschieden weibliche Namen zu führen (Forum und real), so eine gespaltene Persönlichkeit bin ich nun auch nicht.
Naja wie dem auch sei, da ich über 50 Jahre als Frank mein Leben gelebt habe und in der Zeit auch nicht alles schlecht war, will ich mich jetzt nicht komplett neu erfinden sondern eher einen schleichenden Übergang, genau wie ihn mein Körper gerade durchmacht. Daher viel meine Namenswahl relativ leicht und an das Frank kam einfach noch a.
Zum Glück ist der Name hier gerade nicht vergeben gewesen und Anne-Mette war so lieb meinen Account von dahlia in Franka zu ändern.
Also wundert euch nicht, wenn dahlia nichts mehr schreibt und ihr in Zukunft Beiträge einer Franka zu lesen bekommt.
Wünsche allen noch einen schönen Sonntag
LG Franka
Wir bekommen mit unserer Geburt das Leben geschenkt, doch viele von uns haben noch nicht einmal das Geschenkpapier abgemacht.
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MEL
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Re: Dahlias Weg
Hallo FRANKA,
na dann möchte ich dich ganz herzlich begrüßen und wünsche dir auf deinem weiteren Weg alles erdenklich Gute!
Bin ja auch schon einige Tage hier dabei und gespannt, welche (Fort-)Schritte wir von dir noch zu erwarten haben?!
Hab es gut und ganz liebe Grüße
Mel
na dann möchte ich dich ganz herzlich begrüßen und wünsche dir auf deinem weiteren Weg alles erdenklich Gute!
Bin ja auch schon einige Tage hier dabei und gespannt, welche (Fort-)Schritte wir von dir noch zu erwarten haben?!
Hab es gut und ganz liebe Grüße
Mel
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Saskia.shewulf
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Re: Dahlias Weg
Hallo Franka,
Das ging ja nach unserem letzten Gespräch sehr rasch mit dem Namen :
Herzlichen Glückwunsch dazu und alles gute euch beiden (Sunny) weiterhin.
Liebe Grüße
Saskia
Das ging ja nach unserem letzten Gespräch sehr rasch mit dem Namen :
Herzlichen Glückwunsch dazu und alles gute euch beiden (Sunny) weiterhin.
Liebe Grüße
Saskia
Wer keinen Mut zum träumen hat
-hat keine Kraft zum Kämpfen
-hat keine Kraft zum Kämpfen
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Olivia
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Re: Dahlias Weg
Hallo Franka,
danke für die Aufklärung - hatte mich schon gewundert, warum aus Dahlia nun Franka geworden ist und nun weiß ich es.
Ich wünsche nun Dir, Franka, alles erdenklich gute auf Deinem weiteren Weg!
Liebe Grüße von Olivia
danke für die Aufklärung - hatte mich schon gewundert, warum aus Dahlia nun Franka geworden ist und nun weiß ich es.
Ich wünsche nun Dir, Franka, alles erdenklich gute auf Deinem weiteren Weg!
Liebe Grüße von Olivia