Wie sollen/wollen wir angesprochen werden? - # 3
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Joanna
Re: Wie sollen/wollen wir angesprochen werden?
Na ja, für diese glücklichen Schwestern/Brüder ist es doch einfach. Die sind Frau/Mann.
Das war doch nicht die Frage, oder?
Ich hab das so verstanden, dass es um die dazwischen geht. Um die, die so sind, wie ich
Das war doch nicht die Frage, oder?
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Marielle
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Re: Wie sollen/wollen wir angesprochen werden?
Hallo Vicky, Guten Tag zusammen,
wir reden aneinander vorbei, denke ich.
mit "im allgemeinen menschlichen Miteinander" meinte ich Situationen ohne direkten, individuellen, persönlichen Kontakt, so wie Lieschen sie geschildert hatte: Eröffnungsreden, Ansprachen usw.. Deswegen hatte ich hinter 'allgemeinen' ein Ausrufzeichen gesetzt. Aber OK, es war wohl nicht eindeutig genug.
Ich werde mich definitiv nicht hinstellen und versuchen anderen vorzuschreiben, welche Anrede sie für sich im persönlichen Miteinander bevorzugen. Von daher verstehe ich die Beiträge auch nicht, die sich mit den individuellen Vorlieben oder Ansprüchen der Verfasser_innen beschäftigen. Die können m.E. jedenfalls nicht der Massstab für den allgemeinen Umgang nach obiger Definition sein, um den es, nach meinem Verständnis, auch Lieschen ging/geht. Die Frage lautete ja: Wie wollen/sollen WIR (als Menge, nicht individuell) angesprochen werden?
Für solche Ansprachen, bei Reden, in Print-Texten, in Büchern oder auch in Forenbeiträgen empfinde ich den geschriebenen oder gesprochenen Unterstrich als die bisher am wenigstens schlechte Lösung. Wenn sprachkonstruktiv begabte Menschen einen anderen, besseren Vorschlag haben, der das gleiche erreicht: Her damit!
Habt es gut
Marielle
wir reden aneinander vorbei, denke ich.
mit "im allgemeinen menschlichen Miteinander" meinte ich Situationen ohne direkten, individuellen, persönlichen Kontakt, so wie Lieschen sie geschildert hatte: Eröffnungsreden, Ansprachen usw.. Deswegen hatte ich hinter 'allgemeinen' ein Ausrufzeichen gesetzt. Aber OK, es war wohl nicht eindeutig genug.
Ich werde mich definitiv nicht hinstellen und versuchen anderen vorzuschreiben, welche Anrede sie für sich im persönlichen Miteinander bevorzugen. Von daher verstehe ich die Beiträge auch nicht, die sich mit den individuellen Vorlieben oder Ansprüchen der Verfasser_innen beschäftigen. Die können m.E. jedenfalls nicht der Massstab für den allgemeinen Umgang nach obiger Definition sein, um den es, nach meinem Verständnis, auch Lieschen ging/geht. Die Frage lautete ja: Wie wollen/sollen WIR (als Menge, nicht individuell) angesprochen werden?
Für solche Ansprachen, bei Reden, in Print-Texten, in Büchern oder auch in Forenbeiträgen empfinde ich den geschriebenen oder gesprochenen Unterstrich als die bisher am wenigstens schlechte Lösung. Wenn sprachkonstruktiv begabte Menschen einen anderen, besseren Vorschlag haben, der das gleiche erreicht: Her damit!
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As we go marching, marching, we bring the greater days
For the rising of the women, means the rising of the race
No more the drudge and idler ten that toil where one reposes
But the sharing of life's glories, Bread and Roses, Bread and Roses.
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ExUserIn-2026-04-08
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Re: Wie sollen/wollen wir angesprochen werden?
Hallo Marielle,
ich habe Dich schon verstanden. Und ich meine auch nicht, dass Du jemanden etwas vorschreiben willst. Aber ich glaube, ich habe mich nicht genau genug ausgedrückt.
Auf der einen Seite legen Menschen Wert auf eine Darstellung einer Geschlechtlichkeit (welcher auch immer), die wir uns zuweisen. Warum soll das nicht auch in einer Anrede gewürdigt werden ? Ein Ausweichen auf geschlechtsneutrale Bezeichnungen in einer Anrede trägt dem keine Rechnung und kann auch so verstanden werden. Wie es wirklich verstanden wird, liegt am Publikum (geschlechtsneutral ausgedrückt). Und hier kommt die individuelle Betrachtung ins Spiel, die mMn von Lieschen abgefragt wurde.
Und wann, wenn nicht in der Anrede, kommt die Frage nach dem Geschlecht im menschlichen Miteinander, persönlich und unpersönlich, zum Tragen ? Es spielt nirgends wirklich eine Rolle. Ok, es bleibt der Sanitärbereich. Und sonst ? Und wenn das so ist, warum legen wir (nicht nur Trans*) Wert darauf, in unserer Geschlechtlichkeit, auf die wir viel Mühe verwenden, anerkannt zu werden ? Was ist denn der Gegenwert dieses Ausdrucks ? Dass mir jemand die Tür aufhält und mir den Vortritt lässt oder eine Kaffee ausgibt ?
Oder habe ich da den falschen Rock an ?
ich habe Dich schon verstanden. Und ich meine auch nicht, dass Du jemanden etwas vorschreiben willst. Aber ich glaube, ich habe mich nicht genau genug ausgedrückt.
Auf der einen Seite legen Menschen Wert auf eine Darstellung einer Geschlechtlichkeit (welcher auch immer), die wir uns zuweisen. Warum soll das nicht auch in einer Anrede gewürdigt werden ? Ein Ausweichen auf geschlechtsneutrale Bezeichnungen in einer Anrede trägt dem keine Rechnung und kann auch so verstanden werden. Wie es wirklich verstanden wird, liegt am Publikum (geschlechtsneutral ausgedrückt). Und hier kommt die individuelle Betrachtung ins Spiel, die mMn von Lieschen abgefragt wurde.
Und wann, wenn nicht in der Anrede, kommt die Frage nach dem Geschlecht im menschlichen Miteinander, persönlich und unpersönlich, zum Tragen ? Es spielt nirgends wirklich eine Rolle. Ok, es bleibt der Sanitärbereich. Und sonst ? Und wenn das so ist, warum legen wir (nicht nur Trans*) Wert darauf, in unserer Geschlechtlichkeit, auf die wir viel Mühe verwenden, anerkannt zu werden ? Was ist denn der Gegenwert dieses Ausdrucks ? Dass mir jemand die Tür aufhält und mir den Vortritt lässt oder eine Kaffee ausgibt ?
Oder habe ich da den falschen Rock an ?
Viele Grüße
Vicky
Respekt ist nicht teilbar.
Vicky
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Marielle
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Re: Wie sollen/wollen wir angesprochen werden?
Hallo Lieschen, Vicky,
@ Lieschen: Da war noch 'ne Frage von dir:
Ich finde es wichtig, dass man aus einer Rede heraushören kann, dass die Redner_in die Vielfalt kennt und auch anerkennt. Es muss nicht an jeder Stelle immerwieder ein Untersrich hörbar sein, wenn man sicher ist, dass der redende Mensch es drauf hat. Für den CSD ginge es vielleicht so: Liebe Gäste, liebe Teilnehmer_innen am diesjährigen Oldenburger CSD ... Liebe Menschen, die herkommen sind, um zu zeigen, dass Vielfalt etwas großartiges und die Freiheit aller Menschen unverhandelbar* ist ........
Es ist natürlich ein wenig schwierig, dem Börgermeester einen Begrüßungstext zuzuschieben, aber natürlich hast du Recht, man sollte seinen Senf dazugeben, wenn die Chance besteht. Vielleicht kannst du damit ja was anfangen.
__________________________________________________
@ Vicky: Deiner Argumentation kann ich nicht zustimmen.
Es gibt einen sprachlichen, bisher nicht auflösbaren Konflikt zwischen dem Anspruch, eine geschlechtsspezifische Anrede zu erhalten und dem Wunsch, durch eine Anrede kein Geschlecht zugewiesen zu bekommen. Es gibt nunmal leider keine bestehende sprachliche Form, die zugleich geschlechtsneutral UND individuell richtig benennend ist (ich wüsste auch nicht, wie das gehen soll) Es muss daher eine Abwägung vorgenommen werden, wenn eine konsensfähige Lösung gefunden werden soll. Das haben wir hier schon öfter mal diskutiert, zu einer Lösung sind wir nie gekommen, weil der Anspruch auf individuell richtige Benennung immer wieder über den Anspruch auf eine Nicht-Zuweisung gestellt wurde. Und das halte ich für falsch.
Wenn du schreibst
dann liegt das wohl einfach daran, dass wir uns noch nie persönlich miteinander Unterhalten haben
"Liebe Menschen" erscheint dir, so verstehe ich dich, deine Person nicht ausreichend zu respektieren bzw. zu würdigen. Mit "Sehr geehrte Damen und Herren" fühle ich mich nicht angesprochen (auch wenn ich deswegen nicht sofort Alarm mache). Der Unterschied liegt m.E. nun darin, dass "Liebe Menschen" inklusiv ist, während "Sehr geehrte Damen und Herren" eindeutig exkludiert.
Dazu kommt, aber das führt etwas sehr weit weg, dass geschlechtsspezifische Sprache immer auch zuweisend ist, was grade hier doch als grundlegendes Problem verstanden werden müsste. Selbst Menschen, die seriell binär selbstidentifiziert sind, müssen das Thema kennen, ziehen m.E. aber nicht die notwendigen Schlüsse daraus. Wie gesagt: Immer auf die Ebene des unpersönlichen Umgangs bezogen. Die direkte Beziehung zwischen Menschen ist ein etwas anderes Thema.
liebe Grüße, habt es gut
Mar_ielle
*) Das diesjährige Motto des CSD in Oldenburg ist "Wir sind unverhandlbar'.
@ Lieschen: Da war noch 'ne Frage von dir:
Ich finde es wichtig, dass man aus einer Rede heraushören kann, dass die Redner_in die Vielfalt kennt und auch anerkennt. Es muss nicht an jeder Stelle immerwieder ein Untersrich hörbar sein, wenn man sicher ist, dass der redende Mensch es drauf hat. Für den CSD ginge es vielleicht so: Liebe Gäste, liebe Teilnehmer_innen am diesjährigen Oldenburger CSD ... Liebe Menschen, die herkommen sind, um zu zeigen, dass Vielfalt etwas großartiges und die Freiheit aller Menschen unverhandelbar* ist ........
Es ist natürlich ein wenig schwierig, dem Börgermeester einen Begrüßungstext zuzuschieben, aber natürlich hast du Recht, man sollte seinen Senf dazugeben, wenn die Chance besteht. Vielleicht kannst du damit ja was anfangen.
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@ Vicky: Deiner Argumentation kann ich nicht zustimmen.
Es gibt einen sprachlichen, bisher nicht auflösbaren Konflikt zwischen dem Anspruch, eine geschlechtsspezifische Anrede zu erhalten und dem Wunsch, durch eine Anrede kein Geschlecht zugewiesen zu bekommen. Es gibt nunmal leider keine bestehende sprachliche Form, die zugleich geschlechtsneutral UND individuell richtig benennend ist (ich wüsste auch nicht, wie das gehen soll) Es muss daher eine Abwägung vorgenommen werden, wenn eine konsensfähige Lösung gefunden werden soll. Das haben wir hier schon öfter mal diskutiert, zu einer Lösung sind wir nie gekommen, weil der Anspruch auf individuell richtige Benennung immer wieder über den Anspruch auf eine Nicht-Zuweisung gestellt wurde. Und das halte ich für falsch.
Wenn du schreibst
Im persönlichen Gespräch habe ich es noch nie erlebt, dass sich jemand als "dazwischen" darstellte.
dann liegt das wohl einfach daran, dass wir uns noch nie persönlich miteinander Unterhalten haben
"Liebe Menschen" erscheint dir, so verstehe ich dich, deine Person nicht ausreichend zu respektieren bzw. zu würdigen. Mit "Sehr geehrte Damen und Herren" fühle ich mich nicht angesprochen (auch wenn ich deswegen nicht sofort Alarm mache). Der Unterschied liegt m.E. nun darin, dass "Liebe Menschen" inklusiv ist, während "Sehr geehrte Damen und Herren" eindeutig exkludiert.
Das ist aus der individuellen Perspektive betrachtet sicher richtig. Es fragt sich aber, ob dieser individuelle Widerspruch, der ja nicht durch eine von aussen kommenden Infragestellung verursacht wird, nicht hinter der exkludierenden Wirkung einer Pauschalzuweisung, die objektiv im Einzelfall falsch und damit mindestens infragestellend ist, zurückzustehen hat und daher im Hinblick auf eine Konsenslösung auszuhalten ist.Jedoch steht es im gewissen Widerspruch, wenn man sich selber durch den eigenen Auftritt in Kleidung und Gestik einem Geschlecht zuweist. Dort legt man i.A. Wert auf eine geschlechtliche Zuweisung.
Dazu kommt, aber das führt etwas sehr weit weg, dass geschlechtsspezifische Sprache immer auch zuweisend ist, was grade hier doch als grundlegendes Problem verstanden werden müsste. Selbst Menschen, die seriell binär selbstidentifiziert sind, müssen das Thema kennen, ziehen m.E. aber nicht die notwendigen Schlüsse daraus. Wie gesagt: Immer auf die Ebene des unpersönlichen Umgangs bezogen. Die direkte Beziehung zwischen Menschen ist ein etwas anderes Thema.
liebe Grüße, habt es gut
Mar_ielle
*) Das diesjährige Motto des CSD in Oldenburg ist "Wir sind unverhandlbar'.
As we go marching, marching, we bring the greater days
For the rising of the women, means the rising of the race
No more the drudge and idler ten that toil where one reposes
But the sharing of life's glories, Bread and Roses, Bread and Roses.
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Joanna
Re: Wie sollen/wollen wir angesprochen werden?
Jetzt frage ich mich aber echt, geht's noch?
Worüber diskutieren wir hier eigentlich?
Joanna
Worüber diskutieren wir hier eigentlich?
Joanna
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Exuserin-2016-074-06
Re: Wie sollen/wollen wir angesprochen werden?
Was bist du dann? asexuell? Hetero? Also lesbisch, aus Sicht von Beobachtern, die dich mit deiner Frau als Frau wahrnehmen. Transsexualität hat nichts mit der sexuellen Oritentierung zu tun. Wenn du dich femme fatal kleidest, wirst du auch dementsprechend wahrgenommen und nicht als Dazwischen. Du ordnest dich für andere klar einem Gender zu, das in der üblichen Anrede berücksichtigt wird.Joanna hat geschrieben: Und offiziell? Ich bin weder schwul noch lesbisch. Ich bin transident/transsexuell. Und ich möchte, dass diese "Normvariante" nicht nur anerkannt wird, sondern auch Eingang in unseren offiziellen Sprachgebrauch findet.
Joanna
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Exuserin-2016-074-06
Re: Wie sollen/wollen wir angesprochen werden?
Wird es doch. Wenn sich hier die meisten als Frau umstylen, werden sie auch als Frau wahrgenommen und dementsprechen auch so angesprochen. Welcher Unwissende soll denn bitte darauf kommen, dass es sich bei der Person, die als Frau zu sehen ist, sich um eine Dazwischen handelt?Vicky_Rose hat geschrieben: Auf der einen Seite legen Menschen Wert auf eine Darstellung einer Geschlechtlichkeit (welcher auch immer), die wir uns zuweisen. Warum soll das nicht auch in einer Anrede gewürdigt werden ?
Bei der Partnersuche.Vicky_Rose hat geschrieben: Und wann, wenn nicht in der Anrede, kommt die Frage nach dem Geschlecht im menschlichen Miteinander, persönlich und unpersönlich, zum Tragen ? Es spielt nirgends wirklich eine Rolle. Ok, es bleibt der Sanitärbereich. Und sonst ?
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Salmacis
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Re: Wie sollen/wollen wir angesprochen werden?
Ich muss mich hier Anne-Mette anschließen. Du bist eine Frau, also was ist an "sehr geehrte Damen" so schlimm?Joanna hat geschrieben:Ich bin weder schwul noch lesbisch. Ich bin transident/transsexuell. Und ich möchte, dass diese "Normvariante" nicht nur anerkannt wird, sondern auch Eingang in unseren offiziellen Sprachgebrauch findet.
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Joanna
Re: Wie sollen/wollen wir angesprochen werden?
Ich glaube, ich muss da nochmal was klarstellen. Offensichtlich bin ich mit meinem Beitrag missverstanden oder vielleicht auch gar nicht verstanden worden.
Natürlich werde ich bei persönlichen Kontakten und im Alltag als Frau wahrgenommen und auch so angesprochen. Darauf lege ich auch wert.
Lediglich wenn es um die Ansprache/Begrüßung bei offiziellen Anlässen geht und das war ja die Ausgangsfrage, dann vermisse ich einen Terminus, der transidenten Menschen (wie mir ) gerecht wird. Liebe Schwule, liebe Lesben, liebe Transidente.....
Vielleicht kommt das jetzt besser rüber???
Joanna
Natürlich werde ich bei persönlichen Kontakten und im Alltag als Frau wahrgenommen und auch so angesprochen. Darauf lege ich auch wert.
Lediglich wenn es um die Ansprache/Begrüßung bei offiziellen Anlässen geht und das war ja die Ausgangsfrage, dann vermisse ich einen Terminus, der transidenten Menschen (wie mir ) gerecht wird. Liebe Schwule, liebe Lesben, liebe Transidente.....
Vielleicht kommt das jetzt besser rüber???
Joanna
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Joanna
Re: Wie sollen/wollen wir angesprochen werden?
[quote="Lieschen"]Hallo,
ich frage zwischendurch mal ganz gezielt: am nächsten Samstag ist in Oldenburg CSD. Bisher wurden, wenn ich mich richtig erinnere, vom Bürgermeister immer nur die "lieben Schwulen und Lesben" angesprochen. Ich werde ihm über die Frau Jungkunz schreiben und am Samstag bei seiner Rede gaaaanz genau hinhören. Wie soll er die Anwesenden ansprechen? Vielleicht: "Liebe Gäste des diesjährigen CSD Oldenburg! Ich freue mich ganz besonders ...."
Es ist unsere Chance, etwas zu verändern
Das war doch die Ausgangsfrage von Lieschen, oder?
Joanna
ich frage zwischendurch mal ganz gezielt: am nächsten Samstag ist in Oldenburg CSD. Bisher wurden, wenn ich mich richtig erinnere, vom Bürgermeister immer nur die "lieben Schwulen und Lesben" angesprochen. Ich werde ihm über die Frau Jungkunz schreiben und am Samstag bei seiner Rede gaaaanz genau hinhören. Wie soll er die Anwesenden ansprechen? Vielleicht: "Liebe Gäste des diesjährigen CSD Oldenburg! Ich freue mich ganz besonders ...."
Es ist unsere Chance, etwas zu verändern
Das war doch die Ausgangsfrage von Lieschen, oder?
Joanna
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Dolores59
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Re: Wie sollen/wollen wir angesprochen werden?
Der Bürgermeister hat bei der Anrede ausser Acht gelassen, dass bei der CSD auch Heteros anwesend sind. Oder ist das eine geschlossene Veranstaltung nur für Schwule und Lesben?Joanna hat geschrieben:Lieschen hat geschrieben:Hallo,
ich frage zwischendurch mal ganz gezielt: am nächsten Samstag ist in Oldenburg CSD. Bisher wurden, wenn ich mich richtig erinnere, vom Bürgermeister immer nur die "lieben Schwulen und Lesben" angesprochen. Ich werde ihm über die Frau Jungkunz schreiben und am Samstag bei seiner Rede gaaaanz genau hinhören. Wie soll er die Anwesenden ansprechen? Vielleicht: "Liebe Gäste des diesjährigen CSD Oldenburg! Ich freue mich ganz besonders ...."
Joanna
Ich danke dir dafür, dass ich wunderbar gemacht bin; wunderbar sind deine Werke; das erkennt meine Seele.
(Psalm 139,14)
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Exuserin-2016-074-06
Re: Wie sollen/wollen wir angesprochen werden?
Heteros sind keine Betroffene und auch nicht die Zielgruppe.
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Exuserin-2016-074-06
Re: Wie sollen/wollen wir angesprochen werden?
Mit der Erwähnung würde aber eine Vormachtsstellung der Heteros erzeugt werden, denke ich mal. Es geht halt in erster Linie um die Befindlichkeiten von Homosexuellen und nicht Heterosexuellen, da auch Konflikte innerhalb der Familie bestehen können und eben nicht jeder solidarisiert.
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Dolores59
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Re: Wie sollen/wollen wir angesprochen werden?
Wieso wird mit der Einleitung: "Liebe Gäste....." eine Vormachtstellung der Heteros erzeugt? Eine Vormachtstellung der Heteros ergibt sich schlicht und ergreifend aus der Tatsache, dass sie die Mehrheit im Land stellen und nicht durch die Anrede eines Bürgermeisters.Breakfast at Tiffany hat geschrieben:Mit der Erwähnung würde aber eine Vormachtsstellung der Heteros erzeugt werden, denke ich mal. Es geht halt in erster Linie um die Befindlichkeiten von Homosexuellen und nicht Heterosexuellen, da auch Konflikte innerhalb der Familie bestehen können und eben nicht jeder solidarisiert.
Ich danke dir dafür, dass ich wunderbar gemacht bin; wunderbar sind deine Werke; das erkennt meine Seele.
(Psalm 139,14)
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Exuserin-2016-074-06
Re: Wie sollen/wollen wir angesprochen werden?
Sind sie denn automatisch die Mehrheit auf solchen Veranstaltungen? Mit Vormachtsstellung meinte ich, dass Heteros die Oberhand gegenüber Minderheiten gewinnen.