Abartiger gehts nimmer ...
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triona
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Abartiger gehts nimmer ...

Post 1 im Thema

Beitrag von triona »

Nur ein widersinniges Bubenstück von hirnlosen Bürokraten oder Machtkampf bis zum Äußersten?

http://www.freiepresse.de/NACHRICHTEN/P ... 535002.php

Abartiger gehts nimmer ...


liebe grüße
triona
Yasmine
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Re: Abartiger gehts nimmer ...

Post 2 im Thema

Beitrag von Yasmine »

Ja, aber das geht doch nicht. Solaranlagen auf nem denkmalgeschützen Haus!
OK, wenn man es abreißt, dann kann man ja später nach dem braunkohleabbau die Anlagen wieder aufstellen.
<ironie off>
So was beklopptes!!!

LG
Yasmine
Valerie Bellegarde
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Re: Abartiger gehts nimmer ...

Post 3 im Thema

Beitrag von Valerie Bellegarde »

Atomstrom geht nicht weil möglicherweise alle tot, falls doch mal irgendwas schiefgehen sollte mit der Technik, deshalb zurück zur Kohle. Steinkohle zu teuer, deshalb Braunkohle. Braunkohle geht nicht weil Flächenverbrauch, man muss manche Dörfer abreissen und außerdem machen sie viel Umweltschmutz, deshalb Solarstrom. Photovoltaik geht auch nicht weil Chinaimporte, Devisenverlust, und außerdem sind hinterher die Dächer unserer deutschen Städte verschandelt, also Schutzgesetze. Photovoltaik speziell auf Kirchendächer gehen auch nicht wegen Denkmalschutz. Der deutsch Bedenken-Träger, er lebe hoch. Am besten alle gleich zurück in die Hütten oder Höhlen. Ich kenne Länder, die sind wirklich arm und die wären froh sie hätten unsere Probleme.
Gruß, Valerie
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Re: Abartiger gehts nimmer ...

Post 4 im Thema

Beitrag von Salmacis »

willkommen in meiner Heimat, der Lausitz, wo die Abwanderung fast nur Nulpen hinterließ :)
exuserin-2017-01-16

Re: Abartiger gehts nimmer ...

Post 5 im Thema

Beitrag von exuserin-2017-01-16 »

Warum die Aufregung bei uns kommt der Strom aus der Steckdose [Ironie aus *]
Dolores59
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Re: Abartiger gehts nimmer ...

Post 6 im Thema

Beitrag von Dolores59 »

Valerie Bellegarde hat geschrieben:Atomstrom geht nicht weil möglicherweise alle tot, falls doch mal irgendwas schiefgehen sollte mit der Technik, deshalb zurück zur Kohle. Steinkohle zu teuer, deshalb Braunkohle. Braunkohle geht nicht weil Flächenverbrauch, man muss manche Dörfer abreissen und außerdem machen sie viel Umweltschmutz, deshalb Solarstrom. Photovoltaik geht auch nicht weil Chinaimporte, Devisenverlust, und außerdem sind hinterher die Dächer unserer deutschen Städte verschandelt, also Schutzgesetze. Photovoltaik speziell auf Kirchendächer gehen auch nicht wegen Denkmalschutz. Der deutsch Bedenken-Träger, er lebe hoch. Am besten alle gleich zurück in die Hütten oder Höhlen. Ich kenne Länder, die sind wirklich arm und die wären froh sie hätten unsere Probleme.
Gruß, Valerie
Der Amtsschimmel wiehert ganz kräftig! Oder ist es nicht vielmehr das deutsche Wesen, denn die Bürokraten sind Menschen.

Ergänzung:

Windenergie geht auch nicht. Weil Verspargelung der Landschaft, keine Stromtrassen von Nord nach Süd. Jedenfalls nicht in unserer Gemeinde - in der Nachbargemeinde schon (St.Florian lässt grüßen).

Holz geht auch nicht. Weil Abholzung und Kahlschlag des Waldes. Ausser, wir importieren sibrisches Holz (das ist so schön weit weg).

Biomasse geht auch nicht. Weil unsere Böden versaut werden durch Raubbau und Gülle. Ausser, wir importieren das Rohmaterial aus Asien/Afrika/Südamerka (was die Einheimischen essen sollen? Teure EU-Produkte, Hauptsache, bei uns ist alles ok).

Obelix würde sagen: Die spinnen, die Deutschen.

LG
Dolores
Ich danke dir dafür, dass ich wunderbar gemacht bin; wunderbar sind deine Werke; das erkennt meine Seele.
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Re: Abartiger gehts nimmer ...

Post 7 im Thema

Beitrag von triona »

Hier noch ein kleiner Aufsatz, den ich in einem anderen Forom geschrieben hab.
Er beleuchtet noch einige andere Gesichtspunkte dieses Themenkreises:


Wenn neue Formen der Energiegewinnung, dann müssen es ja immer gleich Großtechnologien sein, die auch nicht nur annähernd beherrscht werden, und die auch mit derzeit noch unkalkulierbaren Risiken verbunden sind. Da haben sie z.B. in Staufen im Breisgau eine Tiefbohrung gemacht zur Erkundung der Nutzung von (vulkanischer) Erdwärme. Da haben sie auch prompt eine Gipsschicht angebohrt. Durch das Grundwasser quillt der jetzt auf, und die Erde hebt sich. Und oben zerbröselt die ganze Altstadt, die vermutlich auch denkmalgeschützt ist. Ähnliches wird in Stuttgart erwartet durch den Bau von Stuttgart 21 - zwar nicht Energieerzeugung, sondern Verkehr. Aber auf jeden Fall spätkapitalistischer Größenwahn vom Krassesten.

Hier noch ein Bericht über das Ausmaß der Vorgänge in Staufen:
https://de.wikipedia.org/wiki/Hebungsri ... m_Breisgau

Daraus geht recht deutlich hervor, daß man noch weit entfernt ist, diese Technik auch nur ansatzweise zu beherrschen und deren Folgen abzusehen. Mehr Vermutungen und Annahmen als Wissen. Und dazu kommt anscheinend noch Pfusch beim Bau (mangelhafter Beton, nicht lotrechte Bohrungen).

Alles schön bürokratisch verwiesen in Ausschüsse und Arbeitskreise, die anscheinend bisweilen regelrecht ins Blaue hineintagen, wie dieses Zitat aus dem Wiki-Artikel bekundet:
"Ein weiterer Abrisskandidat könnte nach Ansicht des Arbeitskreises Staufener Stadtbild das Rathaus-Café sein. Im Mai 2015 widersprach Bürgermeister Benitz jedoch dieser Einschätzung und verwies darauf, dass der Arbeitskreis nicht immer über alle Informationen verfüge."
Siehe dazu auch die Sache mit den WISMUT-Archiven im Erzbegirge weiter unten.)


Das katastrophale Abenteuer mit der Kernkraft hat wohl noch lange nicht gereicht. Und alles auch noch voll auf die Kosten des arbeitenden Steuerzahlers. Erst die Subvention der Industrie beim Bau, dann die noch nicht absehbaren Kosten der Abwicklung, Müllentsorgung und der Schadensbeseitigung.

Beide Beispiele übrigens im neuerdings grün regierten Ba-Wü. Können die aber auch anderswo.
Zur Erinnerung hier noch noch ein bekanntes Bild aus Köln:

Externes Bild, es gelten die Datenschutz- und Nutzungsbestimmungen der ausgewählten Seite.Quelle: http://up.picr.de/25750687dn.jpg



Vgl auch die Vorgänge hier im Erzgebirge:
Die Bohrungen in Staufen waren ja nur ein verhältnismäßig kleines Vorhaben zur Heizung des Rathauses. In Wildbach bei Schneeberg (Kreis Aue, jetzt Erzgebirgskreis) haben sie erst neulich ein viel größeres Projekt vorläufig (rechtzeitig?) abgebrochen. Dort haben sie angefangen mit Probebohrungen bis in 5000 m Tiefe für ein geplantes Erdwärmekraftwerk. Und das in einer Gegend, wo sie die erheblichen unterirdischen Bewegungen als Folge von Bergschäden durch intensieven Raub-Bergbau seit 500 Jahren immer noch nicht in den Griff bekommen haben. Erst voriges Jahr ist in Schlema (in unmittelbarer Nähe zu dem geplanten Kraftwerksvorhaben) eine Straße eingestürzt, daß danach ein Loch war so groß wie ein ganzes Haus.

Und das Tollste: Keiner war es gewesen, keiner weiß angeblich, wer da überhaupt früher gebohrt hat. Selbst die (nach wie vor immer noch staatliche) WISMUT-Nachfolgegesellschaft - eine der "Hauptäter" in der jüngeren Vergangenheit - hat angeblich keinerlei Daten in ihren Archiven, die einen Aufschluß darüber geben könnten. Dabei war die SDAG WISMUT innerhalb der DDR sozusagen ein "Staat im Staate" - mit eigenen (teilweise bewaffneten) Sicherheitskräften und Geheimdienst, eigenem Verkehrswesen, Wohnungsbaugesellschaften, Handelsorganisation usw und eigenen Forschungsintituten. Daß die bis 1991 auch über ein umfangreiches Archiv verfügten, versteht sich nur am Rande. Wenn das im Zuge der "Abwicklung der DDR" nicht absichtlich alles vernichtet worden ist, dann wird es heute wirkungsvoll unter Verschluß gehalten.


@ ausufernde Bürokratie und daß dies nur eine Besonderheit der Deutschen sei, auch wenn diese hier die Nase sicher ganz weit vorne haben:

Beim Denkmalschutz kriegen sie beispielsweise auch außerhalb von Deutschland so manche Kapriolen hin. Da hab ich mal in der Bretagne (FR) an einem uralten Schloß eine Terasse gebaut. Als alles fertig war nach den Wünschen und Plänen des Schloßherren und seiner Frau, da hat ein Starkregen, dessen Wassermassen ungehindert vom Dach herabprasselten, sogleich die frisch angelegten Rosenrabatten vor der Schloßmauer weggespült. Ich hab ihn gefragt, warum er denn keine Dachrinne anbringt. Da hat er gesagt, daß ihm das das Denkmalamt verboten hätte, weil es zur Bauzeit des Schlosses noch keine Dachrinnen gab. :roll: Daß das Fehlen einer Dachrinne auch verheerende Wirkungen auf die ach so denkmalschutzwürdige Bausubstanz des alten Gemäuers hat, sei hier nur noch am Rande erwähnt ...

Da haben es sich die alten Könige und Adligen leichter gemacht. Die haben ihre Schlösser ihrerzeit einfach umgebaut und erneuert, wie sie wollten. War allerdings auch niemand da, der es ihnen hätte verbieten können.


liebe grüße
triona
Lieschen
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Re: Abartiger gehts nimmer ...

Post 8 im Thema

Beitrag von Lieschen »

@Dolores: Doch, Wind und Sonne und vielleicht hier und da noch n Speicher: 100% Energieversorgung aus Erneuerbaren Energien - das geht! Der Solarenergie Förderverein Aachen ist da sehr rührig. http://www.sfv.de

"Windenergie geht auch nicht. Weil Verspargelung der Landschaft,"
Ich wohne in Ostfriesland, Wind aus erster Hand, viele Windräder. Manchmal stören sie mich schon. Aber lieber 1.000 Windräder, als ein Atomkraftwerk.

Danke an Triona für den Amtsschimmel.

Lieschen (Wunderbar sind meine Werke)
An die Rausgemobbten und/oder Ausgeschlossenen, die hier evtl. (nur) noch still mitlesen (Hugo, Darialena, Breakfast@Tiffany, ingedie2te u. A.): bitte schreibt mir doch kurz, in welchen Foren ihr euch jetzt aufhaltet.
lieschen-77ätgmx.de
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Re: Abartiger gehts nimmer ...

Post 9 im Thema

Beitrag von Dolores59 »

Hi Lieschen,

was die Atomkraft betrifft:

Das Thema ist in Brüssel nicht durch. Es gibt Pläne, kleine Atomkraftwerke zu bauen, Stichwort "Dezentralisierung".

Überspitzt gesagt: In jedem Haus ein kleines Atomkraftwerkchen. Zu dumm nur, dass Kleinvieh auch Mist (Atommüll) macht.

Ich kenne den Nordwesten Niedersachsens (übrigens das schönste Bundesland von allen) ganz gut und bin Windparks gewohnt. Die gibt's auch bei uns in der Gegend. Aber es gibt andernorts Widerstand gegen Windkraft. Abgesehen davon, dass ich als Stromkunde auch die Nichtproduktion von Windkraftanlagen finanziere. D.h. ich zahle für Windstrom und für den nicht produzierten Windstrom.

Beste Grüße
Dolores
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Re: Abartiger gehts nimmer ...

Post 10 im Thema

Beitrag von Marielle »

Namd,

die Empörung über die Schwachköpfe vom Denkmalschutz ist absolut berechtigt. Aber wo war die Empörung, bevor die tapferen Leute ihre PV-Anlage auf's Dach gebaut haben? Ein paar privatwirtschaftlich organisierte, ausschliesslich am 'shareholdervalue' orientierte Unternehmen graben den Leuten in der Lausitz und am Niederrhein seit Jahrzehnten die Heimat unter dem Arsch weg und kaum ein Schwein regt sich auf, weil das sogenannte 'öffentliche Interesse' überwiegt und der Strom 'bezahlbar' bleiben muss. Und wer sich doch aufregt, wird vom staatstragenden Bürgertum kurzerhand als linker Chaot tituliert. 'Bezahlbarer' (sprich: zu billiger) Strom für noch die unsinnigsten Anwendungen frisst ganze Dörfer, frisst Heimat, damt noch ein paar mehr sinnlose Geräte vor sich hin blinken und piepsen.

Nein, über die Klamotten von H&M rege ich mich jetzt nicht auch noch auf, das können andere besser.
HuM Kudamm.jpg
Macht was,

Marielle
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As we go marching, marching, we bring the greater days
For the rising of the women, means the rising of the race
No more the drudge and idler ten that toil where one reposes
But the sharing of life's glories, Bread and Roses, Bread and Roses.
Salmacis
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Re: Abartiger gehts nimmer ...

Post 11 im Thema

Beitrag von Salmacis »

uta hat geschrieben:Warum die Aufregung bei uns kommt der Strom aus der Steckdose [Ironie aus *]
Hi Uta, ich schalt jetzt wirklich mal meinen Zynismus und meine Frustration aus :D
Mal Butter bei die Fische.

Die ganze Region war ja schon immer durch Kohle geprägt. Aber ich bin mir sicher, dass ein neuer Tagebau der falsche Weg ist.
Hagenwerder wurde damals dicht gemacht und dient heute als Badesse. Tausende wurden arbeitslos in einer Region, die so schon gebeutelt war.
Und nun macht man wieder eine Grube auf. Für mich ein Schlag ins Gesicht.

Aber darum gehts ja eigentlich nicht.
Ich finde es nur schade, dass das Land und die Landkreise Unternehmen wie Vattenfall den Rücken stärken und sich aber umgekehrt an so Nichtigkeiten wie Solarzellen auf einer Kirche hochziehen.
Da verliere ich langsam den Glauben an die Menschen und vor allem an die Zukunft dieser Region.
exuserin-2017-01-16

Re: Abartiger gehts nimmer ...

Post 12 im Thema

Beitrag von exuserin-2017-01-16 »

Hi Salmacis und zusammen , das Problem liegt tiefer und ist älter als man landläufig denkt. Viele Dinge die uns heute aufregen haben ihre Ursache im 3.Reich. Im Falle des Stromes ist es die Zentralisierung der Elekrtoenergie Erzeugung. Früher gab es viele kleine regionale Energieerzeuger die von 39-45 gleichgeschaltet wurden. Heute konzentriert sich alles auf die 4 Großen. Sie bestimmen die Politik und verhindern seit Jahrzehnten die alternativen Energien. Es gibt genug Möglichkeiten Strom regional und dezentral herzustellen und ins große System einzuspeisen. Es bedarf keiner neuen Leitungsnetze quer durch Deutschland diese sichern nur wieder den Großen das Monopol und zerstören zusätzlich die Landschaft.
Wenn in der Forschung genug Geld und Interesse eingesetzt würden, um die schon heute bekannten Techniken umzusetzen bräuchte es keine Atom und Kohlekraftwerke.
Atomkraft ist ein Verbrechen an der Menschheit ohne Beispiel. Das was heute gemacht wird beeinflusst noch 10000 Jahre die dann lebenden Menschen, mit welchen Folgen sieht man in Japan und Europa . Ich denke das aus meiner Generation jeder 2 an den Spätfolgen von Tschernobyl sterben wird. Z.Z. sterben hier rund rum gerade viele der in den 50er Jahren Geborenen an Krebs , aber auffallend viele, fast in jeder Familie ist jemand betroffen oder war es.

Noch mal zurück zu alternativen Energien, Knackpunkt ist die Speicherung. Es gibt dafür aber schon viele Ideen z.B. könnten 20 Millionen E Autos Millionen KWh zwischenspeichern, die direkt ins Auto geladen werden vom heimischen Carpot ohne ins Netz eingespeist zu werden. Oder Batteriespeicher im Haus statt Öltanks mit monatelangem Speichervolumen.
Oder Pumpspeicherwerke oder Elektrolyse und Einspeisung des damit gewonnen Gases ins Erdgasnetz usw.

Ich denke das die zunehmende Umweltverschmutzung die Menschen zwingen wird, auf alternative Energie umzusteigen. Das Öl wird irgendwann auch alle sein. Je eher Deutschland darauf reagieren wird, um so besser werden unsere Kinder und Enkel auf die Zukunft vorbereitet sein.
Wobei ich im Bewusstsein der Bevölkerung keine Einsicht in die Notwendigkeit erkennen kann, da ist der 20 Liter verbrauchende Einkaufs SUV wichtiger als der Rest der Welt.

LG uta
Exuserin-2016-074-06

Re: Abartiger gehts nimmer ...

Post 13 im Thema

Beitrag von Exuserin-2016-074-06 »

uta hat geschrieben:Ich denke das aus meiner Generation jeder 2 an den Spätfolgen von Tschernobyl sterben wird. Z.Z. sterben hier rund rum gerade viele der in den 50er Jahren Geborenen an Krebs , aber auffallend viele, fast in jeder Familie ist jemand betroffen oder war es.
Das machst du jetzt allein an Tschernobyl fest? In Krümmel ist/war die Rate an Leukämie erkrankten Kindern auch signifikant gestiegen. Abgesehen davon, dass auch viele Menschen an Krebs erkranken, die abseits von Atomkraftwerken leben und wo die Stahlung aus der Urkaine sie nicht erreicht hat. Ich möchte nicht wissen, was alles in den industriell gefertigten Lebensmitteln drin ist, die Krebs begünstigen. Das ist viel effektiver, um Menschen krank zu machen, damit sich daran die Pharma eine goldene Nase daran verdient.
uta hat geschrieben: Wobei ich im Bewusstsein der Bevölkerung keine Einsicht in die Notwendigkeit erkennen kann, da ist der 20 Liter verbrauchende Einkaufs SUV wichtiger als der Rest der Welt.
LG uta
Da gehe ich konform. Aber zum Glück hat das Eier-Phone schon bei den jungen Leuten den Statussymbol von großen Autos abgelöst.
ExUserIn-2026-04-08
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Re: Abartiger gehts nimmer ...

Post 14 im Thema

Beitrag von ExUserIn-2026-04-08 »

Sorry, ich komme da nicht mit. Da ist im Osten wohl ein bisschen was schief gelaufen, aber warum heißt der Fred "Abartiger geht's nimmer ..." ? Mir fällt vieles ein, was dieses Ereignis im Sinne von "abartig" locker übertrifft.

Auch kann ich etliche Formulierungen nicht verstehen. Ein Beispiel ist der "20 Liter verbrauchende Einkaufs SUV". Das ist einfach nur Quatsch. Da sollte man sich vorher schlau machen.

Anderes Beispiel: "Deutsche Bürokratie ist was schönes." Dann lebe einfach einmal in Frankreich, da wünschst man sich deutsche Verhältnisse.

Nichts gegen das Anprangern von Missständen. Das ist wichtig und richtig. Aber es sollte doch sachlich bleiben. Sonst sind wir doch auch sehr sensibel. Sogar, wenn es nur um einfache Begriffe geht. Aber wenn es um lieb gewonnene "Feindbilder" geht, wird gerne auch einmal polemisch eingeschlagen. Hauptsache Vorurteile werden bestätigt. So nebenbei: Ich kenne einige Fälle, in denen die scheinbare "Kritik" nichts anderes war, als eine Verkürzung der Tatsachen, so dass es eher ein Verdrehen wurde.

Betrachten wir es von der anderen Seite. Wenn jemand in der Zeitung schreibt, dass ein Mann in Frauenkleidern sich Kinder genähert hat, kommt vielleicht ein Aufschrei betroffener Eltern im Sinne von " Wir haben es gewusst, Transen sind gemeingefährlich". Dabei wollte er nur nach dem Weg fragen und es waren keine Kinder, sondern Pubertierende... Das nur als Beispiel, wie Verkürzungen wirken können. Wollen wir uns wirklich auf einem solchen Niveau bewegen ?
Viele Grüße
Vicky

Respekt ist nicht teilbar.
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Re: Abartiger gehts nimmer ...

Post 15 im Thema

Beitrag von Diana.65 »

Hallo Allerseits.

Ich denke da immer an den Spruch: "zurück zur Natur, aber keiner will zu Fuß gehen".
Man sollte da doch auch erst mal an das eigene Verhalten bezüglich des Verbrauch von Energie und Rohstoffen denken. Wird einem aber auch nicht leicht gemacht, das Einsparen von Energie. Um so weniger man verbraucht, um so höher gehen die Preise.
An sich hat doch jede Form der Energiegewinnung ihre Schattenseiten, von den Langzeitfolgen für die Menschheit redet ja bei vielen Formen gar keiner. Sprich Landschaftsveränderung und damit auch Klimaveränderung durch die Tagebaue, aber auch bei Stauseen und Pumpspeicherwerken für die Wasserkraft. Bei Windrädern spricht man ja auch meisstens nur von der Verspargelung der Landschaft. Aber was die sonst noch für Auswirkungen auf die Natur haben bleibt oft auch außen vor.
Ich hatte auch schon öfters Angebote für die Installation einer Photovoltaikanlage auf meinem Haus. Was mir aber noch keiner dabei sagen konnte, was dann pasiiert, wenn die Solarmodule dann mal ihr Leben aushauchen. Da hab ich dann teuren Sondermüll auf dem Dach und muss für die Entsorgung evtl. auch noch bezahlen?

Allen trotzdem ein schönes Wochenende.
Ich bin und bleibe ich.
Und ... genieße mein neues Leben.
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