Wie ist eigentlich euer Frauenbild?
Wie ist eigentlich euer Frauenbild? - # 9

Crossdresser, Transgender DWT... Plauderecke - was sonst nirgendwo passt
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JaquelineL
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Re: Wie ist eigentlich euer Frauenbild?

Post 121 im Thema

Beitrag von JaquelineL »

Hallo Marielle,

wenn's echt echt ist, ist das ein Fall für den Werberat oder Vergleichbare... Auf der Web site der Bar finde ich das Bild allerdings nicht (mehr) und eine verlässliche Quelle habe ich auch nicht gefunden. Hast Du das Bild über Twitter oder original von deren Seiten bekommen?

Liebe Grüße
Jackie
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Marielle
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Re: Wie ist eigentlich euer Frauenbild?

Post 122 im Thema

Beitrag von Marielle »

Guten Morgen,

das Bild ist tatsächlich mittlerweile von der Seite der Kneipe verschwunden, aber es ist im Original von deren Internetseite. Das hier gepostete Bild ist die Verkleinerung eines Screenshoots, den ich am letzten Mittwoch selbst gespeichert habe. Lediglich die Abdeckbalken über der Tab- und der Task-Leiste hab ich eingefügt. Die Infoquelle, durch die ich darauf gestossen bin/wurde, finde ich grad nicht wieder (man liest so vieles, alles speichern kann man nicht).

Ich nehme an, dass der Betreiber eine ganze Reihe von Mails bekommen hat, die seinem Verständnis ein wenig auf die Sprünge geholfen haben, und das das Bild deswegen verschwunden ist. Wie der überhaupt auf die Idee kam, einen so üblen Schrott zu verwenden, bleibt mir schleierhaft. Es mag ja sein, dass man immernoch viele Typen mit dieser Art 'Werbung' ansprechen kann, aber das sowas ohne Reaktionen durchgeht, kann doch selbst der dümmste Wirt nicht glauben. Oder etwa doch? Ist der wirtschaftliche Nutzen solcher Werbung immer noch höher als der Schaden? Dann gibt's noch viel zu tun.


Habt es gut

Marielle
As we go marching, marching, we bring the greater days
For the rising of the women, means the rising of the race
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But the sharing of life's glories, Bread and Roses, Bread and Roses.
JaquelineL
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Re: Wie ist eigentlich euer Frauenbild?

Post 123 im Thema

Beitrag von JaquelineL »

Liebe Marielle,

vielen Dank für diesen Nachtrag - ja, dann bleibt wirklich nur zu sagen, dass das Niveau dieser "Werbung" einfach unterirdisch ist.

Was immer der Betreiber mit diesem Bild ausdrücken wollte (die Szene sieht ja deutlich mehr nach "zuhause" aus, denn nach Kneipe), ich fänd' es selbst ohne besondere Reaktionen der breiten Öffentlichkeit geschäftsschädigend: Welcher normal denkende Mann möchte sich zu einer Gruppe gesellen, die sich durch solch' ein "Ambiente" angesprochen fühlt? Ein tieferer intellektueller Abstieg wäre doch gar nicht vorstellbar :(

Liebe Grüße
Jackie
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ExUserIn-2026-04-08
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Re: Wie ist eigentlich euer Frauenbild?

Post 124 im Thema

Beitrag von ExUserIn-2026-04-08 »

Welcher normal denkende Mann möchte sich zu einer Gruppe gesellen, die sich durch solch' ein "Ambiente" angesprochen fühlt?
Ich fürchte, dass es viele "normal" denkende Menschen gibt ... Und spätestens nach dem dritten Bier sinkt das Niveau erheblich.
Viele Grüße
Vicky

Respekt ist nicht teilbar.
Exuserin-2016-074-06

Re: Wie ist eigentlich euer Frauenbild?

Post 125 im Thema

Beitrag von Exuserin-2016-074-06 »

Explorer hat geschrieben:Männer waren nicht immer so "grau", wie sie es heute sind.
Die Sachen sind heute auch oft bunt. Männer haben aber zu allen Zeiten, kaum bis gar keine Haut gezeigt. Und darum gehts doch eigentlich den meisten hier. Mehr oder weniger.
Hierzulande ist es der Mann, der verhüllt und verschleiert wird.
gabi52 hat geschrieben:Hallo Exlorer und Breakfast...

Euch intellektuell zu folgen ist streckenweise anstrengend... und ich komm nicht mehr klar, worauf Ihr hinaus wollt.
Hallo Gabi,

ich will darauf hinaus, dass Frauen objektifiziert werden und nicht an ihrer Leistung oder Kompetenz gemessen werden. Objektive werden benutzt. Subjekte können entscheiden und handeln.
gabi52 hat geschrieben: Sind folgende Aussagen richtig verstandene Schlüsse aus Euern Beiträgen? :

1. Eine Bio-Frau, die sich im Hosenanzug bewegt, mit entsprechend anliegender oder kurzer Frisur, wird als seriöser angesehen und etabliert, wenn sie in einer "Männerdomäne" beschäftigt ist - als eine Frau, die mit offenem lockigen Haar in wunderschönem Kleid die selbe Arbeit verrichtet.
Richtig. Es dient der eigenen Vormachtstellung der Männer. Wäre Weiblichkeit etwas erstrebensertes und besseres, würden Männer ziemlich aus der Wäsche gucken, weil ihre Vertreterburka damit automatisch etwas minderwertiges wäre. Männer wollen aber keine Frauen sein, noch wollen sie wie eine aussehen. Darum werden diese Regeln Frauen aufgebürdet und Nicht-Männern, die sich an die patriarche Ordnung zu orientieren haben.
gabi52 hat geschrieben: 2. Steht ein Mann im Kleid jetzt vor einem geht die ganze Geschichte völlig durcheinander, denn die gedachte "Rangreihenfolge" geht...
... a. ein Mann
... b. eine Frau, die sich wie ein Mann kleidet ... businesslike halt.
Wenn er als Mann erkennbar ist, dann wird niemand der Meinung sein, es stünde eine Frau vor einem.
gabi52 hat geschrieben: ... c. eine Frau, die im Kleid arbeitet, aber nach nix aussieht ("Graue Maus")
... d. eine Frau, die im Kleid arbeitet und gut aussieht
Wie jetzt? Eine Frau, die nach nichts aussieht oder eine Frau, die nach etwas aussieht? Das alles gleichzeitig? Generell sehen Männer in Anzügen nach nichts aus. Es ist für uns nur ein gewohntes Bild, das nicht zum nach und überdenken anregt. Genauso gut könnte man Männer in Burkas verhüllen. Das käme auf das gleiche heraus.
gabi52 hat geschrieben: ... e. ein Crossdresser (m2f)
Das, was du beschreibst ist kein Crossdressing.
gabi52 hat geschrieben: Falls nicht (im Groben und Ganzen wenigstens) , sei mir die Frage erlaubt, in welcher Welt Ihr eigentlich lebt. Und was für Ziele Eure Gedanken haben (die hab ich völlig aus den Augen verloren) .
Du siehst es mit Männeraugen. Du crossdresst nicht im Alltag. Dadurch ist deine Wahrnehmung gedrübt. Einen Durchschnittsmann kannst du auch nicht erklären, dass Männer modisch unterdrückt sind. Für die ist ein Anzug eine Arbeitskleidung um seriös auszusehen und rechtfertigen es damit, dass Frauen sich dem auch beugen müssten. Im Umkehrschluss lehnen sie aber den Vergleich ab, dass Frauen sich maskulin anziehen müssen, um mit Männern optisch gleichwertig zu sein und konnkkurrieren zu können.
Dann wird auf einmal darauf hingewiesen, dass so ein Hosenanzug oder Kostüm sehr feminin ist. Frauen ziehen oft Pumps dazu an, um das Outfit erst richtig feminin wirken zu lassen. Sie nehmen Raum mit ihren Beinen ein, was Männer mit einem soliden und festen Stand haben.
gabi52 hat geschrieben: Fakt ist: es gibt einen Dresscode, den man gut, schlecht, blöd finden kann. Aber das ändert nix.
Die Aussage wundert mich kein bisschen. Siehe oben.
gabi52 hat geschrieben: Der Dresscode ist geschlechtsunspezifisch. (Ich habs probiert:) Als (Teilzeit-)Mann bei Rover in den Laden. Kleidung: Garten- und Arbeitssachen, weil der Besuch sehr spontan war. Kein Problem. - Gleiche Situation bei Mercedes. Ich dachte, die werfen mich gleich raus.
Das was du hier und weiter unten dann beschreibst, ist geradezu geschechtsspezifisch. Deine Gartensachen sind immer noch Männersachen. Dass du bei Mercedes anders bedient wurdest, hängt damit zusammen, dass sie eine andere Zielgruppe bedienen und dachten, du hast eh keine Kohle, wer als Landschaftgärnter arbeitet. Anders bei Rover die stereotypisch für Naturburschen werben und um jeden Kunden werben.

gabi52 hat geschrieben: Als (Teilzeit-)Mann im kaufmännischen Bereich zu Verhandlung bei einem potentiellen Kunden: Anzug, weisses Hemd, Krawatte. Alles gut. Gespräche "auf Augenhöhe".
Da kommen wir der Sache doch schon näher. Für dich ist ein Anzugträger auf Augenhöhe, während es eine Frau nicht wäre oder zumindest für deinen potentiellen Kunden.
gabi52 hat geschrieben: Gleicher Kunde, gleiches Outfit, kreativer Bereich: Das Gespräch kam zu keinem wirklichen Ende, Hemmung auf der "gegenüberliegenden Seite". 2. Gespräch, aber schwarzer Anzug, schwarzes Hemd keine Krawatte. Jetzt war alles gut.
Ein Anzug symbolisiert Distanz und Unnahbarkeit. Eine Frau im gleichen Anzug, hocheschlossen würde als prüde und frigide gelten.
Trotzdem kannst du noch keine Rückschlüsse ziehen, weil du trotzdem noch "männlich" angezogen und damit auf Augenhöhe warst, was den Geschlechterdiskurs betrifft.
Das einzige, was du weggelassen hats, war die Krawatte, was etwas legerer ist. Ob das Hemd nn schwarz oder weiß war, hätte keinen Unterschied gemacht. Interessant wäre es mit einer Bluse gewesen.
gabi52 hat geschrieben: Die Mädels beim "Gegenüber": im kaufmännischen Bereich: Bluse, Anzug. "tough". Nachdem klar war, dass die Dame als Gesprächspartnerin auf Augenhöhe akzeptiert war: Jacke aus und BH gezeigt, weil der war durch die Bluse klar erkennbar.
Ein Mann im gleichen Outfit, offenherzig würde als unseriös und verweib/ch/licht gelten. Mir stellt sich die Frage, ob du die gleiche Möglichkeit wie die Mädels gern hättest oder doch die Möglichkeit auf Augenhöhe zu sein? Lass mich raten: Du wölltest mit deinem Aussehen kokettieren und pluspunkte sammeln, aber gleichzeitig mit deinem Gegenüber auf Augenhöhe sein ohne deine Leistung diskediert zu sehen. Richtig? Genau an diesem Punkt scheitern aber Frauen. Sie werden von Männern zu Objekten gemacht. Egal wofür sie sich als Subjekt entscheiden, sie wird immer als Frau und für ihre Weiblichkeit bewertet. Bei einem Mann denkt kein Mann oder eine Frau daran, den mal flachlegen zu müssen.
gabi52 hat geschrieben: Im kreativen Bereich sassen die Damen in Shirt und (nach meinem Geschmack gewöhnungsbedürftigen) Jeans.
Sag ich doch. "Egal wofür sie sich als Subjekt entscheiden, sie wird immer als Frau und für ihre Weiblichkeit bewertet."
Auch du bist nicht frei davon. Mehr noch, du setzt "auf Augenhöhe sein", mit Objektifizierung gleich. Ich kann das nachvollziehen. Ich hasse es auch, mich wie eine islamische Frau erhüllen zu müssen. Aber dein bezirzen wird weder auf Frauen als Vorteil stoßen (Weil weibliche Chefs sich nicht über ihre Mitarbeiter profilieren oder Kundinnen mal drüber rutschen wollen) noch bei Chefs oder Kunden, da sie sehen, dass du keine Frau bist und weder sie noch du, auf Männer stehen. Welche Vorteile erhoffst du dir nun,
deine Jacke auszuziehen und deine Brustmuskeln durch die Bluse erkennbar werden zu lassen? Männer werden anhand ihrer Leistung und Können beurteilt. Das bewerten Frauen wie Männer gleich. Frauen werden über ihr Äußeres bewertet.
gabi52 hat geschrieben: Es war klar, dass "Machtspielchen" ausbleiben konnten, weil die ja schon im Kaufmännischen 'abgearbeitet' worden waren.
Meinst du jetzt das, was ich denke? Im kreativen Bereich sind die Hierarchien flacher als in gehobenen Positionen. Dort glänzen Frauen mit ihrem Aussehen und Körper und Männer mit ihrem Geldbeutel und Kopf. Der Geschlechterunterschied wird überspitzt.
gabi52 hat geschrieben: Wenn ich mir jetzt vorstelle, ich wäre mit Bluse, Silis, Anzug und Heels im kaufmännischen Bereich aufgekreuzt, wäre das Gespräch zu keinem Ende gekommen, weil die Gedanken meiner Gesprächspartner/innen darum gekreist wären, warum ich so gekleidet bin und dass meine fachliche Kompetenz nicht so sein kann, wie vorher der Eindruck entstanden war.
Das kannst du nur wissen, wenn du es probiert hast. Ich habe schon im Rock und Pumps Bewerbungsgespräche erfolgreich abgeschlossen wo ich erneut eingeladen wurde.
Ich trage aber weder Perücke noch künstliche Brüste. Das dürfte wohl einen Unterschied machen. Das ist dann aber auch kein crossdressing mehr, sondern Transvestismus.
Der Eindruck, warum du so gekleidet bist hätte auch enstehen können, wenn du in einem Anzug von Gucci aufgekreuzt wärst. Du beschreibst damit aber voll das Problem bei Frauen "warum ich so gekleidet bin und dass meine fachliche Kompetenz nicht so sein kann, wie vorher der Eindruck entstanden war." das du oben erst relativiert hast.
gabi52 hat geschrieben: Als TG muss man sich mit den "Spielregeln" der Bio-Frauen beschäftigen und sie annehmen, denn man schwimmt "in deren Becken". Als CD hat man das Problem, weder im Becken für Jungs noch für Mädels schwimmen gelassen zu werden (bei den Mädels vielleicht noch eher... :) )

Ich bin gespannt ...
Das kommt darauf an, was für ein Nutzen bei beiden Geschlechtern vorliegt. Bei einem sexuellen Nutzen lassen dich auch Frauen nicht in ihr Becken.

Grüße
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