Valerie träumt: Windsurfer in Leucate
Valerie träumt: Windsurfer in Leucate

Crossdresser, Transgender DWT... Plauderecke - was sonst nirgendwo passt
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Valerie Bellegarde
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Valerie träumt: Windsurfer in Leucate

Post 1 im Thema

Beitrag von Valerie Bellegarde »

Liebes Forum, hier lest ihr eine neue Valerie-Geschichte, diesmal ist sie ein bisschen verträumt.

Valerie ist, wie bekannt ja nicht mehr ganz so jung und auch als Frau sehr realitätsbezogen und kritisch und achtet deshalb auch selten auf die Versprechungen der Werbeplakate, die überall die Straßen der Städte säumen, so auch hier in ihrem französischen Sommerdomizil. Soviel ist sicher klar und unbestritten, jedoch: Irgendwie fühlte sich Valerie gleich angesprochen, als sie das Plakat am Straßenrand sah: WINDSURFER-WELTMEISTERSCHAFTEN 2016 in Leucate Plage.

Inzwischen war ja auch hier am Mittelmeer der Sommer eingekehrt, bei schönem Sonnenschein und Lufttemperaturen seit einer Woche beständig um die 25 Grad. Windsurfer-Weltmeisterschaft, das klang doch richtig gut.

Warum sich die alte Schachtel plötzlich so für Windsurfing interessiert, wird gefragt? (gitli)

Die Frage kann ich aus dem Stand so nicht beantworten. Nicht, das Valerie noch irgendwo ein altes Surfboard gehabt hätte, zum Beispiel zuhause an der Garagenwand, völlig verstaubt und verdreckt und halb vergessen, nein, das sicher nicht. Eigentlich war sie auch nie der harte Sportlertyp gewesen, sondern eher der lebenslustige Typ, der sich für alles mögliche andere interessierte als für sportliche Wettbewerbe und körperliche Aktivitäten, obwohl... in den letzten Jahren achte sie doch vermehrt auf ihren Körper und legte stärkeren Wert darauf, dass sie sich gesund ernährte. Schließlich muss man was tun, um einen attraktiven Body so unbeschadet über die Jahre zu bringen. Jawoll meine Herren!

Und wie es außerdem so richtig heisst: Von nIchts kommt nichts. :)p :)p

Um es gleich mal klar zu sagen: Weniger der Wettbewerb war es, der Valerie interessierte, sondern mehr die braungebrannten Kerle aus aller Welt, die sie dort in großer Zahl zu Gesicht bekommen würde. In ihrem besten Sommerkleid fuhr sie deshalb gleich am ersten Morgen hin. Das Kleid war ein Neukauf von Bonprix, aus einem leichten Sythetikstoff in der Farbe nachtblau mit einem großen weißen aufgedrucktem Blumenmuster, vorne mit einem reichlichen, fast gewagten Ausschnitt versehen (he) (he) , den sie aber mit einem kleinen Chiffon-Schal etwas abdeckte. Man muss ja nicht gleich mit der Tür ins Haus fallen. Unten herum war das Kleid recht weit geschnitten und knie-umspielend, so dass ihre nylonbestrumpften Beine gut zur Geltung kamen. Besonders bei dem leichten Wind, der draußen wehte. An den Füßen hatte sie sich für ihre neuen Kork-Sandalen entschieden, die Riemchen in Farbe rosa bzw. besser gesagt pink, was einen hübschen Kontrast zum Nachtblau des Kleids ausmachte. Sie hoffte, dort unten in Leucate-Plage nicht allzuviel im unwegsamen Gelände unterwegs sein zu müssen, mit ihren 10 cm hohen Absätzen (davon allerdings 2 cm Plateausohle) hätte sie da Probleme bekommen, und die wollte sie vermeiden. Obwohl... mit diesen Schuhen war sie früher, allerdings in der Stadt, schon weite Wege gegangen. Also: Pas de problème, messieurs.

Leucate war nicht allzuweit entfernt, sie parkte auf dem provisorischen Besucherparkplatz ein, den die Veranstalter am Strand eingerichtet hatten, stieg schwungvoll aus, schenkte dem jungen arabisch aussehenden Platzanweiser ein Lächeln und zwei Euro und versuchte erst einmal mit einem Rundumblick etwas Orientierung zu bekommen. Die Franzosen nennen das Mittelmeer liebevoll "le Grand Bleu" , was man auch sofort versteht, wenn man an so einem schönen Tag nach Südosten auf Meer schaut, und die Sonne kräftig vom Himmel strahlt, das gibt dem Meer wirklich eine tiefblaue Farbe.

Überall um sie herum herrschte geschäftiges Treiben, allenthalben flatterten Fahnen im Wind, Lautsprecher ringsum plärrten Unterhaltungsmusik in die Luft, gemischt mit Durchsagen für die nächsten Wertungen, und der ganze etang (die Bucht) schien voller bunter Segel zu sein. Entlang der Bucht führte eine Asphaltstraße, die kilometerweit beparkt schien mit Wohnwagen oder Campingmobilen, dazwischen kleine Zelte, und ringsum wuselten junge Leute herum, trugen ihre boards hin und her, oder räkelten sich halbnackt auf Campingmöbeln in der Sonne um zu fachsimpeln oder auch nur auf ihren nächsten Wertungslauf zu warten. Überall geballte Männlichkeit, und dazwischen hatte Valerie es sich auf einem Bänkchen bequem gemacht und träumte. Ihre Augen waren geschlossen. Nicht dass einer meint, sie habe den einen oder anderen Blick riskiert um durch halbgeöffnete Türen etwas von den wirklich sehenswerten Astral-Bodies der Surfer zu sehen, die sich hier überreichlich der Öffentlichkeit präsentierten. Nein, so war es nicht. Es war warm und ruhig um sie herum, Valerie träumte einen kleinen Tagtraum, und was ihr durch den Kopf ging, geht keinen etwas an. )):m

Ihren Kopf hatte sie zurückgeworfen, das braune Haar bewegte sich leicht im Wind. ihre Augen hinter der dunklen Sonnenbrille waren zu, sie konnte also auch nicht ins Duschzelt der Männer reinschauen (obwohl dieses ziemlich in der Nähe aufgebaut war) und auch nicht in die offenen Türen mancher Camper, und deshalb entging ihr der eine oder andere Blick auf die Realität, die ja auch überhaupt nicht zu verachten war.

So ging der schöne Morgen in einen heissen Mittag über, die Lautsprecher quakten, die Surfer surften und die Sonne knallte vom Himmel. Valerie schwitzte unter ihrer Perücke, dunkelbraun ist zwar eine schöne Farbe, aber diese dunkelbraune Perücke schien die Sonnenwärme regelrecht aufzusaugen. Sie war einmal den langen Strand hinaufgestöckelt, dann wieder langsam hinunter in Richtung auf den Parkplatz, wo sie ihr Auto abgestellt hatte, aber den Rückweg ging sie barfuß, ihre Nylons hatte sie im Blickschatten eines Campingmobils kurzerhand vom Strumpfhalter abgeclipst, dann ausgezogen und in ihrer Handtasche verstaut, die sie lässig über den Rücken gehängt trug. Ob sie jemand beim Strumpfwechsel beobachtete ist ihr nicht aufgefallen, jedenfalls fühlte sie sich hinterher leicht und easy als Barfußgängerin. Zurück am Auto wischte sie den Sand von ihren Füßen um dann unter den Blicken des jungen Parkwächters wieder in ihre Nylons zu schlüpfen und diese ruckzuck am kleinen Haltergürtel anzuclipsen. Schwupps das Kleid wieder runtergestreift züchtig übers Knie, wie sich das gehört. Alles ging schnell und zügig, diese Handgriffe hatte sie inzwischen wirklich gut drauf und auch die Schuhe waren fix wieder angezogen, Valerie ist schließlich beweglicher und gelenkiger geworden, seit sie die letzten Monate aufs Mittagessen verzichtete.

So auch diesmal. Sie warf nicht einmal einen Blick in das große Restaurantzelt, sondern steuerte ihren Wagen in Richtung Ausgang, ein leichtes Winken und ein kleines Lächeln zum Parkplatzwächter hinüber, dann reihte sie sich ein in den Verkehr auf der Nationalstraße Richtung Narbonne.

Soviel für heute von Valerie :()b
LenaPorcia

Re: Valerie träumt: Windsurfer in Leucate

Post 2 im Thema

Beitrag von LenaPorcia »

Hallo Valerie (smili) ,

herzlichen Dank für Deinen schönen Bericht! Da kommt doch gleich Neid auf - auf Dich (und Dein Erlebnis) und auf die, die aufs Wasser durften;-)...

Hach, da kribbelts in den Armen und frau wird bewusst, dass sie dieses Jahr noch gar nicht ran durfte:-D
Und nur Mut, auch frau/madame kann die Freiheit aufm Wasser genießen (gitli)

*Hang Loose* und liebe Grüße (ki)
Valerie Bellegarde
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Re: Valerie träumt: Windsurfer in Leucate

Post 3 im Thema

Beitrag von Valerie Bellegarde »

Liebe Francesca,
Schön, daß dir die Valerie-Geschichten gefallen, sie lebt ja im ganzen Sommer und Herbst dort unten am Mittelmeer und hat dann natürlich alle Chancen aufs Wasser rauszugehen, allerdings wäre der stramme Tramontane-Wind, der in der Region leucate von den Bergen im Westen runterkommt und hinauspfeift aufs Meer, eigentlich doch zu viel Stress. Und auch so ein Board an sich wäre viel zu kippelig. Nein, natürlich wollte sie in erster Linie halt mal wieder ein wenig Show machen dort unten bei den Surfern, sie zeigt sich halt gerne der Öffentlichkeit ab und zu, und claro: weil frau dort eben viele hübsche Jungs sehen kann, wer will dem alten Mädel den kleinen Spaß verdenken. (Noch) ist ja nichts passiert in dieser Richtung... (gitli) Nein nein, wenn Valerie aufs Meer rausgeht dann nur an Bord ihres Motorboots, aber davon erzähle ich vielleicht später mal mehr...

Grüße V. :()b
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